Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

about:Lofoten

Jan 5

Die Wikipedia weiß ein bißchen was über Lofoten, aber doch nicht alles. Zumindest steht dort schon mal, dass Lofoten „der Luchsfuß“ heißt. Also im Klartext Lo (Luchs) | fot (fuß) | en (der) – also wer „die Lofoten“ sagt, redet eigentlich von „die der Luchsfuß“. In der Diskussion des Wikipediaartikels stellt sich tatsächlich jemand hin und behauptet, dass man im Deutschen üblicherweise „die Lofoten“ sagt. Üblicherweise? Wieviele Leute reden denn täglich von dieser kleinen Inselgruppe Norwegens oberhalb des Polarkreises? (kurz nachgedacht) Eben – sehr wenige. Auch sehr interessant zu wissen – eine der größeren Inseln von Lofoten ist Austvågøya. Auch hier kann man das Wort zerlegen und kommt auf Aust (Ost) | våg (bucht) | øy (insel) | a (die), also die Ostbuchtinsel. Aber genug der Wortbastelei, mehr über Lofoten.

Nahe Svolvaer

Lofoten gehört zu Norwegen und liegt ein klein wenig oberhalb des nördlichen Polarkreises. Damit liegt Lofoten auf dem gleichen Breitengrad wie das mittlere Grönland und Nordalaska. Trotzdem sind die Temperaturen dank Golfstrom ca. 24°C höher wie in den anderen Regionen. In unserem Urlaub schwankte die Temperatur zwischen 9°C und knapp 20°C. Klingt ziemlich frisch für mitteleuropäische Ohren, aber nach wenigen Tagen Eingewöhnung sind schon 14°C bei Sonnenschein nicht nur die Möglichkeit, sondern schon fast Zwang im T-Shirt draußen zu sein. Also kommt auch mal ein Sprung ins Meer in Betracht, den man aber nicht lange durchhält, denn im August erreicht das Wasser eine Temperatur von maximal 12°C.

Lofoten

Wo noch Mitte des letzten Jahrhunderts 30.000 Menschen Lofoten bewohnten, sind es jetzt nur noch knapp 24.000. Die „Hauptstadt“ von Lofoten ist Svolvær. Mit derzeit 4.150 Einwohnern erhielt Svolvær 1996 erst das Recht, sich „Stadt“ nennen zu dürfen. Gefolgt wird Svolvær von Gravdal mit ca. 2100 Einwohnern und Leknes mit ca. 2050 Bewohnern.

Bei den Größenordnungen gewöhnt man sich schnell an andere Dimensionen – da sind 5 Häuser eine Ortschaft und wenn man mehr wie 5 Autos gleichzeitig sieht, muss es rush hour sein. Briefkästen sieht man auch nur in den größeren Ortschaften. Im günstigsten Fall trifft man den Briefträger, der die Post mit dem Auto ausfährt und übergibt ihm die Karten. Einkaufen geht auch nur in den ganz großen Städten. Denn da gibt es keine Probleme, mehrere Supermärkte buhlen um die Gunst der Käufer und verkaufen selbst ihre Billigmarkenprodukte zu Preisen, wo das deutsche Schnäppchenauge mit dem Gedanken an den Geldbeutel zu tränen beginnt. Nicht dass mir das nicht klar gewesen wäre, aber die Qualität war stellenweise auch nicht besser. Also ist Einkaufen immer ein Abwägen zwischen „Was will ich?“ und „Was ist mir das Wollen wert?“.

Lofoten

Und was kann man auf Lofoten machen? Entdecken – eine phantastische Landschaft, die schon umschrieben wurde mit „die Alpen ins Meer gesetzt“, Strände die einen Hauch von Karibik vermitteln und Ortschaften, die Ruhe ausstrahlen. Wandern – nichts für Anfänger – hier heißt es wandern, nicht spazieren gehen. Angeln – Fischsaison ist im Frühjahr, aber für einen kleinen Unkostenbeitrag ist schnell eine Angel gekauft, mit der man mit etwas Geduld für seine Mahlzeiten sorgen kann, auch wenn es nur kleine Fische sind.

Über eines sollte auf jeden Fall gesprochen werden – Tag und Nacht. Vom 27. Mai bis 17. Juli geht die Sonne nicht unter. Im September wechselt das Spiel von Tag und Nacht sehr rasch, was wir auch im Urlaub merkten – war der Sonnenuntergang zu Beginn des Urlaubs noch 23 Uhr, ging die Sonne 14 Tage später schon 21 Uhr unter.

  1. loni loni

    coole bilder … 😎

    erinnern mich es bitzli an island …. 😉

    und wir … wer ist denn wir …. *neugier* … :excited:

    liabi grüessli us dr stadt ❗ wald mit stolzen 8000 einwohnern … 😎

  2. Hoi Loni,

    ahh ein Stadtmensch… 🙂

    Danke, aber die Bilder hier sind nicht mal die besten, der Rest kommt erst noch.

    Also wir waren zu sechst auf Lofoten – Janine + Thomas, die Tanzfee + Alex und mein Handy und ich. Noch Fragen? 😎

    Liebe Grüße in die Schweiz zurück!

  3. Reizvoll – weit und breit keine Leute… und wunderschön ist die Landschaft.

    „die Lofoten“ ist vielleicht genau so richtig oder falsch wie „die Shetlands“ für die Shetland-Inseln (auch eine Inselgruppe), und meint eigentlich „die Lofoten-Inseln“?

    *winke* aus den Vogesen!

  4. Ich hatte gelesen, dass man früher „der Lofot“ gesagt hat, aber wahrscheinlich klingt in einem Prospekt „die Lofoten“ besser wie „der Lofot“. Lofoten bezieht sich auf den gesamten Archipel. Ich habe gerade mal geschaut, ein ähnliches Beispiel wäre Bahamas. Kommt ursprünglich vom spanischen „Baja Mar“, was „flaches Meer“ bedeutet und somit sollte es eigentlich „das Bahamas“ heißen *duck und wech*

    Ich denke, der Fehler ist dadurch entstanden, dass man im Deutschen halt viele Beispiele kennt, wie z.B. die Balearen oder die Azoren und deshalb entstand bei „Lofoten“ auch der Eindruck, dass es sich um eine Mehrzahl handelt, weshalb es „die Lofoten“ genannt wird.

  5. In der Sache kommen wir da ungefähr zusammen.
    Ja, so geht es…
    hier in Frankreich besorgt man ja auch ein Visa (das Visum, die Visa), man bekommt (hier wie bei euch) vom Arzt ein Antibiotica verschrieben (ebenfalls in der Einzahl ein -um), und so fort. Warum der Fluß Rhône vom lateinischen rhodanus, männlich, in Deutschland weiblich geworden ist, bleibt vermutlich auch auf ewig ein Geheimnis.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.