Gegen 7.30 Uhr gab es Frühstück, dass etwas karg ausfiel und dann ging es auf nach Riga. Auf estnischer Seite war mit den Straßen noch alles in Ordnung, aber auf lettischer Seite folgte eine Baustelle nach der anderen und dann zog sich noch kurz vor Riga ein Dort ca. 10 km die Straße entlang, was hieß: Tempo 50. Schlimmer wurde es dann in Riga: Schmale Straßen, laut und schwer zu orientieren.

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Trotzdem gelang es uns relativ schnell eine Unterkunft und einen Parkplatz zu finden. Danach ging es in die Innenstadt, doch vorher gab es erstmal Nudeln. Weiter ging der Stadtrundgang durch das alte Riga, der uns bis zum Abend beschäftigte. Touristisch waren wir nicht allein, es hatten sich noch andere Touristen eingefunden. Danach suchten wir uns ein einheimisches Restaurant aus, wunderten uns über die eine oder andere Speise (Schweinohren, Schweinsschnauze, Bullenhoden) und gingen zum Abschluss noch in ein Jazz-Café mit Livemusik. Das Wetter ließ uns heute etwas im Stich, gab aber Hoffnung auf Besserung.

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Zitat des Tages: *laut* „Guck mal, was die da vorn dran hängen hat.“ Nachdem mir mein Kumpel erklärt hatte, was er meinte, brach ich in schallendes Gelächter aus. Mal ehrlich – wer ist jetzt auf die Idee gekommen, dass eine Kamera gemeint war?

Wie ich schon stellenweise in meinen Urlaubsberichten aus Estland erwähnt hab, legen die Esten sehr viel wert auf ihre Netzbegeisterung, weshalb sie ihr Land auch manchmal „E-stonia“ nennen.

Neu war, das letztes Wochenende Kommunalwahlen statt fanden. Dabei konnte auch online abgestimmt werden. Den Wählern war es dabei vergönnt, ihre Meinung online mehrmals im Laufe der Woche zu ändern, der letzte Eintrag zählte. Es sei denn, sie ließen sich im Wahllokal blicken, dann wurde die Onlinestimme ungültig und es zählte die auf dem Papier abgegeben Stimme.

Laut spiegel.de war Staatspräsident Rüütel nicht sehr angetan von dieser Vorgehensweise und verweigerte seine Unterschrift unter das entsprechende Gesetz. Das Verfassungsgericht stellte sich jedoch nicht auf seine Seite und sieht in der neuen Möglichkeit zu wählen eine Möglichkeit zur Stärkung der Demokratie und zur Erhöhung der Wahlbeteiligung.

Der Tag begann mit der üblichen Routine… aufstehen und duschen. Nur das Frühstück ließ etwas zu wünschen übrig, denn B&B hieß dort Bed & Beach. Wie ich schon schrieb, der Vermieter war trotzdem sehr freundlich und kommunikativ. Theoretisch war heute vorgesehen, bis Riga durchzufahren, aber angesichts der Entfernung entschlossen wir nur bis Pärnu zu fahren und damit den zweiten freien Tag zu opfern.

Weiteres Tagesziel: neue Batterien für meine Kamera, damit ich wieder einsatzfähig werde. Dort zunächst sind wir wieder übergesetzt und frühstückten mittelprächtig auf der Fähre. In Pärnu angekommen, richteten wir uns mal wieder nach dem Lonely Planet, was sich aber als Stadionunterkunft herausstellte. Also half uns die Touristeninformation weiter, die uns die „Sadama Villa“ für 500 EEK pro Nacht (mit Frühstück) vermittelte. Und dann kam die Stelle, wo ich erfuhr, das Rüütli Ritter heißt.

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An der Unterkunft angekommen, entrümpelten wir erstmal das Auto, denn nach mehreren Tagen Fahrt mit mittlerem Keksverbrauch, sammelt sich doch so einiges an.

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Wir stellten fest: Es gibt ein Tallinner Tor und es gibt einen Ableger der Tartuer Universität hier. Offensichtlich hat sich die Stadt ihre geschichtliche Herkunft zusammengeklaut.

Wir liefen noch ein bißchen durch Pärnu, dabei kam es zum Kamerasturz von Pärnu! Es war zwar nicht kriegsauslösend, aber mein Kumpel hatte für den Rest des Urlaubs keinen Weitwinkel mehr, weil sein Objektiv einen Knacks abbekommen hatte. Also surften wir noch ein wenig und gingen dann zum Sonnenuntergang ans Meer. Diesmal ein voller Erfolg. Ein Hund jagte durchs Wasser und scheuchte die Möwen auf und ein Kite-Surfer zog seine abendlichen Runden übers Wasser. Danach widmeten wir uns unserem neuen Hobby – der Astrofotografie. Eine Sternspuraufnahme mißglückte wegen zu hohem Rauschen, also gingen wir nach Hause und übten uns im Briefmarkenverbrauchsschreiben, da wir heute das letzte Mal in Estland waren.

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Endlich mal wieder halb 8 Uhr aufstehen… Das konnte nur mit Kaffee bekämpft werden, von dem es reichlich (und vor allen Dingen guten) gab. Danach hieß es Auto holen, auschecken und auf nach Saaremaa. Das Wetter hatte sich entschieden heute von bedeckt nach wolkig zu wechseln. Mein Kumpel nahm noch eine Mütze voll Schlaf, während ich uns bis zur Fähre beförderte.

Halb 12 Uhr waren wir dann an der Fähre und durften für 95 Kroon (1 Auto und 2 Personen) nach Muhu übersetzen. Wir fuhren dann über Muhu auf die Insel Saaremaa und dort zu unserem Zielort Kuressaare, wo wir die Touristeninformation (die offen hatte) ausfindig machten und uns dort ein Quartier (350 EEK) suchten, was für uns dann auch gleich telefonisch reserviert wurde. Wir bezogen die Unterkunft und unterhielten uns noch ein wenig mit dem „Vermieter“, der uns gleich eine Karte der näheren Umgebung mit Tipps für Besichtigungen überließ. Danach gingen wir zur Burg und besichtigten diese samt Umgebung. Interessant: Eine Ausstellung von Gemälden, die aus Fisch hergestellt wurden. Um nicht zu sagen: „The whole thing looks fishy“

Nach der Burg setzten wir uns ins Auto und fuhren weiter auf Saaremaa herum. Zu unseren Zielen gehörten der Meteoritenkrater von Kaahli, die „Steilküste“ und zum Abschluss der Sonnenuntergang. Mitten an der Steilküste entschloss sich mein Akku, keine Energie mehr an die Kamera zu liefern und so war ich auf mein Handy angewiesen. Während mein Kumpel den Sonnenuntergang ins Visier nahm, sah ich mich ein bißchen um, entdeckte merkwürdige Steinhaufen und einen geodätischen Punkt. Wenn man sich auf Saaremaa entschließt einen der ganz kleinen Wege zu fahren, muss man schon fast geländetüchtig sein, denn die Strecke war eine Schotterpiste.




Auf der Heimfahrt entdeckten wir unsere Leidenschaft für die Astrofotografie und mein 600-1300mm Objektiv kam zum Einsatz. Ein wunderschöner Sternhimmel, da es kaum Lichtverschmutzung gibt. Als wir heimkehrten, entschlossen wir uns noch in einen Pub zu gehen. Leider mit Selbstbedienung und einer sehr mürrischen Bedienung. Als wir wieder zuhause waren gab es vorbeugend noch etwas Medizin und dann schliefen wir wieder tief und fest.

Heute war ausschlafen angesagt. Ausschlafen heißt bei mir, da wir gegen 23 Uhr eingeschlafen sind – 8 Uhr, mein Kumpel war dann gegen 10 Uhr munter. Wir bummelten nach Dusche und Frühstück durch die Stadt, genossen die Sehenswürdigkeiten – mit einer gewissen Liebe zum Detail. So zum Beispiel die archaisch anmutende Technologie in einer Kirche.

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Zum Mittag fanden wir ein abseits gelegenes Restaurant, mit jugendstilistischer Einrichtung und sehr leckerer natürlicher Küche (Ja, dort schmeckte die Tomate noch wie eine!) Als Nachtisch lernten wir Kama kennen – ein sehr leckeres, traditionelles estnisches Dessert. Weiter ging es in ein Internet-Café. Es wurde ausgiebig gemailt, gelesen und abgestürzt. Von da aus ging die Stadtbesichtigung weiter. Im Anschluss kauften wir noch ein paar Filme für mich, da mein Vorrat von 10 Filmen zur Neige ging und noch etwas „Medizin“. Wer sich in der Nähe des Hafens aufhält sollte sich bewußt sein, dass dort viele Schnorrer rumlaufen.

Abend probierten wir Sushi in Tallinn – im Silk. Tolle Einrichtung und tolles Essen! Danach liefen wir nochmal auf den Domberg um dort Nachtfotos von Tallinn zu machen.

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Auf dem Heimweg kamen an einem Laden vorbei, über den ich mich schon nachmittags gewundert hatte – die DM Baar. Als dann abends „Walking in my shoes“ aus dem Keller quoll, war es mir klar.

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Weiterhin gingen wir noch in eine Kneipe, die selbstgebrautes Bier verkauft, naja… war schon mal leckerer. Den ganzen Tag über hatte ich fleißig Erkältungstabletten gefuttert und ließ mich wahrscheinlich deshalb beim Umtausch von 100 Euro übers Ohr hauen. Wir haben gut und gern umgerechnet 10 Euro weniger herausbekommen, deshalb kleiner Tipp: Beim Umtauschen immer drauf achten, dass draußen der Einkaufskurs für Euro zu Kroon dran steht, sonst wird ein fiktiver Wert angenommen, der weit unter dem realistischen Kurs liegt. Zusätzlich kommen dann noch unmögliche Bearbeitungsgebühren (99 Kroon). Auch das Wetter spielte heute nicht gerade mit… wir sind aber trotzdem 11 Stunden lang durch die Stadt gelaufen.

Der Wecker klingelt 7.30 Uhr – keiner hat Lust aufzustehen. Häßliches Wetter, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen. Trotzdem – Aspirin – und weiter geht’s. Auf dem Weg nach Tallinn machen wir in Vergi bei Rakvere halt. Auf der Karte war ein Leuchtturm verzeichnet, den wir auf nach langem Suchen fanden. Viel interessant war da ein alter Turm, offensichtlich früher militärisch genutzt, den wir ersteigen und einen Blick auf’s Meer werfen. Damit haben wir den nördlichen Punkt unserer Reise erreicht, von jetzt ab geht es nur noch südlicher.

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Es ging weiter nach Tallinn. Ich habe von der Fahrt nicht viel mitbekommen, nur als mein Kumpel an einer Kreuzung langsamer wurde, machte ich kurz die Augen auf, sagte „Links“ und schlief weiter. In Tallinn versuchten wir garnicht erst das (Un-)Glück mit der Touristeninformation, sondern verließen uns wieder auf den Lonely Planet. Diesmal klappte der erste Versuch und wir kamen im Dorell Hotel unter. Absicht oder nicht – unser Zimmer war in den Farben der Nationalflagge (Blau-Schwarz-Weiß) gehalten.

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Danach besuchten wir im nahegelegenen Supermarkt die Apotheke und holten Tabletten gegen Erkältung mit einer „non-drowsyness formula“. Da mir nicht nach fortgehen war, aßen wir im Hotel, dass offensichtlich von Russen betrieben wurde. Wir kamen in den Genuss sehr knoblauchhaltiger Küche. Von 20 – 21 Uhr gehörte uns die Sauna. Sehr schön (mit großem Abkühlbecken) und sehr angenehm, leider nicht so richtig heiß. Nachdem wir das Rezept meines Kumpels gegen Erkältung probierten, ging es uns wieder richtig gut und wir schliefen tief und fest.

Das Auto stand auf dem nahegelegenen Hafenparkplatz, da wir sonst zwischen 20-24 Kroon pro Stunde hätten bezahlen müssen und kostete uns damit 120 Kroon für 2 Tage.

Schon wieder um 8 Uhr aufgestanden, Frühstück genossen und gegen 10 Uhr nach Otepää in die estnische Schweiz aufgebrochen. In Otepää angekommen, bemerken wir einen gigantischen Strom Autos, die alle Fahrräder in irgendeiner Form an ihren Autos befestigt haben. Der Hintergrund wird uns wenig später klar: Es findet ein Fahrradmarathon statt. Wir halten jedoch an unserem Vorhaben, eine Wanderung zu machen, fest, kamen aber dann trotzdem an der Rennstrecke vorbei.

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Gegen Nachmittag brechen wir den Versuch zu wandern ab, gescheitert einerseits an nicht vorhandenen Wanderwegen und andererseits einer gewissen Desorientierung unsererseits. Deswegen hatten wir uns entschlossen, einen kleinen See (der Pühajärv) , der sich in der Nähe von Otepää befindet zu erreichen. Der Versuch glückte und wurde mit den wunderschönen Bildern, die ich von dem Steg machte, belohnt. Nachdem wir wieder am Parkplatz angekommen waren und uns mit Kaffee und Kuchen gestärkt hatten, fuhren wir noch zum Vōrtjärv, einem größeren See in der Nähe von Tartu. Auf der Fahrt begann ich in meinen Knochen eine aufkommende Erkältung zu spüren. Auf der doch sehr grob gepflasterten Uferpromenade ging es bis zum Ufer.

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Nachdem wir wieder daheim waren, gab es lecker Aspirin und wir fielen wieder in der Studentenkneipe ein. Interessant ist die Toilettengestaltung. Zumindest an den Türen weist nichts auf Herren- und Damentoilette hin, aber innen wird einem schnell klar, wo man hingehört. Eine Toilette ist sehr kühl und funktional eingerichtet und die andere: da stehen 2 Kloschüsseln nebeneinander – überhaupt keine Anspielung auf Klischees. Auf dem Weg nach Hause kamen wir noch an der Universität von Tartu vorbei…

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Abends gönnten wir uns noch einen Blick ins einheimische Fernsehprogramm: Heute „Tomb Raider“ – original mit Untertiteln. Der Witz des Abends:

Nerd (aus dem Wohnwagen schauend): „What’s that smell?“
Laura Croft: „Fresh air?“

Wir hatten uns heute vorgenommen, gegen 8.00 Uhr aufzustehen. Gesagt, getan. Das Wetter war traumhaft, blauer Himmel, aber sehr sehr frisch. Wir mussten nach der morgendlichen Dusche feststellen, dass wegen uns jemand in die Küche umquartiert wurde und dort im Schlafsack übernachten musste.

Frühstück war sehr gut. Sunny-side-up-Spiegelei, selbstgemachtes Apfelmus, lecker Brot (kann mich nicht erinnern, aber bestimmt wieder mit Kümmel), leider ungefilterter Kaffee. Zum Frühstück gesellte sich dann noch eine Bankangestellte aus Riga zu uns, deren Eltern gerade Bekannte in Deutschland besuchten. Sie legte uns das alte Stadtzentrum ihrer Heimatstadt ans Herz. Ich stellte fest, dass in meinem Zimmer Bücher über Differentialrechnung standen…

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… während mein Kumpel einen Gast in seinem fand …

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Danach ging es auf nach Estland – Ziel: Tartu. Das Wetter war hervorragend – schöne Wolkenformationen, sonst blauer Himmel und plötzlich dazwischen ein Wolkenbruch mit ziemlich großen Graupelkörnern. An der estnischen Grenze schnupperte ein Drogenhund sehr ausgiebig an unserem Kühlergrill und lief uns noch ein bisschen hinterher, als wir durchgewunken wurden.

An der Zielunterkunft No. 1 in Tartu hing ein Zettel, dass geschlossen ist, also machten wir uns auf den Weg zur Touristeninformation. Diese hatte (wie schon fast üblich) geschlossen. Wären wir eine Woche eher dagewesen, wären wir noch innerhalb der Saison (bis 15.09.) gewesen und sie hätte noch offen gehabt. Also liefen wir zu einer Infotafel, um uns eine andere Unterkunft zu suchen. In der Nähe des Bahnhof hatten wir noch eine ausgemacht und machten uns auf den Weg. Mitten im Park von Tartu entdeckten wir das Parkhotel, das zwar als überteuert ausgewiesen wurde, aber trotzdem schön liegt. Mit einem Preis von 980 Kroon statt 1080 (Wechselkurs: 1 € = 15,65 Kroon) wurde uns erstmal eine Nacht zugesichert.

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Wir holten das Auto zum Hotelparkplatz, luden aus und begaben uns in die Stadt. Bei mir machten sich mittlerweile Halsschmerzen breit, die ich nicht mehr ignorieren konnte. Als führte uns unser Weg an einer Apotheke vorbei, auch hier bekommt man sowas wie Neoangin. Wir besichtigten die Stadt, kamen an einer Horde Teenies vorbei, die vor einem Laden standen, der Atlantis hieß (Embryoschubsen?), entdeckten ein Festival und aßen in einer genialen Studentenkneipe, die direkt auf der Rüütli-Straße lag.

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Dort trafen wir ein anderen Deutschen, der auf eigene Faust in 3 Tagen die Gegend erkundete. Das Essen war super lecker (auch wenn es keine Pizza war) – Hering mit Kartoffeln. Danach ging es zum Regiöö 2005, dem Arhailise Loomingu Festival (Festival of archaic art).

Dort wurden kauften wir Karten für ein Konzert und wurden Zeuge, wie die einheimische Folk-Metal-Kombo Raud-Ants das Publikum mit Texten in Estnisch zur Begeisterung brachte. Wer sich dafür interessiert: Unbedingt die Songs anhören – Klasse.

Da wir nur eine Nacht in dem Zimmer zugesichert bekommen haben, uns aber einer Suite für 1800 Kroon mit Sauna angeboten wurden, überlegten wir, zu feilschen – für 1500 Kroon würden wir angesichts meines Gesundheitszustands das Angebot annehmen…

Bin heute nachmittag zum Fotoentwickler meines Vertrauens gefahren und habe für knapp 100 Euro Kaution meine Urlaubsbilder freigekauft. Aber das Geld war es wert, denn solche Fotos macht man nicht jeden Tag…

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*mal den Staub wegbläst* Noch eine Woche, bis ich wieder in Dresden bin und endlich wieder Loni bei mir begrüssen kann. Dann wird in den darauf folgenden Tagen der Blog wieder belebt mit Urlaubserinnerungen.

Heute schon mal ein kleiner Vorgeschmack. Uns fiel im Urlaub auf, dass es in den estnischen Orten viele Strassen gibt, die Rüütli heissen. Wer finnisch kennt, dem dürfte estnisch bestimmt nicht fremd vorkommen. Sieht vom Bild her ziemlich ähnlich aus. Da mich aber Rüütli sehr an die Schweiz erinnert (dort sind ja meine Gedanken sowieso pausenlos) habe ich heute in der Touristeninformation nachgefragt, was den Rüütli eigentlich heisst. Die Antwort: Ritter! Alles klar – wenn man die Geschichte betrachtet wird einem das auch einleuchten. Hier findet man sehr viele mittelalterliche Ordensburgen, die von … na genau … Ordensrittern bewohnt wurden