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Posts tagged as “Lightroom”

Ein Blick auf Lightroom CC

Jan 0

Lightroom 6 oder auch Lightroom CC ist vor ein paar Wochen erschienen. Seit einiger Zeit schlägt mir mein Lightroom 5.7 vor, doch mal die neue Version auszuprobieren. Ich habe es immer ein bisschen vor mir hergeschoben, weil ich auf der Webseite von Adobe keinen expliziten Link für Lightroom 6 gefunden habe, sondern nur für die CC-Version (d.h. für die Create Cloud, wo man ja eine monatliche Abo-Gebühr zahlt). Aber eins der neuen Features machte mich so neugierig, dass ich es heute mal ausprobiert habe: Das Zusammensetzen von Panoramabildern.

Man kommt bei der Installation von Lightroom nicht mehr um die Create Cloud herum, die will vorher installiert werden. Erster dicker Minuspunkt. Vorsichtshalber ließ ich das Lightroom 5.7 offen, weil ich wissen wollte, ob sich Lightroom CC parallel dazu installiert. Die Installationsroutine erkannte, dass Lightroom offen ist und bat mich, es zu schließen. Na gut. Das neue Lightroom ging auf und die erste Frage war: Auf neuen Katalog konvertieren? Kein Problem, der alte Katalog bleibt ja bestehen. Kaum war Lightroom gestartet wurde ich wieder gefragt: Willst du online gehen? Nein, möchte ich nicht. Ich stöberte etwas herum. Was bedeutet "Synchronisierung mit Lightroom mobile: Von"? Ich klickte auf das "Von" - schon fing er an meine Bilder hochzuladen. Nächster fetter Minuspunkt.

Einer meiner großen Kritikpunkte an Lightroom 5 waren ja der automatische Weißabgleich und die automatische Tonwertkorrektur. Also ließ ich Lightroom CC mal über meine neu eingescannten Bilder laufen, wo am selben Morgen Lightroom 5 schon mal drüber gelaufen ist. Es änderte sich: nichts. Demzufolge sahen meine Bilder immer noch viel zu hell aus. Wäre hier etwas besser geworden, hätte ich sofort auf die neue Version umgestellt. Denn mit den neu eingescannten Bildern habe ich zum Weißabgleich keine Relation, d.h. im Lightroom tauchen sie mit einer Farbtemperatur von 6.500K auf, entsprechen aber realen 2.500K. Eigentlich logisch, da der Scanner keine Farbtemperatur in den Bildern hinterlegen kann. Das kann nur die Kamera selbst.

Kommen wir mal zu den erfreulichen Nachrichten: Das Stitchen der Bilder funktioniert exzellent. Ich hatte von der Weltreise einige Bilder von den Iguazu-Wasserfällen, wo das kostenlose Programm von Microsoft (der Microsoft Image Composite Editor) gescheitert ist. Durch Photoshop hat Adobe natürlich jahrelange Erfahrung mitgebracht und erstellt Panoramas, die dann als DNG (Digital Negative) neu zum Katalog hinzugefügt werden. Meine Befürchtung war schon, dass es ähnlich wie in Excel funktioniert, wenn man Zellen zusammenfügt. Man hat optisch nur eine Zelle, aber es verbergen sich mehrere dahinter. Aber so ist das Klasse gelöst.

Ich testete nur mal kurz die Gesichtserkennung an. Die Ergebnisse waren - gelinde gesagt - mager. Ich erhielt ein Grid von ca. 50 Gesichtern. Eine Gruppierung von gleichen Gesichtern wurde bereits vorgenommen. Bei den Bildern handelte es sich meistens um Frontalaufnahmen. Ich gab die Namen ein, bereits eingetippte Namen wurden automatisch vervollständigt. Endergebnis: 8 reale Personen.

Was mich noch ein bisschen wunderte war, dass das alte Icon von Lightroom 5 in der Taskleiste erhalten geblieben war. Ich klickte drauf und es ging mein altes Lightroom 5.7 auf und fragte mich: Möchtest du online gehen? Was sollte das bedeuten? Vielleicht erklärt sich das, wenn man einen Blick hinter die Kulissen wirft...

Sehen wir uns zum Abschluss mal die Geschäftsidee von Adobe an. Mit ihrer Creative Cloud versucht Adobe nun schon seit einigen Jahren die Leute von gekaufter Software auf gemietete Software umzustellen. Nach wie vor fällt dieser Geschäftsplan nicht auf fruchtbaren Boden. Und jetzt soll die letzte Bastion der Kaufprogramme fallen - Lightroom. Die Idee der Creative Cloud ist neben der Möglichkeit, seine Bilder online zu halten, dass man automatisch neue Programmfunktionen erhält und nicht immer Updates herunterladen muss. Ist also Lightroom CC ein besseres Lightroom 5.7 ein paar neuen Funktionsmodulen? Schon möglich.

Aber für mich als Hobbyanwender kommt die Umstellung auf die Creative Cloud überhaupt nicht in Frage. Bei einer monatlichen Gebühr von ca. 12 Euro hätte ich nach sechs Monaten den Preis des Updates abgezahlt und würde ab dann nur noch drauflegen. Man versucht die Kunden mit dem Argument anzulocken, dass man jetzt auch auf seinem Tablet Bilder bearbeiten kann, aber ich habe schon auf unserem Netbook die Bilder nachbearbeitet. Das war für einen minimal professionellen Anspruch doch viel zu klein.

Fazit:

Pro:

  • Zusammensetzen der Bilder funktioniert wirklich gut

Kontra:

  • Creative Cloud muss vorher installiert werden (und damit wird man implizit schon auf die CC zwangsumgestellt)
  • Keine Transparenz welche Daten online gehen
  • Keine Verbesserung bei den Basisfunktionen

Nachtrag: Und noch eine kleine Hässlichkeit zum Schluss, wenn man Lightroom CC deinstallieren möchte. Durch die Umstellung auf die neue Katalogversion, werden die Previews in einen neuen Ordner umgezogen, d.h. mit Lightroom 5.7 fängt die alte Version erstmal an, alle Previews neu zu rendern.

Lightroom 5 Presets – wie man die Automatik umgeht

Jan 0

Ich freue mich einerseits über die Besucher auf meinem Blog, die sich für meine Beiträge zur Fotografie interessieren. Gleichzeitig registriere ich aber , dass sehr viele mit der automatischen Tonwertkorrektur und dem automatischen Weißabgleich unter Lightroom 5 Probleme haben. Ich kann nicht sagen, ob das schon im Lightroom 4 zu gravierend daneben ging, jedenfalls führte es in Lightroom 3 in den meisten Fällen zum Erfolg. Vielleicht ist auch der 2012er Prozess daran Schuld, ich weiß es nicht. Heute möchte ich einen anderen Weg zeigen, wie man mit Lightroom schnell seine Bilder bearbeiten kann, ohne auf die Automatiken zurückzugreifen. Das Stichwort lautet: Presets / Vorgaben. So bekommt man seine Bilder auch mit 2 Klicks in eine ansprechende Form.

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Holux M-241 vs. Lightroom 5

Jan 0

In unserem letzten Urlaub habe ich das erste Mal versucht, mit Hilfe eines GPS-Loggers meine Fotos in Lightroom zu taggen. Die notwendige Vorbereitung hatte ich getroffen: Uhr des GPS-Loggers und Uhr der Kamera waren synchronisiert. Also zeichnete ich eine ganze Woche lang Tracks auf. Als wir zurück kehrten, importierte ich die RAW-Bilder von meiner EOS 7D und lud die Daten von meinem Holux M-241 herunter. Hätte ich ein Jahr gewartet, dann hätte ich mir die 6D gekauft, die integriertes GPS hat. Das von Holux mitgelieferte Tool ermöglicht auch das Umwandeln des internen Formats in das vom Lightroom akzeptierte GPX-Format. Und schon hatte ich zwei Probleme am Hals.

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Panoramas ohne Lightroom erstellen

Jan 0

Wer eine alte Version von Lightroom nutzt, so wie ich, der ist darauf angewiesen, Panoramas ohne Lightroom zu erstellen. Ich möchte hier einen kleinen Überblick geben, wie ich Panaramas vorbereite.

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Einige Worte über Lightroom 5

Jan 0

Vor ein paar Wochen veröffentlichte Adobe Lightroom 5. Da Adobe im Gegensatz zu manch anderen Softwareherstellern ihre Kunden also solche behandelt und nicht gleich wie potenzielle Verbrecher in Ketten von Regeln legt, entschloss ich mich meine alte Version Lightroom 3 auf die Version 5 anzuheben. Kostet das gleiche wie ein Upgrade von Version 4 und ist mit knapp über 70 Euro nun wirklich nicht teuer. Außerdem versprachen neue Features wie das automatische Beseitigen von stürzenden Linien ein Hilfsmittel, dass ich mir doch gern gewünscht habe. Ganz nebenbei: Wer einen genaueren Blick auf die AGBs geworfen hat, wird feststellen, dass Adobe erlaubt, eine zweite Installation der gekauften Lightroom-Version auf einem portablen Rechner zu betreiben. Perfekt!

Die Installation geht spielend leicht von der Hand. Etwas lästig ist das Upgraden auf den neuen Entwicklungsprozess. Ich habe alle meine Bilder jeweils nach Jahren sortiert in einzelnen Katalogen. Also... Öffnen, Prozess umstellen, Warten, Schließen, alten Katalog löschen. Aber das ist etwas, was man nebenbei machen kann. Auf jeden Fall sollte man den Hinweis ernst nehmen, dass die Bilder durch den neuen Prozess etwas bis gravierend anders aussehen können. Aber beim Großteil meiner Bilder sah ich keine große Änderung. Danach konnte es schon losgehen. Die Regler für Helligkeit, Aufhellen von dunklen Flächen usw. wurden umbenannt und wie ich finde, sinnvoll angeordnet. Man braucht ca. 10 Bilder bis man verstanden hat, was welcher Regler verspricht und schon geht das Entwickeln leicht von der Hand.

Wer sich etwas schwer damit tut, hier eine grobe Beschreibung, wie ich die Regler verstehe:

  • Lichter: Helligkeitsregler für helle Stellen, z.B. Himmel, Wolken usw. - Wenn man den Himmel zu hell belichtet hat und die Helligkeit etwas dämpfen will
  • Tiefen: Helligkeitsregler für dunkle Stellen, z.B. Schatten - Wenn man Details im Schatten hervorheben möchte
  • Weiß: Kontrastregler für helle Stellen - z.B. Wenn man den Kontrast Himmel - Wolke hervorheben will
  • Schwarz: Kontrastregler für dunkle Stellen - z.B. Wenn man den Kontrast zwischen Büschen und Erde hervorheben will

Aber nicht alles ist rosig an der neuen Version. Meine alte Version 3 war schon nach 100 Bildern bei einer Speicherbelastung von 500MB. Das zwang ein kleines Netbook schon ordentlich in die Knie und machte weitere Bearbeitungen unmöglich. Mit der neuen Version wird richtig zugelangt - Mal eben ein paar Bilder exportieren und schon sind 2 GB Speicher belegt. Aber das ist das geringste der Probleme. Mit 4 GB an meinem Hauptrechner ist das noch ordentlich Luft im Hauptspeicher. Nur hab ich jetzt Bedenken, Lightroom auf meinem Netbook zu installieren.

Weitere wunde Punkte sind der automatische Weißabgleich und die automatische Tonwertkontrolle. Je nachdem, wo die Bilder gemacht wurden, war ich mit Version 3 nach zwei Klicks mit der Bildbearbeitung fertig. Automatischer Weißabgleich - automatische Tonwertkontrolle - Fertig! Zur Zeit sitze ich an 1.600 Bildern, die während unseres Urlaubs im Westen der USA gemacht wurden. Hier hab ich eine Quote von 80% beim automatischen Weißabgleich, dass Lightroom damit richtig liegt. Sonnenaufgang im Bryce Canyon scheint Lightroom 5 überhaupt nicht zu liegen. Hier bekommen die ocker- bis rötlichen Felsen einen satten Blaustich. Die Farbtemperatur liegt hier zwischen 2.800 - 3.600 K statt bei 5.000 - 5.500 K. Aber da hatte schon die alte Version ihre Schwächen.

Wo sich aber die neue Version definitiv vergreift, ist die automatische Tonwertkorrektur. Hier gehen 90% der Bilder daneben und werden viel zu hell. Und um ehrlich zu sein: Wer seine Bilder so fotografiert, dass er 5 Blenden daneben liegt, sollte an seiner Technik (ich meine hier sowohl Hardware, als auch Können!) arbeiten. Ich denke, hier sollte Lightroom etwas Vertrauen in die eingesetzte Technik haben, denn ein Bereich von +/-2,5 Blenden reicht völlig aus. Dazu kommt, dass der Weißregler auf ca. +30 und der Schwarzregler auf -30 gesetzt. Damit wird aus aus einer Bergkette mit blauem Himmel und grünen Büschen, ein blassbergiges Bild mit weißem Himmel und grauen Büschen.

Natürlich musste ich mich auch an der automatischen Korrektur der stürzenden Linien probieren. Die automatische Korrektur von Lightroom korrigiert ja nicht nur stürzende Linien, sondern auch leichte Drehungen. Als das Feature angekündigt wurde, sah ich neugierig nach und stellte zu meiner Überraschung fest, dass eine manuelle Korrektur bereits in Version 3 möglich war. Gut versteckt konnte man unter den Objektivkorrekturen --> manuell bereits vertikale Korrekturen vornehmen. Das Drehen des Bildes kannte ich von je her, da ich ab und zu um 1-2° schief liege. Mit der neuen Version leistet Lightroom einen guten Job. Wer aber im Grenzbereich arbeitet und riskiert, dass Häuserspitzen verschwinden, dem empfehle ich die Korrekturen von Hand vorzunehmen, da der Verschnitt bei der automatischen Korrektur doch ziemlich heftig ist.

Fazit: Nach wie vor ist Lightroom für mich die Nummer 1, wenn es um Nachbearbeitung von RAW-Bildern geht. Jedoch hoffe ich, dass der Speicherhunger durch ein baldiges Update gestillt wird. Auch eine funktionierende Automatik würde mir Stunden an Arbeit ersparen. Eigentlich will ich ja nur besondere Bilder nachbearbeiten und nicht jedes einzelne anfassen, auch wenn die Nachbearbeitung dank der neuen Regler schnell getan ist. Kleines Rechenbeispiel: Modulwechsel 2 Sekunden + 15 Sekunden Nachbearbeitung ergeben bei 1.600 Bildern 7,5 Stunden Extraaufwand! Und wenn ich schon mal die Wunschliste anreiße: Die "Synchronisierung" zwischen den Bilder ist wohl das überflüssigste Feature. Statt dessen hätte ich gerne Presets, die ich auf Bilder anwenden kann.

Nachtrag 06.10.2013:

Vor ca. 2 Wochen ist das Update für Lightroom 5.2 veröffentlicht worden. Wie mir scheint, wurde der Speicherhunger etwas eingedämmt. Außerdem muss ich meine vorlaute Forderung nach Presets zurücknehmen. Sowas gibt es bereits und wenn man weiß, wie es funktioniert, kann man seinen Entwicklungsprozess enorm beschleunigen. Aber mit enorm beschleunigen meine ich auch nur soweit, wie es eine funktionierende automatische Tonwertkontrolle nicht besser machen würde. Also mach ich mal eine Liste auf und beobachte, was sich in den nächsten Versionen so tut...

  • Funktionierender automatischer Weißabgleich / automatische Tonwertkontrolle (in LR3 hat das besser funktioniert)
  • gesetzte Filter beim Beenden speichern (Ich setze einen Filter auf unbearbeitete Bilder (markiert/nicht markiert) und beim nächsten Start stehe ich zwar noch auf meinem letzten Bild, dass ich bearbeitet habe, der Filter ist aber vergessen)
  • Parallelisierung des Exports (Windows verteilt die Prozessorlast zwar schön auf meine vier Kerne, aber am Sägezahnmuster des Speicherverbrauchs sehe ich - da wird nur ein Bild exportiert)

Nachtrag 03.11.2014:

Da die automatische Tonwertkorrektur und der automatische Weißabgleich auch in Lightroom 5.6 immer noch genauso schlecht funktionieren, habe ich einen Beitrag geschrieben, wie man sich behelfen kann. Mit der neuen Bearbeitungsmethode bin ich zwar im ersten Schritt etwas langsamer, erspare mir ein zweites Korrigieren der Bilder für die Großzahl meiner Bilder.