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Posts tagged as “Norwegen”

Norwegens Fjorde

Jan 0

IMG_2125Nach dem Abflug von London fliegen wir nach Hamburg, wo wir noch einen ganzen Nachmittag haben und den nächsten Tag nach Kopenhagen reisen, um an Bord der Legend of the seas zu gehen. Aber das ist eine eigene Geschichte, die ich später erzählen möchte. Ich beginne damit, dass wir kurz nach dem Mittag in Kopenhagen sind und an Bord gehen. Das Wetter ist sommerlich schön, selbst für den Norden und es lädt zum Sonnen auf dem Sonnendeck ein. Wenn da nicht das Problem wäre, dass wir auf unser Gepäck warten müssen. Normalerweise ist in 1-2 Stunden das Gepäck auf dem Zimmer, diesmal haben wir fast 4 Stunden warten müssen, bis unsere Koffer auftauchten. Damit es etwas schneller geht, schaffen wir sie selbst in unser Zimmer, packen aus und gehen zum Abendessen. Dort sind wir 3 Pärchen, wir setzen uns neben ein älteres Ehepaar, die bereits eine Woche an Bord sind und schon die Karte auswendig kennen. Gleich am ersten Abend gewinnen sie unsere Sympathie... sie reisen viel, aber nicht, dass man Erfahrungen austauscht, nein, das Gespräch läuft immer gleich ab.

Er:Erzählt von Ziel A.
Wir:Oh ja, da waren wir auch schon.
Er:Hört sofort auf von Ziel A zu erzählen und und wechselt zu Ziel B.
Wir:Ja, das kennen wir...
Er:Hört auf von Ziel B zu erzählen und und wechselt zu Ziel C.
Wir:Nein, da waren wir noch nicht.
Er:Erzählt die nächste halbe Stunde nur von Ziel C.

IMG_2313Diese Unterhaltung mag einen Abend ganz witzig sein, aber mehrere Abende hintereinander - nur unser Respekt vor alten Leuten hinderte uns daran, unhöflich zu werden. Das andere Pärchen war ganz nett, leider kamen sie bei dem Monolog des alten Mannes garnicht zu Wort. Die Eröffnungsshow ist so lahm, dass wir mitten drin aufstehen und gehen. Plastikblumen und Taschentücher aus dem Ärmel zaubern ist nicht unser Ding. Der erste Tag an Bord ist ein Tag, den wir nur auf See verbringen. Bis Mittag liegen wir in der Sonne des überdachten Poolbereichs, draußen war es zu windig. Nachmittags lesen wir und machen, weil wir gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind beim Trivia "Famous places" mit und gewinnen mit 37 von 40 erkannten Orten das Quiz. Zum Abendessen folgt das gleiche Spiel wie den Abend davor, gemischt mit "Mein Sohn muss auf unsere drei Häuser aufpassen..."

IMG_2173Unser erstes Ziel: Flåm. Wir stehen schon sehr zeitig auf, um die Fahrt durch einen Nebenarm des Sognefjord zu genießen. Schnee auf den Gipfeln, Unmengen Wasserfälle vom Schmelzwasser und Häuser, Gehöfte und Hütten an den unmöglichsten und unerreichbarsten Stellen. Nachdem wir angelegt haben, nehmen wir den ersten Zug, der uns nach Myrdal (auf 863 Höhenmeter) bringt. Unser Plan ist es die 21 Kilometer bis zum Schiff zurück zu laufen. Wir brauchen 4,5 Stunden und haben strahlenden Sonnenschein. Anstrengend ist nur der Wechsel zwischen Laufen im Schatten und Laufen in der Sonne, weil es zwischen eiskalt und angenehm warm schwankt. Kurz nach 14 Uhr sind wir wieder auf dem Schiff, ich habe mir einen schönen Sonnenbrand eingefangen und wir nutzen den Rest des Tages zum Ausruhen und für eine schöne heiße Sauna. Das Abendprogramm gefällt uns diesmal sehr gut, eine Beatles-Cover-Band, die das Publikum zu begeistern weiß.

IMG_2296Nächster Hafen unserer Reise ist Ålesund. Eigentlich hatte Kriszta geplant, dass wir hier ein Auto mieten, aber bei Kosten von über 100 Euro für einen Tag haben wir diese Idee fallen gelassen. Statt dessen laufen wir zur Touristeninformation, die uns empfiehlt mit dem Bus einen Ausflug nach Alnes zu fahren. Da der Bus gerade weg ist, müssen wir knapp eine Stunde warten, die wir damit verbringen etwas durch die Stadt zu laufen. Der Ausflug nach Alnes ist ein voller Erfolg, auch wenn sich dort mehr Wolken tummeln, als in Ålesund. Da wir am Nachmittag noch jede Menge Zeit haben und der Muskelkater nicht mehr so schlimm ist, wandern wir noch den Berg hoch und blicken auf die Berge und die Stadt hinunter. Heute ist der erste Abend wo das ältere Ehepaar, nicht mehr zum Abendessen auftaucht. Wir sind erleichtert und unterhalten uns gut mit dem anderen Ehepaar, das aus Rostock kommt.

Wir stehen wieder früh auf, als wir in den Geirangerfjord einfahren. Wir wollen die 7 Geschwister sehen, die ca. 15 Minuten Fahrtzeit vor der Anlegestelle sind. Schon kurz nachdem wir draußen sind, sehen wir sie. Die Sonne scheint noch ein wenig drauf, aber ansonsten ist es sehr wolkig. Daraus ergibt sich, dass wir noch jede Menge Zeit haben, bis unsere Tour beginnt. Wir haben vorher eine Tour online gebucht, die uns zum Dalsnibba und zurück bringt. Da oben herrscht eine phantastische Aussicht, auch wenn es beginnt leicht zu nieseln. Ich hätte mir ein paar Stopps mehr gewünscht, denn den fast zugefrorenen See hätte ich mir auch noch gern angesehen. Gegen Mittag sind wir wieder auf dem Schiff, stärken uns und gehen danach nochmal von Bord, um etwas zu wandern. Das Wetter spielt leider nicht so mit und es beginnt zu regnen. Als wir abends aus dem Geirangerfjord wieder rausfahren, verlassen wir das Schlechtwettergebiet und die Sonne scheint wieder.

IMG_2260In Bergen das gleiche Spiel - auf dem Meer blauer Himmel, an Land Regen. Wir fahren gleich zu Beginn auf den Fløyen und ab da regnet es, während wir den Berg wieder hinunter laufen. Mittag verbringen wir auf dem Schiff, es regnet in Strömen. Trotzdem stimme ich dafür, dass wir noch etwas durch die Stadt laufen. Als es beginnt nachzulassen, erkundigen wir uns, wie wir zur Stabkirche im Stadteil Fantoft kommen. Ticket am Automaten lösen, in die Straßenbahn einsteigen und an der Haltestelle Fantoft aussteigen. Da dort ein großes Einkaufszentrum ist, gibt es genügend Leute, die einem die Richtung weisen können, denn später ist die Kirche ausgeschildert. Als wir bei der Kirche ankommen, lässt sich auch wieder die Sonne blicken.

Ein schöner Abschluss für diesen Tag, denn der letzte Tag ist wieder ein Seetag. Ich merke, dass ich krank werde, denn Halsschmerzen kommen auf. Wir entspannen uns, hören uns einen Vortrag von Cruise Director Topi Ylönen über seine 8-monatige Segelreise durch den Südpazifik an. Es sind vergleichsweise wenig Leute anwesend, aber diejenigen die da sind, sind fasziniert wie wir. Er erzählt von seinen Erlebnissen und auch viel von den Gedanken, die ihn bewegt haben.

Das Leben der Wikinger

Jan 0

Zu den Top 10, die man meiner Meinung nach auf Lofoten gesehen haben muss, gehört auch das Wikingermuseum. Da sich das Wetter nicht von seiner besten Seite zeigte, legten wir beim Frühstück fest, dass heute ein Tag wäre, wo man einen Besuch wagen könnte.

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Wandertag auf Lofoten

Jan 0

Wenn man schon mal auf Lofoten ist, sollte man natürlich auch die Gelegenheit nutzen und die wunderbare Landschaft zu Fuß erkunden. Also durchsuchten wir unsere Reiseführer und zwei von denen beschrieben die Besteigung des Hoven als einfaches Ziel. Sozusagen als Einstiegertour. Also war unser Tagesziel für den vierten Tag gesetzt.

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Eine Seefahrt im Trollfjord

Jan 0

Der 3. Tag auf Lofoten, der um 6 Uhr morgens begann. Eine blöde Zeit, wenn man bedenkt, dass wir um 9 Uhr frühstücken wollen. Ich legte mich also nochmal hin, bevor ich dann nach unten ging, um Frühstück zu machen. Es hat immer Spaß gemacht, denn ich konnte Musik hören und dabei in Seelenruhe in der Küche herumwuseln. Heute sollte es zum Trollfjord gehen.

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100 Meisterwerke – Von hier an blind

Jan 1

Da mir das letzte Bild so viel Spaß gemacht hat , gleich noch ein neuer Versuch.

  1. Landschaft (zeigt sich bei schönem Wetter immer von der besten Seiten, bei Regen kuscheln sich die Berge in den Wolken ein. Kein Wunder, denn dann wird es auch deutlich kühler.)
  2. Autoatlas (das Navi [nicht im Bild] weiß zwar immer, wo man ist, aber nicht, welchen Berg man neben sich hat. Deswegen ist eine Karte mit den Höhen und Namen der Berge unentbehrlich.)
  3. Handtuch ("Per Anhalter..." lässt grüßen, in dem Fall als Stoßdämpfer für die Videokamera benutzt, welche die Fahrten durch die Landschaft einfangen sollte.)
  4. Norwegischer Leihwagen (Licht konnte man auf "Aus" stellen, blieb aber trotzdem an. Das schöne Wort dafür: Lichtpflicht)
  5. Hand in der Hosentasche (Makes me look cool!)
  6. Boards Of Canada (naturfilminspirierte Musik bei einer Fahrt durch die Natur, einen besseren Soundtrack kann es nicht geben)
  7. Sommerfeeling (Es ist wirklich Sommer da oben und man geht im T-Shirt raus - hier der Beweis)
  8. Bart (für ein bißchen "Ich war oberhalb des Polarkreises")
  9. Sonnenbrille (siehe 5.)
  10. Antenne (Lofotradioen, was sonst?)

100 Meisterwerke – der Nachmittagskaffee

Jan 1
  1. zirkularer Polfilter und UV-Filter (satte Farben und mehr Kontraste, besonders bei Wolken)
  2. Chips für Bilder (ausreichend: 6GB, empfohlen 10GB)
  3. Canon EOS 400D mit geborgtem Canon EFS 18-55mm IS (nicht im Bild: mein miserables Standardkit-Zoomobjektiv 80-200mm, das dringend durch ein besseres ausgetauscht werden muss. Ich hab es schmerzvoll erfahren - die beste Kamera nützt nichts, wenn das Objektiv nichts taugt)
  4. mein N81 8GB (Trotz der allgemeinen Annahme, dass Norweger Hightechsüchtige sind, war dort nur flächendeckend GSM-Netz. Nur in den großen Ortschaften (>500 Einwohner) ist UTMS vorhanden. Beim Senden einer größeren SMS starrt man schon eine ganze Weile auf das Display, bis endlich mal die Empfangsbestätigung kommt. Leider kein MMS-Test möglich, da der falsche Provider im Handy eingestellt war.)
  5. Kaffee (Nicht gerade die überragende Auswahl, aber bezahlbar. Zur Schonung der Herzen der anderen Mitreisenden leider auch kein Entwicklerkaffee.)
  6. NOK, NOK, NOK (Ein Drittel was der Urlaub gekostet hat, ging durch Bargeldausgaben drauf. Hauptsächlich Einkaufen und Benzin)
  7. Milch (Die lassen sich die Norweger gut bezahlen, egal ob man handelsübliche Milch oder weißes Wasser (auch bekannt als "Fettarm") nimmt. Nicht im Bild: Olaf K. Tufte, norwegischer Olympiateilnehmer, dessen Bild die Milchpackungen zierte.)
  8. Zucker (Lebensnotwendig, deshalb immer in meiner Nähe)

about:Lofoten

Jan 5

Die Wikipedia weiß ein bißchen was über Lofoten, aber doch nicht alles. Zumindest steht dort schon mal, dass Lofoten "der Luchsfuß" heißt. Also im Klartext Lo (Luchs) | fot (fuß) | en (der) - also wer "die Lofoten" sagt, redet eigentlich von "die der Luchsfuß". In der Diskussion des Wikipediaartikels stellt sich tatsächlich jemand hin und behauptet, dass man im Deutschen üblicherweise "die Lofoten" sagt. Üblicherweise? Wieviele Leute reden denn täglich von dieser kleinen Inselgruppe Norwegens oberhalb des Polarkreises? (kurz nachgedacht) Eben - sehr wenige. Auch sehr interessant zu wissen - eine der größeren Inseln von Lofoten ist Austvågøya. Auch hier kann man das Wort zerlegen und kommt auf Aust (Ost) | våg (bucht) | øy (insel) | a (die), also die Ostbuchtinsel. Aber genug der Wortbastelei, mehr über Lofoten.

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