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Tagebuchuntereinander

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Beefsteaks + MöhrenuntereinanderNachdem ich gestern so viel Releasetext im Kopf hatte, stellte ich mich zu Entspannung etwas in die Küche, und kochte nach Inspiration von Dirk mal etwas anderes: Frikadellen mit Möhrenuntereinander. Ich bin nun mal kein Rheinländer und weiß deshalb nicht, ob das Möhrenuntereinander eher stückig oder püriert ist, ich habe mich für letzteres entschieden und fand das ausgesprochen lecker. Danach setzte ich mich nochmal kurz an den Text, verschob noch ein paar Satzteile und schickte den Text ab. Heute morgen bekam ich dann erstes Feedback von Philipp, dem der Text offensichtlich sehr gut gefiel.

Gestern abend erlaubte ich mir etwas sehr ungewöhnliches – ich sah fern, also keine Videokassette oder DVD, nein – Fernsehen. Der Film „Das Leben des David Gale“ versprach etwas Anspruch und gleichzeitig Spannung, außerdem finde ich Kevin Spacey seit „American Beauty“ als Schauspieler sehr gut. Als ich den Film so schaute, gab es einen Moment, wo das erste Mal das Plüschtier des Kindes von David Gale (bzw. Kevin Spacey) auftaucht – Clouddog. Genau in diesem Moment fiel mir auf, dass ich den Film schon mal gesehen hatte und ich wußte auch sofort wann und wo, jedoch an den genauen Filmverlauf konnte ich mich überhaupt nicht erinnern. Nur Clouddog, dass wuschelige Schaf des Jungen kannte ich.

Heute Nachmittag ging es wieder etwas eher heim – Überstunden abfeiern und auch noch etwas planen, melden und organisieren. Zuvor hatte ich noch einen Anruf aus Bamberg erhalten, ich bekomme den Mietvertrag jetzt sogar schon fertig unterschrieben zugesandt und muß ein Exemplar nur noch wieder mitbringen. Dann ging es zum Sozialen Mobeldienst, um meine Küche anzubieten, die nun am 6. Dezember abgeholt wird – samt Herd und Kühlschrank. Das wird auch gleichzeitig mein letzter Tag in Dresden sein, am 7.12. ist es dann soweit. Abschließend ging es noch zu Versicherung, alles ummelden. Aufgrund von neuen Tarifen wird die Hausratversicherung etwas teurer, aber als es um die Haftpflicht für Rüedi ging, staunte sogar die Versicherungsfrau – 1/4 preiswerter wie in Dresden. Schon allein für diese Nachricht hatte es sich gelohnt eine halbe Stunde im Vorzimmer zu warten. Glücklicherweise hatte ich eine alte NEON im Gepäck, die Septemberausgabe vom letzten Jahr. Darin enthalten ein Interview mit Jonathan Safran Foer, der sich zu seinem Buch „Extrem laut und unglaublich nah“ äußert. Auf die Frage nach Parallelen zwischen dem 11. September und der Bombardierung Dresdens sagt er:

Beide Ereignisse werden oft auf dieselbe Art gerechtfertigt: „Sicher war es eine schlechte Sache, viele Zivilisten starben. Aber es war die Antwort auf das unglaublich Böse, das die Deutschen der übrigen Welt – beziehungsweise die USA der arabischen Welt – angetan haben.“

Es ist zwar unglaublich richtig und auch sehr provokant, aber ich finde, der Vergleich hinkt etwas. Ich muss aber noch überlegen, an welcher Stelle…

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