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7 Tage Kreuzfahrt im westlichen Mittelmeer

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Sommerurlaub stand an und nach unseren Abenteuern in Sri Lanka, war es mal wieder Zeit für eine Kreuzfahrt. Irgendwie sind wir mit unserer Karibikkreuzfahrt auf den Geschmack gekommen. Man ist jeden Tag an einem anderen Ort. Wir müssen aber nicht ständig ein- und auspacken. Und entgegen aller Gerüchte, kann man sich wunderbar selbst in den angefahrenen Orten organisieren. Auch wenn das einem selbst auf dem Schiff gesagt wird. Kriszta machte ein Schnäppchen – wieder bei unserer favorisierten Cruise Line: Royal Carribean. Das hieß eine Woche Kreuzfahrt im westlichen Mittelmeer.

Das Schiff legte in Genua ab und da wir die Strecke nicht an einem Tag schaffen wollten, fuhren wir Samstag früh 7 Uhr los. Wir machten einen kleinen Zwischenstopp in Metzingen und komplettierten unsere Garderobe. Danach ging es noch bis Mailand, wo ein Hotel auf uns wartete. Wir hatten etwas Bammel, als wir hörten, dass am Gotthard-Tunnel 12km Stau waren und wichen so über San Bernardino aus, der komplett frei war. Hotel war schön und nach einer Pizza fielen wir in den wohl verdienten Schlaf.

Am nächsten Morgen machten wir noch einen kurzen Abstecher in die Mailänder Innenstadt und dann ging es nach Genua. Dort hatten wir für eine Woche einen Platz im Parkhaus angemietet. Ich hatte so meine Ängste, denn wer italienische Parkplätze kennt weiß, wie es in Parkhäusern abgeht. Doch die Bedenken wurden sofort zerstreut. Unser Auto wurde kurz hinter der Einfahrt abgenommen – Ein- und Ausparken übernimmt das Personal persönlich. Zusätzlich wird man noch bis zum Schiff transportiert und Ruckzuck waren wir auf dem Schiff und konnten uns am reichhaltigen Mittagsbüffet laben.

Erste Station: Ajaccio, Korsica, Frankreich

Ajaccio, Korsica

Die erste Nacht auf See ist immer etwas ungewohnt, man muss sich erstmal an das Schwanken gewöhnen und an die Geräusche des Schiffs. Wir hatten diesmal das jüngste Schwesternschiff der Navigator of the Seas erwischt – die Mariner of the Seas. Absolut baugleich und damit fühlten wir gleich wieder heimisch. Ich fand auch gleich mein Lieblingsmüesli wieder – Kellog’s Granola. Noch so eine fiese Sache, die es nicht in Deutschland gibt. Danach ging es an Land.

Erstmal schlenderten wir etwas durch die Stadt, wir hatten Glück, dass wir vor allen Touristenbussen an den wichtigen Sehenswürdigkeiten waren. Anschließend ging es mit dem Linienbus zum Pointe de la Parata. Ich machte mir noch die Mühe zu dem kleinen Turm hinaufzusteigen, wo man eine tolle Aussicht auf die vorliegenden Inselchen hat. Der Bus brachte uns danach an den Strand und später auch wieder zurück in die Stadt, wo wir noch etwas umher liefen und zum Schiff zurück kehrten.

Zweite Station: Barcelona, Spanien

Sagrada Familia, Barcelona

Der Tag auf Korsica war schon angenehm warm, aber nichts im Vergleich zu Barcelona. Hier war schon morgens um 9 Uhr die Luft drückend heiß und kein Lüftchen rührte sich. Um den Tag mit wenigen Worten zusammenzufassen: Wir waren auf Gaudis Spuren unterwegs. Es begann mit dem Park Güell und hörte mit der Sagrada Familia auf. Zwischendrin folgten einige Gebäude, die unverwechselbare Kennzeichen Gaudis trugen. Eigentlich sollte die Sagrada Familia zweite Station unseres Ausflug sein, aber gegen 10 Uhr sammelten sich dort alle Touristengruppen und warteten auf Einlass. Ich schnappte etwas von 2 Stunden Wartezeit (bei 30°C und in der prallen Sonne!) auf und wir brachen ab, um gegen 15 Uhr nochmal wieder zu kommen. Kaum 10 Minuten gewartet, waren wir drin. Ich war sehr positiv überrascht. Was von Außen etwas wie eine Kleckerburg aussieht, entpuppte sich als Meisterwerk und kommt damit zu meinen gefühlten Top 10 der schönsten Gebäude.

Dritte Station: Palma de Mallorca, Spanien

Palma de Mallorca

Was hört man nicht alles über Mallorca. Anfangen von dem schlechten Ruf von El Arenal, versuchen einige den Norden als wunderschön anzupreisen. Aber warum keiner was von der schönen Stadt Palma sagt, weiß ich nicht. Wir wandelten den ganzen Vormittag durch die Innenstadt und da wir keine Zeit in Barcelona zum Shoppen hatten, holten wir das hier wieder nach. Wenn man schon mal in Spanien ist, muss man einfach bei Desigual zuschlagen. Wir wandelten durch viele kleine Gässchen, die trotz Hochsaison wie ausgestorben wirkten und erblickten schöne grüne Innenhöfe.

Vierte Station: Cagliari, Sardinien, Italien

Cagliari, Sardinien

Die Überfahrt von Mallorca dauerte vergleichsweise lang, weswegen wir erst gegen Mittag in Sardinien eintrafen. Da auch hier hochsommerliche Temperaturen herrschten und die Innenstadt wenig zum Schlendern einlud, setzten wir uns wieder mal in den Bus und fuhren zum nächstgelegenen Strand, der ein Traum war. Leider fanden das Hunderte anderer Menschen auch und so war wenig Platz. Auf dem Stück, wo wir uns niederlassen konnten, wurden wir wenig später verjagt, da es sich um einen privaten Strand handelt. Auf dem Rückweg machten wir doch noch Zwischenstopp in der Stadt und genossen ein ganz leckeres Banane-Nutella-Eis.

Fünfte Station: Rom, Italien

Colosseum, Rom

Unsere Überfahrt nach Rom dauerte mehr als einen Tag. Lag wohl daran, dass man unbedingt eine Woche als Turnuswechsel erreichen wollte uns so einen Tag Pause bis zur letzten Station brauchte. Das Tempo des Schiffs konnte man getrost als Treiben bezeichnen. Als wir 9 Uhr an Deck gingen, um uns zu Sonnen, waren wir sehr schnell im Schatten verschwunden. Die Sonne brannte mit einer Intensität, die fast alle in den Schatten vergraulte. Also folgte ich meinem üblichen Programm aus Lesen, Musik hören und Sport. Erst zum späten Nachmittag wagte ich mich für eine halbe Stunde in die Sonne.

Als wir am nächsten Morgen Rom erreichten, fuhren wir vom Hafen Civitacecchia mit dem Zug innerhalb von einer Dreiviertelstunde zum Petersdom. Nach der Besichtigung ging es zur Engelsburg, zum Trevi-Brunnen, zur Spanischen Treppe, zum Capitol, zum Forum Romanum und abschließend zum Colosseum – ja man schafft Rom in einem Tag, aber nur, wenn man schon mal dort war und nicht zu lange verweilt.

Den nächsten Morgen wartete bereits unser Auto auf dem Parkplatz neben dem Schiff, sodass wir nur noch auschecken mussten. Dann konnten wir die Koffer gleich ins Auto verladen. Die Rückreise war ziemlich anstrengend, auch wenn sie reibungslos verlief. Als wir 10 Stunden später wieder daheim waren, fiel ich todmüde ins Bett und war dort nicht mehr weg zu bekommen.

Diesmal kann ich als Fazit sagen, dass wir mit unseren Kellner mehr Glück hatten, beide waren sehr freundlich. Sven wirkte froh, dass er als einziges deutsches Besatzungsmitglied deutsche Gäste bedienen durfte. Dafür hatten wir einen Peruanischen Stateroom Assistant. Der machte alles nicht so ganz gründlich, war aber immer freundlich. Etwas merkwürdig mutete die Rezeption an, die uns einreden wollten, dass man sich nicht auf die öffentlichen Verkehrsmittel in Spanien verlassen kann. Da wird ja pausenlos gestreikt und die kommen auch wann sie wollen. Ich glaube mich zu erinnern, einen Satz aufgeschnappt zu haben, der ungefähr lautete „Alles was wir nicht unter Kontrolle haben, ist unzuverlässig.“ Tatsache war, dass der Bus pünktlich mit den ersten Gästen losfuhr und auch der Rücktransport.

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