Wie soll der Beitrag über Industrial ausgehen, wenn ich noch nicht mal weiß, wie die Einleitung aussieht? Ich weiß, dass ich eine Vorstellung von Industrial habe. Ich weiß, dass diese falsch ist. Und ich weiß, dass mir das Ergebnis meiner Untersuchung vielleicht musikalisch nicht gefallen wird, aber trotzdem einen Ausflug wert ist.
Unknown Territory ist eine Serie, wo ich musikalisch über den Tellerrand hinausschaue. Ich entdecke Musik, die mir zwar geläufig ist, wo ich aber bisher nie die Zeit fand, mich intensiver damit zu beschäftigen. Ich werde dabei in die Vergangenheit eintauchen und wenn möglich auch einen Bezug zur Gegenwart herstellen.
Auf der Suche nach einer Definition
Fangen wir in meinem Kopf an. Wenn mich jemand ein halbes Jahr bevor dieser Beitrag erschien nach Industrial gefragt hätte, dann wäre mir als erstes der Song At The Heart Of It All eingefallen, der als Bearbeitung von Aphex Twin auf dem Nine Inch Nails Album Further Down The Spiral enthalten ist.
Also Industrial war in meinem Kopf Musik, die als grobes Konzept Maschinengeräusche beinhaltet oder nachmacht. Um konkret zu werden, so richtig heavy machinery. Am besten mit einer Referenz auf das Bild eines Stahlwerkers der mit einem riesigen Hammer auf einen Amboss schlägt. Und wenn ich dieses Bild erzeuge, komme ich schon gar nicht an EBM vorbei, die sich auch gern dieser Symbolik bedienten.
Um bei dem Bild zu bleiben, war für mich Industrial die Musik, die einen Zweig der elektronischen Musik bildete, die monotone mechanische Geräusche zur Abbildung einer Umgebung bildet, die von Routine und festen, monotonen Abläufen geprägt ist.
Wie ich auf der Suche war, habe ich auch andere Menschen gefragt. Was ist eure Definition von Industrial? Erstaunlich häufig taucht dann ein Album von Nine Inch Nails auf. Also lag ich komplett falsch, oder?
Damit ziehe ich jetzt hier mal einen Schlussstrich. Wie man an der langen Pause zwischen dem Beitrag über Hardfloor und diesem Beitrag erkennt, musste ich das Thema lange wirken lassen. Ich habe mich durch viele Beiträge durchgewühlt, Beispiele gesucht und versucht zu verstehen.
Dabei ist eine kleine Zeitlinie entstanden. Auch wenn jetzt eine lange Zeit vergangen ist, traue ich mir anhand der Werke gar nicht zu, eine vollständige Meinung zu bilden. Also versuche ich hier eine Essenz dessen abzubilden, was ich den Werken entnehme bzw. was ich dazu in Erfahrung gebracht habe.
Throbbing Gristle – Second Annual Report (1977)
Bevor ich zu dem Album komme, muss ich erst mal eine Stimmung etablieren. Wir sind in den späten 1970ern. Denken wir an rebellische Musik in der Zeit. Instinktiv fällt mir das sofort Punk ein. Punk rebelliert aber gegen das System. Was ist aber, wenn Musik gegen sich selbst bzw. gegen die Musikindustrie rebellieren will. Damit können wir was anfangen und gehen zum Label Industrial Records, das von Throbbing Gristle gegründet wird. Erstes Album ist Second Annual Report.
Throbbing Gristle verbinden mehrere Elemente miteinander. Gitarreneinsatz, Sprachaufnahmen und elektronische Musik und das alles in Schleifen gelegt, verzerrt und mit anderen Effekten belegt. Die Stücke sind entweder unglaublich kurz oder sehr lang. Ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, würde ich das Album als „zusammenhanglosen Krach“ bezeichnen.
Also muss ich weiter lesen. Ich finde ein Zitat von Bandmitglied Genesis P-Orridge. Der sagt, dass zu dem Zeitpunkt die Musik hauptsächlich ihre Wurzeln im Blues und in der Sklaverei hatten. Und aus seiner Sicht war Industrial der Versuch, sich zeitlich nach vorn zu bewegen, zumindest bis zu industriellen Revolution.
Die Vorstellung hilft mir, weil das Album alles vermissen lässt, was in der populären Musik vorhanden ist. Text, Songstruktur, Refrain. Ich finde weiterhin einen Hinweis, dass Throbbing Gristle auch mit ihren Fans auf Konzerten nicht zimperlich waren. Statt selbst im Rampenlicht zu stehen, wurde das Publikum ausgeleuchtet. Dabei sollte man Throbbing Gristle nie als Band sehen, sondern eher als Künstlerkollektiv, wobei Musik ein Teilaspekt ihres künstlerischen Schaffen war.
Dazu gehört auch die Provokation. Nicht nur, dass das Publikum angestrahlt wurde, wurden sie auch beschimpft. Und diese Provokation setzte sich auch visuell fort. Auf ihren Konzerten wurden Bilder mit pornographischem Inhalt und auch von Konzentrationslagern gezeigt.
Industrial – eine neue Definition
Nachdem ich das Album gehört hatte und mir versucht habe, ein Bild davon zu machen, muss ich meine Vorstellung davon aktualisieren. Industrial ist die Rebellion gegen alles, was bisher in der Musikindustrie(!) vorherrscht. Audiovisuelle Provokation durch Aufbrechen von traditionellen Strukturen im musikalischen Sinn, Dekomposition. Und damit kann erfolgreiche Musik nie Industrial im ursprünglichen Sinne sein. Denn das System mit Erfolg zu füttern, spricht genau dagegen.
Soweit das Konzept und damit auch vollkommen verständlich, dass Industrial immer ein Nischenprodukt geblieben ist. Vermutlich hat sich Industrial deswegen nie so richtig durchgesetzt, aber einen riesigen Einfluss auf die gesamte Musik danach gehabt. Man denke nur an The KLF, die Gummigeschossen in Richtung Publikum schossen.
Ich habe Throbbing Gristle nur als eine der treibenden Kräfte dieser Zeit heraus geschält. Schon kurze Zeit später lösten sich Throbbing Gristle auf und damit war die Phase des Industrial vorbei. Richtig gelesen, seit Anfang der 1980er ist alles nur noch Post-Industrial und basiert nur zu Teilen auf den Ideen des Industrial.
Einstürzende Neubauten – Kollaps (1981)
Nachdem Throbbing Gristle die Vorarbeit gemacht hatte und der ursprüngliche Industrial Geschichte war, übernahmen die Nachfolger diesen gigantischen Prototypen und begannen die Einzelteile zu analysieren. Es war als ob jemand die Outline zu einem monumentalen Buch einfach so liegen gelassen hätte und jeder konnte sich jetzt einen Teil nehmen und vollends ausformulieren.
Die Einstürzenden Neubauten nahmen mit Kollaps das Musikinstrument unter die Lupe. Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang? Das war der Sound der Vergangenheit. Effektgeräte, Presslufthämmer, Schreien… alles was irgendwie einen Sound erzeugt bzw. in Kombination miteinander verwendet werden konnte, musste ausprobiert werden. Akustisch ist das immer noch sehr lärmig. Aber betrachtet man die Zeit, findet man hier schon Wurzeln, die 10 Jahre später in Techno, EBM usw. wiederzufinden sind.
DAF – Alles ist gut (1981)
Und damit habe ich schon den Übergang zum nächsten Album geschaffen. Der Ansatz von Throbbing Gristle sah vor, Musik die auf R&B basiert, in das industrielle Zeitalter zu schieben. Die industrielle Revolution machte den Mensch im Bereich der monotonen Arbeiten überflüssig. Aber damit die Maschinen ununterbrochen arbeiten konnten, musste der Mensch zuarbeiten und wurde so zum Sklaven der Maschine. Die Idee einer Fusion aus Mensch und Maschine lag zum Greifen nahe.
Musikalisch liefern DAF mit Alles ist gut die Vorlage zum EBM ab. Monotone Sequenzen und Rhythmen, die sich wiederholen. Aber wo liegt hier die Beziehung zum Industrial? In den Texten! Denn DAF nutzen hier zwei Elemente, die für den Industrial interessant sind: eine Kommando orientierte Sprache, die politische Statements nutzt, wie Tanz den Mussolini! oder auch Symbole, wie in Alle gegen alle, wo von „links den roten Blitz und rechts den schwarzen Stern“ die Rede ist.
Laibach – Laibach (1985)
Laibach zu verstehen, ist schwierig. Noch schwieriger, sie zu fühlen. Und trotzdem ist das jetzt die erste Stelle, wo ich Industrial nicht nur nachvollziehen kann, sondern auch verstehen. Ich bin im Sozialismus aufgewachsen. Ich bin mit dem Bild der heldenhaften Armee, die Tag für Tag für unsere Sicherheit und Freiheit kämpft, mit Pionierliedern, die vom Sieg des Sozialismus erzählen, mit den Symbolen, welche die Einigkeit und Stärke des Volkes symbolisieren sollte, groß geworden. Als Kind oder Jugendlicher setzt du dich auch nicht damit auseinander. Aber später schon. Dir wird klar, dass diese Scharade im Grunde genommen nur die Fortsetzung dessen war, was schon vorher war. Du bist etwas Besseres als der vermeintliche „Feind“. Und dir geht es nur solange gut, wie du zu uns gehörst.
Damals war ich aber nicht alt genug, Laibach schon. Und sie nutzten das System gegen das System. Kampflieder und Symbole die nach dem Einklang mit dem System aussahen, aber ihm nur den Spiegel vorhielten. In Text und Symbolik. Natürlich war es kein Novum, Front242 machten das auch. Aber damit waren sie provokant und nicht der Staatsfeind. Und das macht das Album besonders, weil es nicht nur aus einer künstlerischen Laune heraus entstand, sondern auch saugefährlich war.
Also was passierte hier? Laibach setzten Totalitarismus als Konzept ein. Das so konsequent, dass man sich als Zuschauer fragen muss: Meinen die das jetzt ernst? Und wenn ja, was sagt das über mich als Zuschauer aus?
Einen kleinen Abstecher will ich noch machen. Ivan Novak sagte mal: „Rammstein ist Laibach für Kinder und Laibach ist Rammstein für Erwachsene“. Wie meinte er das? Rammstein gaben an, dass sie Laibach als Inspiration für die Band genommen haben. Natürlich sind Rammstein Provokation, Bühnenshow mit Pyro-Technik, aber halt kein komplettes Konzept. Stellt euch mal vor, Till Lindemann würde auf der Bühne stehen und mit seinem rollenden R von Gleichschritt, Kampf und Sieg singen! Was wäre da die Konsequenz in der öffentlichen Wahrnehmung? Welches Publikum würde dann zu den Konzerten gehen?
Das Gefährliche an dieser Idee ist, dass sie zum einen Leute anlockt, welche die Idee dahinter nicht verstehen. Und dass man als Band so von dem Konzept fasziniert ist, dass man auch hinter der Bühne nicht mehr damit aufhören kann.
Ministry – The Mind Is A Terrible Thing To Taste (1989)
Mehr als 10 Jahre sind seit dem Beginn des Industrial vergangen und diese Richtung beginnt andere Stile zu beeinflussen. Beim Hören des Ministry-Albums hatte ich relativ wenig Probleme, da die Songs mit ihrer Länge und dem Aufbau doch eine normale Songstruktur haben. Und es kam mir auch ein bisschen vertraut vor. Schnelle Beats, Metallriffs und dazu Sprechgesang und Samples. Das war schon ziemlich nah an dem, was später von Atari Teenage Riot kommen sollte. Nur dass Ministry sind noch musikalisch analog anhört.
Skinny Puppy – Too Dark Park (1990)
Nachdem die ersten Songs gelaufen sind, frage ich mich, wo ich die Grenze zwischen diesem Sound und EBM ziehen soll? Die Antwort ist, dass EBM minimalistischer hinsichtlich der Schichtung der Sound ist. Da reichen Drums, Basslauf und Gesang. Das macht reine EBM-Alben doch schnell ermüdend, weil hier ein Song strukturell die Wiederholung des Vorgängers ist. Um das Album in mein bestehendes Musikverständnis einzuordnen, wäre das Verhältnis, dass sich EBM zu Skinny Puppy verhält wie Techno zu IDM.
Und zu klingt das Too Dark Park auch anders. Wo bei EBM-Alben der Rhythmus die treibende Kraft ist, wird hier der Rhythmus nur als Basis für die ganzen Schichten genutzt, die sich darüber stapeln. Ich war überrascht, wie abwechslungsreich das Album ist. Und für 1990 klingt es schon sehr futuristisch. Bedenkt man die technologischen Möglichkeiten um die Zeit, bekommt man hier schon eine ordentliche Show geboten.
Lustmord – The Place Where The Black Stars Hang (1994)
Als Immersion wird der Prozess verstanden, wo man eine virtuelle Welt als real empfindet. So ging es mir, als ich das Album von Lustmord hörte. Ich fühlte mich wie der Angehörige einer außerirdischen Rasse, die viele hundert Jahre alt werden kann. Wir haben das interstellare Reise erforscht, was uns ermöglicht, tief ins All zu dringen. Meine Mission ist es, ein schwarzes Loch zu erforschen. Als wir das Ziel erreichen, hängt dieses immense Gebilde im Raum und ist gleichzeitig nicht da. Wir verbleiben hundert Jahre, um es zu beobachten. Von unseren Beobachtungen und aus der Geschichte wissen wir, dass es spektakulär ist, wenn ein Fragment am Ereignishorizont zerrissen wird. Aber hier passiert nichts und trotzdem ist diese gewaltige Präsenz permanent vorhanden.
Wer in diesen Gedanken mal reinfühlt, wird das Konzept von Dark Ambient verstehen. Wenn ein Pop-Song in drei Minuten den gesamten Weltschmerz zusammenfasst, legt uns Dark Ambient ein Blatt Papier hin. Und ich ahne, dass auf dem Papier alles Mögliche entstehen kann und aber real nichts da steht. Dark Ambient spielt mit deinem Kopf und lässt dich bewusst allein.
Nine Inch Nails – The Downward Spiral (1994)
Ich kann mich daran erinnern, dass ich in die Pretty Hate Machine reingehört habe. Und das so ziemlich kurz danach, als ich den Second Annual Report von Throbbing Gristle gehört habe. Und selbstverständlich kam da bei mir die Frage auf, wie das denn zusammenhängt. Jetzt habe ich mich im zweiten Anlauf langsamer an das Thema herangewagt. Und statt der Pretty Hate Machine mich jetzt für The Downward Spiral entschieden. Und plötzlich ergibt alles einen Sinn.
Industrial hat seine Finger ausgestreckt und seine Spuren in vielen Musikrichtungen hinterlassen. Was mir hier gut gefällt, dass The Downward Spiral ein Rock-Album ist, aber gleichzeitig nicht. Es steckt sehr viel maschinelles in der Soundarchitektur und dann bricht unvermittelt ein Gitarrenriff durch.
Eigentlich hatte ich geplant, dass ich ein Album von Marilyn Manson mit aufnehme. Aber mit The Downward Spiral erübrigt sich das komplett. Wenn ich das jetzt noch mit reinziehen würde, hätte ich nur ein Duplikat. Hier habe ich das Original, das unglaublich harte Kanten hat.
Pharmakon – Bestial Burden (2014)
Ich springe 20 Jahre weiter nach vorn. In den 20 Jahren ist viel passiert. Der Schmerz der physischen Welt ist einem Schmerz der virtuellen Welt gewichen. Kam man im letzten Jahrtausend noch heim und war erschöpft von der Arbeit, kommt man heute aus dem Büro heim und muss mit einer Flut aus Informationen kämpfen.
Uns werden Programme als „smart“ verkauft, die digitale Welt wirkt glatt und poliert. Aber das ist sie nicht. Die Maschine verschlingt uns jetzt digital. Nachdem ich die Basics des Industrial verstanden habe, höre ich nicht auf die Musik, sondern achte bewusst auf die Zeit ihres Erscheinens und den damit verbundenen Kontext. Und der Sound von Pharmakon ist gleich dem des frühen Industrial, nur ist er moderner und hat einen Namen gefunden, welcher der digitalen Welt ebenbürtig ist: Power Electronics.
Hätte ich mit Pharmakon angefangen, wäre ich hilflos gewesen. Ich hätte wie ein Amateur vor einem Schwergewichtschampion gestanden. Aber mit etwas Training analysiere ich die Beats, die Töne, den Schmerz der einfach nur raus will, damit sich noch irgend etwas real anfühlt, in dieser glatt geschliffenen unwirklichen Welt.
Orphx – Pitch Black Mirror (2016)
Ein Album, was mir auch sehr gut gefällt ist Formless von Gridlock, was seinerzeit auf Hymen erschienen ist. Auf der Suche mehr, stieß ich auch auf Circuitbreaking von Orphx. Und deshalb hatte ich schon eine gute Vorstellung, was mich bei der Pitch Black Mirror erwartet. Wenn Gridlock die Fusion auf IDM und Industrial war, dann ist Orphx die Fusion von Techno und Industrial.
Die Pitch Black Mirror ist schon sehr technoid. Aber um Techno einen düsteren Anstrich zu geben, braucht es nicht ein bestimmtes Tempo. Sondern hier werden einfach Frequenzen weggefiltert oder gar nicht erst erzeugt. Wenn das Hihat der Peitschenknall und die treibende Kraft bei einem guten Track ist, ist das Fehlen wie ein eisiger Sarkophag.
Author & Punisher – Beastland (2018)
Das letzte Album und damit das letzte Puzzleteil. Ich fange mit dem Album an und habe das Gefühl, dass ich in einem Panzer gefangen bin. Das Teil muss mindestens 10 Stockwerke hoch sein, hier unten im Maschinenraum höre ich nur das langsame Stampfen des Motors und weit entfernt nehme ich das Pfeifen der Raketen wahr. Ein Blick nach draußen zeigt mir, dass wir dieses Monster wie in Zeitlupe vorwärts kriecht. Aber unaufhaltsam und ohne Widerstand von außen.
Beastland ist in der Tat keine leichte Kost und drückt schwer wie ein Bleimantel. Der Ingenieur dieser Maschine heißt Tristan Shone und ist eigentlich im Doom Metal daheim. Aber Beastland zeigt, dass seit Ende der 1970er Jahre der Industrial mittlerweile alle Genres durchdrungen hat. Dieses Album hielt für mich keine neue Erkenntnis bereit, war zumindest ein fulminanter Abschluss.
Fazit
Was war: Industrial war für mich eng mit elektronischer Musik verbunden. Dass Industrial über weite Strecken eine enge Beziehung mit Rockelementen geführt hat, klang für mich falsch.
Was ist: Ich habe Industrial verstanden und erkenne Elemente des Industrial in anderen Genres. Eine Musikrichtung, die sich zu großen Teilen auch gegen sich selbst richtet. Ein Genre, was eigentlich nicht gefallen will und mit gefährlichen Elementen spielt. Deswegen ist Industrial auch ein sehr mächtiges Instrument. Dass es von Bands wie Marilyn Manson und Rammstein verwendet wird, zeigt, dass sie sich der musikalischen Wirkung bewusst sind, aber die Show vor die Architektur der Musik setzen.
Was wird: Ich habe die Musik oft gehört, wo ich spazieren gegangen bin. Nur ich, die Musik und die Gedanken. Anders hätte ich den Beitrag wohl gar nicht geschafft, weil Industrial keine Musik ist, die man eben mal nebenbei hört. Dazu ist viel Analyse notwendig und selbst dann tritt kein Wohlfühlerlebnis ein. Aus dem Grund wird Industrial jetzt wieder seinen eigenen Weg unabhängig von mir gehen.
