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Koh Lanta – Ein kleines bisschen Paradies

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Unser erstes Ziel nach Phuket soll Koh Lanta sein. Unser gebuchtes Taxi ist pünktlich und die Fahrt geht los. Doch während der Fahrt beschleicht Kriszta ein komisches Gefühl – sind wir nicht falsch unterwegs? Und richtig, wir sind schon die Hälfte des Weges zum Flughafen gefahren, als meine Frau interveniert und wir den richtigen Kurs aufnehmen. Es beginnt eine Zitterpartie mit vielen Telefonaten, den eigentlich soll die Fähre 8.30 Uhr losfahren. Die nächste Fähre geht erst um die Mittagszeit. Das Glück ist uns hold, wir kommen 8.50 Uhr an und die Fähre wartet noch auf uns. Tatsächlich gibt es auch noch andere Passagiere, die zu spät kommen. Wir steigen auf Koh Phi Phi um und sind gegen 12 Uhr auf Koh Lanta. Wir erwischen für 100 Baht ein günstiges Tuk Tuk, was uns zum Hotel „Dreamy Casa“ bringt. Hier hat ein kleiner Spanier die Leitung.

Das Publikum auf Koh Lanta ist ein ganz Anderes. Hier sind wesentlich mehr Backpacker (sehr viele junge Schweden), die Strände sind weitläufiger und wirken fast leer. Wir gehen zum Strand und setzen uns in den Schatten, essen und lesen und gehen dann noch etwas spazieren. Am späten Nachmittag übernehmen wir einen Motorroller, denn wir wollen den nächsten Tag die Insel etwas erkunden. Unsere erste Probefahrt bringt uns zur Thai-Massage und später zum Abendessen. Für mich war das Roller-Fahren eine neue Erfahrung, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran.

Den nächsten Tag ging es mit dem Motorroller südwärts. Unterwegs gefrühstückt, landeten wir bald am Bamboo Beach. Hier blieben wir ein bisschen in der Sonne liegen. Es wehte ein ziemlich böiger Wind, der es uns erschwerte, ins Wasser zu gehen, denn es war ziemlich steinig und es war ordentlicher Wellengang. Wir gönnten uns noch einen Kokosmilch-Shake, der viel zu süß schmeckte, obwohl wir extra ohne Zucker bestellt hatten. Es entstand eine immer lauter werdende Diskussion, trotzdem bestand man darauf, dass da kein Zucker drin wäre – Kokosnuss ist nun mal so süß. Auf dem Heimweg wollten wir uns was zu Essen suchen, mussten aber feststellen, dass uns nichts so richtig gefiel und wir wieder dort aßen, wo wir schon am Vortag waren.

Thailand
Egal, wohin wir kommen – der Strand ist voll mit anderen Booten

Nachdem wir etwas auf dem Zimmer gechillt hatten, fuhren wir nochmal los und gingen an den Strand. Leider war hier kein Schatten und wir blieben nicht lange. Schon am Vorabend, wo wir am Strand entlang gingen hatten wir ein kleines Restaurant ausgemacht, was in einem Gebiet lag, das ich scherzhaft „die Community“ nannte. Hier waren zwischen Straße und Strand auf holprigen Wegen ein paar Hostels, Restaurants, Discos und Geschäfte, die als Zielgruppe junge Backpacker hatten, die einfach mal eine Auszeit von der Zivilisation haben wollten. Eben in jenem Restaurant bestellten wir das erste Mal Pad Thai und waren begeistert. Die Limette und die gehackten Erdnüsse gaben dem Gericht das gewisse Etwas.

Für den nächsten Tag hatten wir uns die 4-Islands-Tour vorgenommen. Wir wurden 8.30 Uhr am Hotel abgeholt und mussten noch eine Weile warten, denn die Fahrer waren furchtbar beschäftigt, genau die richtigen Personen auf das jeweilige Fahrzeug zu bekommen, obwohl wir alle zum Hafen gefahren wurden. Erste Station nach einer Stunde Fahrt war Koh Ngai, wo wir anlegten. Wir gingen zum Strand, schnorchelten etwas und dann ging es schon gleich wieder weiter. Als wir ablegen, beginnt es langsam trübe zu werden und es kommen immer mehr Wolken. Wir ankerten danach bei Koh Chueak, wo wir ins Wasser springen und herumschnorcheln. Ein Guide weist uns auf einen Feuerfisch hin. Durch die Wolken ist es ziemlich dunkel unter Wasser und wir können nur die Schönheit des Feuerfischs erahnen.

Thailand
Auch wenn das Wetter mal nicht so ist – die Felsformationen sind immer interessant

Gegen Mittag ankern wir vor Koh Kradan. Die meisten setzen mit den Paddelbooten über, wir schwimmen und müssen ganz schön navigieren, denn das Wasser ist unheimlich flach und es wimmelt von Seeigeln. Wir bleiben nicht lange, denn es beginnt schon zu regnen. Letzte Station der Tour ist Koh Mook. Das Schiff liegt vor einem Felsen, wo man eine Höhle sieht. Die Guides schwimmen vor und leuchten uns den Weg durch die Höhle. Als wir nach ca. 200m schwimmen ankommen, öffnet sich vor uns ein kleiner Strand. Rings um uns gegen die Berge ca. 50m senkrecht nach oben. Dieses kleine Fleckchen Strand ist vielleicht 20-30m breit und wäre ein richtig romantischer Platz, wenn da nicht noch zwei andere Schiffe angelegt hätten und es doch ziemlich voll ist. Aber trotzdem ist es wie ein kleines Paradies. Selbst als es wieder beginnt zu regnen, ist es wunderschön hier.

Die Rückfahrt dauert sehr lang. Vom vielen Schwimmen und Schnorcheln sind wir müde und schlafen kurz ein. Als wir 17.30 Uhr wieder in Koh Lanta ankommen, gehen wir uns erstmal duschen und genießen eine Kokosöl-Massage. Zum Abendessen gibt es wieder das leckere Pad Thai in „der Community“. Abends recherchiere ich, wie die Wettervorhersage ist. Offensichtlich hat sich ein richtig fieses Tiefdruckgebiet in China festgesetzt, was für ausreichend Schnee sorgt und wir bekommen Ausläufer davon auch bei uns zu spüren.

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