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Best of 2015

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Mir geht schon das ganze Jahr durch den Kopf, dass ich keinen Jahresrückblick für 2014 geschrieben habe. Es jetzt nachzuholen, wäre witzig, aber ich mache es trotzdem nicht. Statt dessen besinne ich mich auf die Werte, für die electro-space.de steht.

Musik

Wie sollte man einen Jahresrückblick machen, ohne Richard James zu erwähnen und seinen enormen Output, den er dieses Jahr geliefert hat. Er greift die volle Reichweite an Sympathiepunkten ab, denn er macht alles richtig. Zum einen macht er seinen Fans den Begriff der Vergänglichkeit schmerzhaft fühlbar. Heute noch 200 Songs zum Download, morgen alle weg. Dann erscheinen 20 Neue, die aber nur zum Streamen da sind. Plötzlich sind die weg. Dann tauchen sie wieder auf, aber zum Herunterladen. Oder er ändert alle 2 Tage die Cover und die Beschreibung. Im Gegensatz zu Future Sound of London, die ihre alten Werke seit ein paar Jahren häppchenweise auswerfen oder Mike Paradinas, der alles hochgradig geordnet hochlädt, aber zur zum Streamen bereit stellt, ist Aphex Twin der Schelm, der beiden eine lange Nase dreht und zurecht dafür vergöttert wird.

Irgendwann hatte ich die Erkenntnis gewonnen, dass mit meinem Leben etwas nicht stimmt. Immer wenn ich in einer Beziehung war, sank mein Plattenkonsum in den Keller. Dementsprechend auch mein Wissen, was neu ist und viele gute Platten rauschten an mir vorbei. Seit unserer Weltreise versuche ich den Spagat zwischen gemeinsamer Zeit und der Suche nach neuer Musik aufrecht zu erhalten. Auch dieses Jahr habe ich meine Sammlung wieder mit über 40 Maxis, EPs und Alben aufgestockt. Nicht daran zu denken, wenn ich das Zeug physisch kaufen würde…

Dem entsprechend habe ich Lust einen monatlichen Podcast zu machen – über Zeug, was ich neu habe, was mir sonst so zu Ohren gekommen ist und altes Zeug aus meiner Sammlung. Aber wie da es sowieso keinen interessiert, wird das so ein Projekt sein, was in der Schublade liegen bleibt.

Ganz im Gegensatz zur Wahl meiner Lieblinge für 2015. Die müssen einfach sein. Dieses Jahr habe ich noch den Lieblingstrack mit dazu genommen. Das war was, was ich mir auch schon für 2014 vorgenommen habe, aber wie gesagt – die Schublade mit den Dingen, die noch gemacht werden sollten.

  • Bester Song: Purity Ring – Begin again. Ich denke, da habe ich nicht viel darüber nachdenken müssen. Es fällt mir immer noch schwer, das dazu gehörige Album „Another Eternity“ in Worte zu fassen. Die Musik kokettiert mit EDM und ist dabei so gut, dass ein David Guetta daneben blass aussehen würde. „You be the moon, I’ll be the earth, and when we burst, start over o darling, begin again, begin again“. Überhaupt macht auch der Text was her, nicht nur das dumpfe „I love you, I need you“. Und genau aus den Gründen hat es der Titel geschafft. Er tanzt komplett aus der Reihe, zu dem was ich sonst so höre und hat damit einen Überraschungseffekt.
  • Beste Maxi/EP: Robot Koch – Tsuki (Monkeytown). Macht irgendwie genau da weiter, wo Moderat mit ihrem Album „II“ aufhörten. Muss aber ehrlich zugeben, dass ich Monkeytown nicht so auf dem Schirm habe und ich mir nur von Zeit zu Zeit in einen Release reinhöre.
  • Bestes Album: Conforce – Presentism (Delsin). Läuft just in diesem Augenblick. Einfach eine schöne Mischung zwischen Ambient und Techno und allem dazwischen. Titel wie „Ocean Lab“ machen ganz klar, wie es dort klingt und es bleiben einfach keine Fragen übrig. Das ist das Album, was man hören möchte, wenn man in einer Sommernacht unter dem freien Himmel liegt und in die Sterne schaut.
  • Bestes Label: Delsin. Der Grund, warum ich Robot Koch als beste Maxi genommen habe, war eigentlich dieser. Sonst würde da Sven Weisemann stehen oder Micronism. Ich hätte auch gerne Ostgut Ton genommen, aber nach der Veröffentlichung von „Zehn“ (ein Rückblick auf die letzten 10 Jahre), die zu einem… ich sage es einfach mal… unverschämten Preis verkauft wurde, hat Delsin eindeutig die Nase vorn.

Was bleibt sonst noch zum Thema „Musik 2015“ zu sagen? Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, wenigstens wieder kurze Rezensionen zu schreiben, aber es blieb bei „hätte, hätte, Fahrradkette“. Also wechsel ich mal zum nächsten Thema…

Programme

Im Juni 2014 wurde der erste Spatenstich für meine neue Plattenverwaltung gemacht und bis November 2014 Stück für Stück umgesetzt. Die Basisfunktionalität war da – in 2015 wurden die Extras dazu gebaut. Einlesen der alten Charts, Speichern der Cover in der Datenbank, Statistik und viele kleine Bugfixes. Voraussichtlich wird es auch 2016 damit weiter gehen. Momentan hätte ich gerne noch den Musikstil angegeben, aber das ist noch in der Planungsphase…

Auch real wurde dieses Jahr die Veröffentlichung von „Act of Aggression“. Einem – wie ich finde – sehr gelungenen Nachfolger von C&C Generals. Ich warte zwar immer noch auf den Moment, wo ich nicht nur den sehr leichten Gegner bezwinge, aber alles eine Frage der Übung und der Zeit. Eigentlich habe ich Act of Aggression als potenziellen Nachfolger von C&C Generals auf unseren LAN-Partys gesehen, aber momentan ist die Skepsis, dass es auf den alten Rechnern läuft größer.

Was mich zwangsläufig zum nächsten Punkt bringt: LAN-Party. Auch dieses Jahr gab es wieder reichlich Gelegenheit zum Zocken. Traurig, dass wir Alex verabschieden mussten, der jetzt für 2 Jahre sich nach Japan abgesetzt hat. Aber ich wollte eigentlich auf etwas anderes hinaus. Ich habe mal das neue Windows 10 auf Herz und Nieren geprüft. Und die Entscheidung steht aus: Entweder wir wechseln nicht und können die alten Spiele weiter zocken, oder wir müssen uns von Generals und Co. verabschieden und sind auf einem aktuellen Stand.

Medien

Jetzt erzähle ich viel von der Schublade, wo alles landet, weil ich keine Zeit habe. Aber das ist es nicht – auf manche Sachen muss ich wirklich Lust haben. Und momentan ist es einfach so, dass ich in der Woche heimkomme und dann relativ wenig mit Rechnern zu tun haben möchte. Also sitz‘ ich vor dem Fernseher und dann kommt Binge-Watching: The Walking Dead, New Girl, Big Bang Theory, Good Wife und auch seit kurzem: die alten Folgen von Akte X. Amazon Prime sei Dank!

Dieses Jahr habe ich mir mal wieder angewöhnt, vor dem Schlafen ein bisschen zu lesen. Als Lektüre habe mir die Wüstenplanet-Serie vorgenommen. Bis zu Band 5 bin ich mittlerweile gekommen, als wir in den Südafrika-Urlaub fuhren und ich nicht einen dicken Wälzer mitschleppen wollte, sondern was Digitales. Also kaufte ich eine Kindle-Ausgabe vom Herrn der Ringe, die ich derzeit als Drittbuch lese, denn zu Weihnachten habe ich ein neue Buch bekommen, mit dem ich jetzt schon fast fertig bin.

Foto

Und das Stichwort Urlaub fiel, also kommen wir quasi automatisch zum Thema Fotografieren. Keine neue Ausrüstung, aber viele neue Erlebnisse. Eine Woche am Anfang des Jahres auf den Kanaren, dann folgte eine Woche auf den griechischen Inseln um Kos und schließlich 14 Tage in Südafrika. Insgesamt etwas weniger Fotos geschossen als im Vorjahr, aber eins ist von besonderer Bedeutung.

Klippschliefer, Südafrika
Klippschliefer

Wem auch immer ich dieses Bild gezeigt habe, der fand den kleinen Kerl putzig. Dazu kam noch, dass meine Kollegin den Kameraden immer aus dem Augenwinkel auf dem Monitor gesehen hat und sich beim Naschen beobachtet vorkam. Deswegen verpasste ich ihm eine Sprechblase mit der Frage: „Isst du Möhrchen?“ Jetzt wurde er noch witziger… und so entstand innerhalb von kürzester Zeit eine ganze Reihe von Memes, die sich dieses Klippschliefers bedienten.

Okay, es gibt doch ein neues Stück Ausrüstung, was aber weniger mit Fotografieren, als mit Beobachten zu tun hat. Die Rede ist von meinem neuen Teleskop. Im April / Mai hatte ich hervorragende Bedingungen und freute mich Jupiter und Saturn zu sehen und ausgiebige Mondspaziergänge zu unternehmen. Im Sommer warf ich dann auch mal einen Blick auf die Sonne, aber die Sonnenfleckenaktivität war immer sehr niedrig. Jetzt wo es in den Winternächten wieder kälter sein sollte, ergab sich leider bis jetzt noch keine Gelegenheit, um mal wieder in den Himmel zu schauen.

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Privat

Ansonsten musste unser Urlaub etwas gegenüber den Vorjahren zurückstecken, nicht zuletzt weil meine Frau hart an ihrem Paleo-Shop arbeitet. Das zieht mich immer ein bisschen in Mitleidenschaft, denn bis zu einem gewissen Punkt kann und will ich ja mithelfen. Gerade wenn es darum geht, Flyer, Gutscheine zu entwerfen oder die Produkte für ihren Shop zu fotografieren und frei zu stellen, dann ist meine Person gefragt.

Letzten Dezember stellte ich nach 1-2 Monaten Abstinenz von Milchprodukten eine nachlassende Allergie fest. Nach einem Jahr muss ich feststellen, dass ich damit sehr gut leben kann. Ich habe mich mittlerweile durch sämtliche Früchte durchprobiert und nichts passiert! Seit dem gehören Äpfel im Herbst und Winter wieder zum Speiseplan und dadurch werde ich weniger krank.

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