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Canopy!

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Nachdem wir eine Nacht in San Jose verbrachten, standen den nächsten Morgen kurz nach halb 6 Uhr auf, packten alles zusammen und ließen uns ein Taxi rufen. Wir mussten eine Viertelstunde warten, bis es uns gefunden hatten und dann rollte es in aller Gemütlichkeit Richtung Busbahnhof. Dabei wusste der Fahrer doch, dass wir 6.30 Uhr den Bus nach Monteverde nehmen wollten. Es wurde zur Punktlandung… schnell Tickets kaufen, noch was fürs Frühstück organisieren und dann ging es auch schon los.

Der Bus war von der ältesten Sorte, das Getriebe knirschte freundlich, wenn der Fahrer den ersten Gang einlegte und nach einer 5-stündigen Fahrt kamen wir in Monteverde an. Das Wetter hatte sich von sonnig zu Sprühregen verändert. Da es in Montoverde reichlich Unterkünfte gibt (verglichen mit der Ortsgröße), hatten wir nichts gebucht und suchten so auf eigene Faust. Letztendlich fanden wir mit „Vista al Golfo“ eine schöne Unterkunft für 2 Nächte. Dort buchten wir auch gleich für den nächsten Morgen unsere Canopytour bei Selvatura.

Abends kam dann ein Sturm auf und ich fürchtete schon, dass wir die Tour absagen müssen. Ich hatte keine Lust bei Sturm an einem Stahlseil zu baumeln. Es stürmte die ganze Nacht lang und erst am Morgen beruhigte sich der Wind. Wir konnten also ungehindert losfahren. Pünktlich um 8 Uhr wurden wir von einem Minibus aufgesammelt und zum Selvatura Park gefahren. Dort ging alles sehr schnell – bezahlen und innerhalb von 5 Minuten hatten wir Helm, Handschuhe und Gurt angelegt bekommen. Danach ging es mit dem Minibus weiter zur ersten Station. Dort erfolgte eine kurze Einführung, wie man rollt und wie man bremst.

Die erste Strecke war kurz, aber ziemlich steil, sodass wir – unerfahren im Bremsen und noch nicht vertraut mit den Handzeichen der Guides – ziemlich an den Baum donnerten. Passiert ist nichts, aber der Schrecken war erstmal groß. Die nächsten 2-3 Strecken stellte sich dann das Gefühl für Strecke und Seil langsam ein, Angst hatten wir nie, die Sicherungsmaßnahmen sind sehr gut. Zwischendrin ging es einen Turm hoch – der Tarzan Swing. Wieder einfach mal loslassen und danach baumeln. Die letzte Strecke war die längste. 1000 Meter lang und diese Strecke muss man zu zweit machen, damit man ordentlich Schwung bekommt, um das andere Ende zu erreichen. Wir hatten für $70 das Kombopaket zusammen mit den Brücken gebucht, diese Wanderung (ca. 1 Stunde) ist schön im Dschungel, aber wer auf Tiere hofft, wird enttäuscht werden, hinter uns kreuzte mal eine Nasenbärenfamilie, aber ansonsten schien der Nebelwald unbewohnt und still.

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