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Diagnose: Scheintot

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Na so wie der Tag anfing, konnte nichts Gescheites heute werden. Ich wurde heute morgen halb 5 Uhr von einem dumpfen Wummern geweckt. Nein, nicht mein Kopf sondern der Idiot fünf Stockwerke über mir, welcher der Meinung war jetzt Party machen zu müssen. Nachdem ich munter war und mein Puls gen 180 ging, kehrte plötzlich Ruhe ein. Ich beruhigte mich wieder und döste langsam wieder ein, als eine gefühlte Viertelstunde später der Radau wieder losging. Ich wälzte mich hin und her, versuchte es zu ignorieren – erfolglos. Also stand ich mißmutig auf, tapste zum Rechner, surfte etwas und machte mich dann so langsam fertig. Zu dem Zeitpunkt war ich noch putzmunter und der frische Morgen tat auch alles, damit ich nicht wieder einschlief.

Heute trafen dann auf Arbeit die neuen Kollegen ein – wir räumten die Rechner und Arbeitsplätze ein wenig hin und her, sodass jeder einen Mitarbeiter in seiner Nähe hat. Schneller als gedacht, war der Mittag da und danach war noch kurze Beratung und dann hieß es: Vermitteln wir unser Know-how der letzten Jahre innerhalb von 3,5 Stunden. Danach rauchten nicht nur deren Köpfe, sondern auch unsere Stimmbänder. Wir entschlossen den Rest morgen zu vermitteln und ich ging noch etwas bummeln, weil ich auf der Suche nach Schuhen bin. Wie üblich – Fehlanzeige.

Aber wenigstens bin ich zu ein paar Ansichtskarten gekommen. Gestern entdeckte ich bei Kerstin ein interessantes Projekt – Postcrossing. Man gibt seine Adresse und eine kurze Beschreibung an und kann sich dann sich dann auf Knopfdruck eine beliebige Adresse auf der Welt zuschicken lassen. Für jede Postkarte, die man versendet bekommt und die beim Empfänger angekommen ist, bekommt man auch wieder eine von einer anderen Ecke der Welt. Also hab ich zweimal geklickt und zwei Adressen bekommen – beide in Finnland. Also werde ich mich gleich mal ransetzen und einen kurzen Text schreiben, denn Post bekommt man ja wirklich gerne!

Nach dem Crashkurs heute nachmittag und dem unerwünschten Weckton bin ich jetzt hundemüde und kann nur mit Mühe die Augen aufhalten. Und als ich vorhin einen Blick auf mein Telefon warf – ja, auch schon so gut wie hinüber. Es blinkte mich erwartungsvoll an, in der Hoffnung seine Basisstation zu finden. Merkwürdig – der Anrufbeantworter hatte doch noch 5 Minuten bevor ich nach Hause kam, das monotone Hupen eines Ich-leg-auf-bevor-ich-was-sagen-muss-Aufrufers aufgezeichnet. Außerdem gingen Anrufbeantworter und Internet in der Zwischenzeit problemlos. Lange Rede, kurzer Sinn: Jetzt geht es wieder. Und das Wummern ist auch schon wieder da – nur ist es diesmal mein Kopf…

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