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Protect the innocent (Hitchhiker’s Guide – Teil 3)

Jan 5

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Es war ein langer Weg bis ich diesen Rucksack ausgewählt hatte. Der geneigte Reisende hat für die Auswahl eine Menge Kriterien, die es gilt, für Auswahl eines passenden Fotorucksacks zu berücksichtigen.

Sicherheit: Muss so beschaffen sein, dass man sich mit dem Rucksack auf dem Rücken durch eine Stadt gehen kann, ohne dass einem die Kamera durch direkten Eingriff gestohlen werden kann. Der Rucksack sollte dabei nicht den Eindruck eines Fotorucksacks erwecken.

Zugriff: Der Zugriff zur Kamera muss schnell möglich sein. Der Begriff „Schnappschuss“ kommt nicht von „Stillleben“. Und man muss auch nicht ständig im Touristenmodus herumlaufen, die Kamera um den Hals hängend.

Zubehör: Es soll die Möglichkeit geben, Zubehör wie zusätzliche Objekte, Speicherkarten aufzunehmen und beschädigungsfrei zu transportieren. Ein absolutes Highlight wäre die Transportmöglichkeit für ein Stativ, denn gerade wenn man abends unterwegs ist, wird der Transport eines Stativs zur Quizfrage.

fotorucksack5Stauraum: Wenn man schon mal unterwegs ist, dann bedeutet Kamerazubehör nicht alles. Denn vom Regenschauer bis 30°C muss alles versorgt sein, d.h. es sollte eine Jacke reingehen, was zu trinken und natürlich auch Platz für Reiseführer. Hier wäre das ganz besondere Highlight der Platz für einen Laptop, um Digitaltechnik und Massenspeicher / Bildbearbeitung dicht beieinander zu haben.

The big picture: Natürlich sind die oben genannten Kriterien alle wichtig, aber ich achte doch auch noch auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Man bekommt sicherlich für jede Menge Geld einen Rucksack, der alle oben genannten Kriterien erfüllt, aber wenn der ganze Rucksack weg ist, hat man auch nichts gekonnt. Also ist der Schutz des Ganzen auch wichtig und gerade wenn ein plötzlicher Regenschauer kommt oder man bei Nieselregen wandern geht, ist eindringende Nässe ganz blöd, bzw. wenn der Pullover gleich mit eingeweicht wird. Also so ein Regenschutz für den gesamten Rucksack hätte schon gewisses Gewicht bei der Entscheidung.

fotorucksack2Nach mehreren Recherchen entschied ich mich für den LowePro Primus AW, der auch noch ein wunderbares Nebenkriterium erfüllt – die Umwelt freut sich, denn mit dem Kauf dieses Rucksacks unterstützt man die Arbeit von Polarbears International, die sich dem Schutz der weißen Fellchen verschrieben haben.

Als ich den Rucksack auspackte, war ich erstmal verwirrt – so viele Taschen. Wo kommt man denn da überall hin? Also ging ich systematisch vor und stellte den Rucksack vor mich hin (siehe Bild 1). Dann löste ich die ersten Verschlüsse auf der Außenseite und kam zu einem Fach, in dem man Sachen unterbringen kann, die schnell im Zugriff sein sollen, aber deren Verlust (siehe Sicherheit) nicht sehr ins Gewicht fällt. Mir fiel sofort ein, dass man dort z.B. Reiseführer oder Karten unterbringen kann, damit man schnell etwas nachschlagen kann (siehe Bild 2).

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Jetzt konnte ich die Unterbringung der Kamera näher untersuchen. Ganz genialerweise ist der Zugriff auf das Kamerafach nur über den Rückenteil möglich, d.h. wenn man an die gesamte Ausrüstung ran will, muss man schon den Rucksack abnehmen. Wäre ja extrem nachteilig für Schnappschüsse, also hat sich der Hersteller gedacht, dass man noch einen seitlichen Zugriff anbringen muss, der mit meiner 400D perfekt funktionierte. Ich habe in einigen Berichten gelesen, dass bemängelt wurde, dass die Kamera am Reissverschluss schrammt. Mag mit größeren Kameras (oder mit Batteriepack) so sein, meine lässt sich jedenfalls leicht entnehmen. Jedenfalls sehr viel Platz für Objektive, Speicherkarten und das flexibel gehalten, denn die Trenner sind mit Klettverschlüssen einzeln herausnehmbar.

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Kommen wir zum Bereich für die nichtfotografischen Utensilien, schlicht Daypack genannt. Platz für ein Notebook ist im oberen Bereich nicht, aber ein Netbook hätte bequem Platz. Eine Versuchsbeladung mit 4 Tetrapacks verlief ohne Hindernisse. Man sollte aber nicht unbedingt mit den Tetrapacks im Rucksack herumspringen, denn das System ist sehr flexibel aufgebaut und ermöglicht das Entnehmen des Fototeils und mit wenigen Handgriffen wird aus einem Fotorucksack ein einfacher Wanderrucksack, der auch bei schlechtem Wetter seinen Dienst tut, denn nach einigem Suchen fand ich dann auch den Regenschutz, der fest im Bodenbereich des Rucksacks angesiedelt ist.

Betrachtet man die Wünsche und das Ergebnis, könnte man glauben, ich habe meinen Traumrucksack gefunden. Zum Glück! Denn wäre er das nicht gewesen, hätte ich den Aufwand betreiben müssen, den Rucksack wieder nach England zurück schicken zu müssen, denn mit einem Preis von knapp 115 Euro liegt er deutlich unter dem Angebot in Deutschland, wo er sich der 200-Euro-Grenze nähert.

  1. Dirk Dirk

    😯 Leichtes Gepäck für Cuba?

  2. Tja, der aufmerksame Leser entdeckt die Details! 🙂 Ende April geht es los…
    Ein 1. Mai in einem sozialistischen Land, wann erlebt man das schon nochmal?

  3. Alex Alex

    Hallo Jan,

    da hast du ja sehr sinnvolle Anschaffungen getätigt. Vor großen Urlauben erweitere ich meine Ausrüstung auch meist um irgendetwas. Die Fotos bei Flicker sind echt schön, besonders das s/W Verwickelt Foto gefällt mir gut. Auf Cuba sollte es soviel Licht geben, dass man auch zwei Polfilter aufschrauben könnte. Die würde ich tagsüber meist aufgesetzt lassen.

    Weiterhin viel Vorfreude
    Alex

  4. Dirk Dirk

    Schon weg?
    Wenn nicht, Gute Reise und viel Vergnügen!
    Wenn ja, Gute Reise gehabt zu haben sowie Vergnügen!
    😉

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