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Beiträge verschlagwortet als “USA”

X-mas@NYC

Jan 2

Es ist schon merkwürdig. Während die Stationen, die wir ansteuern immer schön sind, haben wir ständig Probleme mit den Transporten. Diesmal flogen wir von Miami nach New York mit Delta Airlines, die sich rühmen die Nummer 1 bewunderte Airline zu sein (weltweit!). Wir standen mit unserem Gepäck am Schalter, als es tönte: "2 Bags, that's $50, $25 each - cash or credit card?" Ja, wie bitte? Wir hatten extra am Vorabend die Gepäckbestimmungen gecheckt, keine Information. Doch, doch, auf Inlandsflügen kostet das Gepäck extra. Dafür saßen wir dann auch im hintersten Teil der Maschine, am Gang. Die Maschine hatte ihre Triebwerke hinten, direkt neben dem Fenster, d.h. wir haben nichts gesehen, aber dafür viel gehört.

Wir laden das Gepäck im Chelsea Inn ab und laufen bis zum Times Square, kaufen 50% reduzierte Karten für Mamma Mia und schauen uns mal so ein Broadway Musical an. Es ist kitschig, genau wie man es kennt, aber man muss es mal gemacht haben. Und das Schöne daran war, dass wir die nächsten Tage nur noch Abba gesungen haben. Der erste komplette Tag in New York führt uns in nördliche Richtung - Central Park. Wir laufen nichts spezifisches an, sondern schauen uns einfach um. Überall ist es weihnachtlich geschmückt und es leuchtet bunt. Erwähnenswert ist auf jeden Fall der Besuch im MoMA, der hochinteressant war. Mein erster Eindruck von New York ist der, einen schönen Altstadt - man sollte mal überlegen, von wann die Gebäude sind!

Unser zweiter Tag beginnt mit einer Fahrt mit der Staten Island Ferry, die kostenlos ist und einen tollen Blick auf die Freiheitsstatue und die Skyline von New York bietet. Es ist nicht so viel los, wie in den Blogs berichtet wird, aber vielleicht liegt es auch an der Saison, es ist im Schatten ziemlich kalt und windig. Als wir wieder auf dem Festland sind, laufen wir zu Ground Zero und wollen dort an einem der vielen Straßenstände ein Hotdog und eine Bretzel holen. $14!!! Der Rest des Tages war gelaufen, wir gehen zurück ins Hotel, ich schlafe ein wenig.

New York zeigt sich am nächsten Tag von seiner sonnigsten Seite, es sind Minusgrade, aber trotzdem gehe ich auf das Rockefeller-Center und schaue mir die Stadt vom 69. Stock aus an. Das Schöne da oben ist wirklich, dass man auf dem Dach des Gebäudes steht und freien Blick auf alles hat. Mittags folgt nochmal ein Besuch beim legendären Johnny Rockets - die Burger sind wirklich extrem gut und ihren Preis auf jeden Fall wert. Danach gehen wir noch zum Guggenheim-Museum, was wirklich sensationell ist. Wir bereuen, dass wir den Audio-Guide nicht schon im MoMA genommen haben, es hilft wirklich ungemein zu verstehen, welche Symbolik sich hinter den Kunstwerken versteckt. Danach gibt es noch einen schönen Sonnenuntergang im Central Park und laufen zurück.

Natürlich muss noch etwas zum Abschluss unserer Reise passieren. Von unserem Hotel bekommen wir Frühstücksgutscheine, die man im anliegenden Restaurant für Kaffee und Snack to go einlösen kann. Den letzten Morgen unserer Weltreise gehen wir dort nochmal richtig frühstücken - $12-13 für ein Frühstück sind schon echt heftig, aber wir gönnen uns das. Es ist lecker, wir bekommen die Rechnung - natürlich wieder mit nachträglich hinzugerechneter Mehrwertsteuer. Und unter drunter eine kleine Liste - vorgeschlagene Trinkgelder: 18%, 20% oder 25%, was zwischen $5 und $7 wären. So viel Geld, dafür dass unser der Kellner durchschnittlich seine Arbeit macht und keine Ausnahme macht, was die eingelösten Gutscheine betrifft, nein, das ist es uns nicht wert. Wir geben weniger, was zur Folge hat, dass uns der Kellner auf die Straße hinterher läuft und uns erklärt, dass es in New York anders läuft und der Kellner vom Trinkgeld lebt. Schon klar, aber kein Service - kein Geld. Er macht eine riesige Show und schimpft und ich denke mir "Für das Fluchen willst du jetzt auch noch Trinkgeld haben?" Er scheint es auch zu erkennen, schimpft weiter und geht wieder.

Sumpf und Sand

Jan 0

Nachdem wir von den Bahamas zurückkehrten, waren wir wieder in Miami und nahmen uns wieder ein Auto von Dollar. Die Auswahl war diesmal nicht so schön und wir erwischten einen roten Chevy Aveo der schon 30.000 Meilen runter hatte. Nach einer kleinen Fahrt stellten wir fest, dass der Blinker nicht geht, fuhren zur nächstgelegenen Dollar-Station und tauschten ihn gegen einen anderen um. Auch schon über 30.000 Meilen gelaufen und ziemlich dreckig innen. Außerdem war irgendwann in der Lenkung angeschlagen, denn das Lenkrad vibrierte ab 50 mph ziemlich heftig. Trotzdem fuhr es uns sicher über 1.200 Meilen durch Florida.

Erste Station war St. Petersburg. Wir fuhren am Lake Okeechobee bis Sarasota, wo wir abends ankommen. Wir bekommen noch die Empfehlung an den nahe gelegenen Strand zu gehen, den Siesta Beach, der als Nummer 1 in den USA bezeichnet wird. Selbst bei dem wenigen Licht können wir sehen, dass das nicht gelogen ist. Weitläufiger weißer Strand, der so fein ist, dass er wie Schnee unter den Füßen schnurpst. Den nächsten Tag sonnen wir uns dort auch noch ein wenig, bevor wir nach St. Petersburg fahren. Der Strand ist hier nicht so toll, aber St. Petersburg ist für seine Sonnenuntergänge berühmt. Anfangs zweifeln wir, weil es eher nach Regen aussieht, aber später scheint die Sonne durch die eine oder andere Lücke. Da St. Petersburg ziemlich teuer ist, finden wir erst in Clearwater Beach eine Unterkunft.

Am nächsten Tag folgte die Zwischenstation Naples, nicht sonderlich erwähnenswert, aber wir brauchten eine Station, damit wir am nächsten Tag vormittags durch die Everglades fahren können. Wir halten an der kleinen Poststation der USA, die noch zu hatte und halten hier und da an, um einige der vielen Holzstege zu laufen. Viele sind kostenlos, am besten fragt man in einem Touristenzentrum nach, die einem kostenloses Kartenmaterial zur Verfügung stellen und noch gute Tipps auf Lager haben, wo man anhalten kann / muss. Wir sahen jede Menge Vögel, Alligatoren (stellenweise bis zu 4 Meter lang) und eine fantastische Vegetation.

Eigentlich wollten wir ja noch nach Miami, aber der Strand gefiel uns nicht und Miami erst recht nicht. Miami Beach bzw. Miami ist voll von Lateinamerikanern und dementsprechend geht es dort zu. Es ist schmutzig, ungepflegt und sogar die Werbeplakate sind auf Spanisch. Also fahren wir zurück nach Fort Lauderdale und gehen in unser La Quinta-Hotel in Tamarac. Von dort aus starten wir am nächsten Tag unsere Tour nach Key West. Von einigen hatten wir gehört, die Fahrt wäre langweilig, von anderen hatten wir gehört, Key West wäre langweilig. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Die Aussicht auf die Brücken und das Wasser zwischendurch ist schön, aber es sind von der letzten Ecke von Miami bis Key West 120 Meilen, was über 2 Stunden Fahrt für eine Richtung sind. Und Key West ist ein kleines Zipfelchen mit einem Stückchen Strand, der zwar wunderschön ist, aber direkt neben dem Flughafen liegt. Aber zumindest ging meine Benzinrechnung auf - auf Key West hat man fast New Yorker Preise für Benzin und wir mussten nicht zwischendurch tanken.

Das Tor zu den Sternen

Jan 0

Ein bißchen enttäuscht war ich schon, kurz bevor wir nach Fort Lauderdale gingen, denn es wurde der Start des Mars Space Laboratory (MSL) aka "Curiosity" vom 25.11. auf den 26.11. verschoben. Aber in gewisser Weise war ich auch froh, denn so waren die Startrampen für die Tour nicht gesperrt und man konnte "relativ" nah ran.

Durch den Black Friday Exzess in der Nacht zuvor hatten wir nur 4 Stunden geschlafen. Wir frühstückten schnell, verstauten unsere Taschen im Auto und fuhren Richtung Norden Richtung Cape Caneveral. Obwohl wir bis zu 70 Meilen pro Stunde fahren konnten, dauerte unsere Fahrt 3 Stunden und es war kurz nach 13 Uhr, als wir ankamen.

Gleich nachdem wir auf dem Gelände waren, nahmen wir einen Bus, der in die Nähe der Startrampen fährt. Von Filmen wie "Contact" kannte ich das Gebiet schon und es war überwältigend die riesige Montagehalle zu sehen und die Kiesspuren, die zu den Startrampen führen. Von einem Aussichtspunkt hatten wir die Möglichkeit auf die Startrampe der Apollomissionen zu schauen und natürlich auch auf die Abschussrampe, wo die Atlas V-Rakete auf ihren Start wartete.

Von da aus ging die Busfahrt weiter zu einer Halle, wo erst ein Film über die Apollo-Mission gezeigt wurde. Danach öffneten sich die Türen und es wurde der Blick auf die Konsolen der Apollo-8-Mission freigegeben. Dazu wurde der Start der Rakete simuliert, mit allen Sprachaufzeichnungen und inklusive wackelnder Scheiben. Anschließend ging es zu einer originalen Saturn-5-Rakete, der Basis aller Apollo-Missionen. Dort konnte man über den Rover bis zu den Raumanzügen alles bewundern, was bei den Apollo-Missionen zum Einsatz kam.

Nachdem wir die Rundfahrt beendet hatten, schlenderten wir noch über das Gelände und schauten uns alles an, mit Ausnahme aller Gebäude, denn die Klimaanlagen waren auf "tiefkühlen" gestellt und länger als 10 Minuten haben wir nicht ausgehalten. Das Hauptgelände ist wenig ergiebig und so liefen wir zurück zum Auto und fuhren zurück Richtung Fort Lauderdale.

Black Friday Madness

Jan 0

[caption id="attachment_3241" align="alignleft" width="300" caption="Unsere "Eroberungen""][/caption]Den Flug von San Jose nach Fort Lauderdale machten wir mit Spirit Airlines, dem amerikanischen Gegenstück zu Ryanair. Handgepäck ist gratis, größere Handgepäckstücke kosten schon empfindlich mehr und wenn man bis zu 18kg (40 lbs) mitnimmt, ist man mit $33 pro Gepäckstück dabei. Wir hatten das Gepäck schon vorher online bestellt, denn wenn man es erst am Flughafen abgibt, wird es noch teurer. Deshalb entsorgten wir in San Jose so viel wir nur konnten, damit wir unter der Gewichtsgrenze blieben. Aber letztendlich konnte ich sogar meinen Rucksack als Handgepäck gratis mitnehmen und alles war halb so wild.

Frisch gelandet, kamen wir zu Einwanderungsbehörde und hatten auch noch das Glück einen Beamten zu haben, der als Kind von Deutschland in die USA ausgewandert ist. Ging alles schnell und problemlos, genau wie die Autovermietung. Einfach ins Parkhaus gehen, ein Auto der Klasse aussuchen und einsteigen - Schlüssel steckt. Mit dem Auto ging es auf die Suche nach einem Hotel/Motel in der Nähe. Wir suchten eine Weile und ließen uns dann in einem La Quinta Hotel nieder, dass schon gut gefüllt war. Wir ruhten uns einen Moment aus und versuchten was zu Essen zu finden. Leider Fehlanzeige, denn es war Thanksgiving und alles hatte zu... noch. In wenigen Stunden würden sich die Türen der Shopping Center öffnen und Schnäppchenjägern das hart verdiente Geld aus den Taschen ziehen.

[caption id="attachment_3240" align="alignright" width="300" caption="Der Tag nach dem Black Friday"][/caption]Wir waren 21.30 Uhr an der Sawgrass Mills Mall, dem größten Outlet der Welt. Wie man es von Filmen kennt, gingen 22 Uhr alle in Startposition und als sich die Türen öffneten, rannten alle los. Wir beeilten uns zu Tommy Hilfiger zu kommen und waren auch eine der ersten die da waren. Da wir im Vorfeld schon wussten, welche Größen wir benötigten, luden wir nur das Zeug ein, suchten noch etwas und ca. 22.30 Uhr stellten wir uns an die Kasse. Dort blieben wir auch die nächsten knapp 2 Stunden stehen, denn die Leute hatten die Wägen vollgeladen. So etwas habe ich nie zuvor gesehen - Menschen griffen ins Regal, nahmen einen ganzen Stapel Polo-Shirts (alle möglichen Größen) und legten ihn ungesehen in den Wagen.

Wir wechselten uns beim Anstehen ab und als ich von meiner Runde wiederkam, durfte ich nicht mehr das Geschäft betreten. Diskussionen waren zwecklos, es führte kein Weg mehr rein. Kriszta kam aber kurze Zeit später mit allen Tüten aus dem Laden und wir konnten unseren Weg fortsetzen. Wir durchstöberten noch mehrere Geschäfte und kurz nach 3 Uhr morgens gingen wir zurück ins Hotel.