Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Jimbaran – Beginn unserer Bali-Reise

Jan 0

Unsere Bali-Reise hatte mehrere Stationen. Von denen aus erkundeten wir die Umgebung. Nach einem Zwischenstopp in Kuala Lumpur flogen wir nach Bali. Die ersten Nächste verbrachten wir in Jimbaran. Hier eine kleine Übersicht der Dinge, die wir dort erlebt haben.

Nachdem wir 11 Stunden bis Kuala Lumpur und dann noch weitere 3 Stunden bis Bali geflogen sind, wollen wir nur noch schlafen. Die Zeitverschiebung in der Winterzeit beträgt 7 Stunden. Wir sind seit 24 Stunden munter und schon das viele Anstehen bei der Immigration laugt. Es ist 16 Uhr Ortszeit, als wir den Flughafen verlassen. Wir nehmen einen Fahrer für 150k IDR(*), der uns zu unserem ersten Hotel – dem FOX Harris bringt. Das Hotel liegt in Strandnähe. Es sind jeweils 5 Minuten bis zur Hauptstraße bzw. zum Strand, je nachdem in welche Richtung man geht. Jimbaran liegt nördlich des Flughafens.

Wir laufen erstmal Richtung Hauptstraße, weil wir die Verspannungen in unseren Beinen durch eine Massage lösen lassen wollen. Wir finden einen kleinen Massageladen, der uns sofort dran nimmt. für 80k pro Person erhalten wir eine einstündige Fuß-/Unterschenkelmassage. Der Raum ist nicht klimatisiert und die Mücken freuen sich, mich zu sehen. Ich reagiere sehr stark auf balinesische Mückenstiche. Die Einstichstelle schwillt an und wird bis zu 2cm im Durchmesser.

Da wir in den umliegenden Geschäften (Wasser kostet ca. 5k, kleines Bier ca. 17k, großes Bier ca. 30k) kein Bier für mich finden, setzen wir uns auf die Dachterasse des FOX Harris und genießen noch einen Drink. Auf Bali sollte man immer aufpassen, ob Bedienung und Steuern inklusive sind. Im Zweifelsfall immer nachfragen, denn sonst fällt die Rechnung stellenweise bis zu 20% höher aus. In einem kleinen Warung an der Hauptstraße essen wir ein leckeres vegetarisches Mie Goreng für 10k.

Uluwatu, Bali
Uluwatu

Wir schlafen ruhig und gemütlich. 12 Stunden später wachen wir auf, packen unsere Sachen und ziehen ins nächste Hotel, das Jimbaran Beach Bay Resort. Es gibt einen Willkommensdrink und wir müssen noch zwei Stunden warten, bis wir das Zimmer beziehen können. In der Zwischenzeit erkunden wir den Strand. Es ist der absolut vermüllteste Abschnitt des gesamten Strandes in Jimbaran. Und sowas nennt sich „Beach Resort“. Als wir uns nach Essen umsehen, werden wir nicht fündig – irgendwie scheint noch alles zu zu haben. Frustriert gehen wir ins Hotel zurück und Essen dort. Es wird richtig teuer (also im Vergleich zum Rest der Reise). Ca. 100k pro Gericht sind zwar für europäischen Maßstab absolut preiswert, aber im Vergleich zu landesüblichen Preisen eine Frechheit.

Da wir am nächsten Tag die untere Halbinsel erkunden wollen, schauen wir uns nach einem Taxi um. Ein Taxi halbtags zu mieten kostet so um die 400k IDR, ein ganzer Tag wird mit 700k veranschlagt. Wir finden gleich neben dem Hotel einen Taxistand und machen einen Termin für den nächsten Morgen aus. Den frühen Nachmittag liegen wir am Pool, bis es anfängt zu regnen. Es schüttet bis zum Abend. Abends gehen wir wieder an die Hauptstraße zu dem Warung, wo wir am Vortag schon waren. Wir tasten uns vorwärts. Ich nehme diesmal das Mie Goreng mit Ei für 12k. Für die anstehenden Tempelbesuche gehen wir noch Sarongs kaufen. Herrensarongs sind etwas teurer, da sie meist aus schwerer Baumwolle gewebt sind.

Pantai Balangan & Pantai Nyang Nyang

Nach einem Frühstück mit viel Auswahl beginnt unsere Tour um 8 Uhr. Erstes Ziel ist der Balangan Beach. Hier ist noch nicht viel los, aber der Strand ist jetzt auch nicht sonderlich schön. Deswegen halten wir uns hier nur ganz kurz auf und fahren weiter zum Nyang Nyang Beach. Den sollte man vielleicht nicht direkt anfahren, sondern die Aussicht von oben genießen. Hier kommen die Wellen und die Weitläufigkeit besser zur Geltung.

Nyang Nyang Beach, Bali
Der Nyang Nyang Beach von oben

Uluwatu Tempel

Uluwatu, Bali
Uluwatu

Unsere erste Tempelanlage von Bali. Aus Beschreibungen wissen wir, dass wir vorsichtig mit losen Sachen (Hüte, Brillen, Wasserflaschen) sein sollen, da die Affen alles stibitzen, was nicht festgehalten wird. Wir binden unsere Sarongs um, zahlen die 30k IDR Eintritt (pro Person) und schauen uns um. Es ist eine sehr weitläufige Anlage, die nur ein sehr kleines Tempelareal enthält. Aber als Einstieg ist sie gut. Die Schönheit dieser Tempelanlage liegt in der direkten Lage am Meer. Wir laufen etwas an der Küste entlang. Als wir in die Nähe der Affen kommen, sind wir vorsichtig und kehren um.

Uluwatu, Bali

Pantai Pandawa & Nusa Dua

Unser Fahrer empfiehlt uns, dass wir unbedingt Pantai Pandawa ansehen sollen. Nachdem wir jetzt schon einige Male das Wort „Pantai“ bei Stränden gelesen haben, schließen wir daraus, dass Pantai nichts weiter als Strand heißt. Schon bevor wir durch den Durchbruch fahren, werden wir an einem Mauthäuschen um 35k erleichtert. So viel kostet hier der Eintritt. Wir fahren runter zum Strand und schauen uns um. Gerade als uns der Fahrer vom Parkplatz entgegen kommt, sind wir schon wieder fertig. Es wimmelt hier von Touristen. Busseweise werden hier die Leute abgeladen, um baden zu gehen oder Bilder zu machen. Es ist schrecklich.

Auf dem Weg zum Strand von Nusa Dua passieren wir wieder ein Kontrollhäuschen. Nusa Dua ist eine eigene Ferienanlage, welche die balinesische Bevölkerung aussperrt und nur Touristen zulässt. Wir lernen hier den voll aufmunitionierten Tourismus kennen. Es gibt eine Mall mit Outlets. Es gibt „Warungs“, die weniger Küchen als Restaurants sind, aber balinesische Küche zu überteuerten Preisen anbieten. Das einzig Schöne ist die Weitläufigkeit der gesamten Anlage. Die Anlage ist grün (siehe Titelbild) und es entsteht hier nicht der Eindruck, dass es überlaufen ist.

Nusa Dua
Nusa Dua

Gegen Mittag sind wir von unserer Tour wieder zurück. Diesmal lassen wir uns von der allgemeinen Ruhe nicht beeindrucken und betreten einzelne Restaurants. Wir probieren Mie Goreng mit frischem Fisch, es ist köstlich. Auf dem Weg dahin spricht uns ein Mann an. Er möchte, dass wir an einem Gewinnspiel teilnehmen. Er gibt uns zwei Lose und reißen sie auf. Kriszta hat ein T-Shirt gewonnen. Ich habe den Hauptgewinn! Er versteckt sich hinter einem Siegel. Dabei bedeutet ein Stern eine Woche in einem Karma-Hotel. Zwei Sterne sind eine GoPro und der Jackpot sind 3 Sterne mit 2.000.000 IDR. Die Preise würden uns im Karma Hotel ausgehändigt werden. Als ich das Siegel wegkratzen will, nimmt mir der Mann die Karte weg und erklärt, dass wir das erst im Hotel machen dürfen.

Das war der ausschlaggebende Punkt, wo wir extrem skeptisch werden. Er versucht uns zu überreden, dass wir mitkommen, er würde uns sogar fahren. Deshalb verkrümeln wir uns. Danach gehen wir ins Hotel und schauen nach. Es scheint eine sehr beliebte Betrugsmasche auf Bali zu sein. Wenn man ins Karma Hotel kommt, erhält man zwar seinen Preis, muss sich aber einen 2-3 stündigen Vortrag über Time Sharing Häuser anhören. Als Preis erhält man natürlich immer die Woche in den Karma Hotel, was wiederum bei den Flugpreisen keinen Sinn ergibt.

Pantai Pandawa, Bali
Pandawa – die Definition von überlaufen

Am Vortag haben wir an der Stelle, wo wir die Sarongs gekauft haben, einen Fahrer für unsere Überfahrt nach Candidasa gebucht. Wir erkundigen uns noch, ob die Fahrt klar geht – ja, der Fahrer steht morgen früh 9 Uhr vor dem Hotel. Anschließend gehen wir zur Massage. Diesmal in einen anderen Laden, der zwar mit 200k für zwei Massagen etwas teurer als am Vortag ist, aber durch die Klimaanlage uns die lästigen Mücken vom Leib hält. Die Dame, welche uns die Sarongs verkaufte, konnte sehr gut deutsch. Sie empfahl uns auch gleich einen kleinen Warung zum Abendessen. Wir hatten ihn unterwegs schon gesehen, aber wollten ihn jetzt besuchen. Da er leider geschlossen hatte, mussten wir zu seinem Nachbarn gehen. Es stellte sich heraus, dass dies eine sehr gute Entscheidung war. Wir sitzen ganz allein an einem Tisch am Strand und hören dem Meer beim Rauschen zu.

(*) Der Umrechnungskurs betrug zu unserer Zeit ca. 1 Euro = 16.500 IDR.

Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Für euch entstehen keine extra Kosten. Die empfohlenen Unterkünfte sind von uns besucht worden, d.h. wir können sie bedenkenlos empfehlen.

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.