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Canyons und Arches – USA-Nationalpark-Marathon

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Unsere Rundreise führt uns zu Beginn durch viele Nationalparks im Westen der USA. Von Freunden haben wir einen noch gültigen Jahrespass für die USA-Nationalpark erhalten, der unseren gesamten Urlaub günstiger gestaltet.

Zu Beginn hatten wir einige Hindernisse. Als wir einen Tag vor der Abreise nochmal einkaufen wollen, fährt uns einer hinten rein. Natürlich will er nicht gesehen haben, dass wir rückwärts fahren und als rückwärts Fahrender ist man sowieso immer zur Sorgfaltspflicht angehalten. Ähnlich sah es auch die Polizei. Aber trotzdem war ich ziemlich verärgert, sodass ich noch viel zeitiger munter wurde, als es ohnehin notwendig war.

Corona Arch

Wir fuhren zum Nürnberger Flughafen und von dort aus ging es nach Amsterdam. Wie wir erst später bemerkten, wurden uns bereits in Nürnberg die Tickets so ausgestellt, dass sich der Flug von Amsterdam nach Minneapolis verspätet. Um ziemlich genau zwei Stunden. Und genau das wäre die Zeit gewesen, die wir Aufenthalt in Minneapolis gehabt hätten. Es wurde eine Zitterpartie. Aber letztendlich sollte sich alles in Wohlgefallen auflösen. In Minneapolis wurden wir nach den Immigration bereits mit neuen Tickets erwartet. Es gab noch einen weiteren Flug nach Las Vegas, der zwei Stunden später statt fand.

Las Vegas

Glück im Unglück erwischten den Flug der abends in Vegas landet und saßen genau auf der Seite, dass wir direkt auf den Strip schauen konnten. Ein beeindruckendes Schauspiel gleich neben den Hotels zu landen. Reibungslos verlief auf die Autoübergabe bei National, wo wir unseren Ford Edge in Beschlag nahmen. Zum Glück hatten wir ein Hotel (Baymont Inn & Suites) etwas außerhalb vom Strip gebucht, sodass wir gar nicht weit fahren mussten. Wir holten noch eine SIM-Karte, damit wir im Notfall telefonieren konnten und fielen dann nach 26 Stunden in unseren wohlverdienten Schlaf.

Unser ersten Tag in Las Vegas verlief relativ ereignislos, Kriszta hatte ihr Probeschminken für die Hochzeit, wir gingen Outlet-Shoppen, bestellen mir einen angepasste Sonnenbrille und zogen ins Stratosphere um. Vorteil hier ist, dass man mit der Hotelbuchung eine Gratisbesichtigung auf dem Stratosphere Tower bekommt, die wir abends machten.

Las Vegas, Nacht
Blick auf Las Vegas vom Stratosphere Tower

Den nächsten Morgen gehen wir unsere Lizenz zum Heiraten holen. Die nette Dame am Schalter erklärt uns, wie wir die ganzen Anträge auch von daheim bestellen können. Uns geht ein Licht auf, dass es sich doch alles viel reibungsloser gestaltet. Die Kosten belaufen sich auf $60 für die Lizenz, $15 für die Bestätigung, dass die Hochzeit aktenkundig ist und weitere $20 für die Apostille (international akzeptierte Beglaubigung, dass die aktenkundige Bestätigung auch wirklich echt ist). Das Büro für die Heiratslizenz ist gleich in Downtown Las Vegas, also nutzen wir die Chance uns hier noch etwas umzusehen, bevor wir zum Zion National Park aufbrechen.

Zion National Park

Observation Point, Zion National Park
Observation Point

Der Zion Canyon National Park ist schön angelegt. Man parkt sein Auto außerhalb und kann dann mit einem kleinen Bus im Park einige Stationen anfahren. Wir machen einige kurze Tracks und brechen rechtzeitig wieder rückwärts auf, als es beginnt wie aus Kannen zu gießen. Während des Schauers sitzen wir im Bus und sind froh trocken davon gekommen zu sein. Abends habe ich dann so richtig den Kanal voll. Nicht nur, dass mich noch der Unfall wurmt, es kommt auch noch dazu, dass mein Duschbad ausgelaufen ist. Mein Elektrorasierer hat sich während der Reise angeschaltet hatte und war somit alle. Dazu kommt noch, dass ich eine Mail bekomme, dass meine Sonnenbrille nicht in meiner Stärke gemacht werden kann. Ich bin bedient!

Der nächste Morgen beginnt mit strahlendem Sonnenschein. Wir besteigen den Observation Point und werden auf dem Weg nach oben von einem Graupelschauer überrascht, der ordentlich prickelt. Aber schnell ist die Sonne wieder da, trocknet die Sachen und der Ausblick macht das alles wieder wett. Nach dem Abstieg geht es am Nachmittag zum Bryce Canyon National Park. Das Wetter bleibt wechselhaft und kühl.

Bryce Canyon

Bryce Canyon National Park
Bryce Canyon am Morgen

Wir laufen / fahren noch ein paar Stationen im Bryce Canyon an und dann beenden wir den Tag. Nachts schneit es ein bißchen und der Morgen ist mit 4°C ziemlich frisch. Wir haben eine tolle Show aus Licht und Schatten und genießen die wärmende Sonne. Nach dem Bryce Canyon stehen an diesem Tag auch noch der Kodachrome Basin State Park, der Burr Trail und der Long Canyon auf dem Programm. Wir durchqueren den Dixie National Forest um am Abend beim Capitol Reef National Park anzukommen. Dort schauen wir uns noch ein bisschen um. Es stellt sich als positiv heraus, denn den nächsten Morgen regnet es in Strömen.

Arches National Park

Delicate Arch, Arches National Park
Delicate Arch

Da es so viel regnet, machen wir kaum Stopps im Capitol Reef National Park und setzen unsere Reise zum Goblin Valley fort. Hier ist es grau, aber trotzdem wirkt das kleine Tal mit seinen braunen Zipfeln lustig. Der Pause im Goblin Valley folgt eine lange Reise auf der Interstate. Gefühlt fahren wir 2-3 Stunden nur gerade aus, ohne dass sich signifikant etwas an der Landschaft oder der Straße ändert. Als wir in Moab ankommen, nehmen wir unsere Unterkunft im Inca Inn in Beschlag und fahren gleich erstmal zum Arches National Park, wo wir den Sonnenuntergang am Delicate Arch genießen. Unser Timing ist perfekt und wir erwischen genau die Zeit, wo die Sonne nochmal rauskommt. Als sie verschwindet, kommt ein ziemlich heftiger Wind auf, der den Abstieg schwierig gestaltet. Den nächsten Vormittag sind wir wieder im Arches National Park und besuchen den Devils Garden. Wir sehen unheimlich viele Arches, einen erstaunlicher wie den anderen.

Canyonlands National Park

Canyonlands National Park
Canyonlands National Park

Nachmittags geht es in den nahe gelegenen Canyonlands National Park und besuchen Islands in The Sky. Ein unglaublicher Ausblick von oben, wie sich das Wasser in die Landschaft genagt hat. Da das Wetter zusehends schöner wird, fahren wir nochmal zum Sonnenuntergang in den Arches National Park. Mittlerweile hat sich die Jahreskarte für die National Parks echt bezahlt gemacht und für $50 ist sie wirklich ein Schnäppchen. Wir wollen auch am Stargazing teilnehmen, aber dafür ist es zu wolkig. Trotzdem genieße ich es und freue mich, dass solche Veranstaltungen kostenlos angeboten werden.

Potash Road
Potash Road

Der nächste Tag steht im Zeichen des Fahrens. Wir haben uns nicht umsonst einen 4×4 ausgeliehen, wenn wir ihn nicht nutzen würden. Wir jagen ihn die Potashroad und anschließend den Shafer Trail hinauf zum Canyonlands National Park. Wie der Name schon vermuten lässt, wird an der Potash Road Pottasche gewonnen. Dazu wird das Wasser des Colorado nach die Spalten nach oben gespült und anschließend mit blauem Farbstoff versetzt, damit es schneller verdunstet. Übrig bleibt die hochgespülte Pottasche. Nachdem wir zum Mittag und zum Wäsche waschen wieder in Moab waren, nutzten wir den Rest des Tages um einen kleinen Umweg über die Berge nach Monticello zu nehmen, der sich wirklich lohnt, denn in dieser Region sind kaum Touristen unterwegs und man hat einen wunderbaren Ausblick.

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