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Stuttgart – Hamburg – Kopenhagen

Jan 0
geschätzte Lesedauer: 4 Minuten

Bevor wir für ein paar Tage nach London gehen, verbringen wir das Wochenende in Stuttgart. Nach London geht es zum Start der Kreuzfahrt durch Norwegens Fjörde nach Hamburg und zum Abschluss nach Kopenhagen. Hier ein Bericht einer Reise, die mehrere Reisen beinhaltet.

Stuttgart

Wir sind bereits am Samstag in Stuttgart angereist. Ich versuchte einen in Stuttgart ansässigen Freund zu aktivieren, der sich aber nicht rührte. Nicht so schlimm, also erkundete ich Stuttgart auf eigene Faust – Kriszta hatte mit ihrer IATA-Ausbildung anderweitig zu tun. Wie ich schon wusste bzw. gehört habe, ist die Innenstadt von Stuttgart nicht unbedingt ein Highlight für Stadtbesichtiger. Unser Hotel lag etwas außerhalb, war aber günstig und schön. Dort gab es auch am nächsten Morgen Frühstück und damit ausreichend Stärkung für den Tag.

Naturkundemuseum, Stuttgart, Dinosaurier
Unterhaltsam und informativ im Naturkundemuseum

Für Sonntag Vormittag und Nachmittag wurde ein Besuch im Naturkundemuseum eingeplant. Ich begann Vormittag mit dem Museum am Tor. Dort gab es alle wichtigen Infos über die Entwicklung des Lebens von den ersten Tierchen über Dinosaurier bis hin zu Neuzeit. Natürlich ist das für Kinder ein Riesenspaß, aber auch als Informationshungriger kommt man voll auf seine Kosten. Zu empfehlen ist auf jeden Fall der Audioguide, der alles etwas genauer erklärt. Sehr gefallen hat mir, dass das Wissen dort nicht trocken serviert wird, dort aber die Kombination „Wie sah die Karte der Erde zu der Zeit aus?“, „Welche Flora / Fauna existierte zu dem Zeitpunkt im Raum Stuttgart / Deutschland?“ und „Wie war das Klima?“ erklärt bekommt. Unterstützt wurde das durch Schaukästen, die das verbildlichten.

Hafenrundfahrt, Hamburg
Aussicht bei der Hafenrundfahrt in Hamburg

Am Nachmittag ging es dann in das nahe gelegene Schloss Rosenstein, wo der zweite Teil des Naturkundemuseums wartete. Eigentlich war das Museum nicht so groß, aber die vielen Schaukästen mit den Präparaten waren sehr informativ. Hier ging es um die Entwicklung der einzelnen Arten von Geburt bis zum Tod, Lebensraum, Anpassung an diesen und in diesem Zusammenhang natürlich unvermeidlich: Evolution. Sortiert war das ganze nach Klimazonen – von tropisch bis arktisch. Die Zeit verflog so schnell, dass ich mich in den letzten Räumen beeilen musste.

Hamburg

Abends ging es dann nach London und der Rückflug von London brachte uns nach Hamburg. Aber warum Hamburg, wenn wir doch den nächsten Tag nach Kopenhagen wollten? Eine rein finanzielle Frage, denn selbst in der preiswerten Unterkunft in der Nähe des Bahnhofs (Charakter eines guten Hostels) löhnten wir über 100 Euro. Dafür kamen wir in Hamburg günstiger unter.

Hafenrundfahrt, Hamburg, Containerschiff
Imposant neben den großen Containerschiffen vorbeizuschippern

Erstmal angekommen, erkundigten wir uns nach einer Möglichkeit in der Nähe etwas zu essen. Uns wurde ein Platz in der Nähe des Motel One empfohlen, wo wir untergekommen waren, wo sich jede Menge Restaurants befanden. Unsere Wahl fiel auf den Griechen, der eine gute Mittagskarte hatte. Am Nachmittag erkundeten wir etwas die Innenstadt von Hamburg, fuhren mit der Linie 62 durch den Hafen. Nach einem reichlichen Abendessen bei eben diesem Griechen schlenderten wir noch einmal über die Reeperbahn und fielen dann müde ins Bett, denn wir mussten den nächsten Morgen zeitig raus. So zeitig, dass wir mit der Welle der späten Partygeister in der S-Bahn saßen. Es prallten Welten auf einander: „Soll ich Ihnen mit dem Koffer helfen?“… Älter wie in diesem Moment habe ich mich noch nie gefühlt.

Kopenhagen

Auf der Zugfahrkarte stand „IC“ als Verbindung nach Kopenhagen, aber die 4 Stunden Fahrzeit für die Strecke Hamburg – Kopenhagen machten stutzig. Tatsächlich wurde jede Kleinstadt anvisiert. Nach der Kreuzfahrt fuhren wir ohne Umsteigen direkt von Kopenhagen nach Hamburg. Naja, fast ohne Umsteigen, denn wir fuhren ein Stück mit der Fähre. Fähre zwischen zwei Ländern heißt: Duty Free! Ich wurde Besitzer eines Bowmore Black Rock, der eigens nur für Duty Free Shops destilliert wird.

Schloss Amalienborg, Kopenhagen, Dänemark
Schloss Amalienborg

Auf dem Rückweg hatten wir eine Nacht in Kopenhagen eingeplant, um die dänische Hauptstadt etwas näher kennen zu lernen. Zu dem Zeitpunkt hatte mich die Erkältung schon voll erwischt. Aber das Wetter spielt hervorragend mit. Wir liehen uns Fahrräder beim Hotel aus und erkundeten alles, was man an einem Tag schaffen kann. Kopenhagen ist eine richtig tolle Stadt für Radfahrer. Dort sind die Radspuren stellenweise so breit wie die Spuren für Autos. Als Mittagessen anstand suchten wir uns ein Café, stolperten über die etwas exorbitant hohen Preise und schauten im Café auf der anderen Straßenseite. Das Café Wilder lockte mich mit einem Wilderburger, einer der besten Burger, die ich gegessen habe.

Nyhavn, Kopenhagen, Dänemark
Nyhavn

Und die Tour ging weiter… Auf Grund meines Gesundheitszustandes machten wir nicht allzu lang und verbrachten den Abend im Hotel. Nach einem reichlichen Frühstück liefen wir noch etwas durch die Stadt, bis mittags unser Zug fuhr. Da es in Deutschland über 30°C waren, wir aber
ICE fuhren, wusste ich nicht, was ich anziehen sollte. Von kaputter Klimaanlage bis Eisschrank war ja alles möglich. Ich entschied mich für viele Jacken und kurze Hose. Im ICE war es auch noch angenehm temperiert, nur die Regionalbahn die uns von Würzburg nach Bamberg brachte, kitzelte das letzte bisschen Erkältung raus und ich fror – obwohl ich alle Jacken anhatte.

Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Für euch entstehen keine extra Kosten. Das empfohlene Hotel wurde von von uns besucht, d.h. wir können es bedenkenlos empfehlen.

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