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Ausflug ins Altmühltal

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Seit wir unseren VW-Bus haben, warten wir auf eine Gelegenheit, ihn mal als Wohnmobil auszuprobieren. Ursprünglich wollten wir das verlängerte Wochenende Ende April / Anfang Mai dafür nutzen, um nach Neuschwanstein zu fahren. Dort der Wetterbericht machte uns einen Strich durch die Rechnung. Statt dessen entschieden wir uns für einen zweitägigen Ausflug ins Altmühltal. Diesen Trip wollte ich gleichzeitig dazu nutzen, um meine neue Kamera einem Live-Test zu unterziehen.

Wir hatten am Freitag Nachmittag bereits begonnen, sechs Ikea-Kisten in den Transporter zu laden und dann eine 1,40m breite Matratze reinzulegen. Eine warme Decke drauf, Spannbettlaken drüber, Kopfkissen rein und dazu noch die Schlafsäcke. Damit waren die grundlegenden Dinge erstmal erledigt. Dann begannen wir ein paar der Kisten zu füllen. In eine kamen die Klamotten rein, in die nächste das Hundezeug (Futter, Bürste, Ball, Wasser-/Trinknapf). Dann fehlte nur noch ein bisschen Geschirr, der Campingkocher und schon waren wir fertig.

Garten im Schloss Obereggersdorf

Wir starteten ganz gemütlich am Samstag früh. Von Verkehr war kaum was zu spüren, wir kamen sehr gut durch. Wir fuhren von der A9 an der Anschlussstelle 58 (Altmühltal) ab und und fuhren Richtung Beilngries. Erster Stop war auf dem Hirschberg. Dort durfte sich Seusz erstmal ein bisschen die Beine vertreten und wir unsere auch. Wir schauten uns das Schloss an und liefen noch eine Runde, bis es weiter ging.

Nächster Halt war Plankstetten. Dort war gerade Barockfest, es gang frischen Maibock und wir schauten uns nach einer Gelegenheit zum Mittagessen um. Uns sprach nichts so richtig an, also fuhren wir weiter. Wir stoppten in Berching und machten dort Mittagspause. Ich legte mich nach dem Essen schon mal probehalber in den Bus und schlief eine Runde. Nach der Rast fuhren wir wieder zurück nach Beilngries und genehmigten uns einen leckeren Eisbecher. Wir schlenderten noch ein bisschen durch die Stadt und liefen dann zum Auto zurück.

Highland Cattle in Untereggersdorf

Es war mittlerweile 16 Uhr und wir fuhren weiter entlang der Altmühl auf der St2230 Richtung Kelheim. Kurz vor Riedenburg bogen wir bei Untereggersberg ab, schauten uns das Schloss Obereggersberg an. Bei der Durchfahrt hatten wir den Gasthof Pflieger gesehen, wo wir Abendessen wollten. Durch den Eisbecher am Nachmittag waren wir noch satt und wollten nur eine Kleinigkeit essen. Ein Wurstsalat mit Brot für 4,80 Euro und eine Sülze mit Bratkartoffeln für 5,20 Euro klangen nach kleinen Portionen. Nachdem die Sülze in einem Suppenteller kam und dazu ein großer Teller Bratkartoffeln vor Kriszta stand, wussten wir, woran wir waren. Mein Wurstsalat fiel auch nicht kleiner aus. Wir waren pappsatt und ließen noch die Hälfte übrig.

Den Bus hatten wir außerhalb des Dorfes auf einem kleinen Platz stehen lassen, wo es auch eine Sitzgruppe zum Picknicken gab. Nach dem Abendessen liefen wir zum Bus zurück, setzten uns noch etwas hin und lasen. Gegen 21 Uhr wurde es frisch und wir legten uns in den Bus. Wir waren auf Kälte eingestellt und hatten die „Island“-Schlafsäcke mitgenommen (Komforttemperatur bei ca. 5°C). Es wurde aber die ganze Nacht nicht so kalt, sodass ich den Schlafsack nur als Decke benutzte.

Die erste Nacht im VW-Bus. Wir machten alles zu und sperrten mit der Fernbedienung den Bus von innen zu. Tödlicher Fehler! Die Alarmanlage war aktiv und als ich mich ruckhaft zu Kriszta herumdrehte, quittierte der Transporter die Bewegung mit schrillem Hupen. Lektion Nummer 1 war gelernt. Nicht absperren, sondern nur die Türsicherung aktivieren.

Befreiungshalle Kelheim

Unser Aufbau war sehr gemütlich. Wir wachten um 6 Uhr auf, schliefen noch eine halbe Stunde und standen dann auf. Während Kriszta mit Seusz eine Runde spazieren ging, lüftete ich das Auto und räumte alles um, damit wir weiter fahren können. Da wir beide noch nicht hungrig waren, wollten wir erst nach Kelheim fahren und dort frühstücken. In Kelheim fuhren wir auf die Kellerwiese – ein kostenloser Parkplatz nahe des Stadtzentrums.

Unser Plan in Kelheim – die Befreiungshalle und einen Ausflug auf der Donau durch den Donaubruch zum Kloster Weltenburg. Nach dem Frühstück waren wir 8.30 Uhr an der Schiffsanlegestelle und informierten uns. Danach gingen wir weiter zur Befreiungshalle. Wir hatten Glück, dass wir kurz vor 9 Uhr schon oben waren. Die Kasse hatte schon geöffnet und es waren außer einer Geologengruppe keine Touristen da. Ich hatte die Befreiungshalle komplett für mich allein. Nach einer halben Stunde Besichtigung stiegen wir wieder hinab und liefen zum Schiff. Zwar hatten wir noch eine halbe Stunde bis das zweite Schiff fuhr, aber somit konnten wir uns gute Plätze sichern.

Befreiungshalle Kelheim

Wer die Tour hin und zurück mit dem Schiff fährt, dem kann die Seite egal sein. Empfehlenswert ist für die Richtung Weltenburg auf der rechten Seite zu sitzen und zurück Richtung Kelheim auf der linken Seite. Noch besser ist es natürlich zu laufen, aber wegen Seusz wollten wir nicht unnötig lange wegbleiben, zumal 28°C angesagt waren.

Während der Fahrt gibt es Informationen in Deutsch und Englisch zu sehenswerten Dingen am Ufer. Es sind sechs Kilometer bis zum Kloster Weltenburg. Stromaufwärts braucht das Schiff ungefähr 45 Minuten, auf dem Rückweg die Hälfte. Zusammen mit der Zeit zum be- und entladen beim Kloster ist man 1,5 Stunden unterwegs.

Zu unserem Glück waren noch hohe Wolken unterwegs, weswegen es ziemlich frisch auf dem Schiff blieb. Wir waren kurz vor 12 Uhr wieder am Bus, ließen Seusz eine Runde laufen und gingen dann in Kelheim Mittagessen. Nach dem Essen fuhren wir erstmal wieder zurück Richtung Riedenburg und suchten uns ein schattiges Plätzchen. Dort ruhten wir uns an der Altmühl aus. Es gibt jede Menge Liegebänke am Ufer, wo man sich mit Vitamin D volltanken kann. Inzwischen waren die Wolken weg und die Sonne meinte es sehr gut, sodass wir es nicht lange aushielten.

Kloster Weltenburg

Jetzt wurde es ein bisschen durcheinander, aber aus gutem Grund. Da es sehr heiß war, konnten wir nur im Schatten parken, ansonsten wäre es unerträglich für Seusz geworden.

Wir suchten nach einem schattigen Platz in Essing, denn wir wollten uns die Holzbrücke ansehen, die eine Zeit lang die längste Holzbrücke Europas war. Doch es war kein Platz mehr zu ergattern, als fuhren wir weiter bis Riedenburg auf einen Eisbecher. Riedenburg war an dem Nachmittag hoffnungslos überlaufen und wir fahren im Zentrum keinen schattigen Platz mehr. Dabei war es doch so einfach. Wir fuhren zurück über die Brücke und dort wurden wir sofort fündig.

Einen Eisbecher später waren wir wieder am Wagen und fuhren zurück nach Essing. Wir liefen über die Brücke und dann suchten wir noch die Blautopfquelle. Leider war der Weg etwas mühselig, denn der direkte Weg war durch die Baustelle versperrt. Damit war unsere Tour zu Ende und wir fuhren wieder heim.

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