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Urlaubsreste

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Heute nun der letzte Urlaubstag, ich hätte mir gewünscht, ich wäre von den Halsschmerzen verschont geblieben, da hätte ich wesentlich mehr unternehmen können. Nachdem ich letzten Freitag deswegen beim Arzt war, weil mir vier Tage mit Halsschmerzen doch merkwürdig vorkamen, sah er mir in den Hals und stellte fest: Der Rachen ist gerötet. Das war auch schon alles. Sein Therapievorschlag: Abwarten und Tee trinken. Ich packte nach dem Arztbesuch meine Sachen zusammen, ging noch mit Sandra essen und machte mich dann auf den Weg nach Dresden.

Die Fahrt verlief problemlos und der Freitagabend verlief ruhig, ich ging beizeiten ins Bett, weil ich hundemüde war. Samstag ging es dann zeitig los, ich lieferte zusammen mit meinem Vati noch was ab und dann holten wir Oma zum Mittagessen heim (nicht ohne uns gehörig zu verfahren). Nachdem wir Oma wieder abgeliefert hatten, blieben wir noch einen Moment an der Babisnauer Pappel stehen, genossen den Blick über Dresden, denn die Sicht war großartig, man konnte bis nach Tschechien sehen. Ich fuhr am Nachmittag in Stadt, um mich mal mit wärmeren Sachen einzudecken. Abends gab es dann einen Spieleabend mit Freunden.

weesenstein 200710Da ich ja Urlaub hatte, sah mein ursprünglicher Plan vor, erst am Montag Vormittag wieder zurückzufahren. In einem Zustand geistiger Umnachtung hatte ich schon meinen Zahnarzttermin auf Montag gelegt, sodass ich doch wieder Sonntag heim fuhr. Nicht aber ohne zuvor eine alte Arbeitskollegin und ihren frisch geschlüpften Nachwuchs zu bestaunen. Mittags fuhr ich dann mit meinen Eltern nach Weesenstein, wir aßen zusammen und liefen eine kleine Runde, soweit der Fuß meiner Mutter mitspielte. Als ich mich wieder auf dem Heimweg befand mußte ich zu meiner Freude feststellen, dass sich die Halsschmerzen langsam verabschiedeten. Dem zweiten Wandertag stand also nichts mehr im Weg.

Der Zahnarztbesuch am Montag lief sehr glimpflich ab, es wurde geschaut, der Bestand aufgenommen und dann war ich schon wieder entlassen. Ich erhielt am Nachmittag noch einen Anruf von meiner Vermieterin, dass am Mittwoch die Zähler angebracht werden und am Donnerstag die Löcher in den Wänden geschlossen werden. Sollten sich die Bauarbeiten langsam ihrem Ende nähern? Nachdem was ich heute mitbekommen hab, wird es wohl noch eine Weile laufen, denn die Zähler ragen weiter heraus als gedacht und deshalb wird dort wohl kein Türchen hinkommen, sondern es wird eine Speziallösung geben.

fraenkische schweiz 200710 7Der Dienstag Morgen begann neblig, ich frühstückte, packte meine Wanderschuhe ein und fuhr los. Bemerkenswert, dass es Leute auf der Landstraße gibt, die bei Morgennebel ohne Licht fahren. Gegen 10 Uhr kam ich am Zielort Pottenstein an, zog die Wanderschuhe an und los ging es Richtung Teufelshöhle. Die Sonne begann sich langsam gegen den Nebel durchzusetzen. Eine halbe Stunde später war ich an der Teufelshöhle angekommen und wenige Minuten später drängelte ich mich mit den Insassen eines Busses durch die Tropfsteinhöhle. Ich hätte mir an deren Stelle ein anderes Outfit ausgesucht, um die Höhle zu besichtigen, was dann auch bald mit einem „Ihhh, ich hab einen Tropfen auf den Kopf bekommen“ quitiert wurde. Nach einer Dreiviertelstunde kamen wir wieder ans Tageslicht und die Leute wackelten zu ihrem Bus zurück, während ich mich auf den Weg Richtung Schüttersmühle machte.

fraenkische schweiz 200710 6Da meine Wanderkarte keine andere Gaststätte auf meiner geplanten Route auswies, entschloss ich mich im Gasthof in Schüttersmühle einzukehren. Ein Blick auf die Speisekarte zeigte mir, dass ich mich in einer touristisch erschlossenen Gegend befand, deren Preise entsprechend angepasst waren. Da es erst halb 12 Uhr war, war die Gaststätte noch leer, ein einzelner Mann hielt sich an seinem Bier fest und begann später mit seinem Handy herumzuspielen. Aus der Küche erklang das Klopfen eines Schnitzels bzw. das Spülen von Töpfen. War schon geöffnet? Wahrscheinlich, denn draußen stand der Aufsteller mit den Mittagsgerichten. Waren Gäste willkommen? Offensichtlich nicht, denn nach 20 Minuten ging ich wieder, ohne auf nur einen Kellner oder vergleichbares zu Gesicht bekommen zu haben. Ich beschloss einen kleinen Umweg zu nehmen und im Kapellenhof bei Elbersberg mein Glück zu versuchen. Voller Erfolg, auch dort kam das Fleisch aus eigener Schlachtung, die Preise waren akzeptabel und die Atmosphäre war angenehm.

Gestärkt ging es dann durch den Hollenberger Wald zur Schloßruine auf dem Hollenberg. Dort war auch gleichzeitig der Wendepunkt meiner Wanderung und auf dem Rückweg lief ich durch das Pottlachtal zurück nach Pottenstein. Wenn ich mich auf Google-Maps verlassen kann, komme ich so auf eine Gesamtstrecke von 18km, die an dem Tag zurückgelegt habe.

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