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Wochenende und mehr

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Freitag ging es wieder in die Schweiz zu Loni. Nach der Begrüßung ging es nach Wald und ich durfte den neuen Zuschneidetisch, die Bürotische und den Prototpyen der Korsage in real bestaunen

Am Samstag meinte es das Wetter extrem gut mit uns und wir konnten mit Lola offen nach Muotathal fahren, Landschaft und Berge genießen und angekommen, den Alpchäsmärcht besuchen. Nachdem wir an etlichen Ständen milden, rezenten und extra rezenten Käse probierten und den ein oder anderen Käse kauften, ging es wieder heimwärts und ich kam in den Genuss meines ersten Chäsfondues, in dem der gekaufte Käse verarbeitet wurde. Seeehr lecker!

Der Sonntag stand im Zeichen des Handwerks. Samstag Vormittag hatten wir schon die Löcher für die Lampen gebohrt und konnten sie nun in Ruhe anbringen, justieren und auf Funktion testen. Weiter ging es mit dem Streichen des Regals für das Büro, das weitaus mehr Farbe und Zeit verbrauchte als geplant. So begannen wir leicht verspätet mit unserem Abschiedsessen und stellten fest, dass das Wochenende wieder viel viel zu schnell vorbei war. Da sich in meiner Wohnung nur neutrale Kalender befinden, war auch nicht der Reformationstag (Feiertag in Sachsen) eingezeichnet, worüber ich mich schon die gesamte Woche geärgert hab.

Leicht überstürzt machten wir uns auf den Weg zum Flughafen. Von da ab nahm eine Geschichte ihren Lauf, die den Ärger über den verlorenen Tag nur noch verstärkte. Kaum saß ich in der Maschine, kam die Durchsage, dass die Ankunft in München durch eine sogenannte „Slot time“ verzögert würde. Das bedeutet, ausgehend von der durchschnittlichen Flugzeit bekommt der Flieger erst Starterlaubnis, wenn ein Platz in der Warteschlange am Zielort frei wird. So ein Vorgehen wird bei ungünstigen Wetterbedingungen wie in dem Fall von Nebel in München gewählt.

Also stand die Maschine noch eine halbe Stunde auf dem Flughafen. Ich äußerte meine Besorgnis bei den Stewardessen, die mir versicherten, selbst wenn wir um 21 Uhr starten, würde ich meinen Anschlussflug sicher bekommen. Wir starteten 20:45 Uhr. Gegen viertel zehn erreichten wir München und begannen zu kreisen. Gegen halb zehn schwanden meine Hoffnungen, den Anschlussflug zu erreichen und wurden zunichte gemacht, als wir endlich um 22 Uhr aussteigen durften. Der Flug nach Dresden war zu dem Zeitpunkt schon seit 10 Minuten weg.

Leicht genervt ging ich zum Ticketschalter der Lufthansa, wo ich auf den ersten Flug nach Dresden am nächsten Morgen umgebucht wurde. Anstandslos erhielt ich einen Gutschein für die Taxifahrt zum Hotel und zurück zum Flughafen, sowie für die Übernachtung. Gepäck verblieb im Flughafen, da es 2-3 Stunden gedauert hätte, meine Tasche herauszusuchen. Verärgert darüber, dass ich den Abend und den nächsten Tag noch hätte mit Loni verbringen können, suchte ich den Taxistand. Nachdem ich fündig geworden bin, diskutierten fünf Taxifahrer(innen) auf das alte Väterchen ein, dass mich nach Erding ins Hotel bringen sollte, wie er denn zu fahren hat. Das Ziel hieß „Best Western Hotel“ auf der Robert-Koch-Straße. Ihm wurde gesagt, nicht Richtung Bahnhof zu fahren, sondern Richtung Therme.

Während der Fahrt durfte ich mir murrend anhören, dass die Fahrt sinnlos wäre, weil er hinfährt, aber leer wieder zurück. Er setzte seinen Kopf gegenüber seinen Kollegen durch und fuhr doch Richtung Bahnhof. Und wir landeten beim „Best Western Hotel“. Zielstrebig ging ich zur Rezeption und wollte einchecken. Problem: Erding hat zwei „Best Western Hotels“. Also wurde das nächste Taxi für mich geordert – von einem „Best Western“ zum anderen. Der Gutschein war ja bereits abgegeben, ich sollte das mit dem Taxifahrer klären, wie das mit der Bezahlung der Fahrt geregelt werden sollte. Der nahm mir erstmal 8 Euro ab und vertröstete mich auf die Fahrt am nächsten Morgen, wo ich den nächsten Taxifahrer fragen sollte, ob er den Betrag mit übernimmt.

Völlig entnervt checkte ich ein und bekam einen Gutschein für ein Essen und ein Getränk. Nach unserem opulenten Abendessen brauchte ich das aber nicht. Ich ging auf’s Zimmer und wollte noch mit Loni telefonieren. Ergebnis: Kein Amtszeichen. Ich versuchte die Rezeption anzurufen, keiner ging ran. Als ich nach vorn kam, wurde mir schnell klar warum: Eine große Gruppe von Touristen kam an und checkte ein. Mir wurde versichert, die Amtsleitung müßte mit einer „0“ als Vorwahl zu erreichen sein. Neuer Versuch: Kein Erfolg. Also ging ich erstmal den Gutschein einlösen. Wichtiger war mir jetzt, was zu trinken zu bekommen – ein Weißbier (Na welches wohl, wenn ich in Erding bin?) kam da gerade recht.

Wieder an der Rezeption angekommen, hab ich nochmal mein Problem mit dem Telefon vorgetragen – ich hörte eine Entschuldigung und es wurde notiert, dass der Hausmeister sich das am nächsten Tag ansieht. Mein Gesicht muss wohl etwas entglitten sein, als ich auf meine Frage, ob ich denn überhaupt telefonieren könnte, mir vorgeschlagen wurde, das Telefon am Tresen zu benutzen. Schnell wurde ein Mobilteil ausfindig gemacht und mir gegeben, damit ich in der Lounge telefonieren kann. Ich verzog mich auf’s Zimmer, weil ich noch einen Versuch starten wollte… diesmal mit Erfolg. Also telefonierte ich noch etwas mit Loni und fiel dann gleich ins Bett, schließlich war es schon Mitternacht und den nächsten Morgen stand 5:50 Uhr das Taxi vor der Tür. Davor unterhielt ich mich mit einem hinterm Tresen, der mir gleich erstmal einen Kaffee anbot, über zu spät ankommende Flüge usw. Die große Gruppe Touristen von gestern sollten eigentlich in München landen, wurden aber nach Stuttgart umgeleitet und von dort aus ins Hotel gefahren – ich begriff: es hätte noch schlimmer kommen können. Ich bezahlte die Telefonrechnung und es ging zum Flughafen.

Wie schon erwartet, übernahm der Fahrer die Kosten vom Vorabend nicht. Nachdem ich am Gate Platz nahm und ich an Bord gehen wollte, wurde ich nach meinem Ticket gefragt, das ich der Angestellten gerade geben hatte. Ich erklärte, dass sie alles in der Hand hält, was mir gestern abend am Ticketschalter ausgehändigt wurde. Ich suchte noch einen Schein mit der Übersicht über alle Flüge heraus und plötzlich war der Zettel, den ich ihr gegeben hatte ein Ticket und ich konnte meinen Flug nach Hause antreten. Nur gut, dass heute Feiertag ist…

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