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Hier rollt der Rubel

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Wenn man an Moskau denkt, hat man diverse Vorstellungen. Mir fallen da alte russische Märchen ein, Zaren, russische Zeichentrickfilme und wenn man an die heutige Zeit denkt, organisierte Kriminalität, Alkohol und Verfall. Auch hört man, dass der McDonalds in Moskau bewacht wird.

Und nun zur Realität: Moskau ist ein teures Pflaster und kann sich mit anderen europäischen Hauptstädten messen. Das haben wir schon bei der Unterkunft gemerkt. Ein Doppelzimmer in einem Hostel ist nicht unter 60 Euro zu bekommen. Eintrittspreise und Preise für Mahlzeiten sind d.a schon eher in einem angemessenen Rahmen, aber von preiswert würde ich da auch nicht reden. Und vor dem McDonalds steht genauso die Jugend wie bei uns auch. Nachdem ich vor einigen Jahren das Baltikum bereist habe, war das hier vergleichbar.

Aber mal Hand aufs Herz – was würdet ihr besuchen, wenn ihr in Moskau seid? Richtig, den Kreml und dann? Genau so sieht es eigentlich in Moskau aus. Die Sehenswürdigkeiten beschränken sich auf einen relativ kleinen Raum, es sei denn man legt Wert drauf, jede Kirche zu besichtigen. Wobei die, welche wir im Kreml besichtigt haben, wirklich wunderschön sind. Russisch-Orthodox ist doch ein ganz anderer Stil wie katholisch oder evangelisch.

Wir hatten die 1,5 Tage in Moskau wunderbares Wetter, fast schon sommerlich und deswegen hat es mir auch richtig Spaß gemacht, durch Moskau zu laufen. Zumal die weißen Türme der Kirchen mit ihren glänzenden goldenen Kuppeln ein fotografisches Highlight sind. Zusammen mit einem Polfilter wird der Himmel dabei schon scheinbar schwarz.

Was mich ein wenig traurig stimmt, ist die Tatsache, dass in Russland (also mir ist es in Moskau aufgefallen bzw. auf der Fahrt nach St. Petersburg) immer noch der Sieg über den Nationalsozialismus gefeiert wird, als wäre es gestern passiert und man hätte in Russland sonst keine Geschichte.

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