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Mohntag

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MohnbilderDie letzten Tage waren schon reichlich merkwürdig, schon fast ein Grund wieder mal einen Beschwerdebrief an das Universum zu schreiben. Letztens hatte ich ein Leck im Abfluss meiner Küche ausgemacht und war bestrebt, das Wasser immer ganz sacht abfließen zu lassen, damit keine Überschwemmung entsteht. Letzte Woche vergaß ich es. Grund genug, meiner Vermieterin Bescheid zu sagen. Die von ihr angerufene Firma meldete sich nicht. Zusätzlich kam noch die Information, dass meine Oma ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Nichts wirklich schlimmes, aber Besorgnis erregend. Letzte Nacht war dann mein Nachbar der Meinung um 2 Uhr auf einmal Musik laut hören zu müssen. Ich dampfte wutschnaubend rüber, erklärte ihm, dass ich doch gerne schlafen würde. Er hielt nur seine Hand ans Ohr, als würde er schwer hören und meinte „Ich richte es aus!“ Sein Glück, dass meine Neigung zur körperlichen Gewalt sehr gering ist. Es konnte nur besser werden…

Angefangen hat es schon ein wenig, als die Leute der Küchenfirma bereits gestern Abend vor meiner Tür standen und den Abfluss auswechselten. Eigentlich war der Termin erst für heute 17 Uhr angesetzt. Ich rief schnell meine Vermieterin an, teilte ihr freudig das Ergebnis mit und wir stimmten uns wegen meinem Nachbarn ab. Sie versprach ihn heute Abend anzurufen bzw. am Donnerstag (wieder mal Feiertag: Happy Kadaver!) bei ihm persönlich auf der Matte zu stehen. Und wenn er dann immer noch laut macht, ruhig mal die Polizei rufen. Kein Problem, die Hemmschwelle bei nächtlichen Ruhestörern ist mittlerweile fast Null. Natürlich bin ich heute wie Falschgeld herumgelaufen, fuhr aber nach Arbeit noch eine kleine Überraschung für eine Liebhaberin von Mohn abholen. Ich hatte keine Kosten und Mühen gescheut, das Fotoarchiv meiner Mutter zu durchstöbern und zwei Aufnahmen vergrößern zu lassen. Sie sehen auf dem Bild zwar klein aus, sind aber mit 75 x 50 cm doch recht groß. Außerdem wartete eine Mail von Bobo auf mich – die „Lieder von Liebe und Tod“ solle ich beim Label bestellen (die hab ich nun schon) und die „Mental radio“ könnte ich bei ihr bestellen. Gesagt – getan.

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