Als wir in Phuket ankommen, brauchen wir über eine Stunde für die 20 Kilometer vom Hafen. Wir hatten in unserem Hotel schon ausgemacht, dass wir das gleiche Zimmer wieder haben möchten. Das kam etwas falsch an, denn wir bekamen das gleiche Zimmer, aber nicht das selbe. Wir essen zu Abend, gehen noch etwas am Strand spazieren und legen uns hin.

Am nächsten Morgen gehen wir an den Strand. Meine Frau joggt, während ich vorsichtig bin und nur spaziere. Kriszta gönnt sich zum Frühstück eine Ananas, ich muss etwas warten und bekomme später im Southern Fried Rice ein leckeres Omelett. Es ist wolkig und ziemlich windig am Morgen. Die Wetterlage hat sich noch nicht grundlegend gebessert. Wir probieren danach mal eine Gesichtsbehandlung aus und sind danach porentief rein. Danach gehen wir an den Strand und sonnen uns. Das Mittagessen findet wieder im Southern Fried Rice statt. Ich genieße das erste mal wieder ein normales Essen und mein Körper akzeptiert es. Wir brauchen ziemlich lange, weil der Netbook spinnt und Kriszta unbedingt eine Geschäftsmail wegschicken muss. Wir schlendern über den Markt, essen eine Kleinigkeit, kaufen Seifen für unsere Eltern, lassen uns massieren und gehen wieder heim.

Letzter Tag in Phuket. Wir gehen früh wieder an den Strand (laufen und joggen), probieren das Büffet, welches vom Hotel angeboten wird, sind aber nicht begeistert. Danach sonnen am Strand, mittags wieder Southern Fried Rice, wo wir noch etwas länger bleiben. Zum späten Nachmittag geht es dann zur Massage. Kriszta probiert eine Slap-Fat-Massage aus und ich höre bei meiner Massage eine Stunde lang Hände klatschen. Anschließend wird sie in Frischhaltefolie eingewickelt. Meine Rückenmassage ist extrem gut und lockert so einiges. Wir gehen zum Sonnenuntergang an den Strand und essen danach gegrillten Fisch. Wir sind danach richtig pappsatt.

Den nächsten Morgen haben wir alles gepackt, Taxi ist bestellt und es kann losgehen. Nur eins ist nicht da – das Taxi. Wir haben zum Glück viel Zeit eingeplant, weil der Flug erst Mittag geht. Nervös laufen wir hin und her, selbst an der Rezeption spürt man unsere Aufregung. Die telefonieren immer wieder, bis sich herausstellt, dass der Transfer nicht kommt und wir für das gleiche Geld ein persönliches Taxi bekommen. Der Fahrer fängt kurz nachdem wir losgefahren sind mit der Tour an „Wenn ihr mir etwas mehr Geld gebt, dann fahr ich euch schneller zum Flughafen.“ Wir weisen ihn nett darauf hin, dass wir schon spät dran sind und er ohnehin das letzte Geld von uns bekommt, da wir nichts mehr haben. Er schmollt etwas, fährt aber trotzdem ordentlich drauf los.

Unsere Überfahrt nach Ao Nang ist mit einem Schnellboot. Da es aber gerade Ebbe ist, können wir nicht anlegen und müssen mit den klassischen Long Boats zum Ufer gebracht werden. Wir haben zwei Nächte in Ao Nang, die erste ist etwas außerhalb der Stadt in einer kleinen Holzhütte mit Ventilator. Wir sind in der Nähe einer Moschee, die wir auch leicht hören. Wir schlafen in Ruhe und schaffen danach unser Gepäck in die nächste Unterkunft. Die liegt weit außerhalb der Stadt. Deshalb gibt es regelmäßig Shuttles, die einen in die Stadt und zurück bringen.

Wir fahren rein, buchen ein Long Boat und setzen zum Railay Beach über. Es ist herrlich. Wir finden noch einen schönen Platz im Schatten. Es sind zwar einige Menschen da, aber es ist nicht überlaufen. Wir bleiben bis zum Mittag, suchen uns was zu Essen – ich genieße mal wieder ein leckeres Pad Thai. Danach laufen wir noch etwas herum, besichtigen eine Höhle mit vielen Fledermäusen (wir sind ganz allein dort) und fahren am Nachmittag zurück, als dunkle Wolken aufziehen. Wir haben eine schöne Hütte im Cliffview Resort. Am Rand gelegen, können wir auf eine Wiese mit Kühen schauen. Wir duschen schnell und fahren wieder rein. Vor dem Abendessen gönnen wir uns noch eine Massage. Mir wird auch am Bauch herum gedrückt, weswegen wir danach etwas flau zumute ist. Als wir Abendessen wollen, geht es mir richtig komisch. Ich bekomm keinen Bissen runter, selbst das Bier will nicht rein.

Zurück im Resort hab ich Durchfall. Wenig später stellt sich auch noch der Rückwärtsgang ein. Was hatte ich nochmal zum Mittag? Pad Thai! Daran werde ich bis Mitternacht erinnert, bis alles wieder rausgekommen ist. Ich bin leicht fiebrig und schlafe sehr schlecht. Wir wollten eigentlich am nächsten Tag wieder eine kleine Inseltour machen, die wir schon am Abend stornieren. Anstandslos wird uns das Geld zurück gegeben. Ich träume die ganze Nacht von Cola oder Tee. Am Morgen gibt es leichte Kost. Tee, Toast mit Banane. Kriszta geht für mich das altbewährte Backpacker-Heilmittel holen: Chips und Cola. Wir gammeln den ganzen Tag am Pool rum und fahren gegen Nachmittag rein. Ich bin vorsichtig und nehme nur eine Fußmassage. Mein Magen ist noch empfindlich und immer wieder habe ich noch etwas Durchfall.

Der nächste Morgen beginnt genau so – Tee, Toast mit Banane. Gegen 11 Uhr fahren wir zum Strand, lassen uns wieder massieren. Diesmal haben wir eine Massage in der Nähe des Strands ausgemacht, die unschlagbar günstig ist. Das merkt man auch, denn mitten drin verschwinden unsere Masseusen und andere machen weiter. Wir essen Mittag im Cliffview Resort und 14 Uhr holt uns unser Transfer ab, der uns zurück nach Phuket bringt.

Wir genießen unsere letzte Nacht auf Koh Lanta und schlafen nochmal richtig aus (7.15 Uhr). Wir frühstücken in der Community, lesen und chillen noch etwas, bevor wir unsere Sachen zusammen packen und uns Richtung Hafen aufmachen. Dort essen wir noch eine Kleinigkeit. Gegen 15 Uhr sind wir dann auf Koh Phi Phi. Die Insel ist voll. Wir drängen uns durch Menschenmassen zu unserem Hotel, dass auch noch ein Stück den Berg hoch liegt. Die Begrüßung verheißt nichts Gutes. Offensichtlich ist das Hotel voll und wir bekommen ein anderes Zimmer. Bessere Kategorie, d.h. noch weiter oben. Danach wagen wir uns in den Ort runter. Tattoo-Studios, Kneipen, Shops, Hostels und zweifelhafte Thai-Massage-Geschäfte bilden das Bild des kleinen Ortes. Es wimmelt von jungen Menschen, von denen viele schon (oder immer noch?) betrunken sind und dort von einer Kneipe zur nächsten ziehen oder sich dann auch noch tätowieren lassen. Wir suchen uns eine kleine Gaststätte, die etwas abseits liegt und essen etwas. Danach versuchen wir einen schönen Platz für eine Massage zu finden, landen aber in einem Laden, wo es von Mücken wimmelt. Auf dem Heimweg wollen wir uns noch ein paar Shakes gönnen, die aber mehr aus Eis, als aus Frucht bestehen.

Die Nacht war der Horror. Irgendwo in der Nähe ist ein Hotel mit Chinesen, die Karaoke gesungen haben und vom Ort tönte laut die Party. Ich bin ständig munter geworden und hörte immer noch Musik. Gegen 4 Uhr früh war dann endlich Ruhe und dann fingen die Hähne an zu krähen. Am Vortag hatten wir wir wieder ein Tour gebucht und haben uns versichern lassen, dass es keine Party-Tour wird. Wir schlendern nach dem Frühstück zum Schiff. Das Programm ist ähnlich wie bei der 4-Islands-Tour, nur dass wir – egal, wo wir ankommen – garantiert das 20. Schiff sind, was dort liegt. Am schlimmsten ist es am Maya Beach. Maya Beach war der Drehort für den Film „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio, wo es um den Ausstieg von der zivilisierten Welt ging und den Rückzug an einsame Plätze. Der Maya Beach ist voll wie der Time Square zu Silvester. Wir gehen nicht sehr viel ins Wasser, weil das Wetter immer noch sehr durchwachsen ist. Gegen Abend (hat mir der Wetterbericht verraten) gibt es eine Wetterwarnung für Sturm. Schon am Vorabend beobachten wir, wie immer mehr Fischerboote sich in der Bucht sammeln und von einem Militärboot am Herausfahren gehindert werden. Wir hatten schon Angst, unsere Tour startet nicht. Eigentlich hätte der Sonnenuntergang mit zur Tour gehört, aber da man keine Sonne sieht und der Wind sehr stark weht, kehren wir zurück.

Die Nacht ähnelt der Nacht vorher. Schon am frühen Morgen werden wir jedoch von Böllern geweckt. Wir schauen nach – das chinesische Silvester hat begonnen. Es beginnt das Jahr des Affen – angeblich ein schlechtes Jahr. Wir beschließen, dass wir auf den Aussichtspunkt steigen. Anfänglich wollen wir den Eintritt nicht zahlen, aber dann gehen wir doch hoch. Wir finden eine interessante Ansichtstafel, die Bilder zeigt, wie es vor 30 Jahren aussah (alles grün), wie es vor 20 Jahren aussah (einige Hütten), vor 10 Jahren (voller Hotels) und nach dem Tsunami. Mittlerweile sieht es schon wieder schlimmer aus, wie vor dem Tsunami, denn es wird begonnen, auch noch die Berge mit Hotels voll zu pflastern. Nach dem Viewpoint schaffen wir die Rucksäcke zur Rezeption und legen uns noch bis Mittag an den Strand in den Schatten und werden trotzdem rot.

Unser erstes Ziel nach Phuket soll Koh Lanta sein. Unser gebuchtes Taxi ist pünktlich und die Fahrt geht los. Doch während der Fahrt beschleicht Kriszta ein komisches Gefühl – sind wir nicht falsch unterwegs? Und richtig, wir sind schon die Hälfte des Weges zum Flughafen gefahren, als meine Frau interveniert und wir den richtigen Kurs aufnehmen. Es beginnt eine Zitterpartie mit vielen Telefonaten, den eigentlich soll die Fähre 8.30 Uhr losfahren. Die nächste Fähre geht erst um die Mittagszeit. Das Glück ist uns hold, wir kommen 8.50 Uhr an und die Fähre wartet noch auf uns. Tatsächlich gibt es auch noch andere Passagiere, die zu spät kommen. Wir steigen auf Koh Phi Phi um und sind gegen 12 Uhr auf Koh Lanta. Wir erwischen für 100 Baht ein günstiges Tuk Tuk, was uns zum Hotel „Dreamy Casa“ bringt. Hier hat ein kleiner Spanier die Leitung.

Das Publikum auf Koh Lanta ist ein ganz Anderes. Hier sind wesentlich mehr Backpacker (sehr viele junge Schweden), die Strände sind weitläufiger und wirken fast leer. Wir gehen zum Strand und setzen uns in den Schatten, essen und lesen und gehen dann noch etwas spazieren. Am späten Nachmittag übernehmen wir einen Motorroller, denn wir wollen den nächsten Tag die Insel etwas erkunden. Unsere erste Probefahrt bringt uns zur Thai-Massage und später zum Abendessen. Für mich war das Roller-Fahren eine neue Erfahrung, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran.

Den nächsten Tag ging es mit dem Motorroller südwärts. Unterwegs gefrühstückt, landeten wir bald am Bamboo Beach. Hier blieben wir ein bisschen in der Sonne liegen. Es wehte ein ziemlich böiger Wind, der es uns erschwerte, ins Wasser zu gehen, denn es war ziemlich steinig und es war ordentlicher Wellengang. Wir gönnten uns noch einen Kokosmilch-Shake, der viel zu süß schmeckte, obwohl wir extra ohne Zucker bestellt hatten. Es entstand eine immer lauter werdende Diskussion, trotzdem bestand man darauf, dass da kein Zucker drin wäre – Kokosnuss ist nun mal so süß. Auf dem Heimweg wollten wir uns was zu Essen suchen, mussten aber feststellen, dass uns nichts so richtig gefiel und wir wieder dort aßen, wo wir schon am Vortag waren.

Viele kleine Inseln überall, die interessante Formen haben.

Viele kleine Inseln überall, die interessante Formen haben.

Nachdem wir etwas auf dem Zimmer gechillt hatten, fuhren wir nochmal los und gingen an den Strand. Leider war hier kein Schatten und wir blieben nicht lange. Schon am Vorabend, wo wir am Strand entlang gingen hatten wir ein kleines Restaurant ausgemacht, was in einem Gebiet lag, das ich scherzhaft „die Community“ nannte. Hier waren zwischen Straße und Strand auf holprigen Wegen ein paar Hostels, Restaurants, Discos und Geschäfte, die als Zielgruppe junge Backpacker hatten, die einfach mal eine Auszeit von der Zivilisation haben wollten. Eben in jenem Restaurant bestellten wir das erste Mal Pad Thai und waren begeistert. Die Limette und die gehackten Erdnüsse gaben dem Gericht das gewisse Etwas.

Für den nächsten Tag hatten wir uns die 4-Islands-Tour vorgenommen. Wir wurden 8.30 Uhr am Hotel abgeholt und mussten noch eine Weile warten, denn die Fahrer waren furchtbar beschäftigt, genau die richtigen Personen auf das jeweilige Fahrzeug zu bekommen, obwohl wir alle zum Hafen gefahren wurden. Erste Station nach einer Stunde Fahrt war Koh Ngai, wo wir anlegten. Wir gingen zum Strand, schnorchelten etwas und dann ging es schon gleich wieder weiter. Als wir ablegen, beginnt es langsam trübe zu werden und es kommen immer mehr Wolken. Wir ankerten danach bei Koh Chueak, wo wir ins Wasser springen und herumschnorcheln. Ein Guide weist uns auf einen Feuerfisch hin. Durch die Wolken ist es ziemlich dunkel unter Wasser und wir können nur die Schönheit des Feuerfischs erahnen.

Gegen Mittag ankern wir vor Koh Kradan. Die meisten setzen mit den Paddelbooten über, wir schwimmen und müssen ganz schön navigieren, denn das Wasser ist unheimlich flach und es wimmelt von Seeigeln. Wir bleiben nicht lange, denn es beginnt schon zu regnen. Letzte Station der Tour ist Koh Mook. Das Schiff liegt vor einem Felsen, wo man eine Höhle sieht. Die Guides schwimmen vor und leuchten uns den Weg durch die Höhle. Als wir nach ca. 200m schwimmen ankommen, öffnet sich vor uns ein kleiner Strand. Rings um uns gegen die Berge ca. 50m senkrecht nach oben. Dieses kleine Fleckchen Strand ist vielleicht 20-30m breit und wäre ein richtig romantischer Platz, wenn da nicht noch zwei andere Schiffe angelegt hätten und es doch ziemlich voll ist. Aber trotzdem ist es wie ein kleines Paradies. Selbst als es wieder beginnt zu regnen, ist es wunderschön hier.

Die Rückfahrt dauert sehr lang. Vom vielen Schwimmen und Schnorcheln sind wir müde und schlafen kurz ein. Als wir 17.30 Uhr wieder in Koh Lanta ankommen, gehen wir uns erstmal duschen und genießen eine Kokosöl-Massage. Zum Abendessen gibt es wieder das leckere Pad Thai in „der Community“. Abends recherchiere ich, wie die Wettervorhersage ist. Offensichtlich hat sich ein richtig fieses Tiefdruckgebiet in China festgesetzt, was für ausreichend Schnee sorgt und wir bekommen Ausläufer davon auch bei uns zu spüren.

Schon längst überfällig, aber nun muss er mal kommen – der Bericht zu unserem Urlaub in Thailand. Das kalte hässliche Wetter zog uns mal wieder in wärmere Gefilde und diesmal fand meine Frau günstige Flüge nach Phuket. Da wir nicht die Typen sind, die 14 Tage an einer Stelle hocken können, beschlossen wir die umliegenden Inseln zu bereisen.

Am 30. Januar hieß es mal wieder zeitig aufstehen – kurz nach 5 Uhr schnappten wir uns unseren Rucksack – da es ins Warme ging, reichte mein großer Rucksack für uns beide – und fuhren nach München. Halb 11 Uhr startete unsere Maschine Richtung Doha. Wir hatten schon mal Qatar auf unserer Weltreise und waren damit sehr zufrieden. Auch diesmal sollten wir nicht enttäuscht werden. In Doha hatten wir kaum Zeit, denn 19.30 Uhr ging schon die nächste Maschine nach Phuket, wo wir 6 Uhr ankamen. Da Phuket einer der großen Touristenorte in Thailand ist, war riesiger Andrang bei der Einwanderungsbehörde. Jeweils eine Maschine mit Russen und Chinesen war vor uns angekommen und dementsprechend war das Gedränge. Wir warteten 1,5 Stunden bis wir passieren durften.

Kata Beach bei Sonnenaufgang

Kata Beach bei Sonnenaufgang

Wir nahmen zusammen mit anderen Backpackern einen Van für 200 Baht, der die Leute auf die Hotels verteilte. Als die ersten am Patong Beach rausgelassen wurden, wollte ich sofort wieder heim. War das unser Ernst? Massentourismus! Bierbäuchige Europäer, die mit Strandmatten und Handtücher bewaffnet morgens die besten Plätze am Strand ergattern wollten. Doch unsere Fahrt ging weiter zum Kata Beach. Auch noch sehr touristisch, aber wesentlich ruhiger. Wir legten ein verspätetes Frühstück mit Thai-Essen und einer frischen Kokosnuss ein, gingen dann zum Strand und legten uns eine halbe Stunde hin. Da uns noch die Nacht in den Knochen steckte, gingen wir ins Hotel und schliefen bis halb 3 Uhr. Dann ging es wieder an den Strand (in den Schatten) und abends suchten wir uns eine schöne Gaststätte und genossen danach eine 1-stündige Fußmassage, bei der wir ganz entspannt einschliefen.

Die erfreuliche Nachricht war, dass wir die erste Nacht durchgeschlafen haben. Normalerweise sind unsere Körper der Meinung, uns zur gewohnten Zeit zu wecken. Wir laufen zum Nachbarstrand (Karon Beach) und bleiben dort bis 11 Uhr. Dann gönnen wir uns für 300 Baht eine Thai-Massage, essen danach Mittag und chillen etwas auf dem Zimmer, da die Mittagssonne einfach zu sehr brennt. Zum Nachmittag trauen wir uns dann wieder raus, gehen wieder an den Strand und verbringen den Abend im Southern Fried Rice. Hier hat sich ein norwegischer Lehrer mit seiner thailändischen Frau niedergelassen und serviert ein sehr leckeres Essen.

Ayutthaya ist wirklich eine geschichtsträchtige Stadt. Früher Hauptstadt des Königreichs Siam mit einer Million Einwohnern, verliert sich die Stadt heute in weitläufigen Parks – also definitiv nicht zu erlaufen. Ayutthaya ist eine Insel von 4 x 5 Kilometern von einem Fluss umgeben, auf der sich jede Menge Tempel befinden.

Wir kamen am späten Nachmittag mit dem Bus an und besuchten gleich erstmal Wat Mahathat. Kein Witz, die Tempel fangen alle mit Wat an. Es regnete in Strömen bei unserer Ankunft und als wir die Tempelanlage erreichten, kam nochmal die Sonne heraus und goss alles in ihr warmes Abendlicht. Nach der Besichtigung suchten wir unser Hostel, was sich als etwas schwierig herausstellte, weil die Karte vom Hostel nicht ganz passte und wir uns etliche Male verliefen. Trotzdem war es eine traumhafte Unterkunft, herrlich im Grünen und gleichzeitig an einer der Hauptstraßen, sodass man morgens leise den Verkehr gehört hat.

Den nächsten Tag liehen wir uns für 50 Baht Fahrräder aus und fuhren den ganzen Tag durch Ayutthaya. Wie ich schon sagte, zu Fuß wäre das alles zu viel gewesen. Diesmal nahmen wir eine offizielle Karte mit, die aber auch nicht funktionierte, weil die Dimensionen im Norden und Süden der Karte völlig unterschiedlich waren. Was im Süden 2km waren, sind im Norden der Karte 200m. Diese Erkenntnis kostete uns ca. 5km extra Weg und besorgte uns einen schönen Sonnenbrand. Wer Wert auf Name dropping legt, hier die Liste mit den von uns besuchten Sehenswürdigkeiten:

  • Wat Chai Wat Thanaram
  • Wat Phutthai Sawsn
  • Wat Warapho (Sitzende Buddhastatue)
  • Wat Lokayasutharam (Liegender Buddha)
  • Wihan Phra Mongkhon Bophid
  • Wat Phra Si Samphet
  • Wat Phra Ram
  • Wat Thammikarat
  • Wat Na Phra Men
  • Wat Ratchaburana

Dafür war die Sonne ganz hinterlistig und schien nur, wenn wir gerade auf den Rädern saßen. Sobald wir eine Sehenswürdigkeit erreichten, verschwand sie hinter den Wolken und hinterließ ein hässlich helles diffuses Licht. Jeden Tempel, den ich fotografisch ins Visier nahm, erschien auf den Bildern nur als Schatten einer Gegenlichtaufnahme. Aber das sind wohl die Tücken der Monsunzeit. Vom Regen blieben wir dort verschont, hatten allerdings schon morgens gegen 9.30 Uhr 32°C und abends um 20 Uhr waren es wieder 32°C und dazwischen wurde es richtig warm.

In Ayutthaya fand außerdem ein geschichtsträchtiges Ereignis statt: Wir haben ein Viertel der Weltreise hinter uns. Verglichen mit der gefühlten Zeit klingt das viel, aber wenn man bedenkt, dass noch ein halbes Jahr vor uns liegt, ist das sehr wenig.

Man stelle sich den Wecker auf 6 Uhr und wird am nächsten Morgen kurz nach 7 Uhr durch ein Klopfen an der Tür geweckt. Wie konnte das passieren? Egal, schnell Zeug zusammenraffen, anziehen und nach unten stürzen und auschecken. Zwischendurch noch ruhig bleiben, weil der Busfahrer neben einem läuft, auf seine Uhr tippt und genervt fragt „What time? What time?“ Na gut, man kann es ihm nicht verübeln, aber wir haben doch nicht mit Absicht verschlafen. So begann unser Ausflug zum Floating Market.

Der Fahrer fuhr wie ein Besessener, offensichtlich gibt es jeden Morgen ein Wettrennen, wer zuerst ankommt. Deswegen auch seine mürrische Laune – er durfte wegen uns heute nicht teilnehmen. Rote Ampeln wurden umfahren oder einfach ignoriert. Auf dem Floating Market, der eigentlich Floating Tourist Market heißen müsste, gibt es zwei Sorten von Booten – Motorboote und Paddelboote. Wer schnell sein will und wem egal ist, dass der Rest die stinkenden Abgase einatmen muss – Motorboot, wer auf seichtes Gleiten im Wasser steht – Paddeln.

Der Floating Market von Damnoen Saduak ist nicht groß und komplett auf Tourismus ausgelegt. Man fährt eine Stunde rum, wird von Stand zu Stand gefahren und das wars. Zwischendurch auch mal eine leckere Mango oder Coconut Pancakes. Also Essen kaufen, macht richtig Spaß und ist sehr erfrischend. Ganz im Gegensatz zu Staus, die es immer wieder gibt und bei brütender Hitze wird so eine Bootsfahrt ganz schnell ungemütlich.

Nach einer guten Stunde (inkl. Stau) wurden wir aus den Booten entlassen und durften noch ein bißchen schlendern, bis wir mit dem Minibus zurück nach Bangkok gefahren wurden.

Nach einer anstrengenden Nacht auf dem Bangkoker Flughafen nach 2 Stunden Verspätung wegen Sturm und Regen in Peking stehen wir ratlos vor dem Automaten der Bangkoker Metro. Aber es nähert sich ein Uniformierter, um allen Touristen geduldig zu helfen. Und so geht das weiter. Kaum bleibt man mal stehen und blickt ratlos auf den Stadtplan, schon findet sich ein hilfsbereiter Einheimischer. Auch wenn das Englisch schwach ist, man hilft. Ganz großes Plus!

Wir haben Bangkok hauptsächlich dazu aufgesucht, um unsere Visa für Myanmar und Vietnam zu machen und ein paar Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Wir beginnen mit dem Visum für Myanmar und ich sitze bereits kurz vor 9 Uhr vormittags schwitzend davor. Das ist kein Klima, das ist Sauna! Selbst wenn es regnet, kühlt es nicht ab und nach dem Aussteigen aus der kühlen Sky Train beschlägt erstmal die Brille. Ich versuche mich auch im Ergattern günstiger Technik, was aber fruchtlos endet.

Mal abgesehen von der Hitze ist eine Besichtigung von Bangkok in jedem Fall lohnenswert. Die vergoldeten Tempel laden zu einem Spaziergang ein und die gesamten Anlagen sind einfach wunderschön. Besonders hat mir gefallen, dass sich die Tempel eigentlich alle in der Nähe des Flusses befinden und mit der Fähre, die den Fluss auf und ab schippert, schnell zu Erreichen sind. Vorsicht jedoch vor Taschendieben. Zwei mal spürte ich ein kleines Schubsen an meinem Rucksack und fand meine Tasche halboffen vor. Beim ersten Mal hab ich garnichts mitbekommen, beim zweiten Mal liefen eine Mutter mit Sohn schon fast auffällig hinter mir. Hier muss man in den touristischen Gegenden wirklich ein offenes Auge haben.

Aber Jomtien war der ganz große Reinfall. Eigentlich hatten wir ein paar Tage zum Entspannen und Sonnen eingeplant, was wir aber bekamen, war ein kurzes Sandstück und eine Ecke von Thailand, die ihre besten Jahre vielleicht schon vor 10 Jahren hatte. Seit dem nagt der Zahn der Zeit an den größtenteils verlassenen Gebäuden. Und wenn man wie wir auch noch außerhalb der Saison kommt, wird es einem richtig unheimlich. Ist das ein Urlaubsgebiet hier oder doch eine verlassene Müllhalde?Trotzdem findet man jede Menge Hinweise auf internationale Kooperationen. Es gibt jede Menge Restaurants a la thai-deutsch, thai-finnisch, thai-dänisch, thai-russisch usw. Und so wurden aus drei geplanten Übernachtungen ganz schnell eine.