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Posts published in “Reisen”

Jan – worldwide, dienstlich und privat

Korsika (Schnelldurchlauf)

Jan 0

Das Ziel der Naughty Girl II ist es, einmal die Insel Korsika zu umrunden. Startpunkt war Bastia. Da das Wetter am Nordkap nicht mitspielte, sind wir erstmal Richtung Süden gefahren. Wetter bedingt sind wir nicht wirklich gut voran gekommen, sodass die Entscheidung gefragt war, ob das Schiff die zweite Woche den gleichen Weg wieder zurück fährt. Skipper und "1. Offizier" beschlossen ordentlich aufs Gas zu drücken, sodass wir am Ende der ersten Woche in Ajaccio sind. Aus diesem Grund müssen wir ordentlich Seemeilen schrubben.

Wir frühstücken gemütlich in Bonifacio und danach jockeln (d.h. fahren mit dem Motor) wir bis in die Bucht von Propriano. Der Himmel ist leicht wolkig und wir genießen die Aussicht. Als wir uns einen Platz in der Bucht gesucht haben, gehen wir vor Anker und fahren mit dem Beiboot ans Land. Der Turm hier macht pünktlich 17 Uhr zu, auf halber Strecke nach oben kommt uns die Kassiererin entgegen. Das wird uns auch erst klar, als wir oben vor verschlossener Tür stehen. Wir gehen wieder runter, laufen noch am Strand entlang und gehen dann wieder an Bord. Da es unser letzter Abend an Bord ist, kochen wir noch einmal. Als wir noch draußen sitzen, schnauft es auf einmal. Wir drehen uns um und sehen wir die Rückflosse eines Delphins ganz elegant aus dem Wasser kommt, es schnauft wieder und er verschwindet wieder unter Wasser.

[caption id="attachment_7413" align="alignnone" width="500"]In der Bucht bei Propriano In der Bucht bei Propriano[/caption]

Am nächsten Morgen geht der Motor schon kurz nach 7 Uhr an und wir tuckern los. In der nächsten Bucht machen wir Frühstück. Die Sonne scheint schön warm, wir packen unsere Sachen ein. Gegen 12.30 Uhr erreichen wir den Hafen von Ajaccio. Wir sitzen noch etwas zusammen, essen eine Kleinigkeit und dann laufen wir zum Bahnhof, denn gegen 15 Uhr fährt unser Zug zurück nach Bastia. Die Sonne meint es gut, aber die Taschen sind höllisch schwer. Mein T-Shirt ist am Rücken klatschnass, als wir am Bahnhof ankommen. Ich bleibe noch eine Viertelstunde draußen stehen, um zu trocknen, denn der Zug ist klimatisiert. Kriszta reserviert uns in der Zwischenzeit einen schönen Platz im Zug. Die Aussicht während der Fahrt ist überragend. Wenn ich jemandem eine Empfehlung auf Korsika geben sollte, dann ist es die Zugfahrt von Ajaccio nach Bastia. Korsika hat Berge, die bis 2.700m hoch sind und noch weiße Gipfel haben und tiefe Schluchten, wo wilde Bäche tosen. Und mittendrin fährt der Zug entlang.

Wir erreichen Bastia gegen 19 Uhr, befreien unser Auto aus der Tiefgarage und fahren wieder nach St. Florent, wo wir wieder im Madame Mere gebucht haben. Dort verbringen wir die Nacht, machen am nächsten Morgen einen Kurzeinkauf, sodass wir ein bisschen Verpflegung für die nächsten Tage haben und frühstücken. Auf den ersten Blick erscheinen 5 Euro doch ziemlich viel für ein Frühstück, besonders wenn da das Wort "Petit" drin auftaucht. Aber ein halbes Baguette, ein Croissant, Marmelade, Butter, ein Orangensaft und ein Café machen das ganze - zumindest für mich - zu einem vollwertigen Essen.

Korsika (In den Händen des Mistral)

Jan 0

Da Solenzara keine Sehenswürdigkeiten bietet, fahren wir am nächsten Morgen gleich früh los. Der Wind steht gut und wir setzen Segel. Kaum waren die Segel oben, huscht eine Hand voll Delphine am Boot vorbei. Doch leider haben wir nicht genügend Fahrt, um sie bei Laune zu halten. Schnell schwimmen sie weiter. Und kurz darauf dreht der Wind und wir müssen mit Motor weiter fahren. Mittags ankern wir in der Bucht von Fautea. Dort steht wieder einer von den vielen Türmen, welche die gesamte Insel zieren. Sie dienten als Wachtürme, um rechtzeitig fremde Schiffe zu erkennen. Ähnlich wie bei "Herr der Ringe" wurde im Gefahrenfall auf einem Turm Feuer entzündet, der Nächste sah es, entzündete wiederum sein Feuer, bis die gesamte Insel gewarnt war, dass sich Feinde nähern.

Am Nachmittag verlassen wir die Bucht und setzen wieder Segel. Auch diesmal dreht der Wind schnell bis wir regelrecht Gegenwind haben. Weiter geht die Fahrt mit Motor. Unser Tagesziel lautet Porto Vecchio. Wir versuchen mehrere Optionen beim Ankern abzuwägen, bis wir in den Hafen fahren, sodass es erst 20 Uhr ist, als wir endlich ankommen. Es ist sehr kühl am Abend und kurz nach dem Essen verkriechen wir uns, weil es so kalt ist.

[caption id="attachment_7408" align="alignnone" width="500"]Das Stadtzentrum von Porto Vecchio Das Stadtzentrum von Porto Vecchio[/caption]

Als wir am nächsten Morgen frühstücken, erfahren wir, dass das Boot bis 12 Uhr abgelegt haben muss, da wir sonst die Hafengebühr für den nächsten Tag löhnen müssen. Also gilt es schnell die Altstadt von Porto Vecchio zu erkunden. Es ist noch warm, aber schon durchgehend wolkig. Bis auf die unmöglich beklebte Kirche gefällt uns der Ort sehr gut. Kurz vor 12 sind wir am Boot, machen alles startklar und legen los. Wir nutzen den Wind, der vom Land kommt. So kommen wir mit vielen Wendemanövern gut voran, werden aber immer wieder von Böen überrascht - einmal schwappt eine Welle übers Deck und ich werde klatschnass. Mittlerweile hat der Wetterdienst Gewitter für den Abend angekündigt. Die Suche nach einer Bucht gestaltet sich schwierig, da alle Buchten, die als frei markiert sind, mit gelben Sperrbojen verbaut sind. Letztendlich landen wir in der Bucht des Plage de Santa Gulia. Wir werden vom Wind hin und her geworfen, sodass es gar nicht so einfach ist, an der Boje fest zu machen. Der Strand ist richtig schön, die Sonne hat aber keine Chance gehen die dunkelgrauen Wolken. Da wir alle etwas nass geworden sind, hängen wir unsere Sachen zum Trocknen raus, müssen sie dann aber wieder rein nehmen, da es beginnt zu regnen.

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Es ist unsere erste Nacht, die wir nicht im Hafen schlafen. Durch den Wind gluckst es die ganze Nacht. Jeder kann sich wohl vorstellen, wie der Organismus darauf reagiert, wenn es die ganze Zeit draußen plätschert. Als früh der Motor angelassen wird, drehen wir uns noch ein paar Mal rum, bis wir rauskrabbeln. Nächster Stopp ist Bonifacio und es wird spannend. Der Wetterdienst meldet Sturm. Natürlich Gegenwind - es weht und schaukelt, bleibt aber alles im Rahmen. Mittags erreichen wir die Stadt. Bevor wir zu unserer Erkundungstour aufbrechen, vernichten wir die Reste vom Abendessen. Heute gehen wir das erste Mal allein auf Entdeckung. Immer wieder regnet es, teilweise sehr heftig. Wir haben Glück und können uns immer wieder unter stellen bzw. essen Eis / trinken Kaffee. Als der Regen nachlässt, gehen wir zurück zum Boot und laufen mit den anderen in die Stadt. Wir suchen uns ein schönes Restaurant, doch leider tut sich die Bedienung in jeder anderen Sprache außer Französisch schwer und deshalb bekommt Skipper Klaus zwei Hauptspeisen.

Auch diese Nacht gluckst es wieder, aber ich schlafe wesentlich ruhiger. Um 7 Uhr werden wir munter und schleichen uns leise an Land. Wir wandern Richtung Leuchtturm und werden nicht enttäuscht. Im Hintergrund hängen dunkle Wolken und immer wieder bricht die warme Morgensonne durch und erleuchtet die Stadt. Auf dem Rückweg unserer Wanderung bringen wir frisches Baguette mit und wir frühstücken.

Korsika (vom Meer betrachtet)

Jan 0

Unser Plan auf Korsika war folgender: Eine Woche mit einem Kollegen und Freunden segeln und die zweite Woche campen quer durchs Land. Da wir auf Nummer sicher gehen wollten, waren wir schon einen Tag eher auf Korsika, bevor wir das Boot bestiegen.

Erste Aufgabe war es, eine sichere Unterkunft für das Auto zu finden, während wir auf dem Boot sind. Unsere erste Idee war es im Yachthafen von Bastia nachzufragen, ob wir das Auto dort parken dürfen. Als wir im Port de Toga ankamen, verwarfen wir die Idee relativ schnell. Der Hafen war erst ab 8 Uhr besetzt (am Wochenende gar nicht), es war ein großer Blumenkübel umgeworfen. Kurz gesagt machte es keinen sicheren Eindruck. Schon im Vorfeld hatte ich mir die nähere Umgebung des Hafens angesehen und wusste, dass es ein Parkhaus in der Nähe des Hafens geben soll. Wir liefen hin, schauten uns um, unterhielten uns mit dem Parkhauswächter (der sogar richtig gut Englisch sprach) und wir lagen richtig: Für 21 Euro kann man im Parkhaus St. Nicolas eine Woche parken. Erste Aufgabe erledigt.

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Da wir jetzt jede Menge Zeit hatten, fuhren wir den Tag um den Cap de Corse. Für jemanden der es gewöhnt ist, schnell von A nach B zu kommen, ist die Fahrt nichts. Kurve links, Kurve rechts, enge Straßen, ständig wird man von Motorradfahrern überholt, die einfach die Strecken abheizen. Man hat das Gefühl, man kommt nicht vorwärts. Auf dem Weg nach St. Florent gönne ich mir noch ein leckeres Panini und am späten Nachmittag kommen wir an, checken im Hotel Madame de Mere ein und erkunden die kleine Stadt. Ich bin noch von meinem Panini pappsatt, aber Kriszta hat ordentlich Hunger. Wir lesen, dass es hier üblich ist erst ab 19 Uhr Essen zu gehen und dann gemütlich bis spät am Abend in der Gaststätte sitzen zu bleiben. Eigentlich überhaupt nicht unser Ding. Kriszta probiert sich an einem Drei-Gänge-Menü und ich versuche mich an einem einheimischen Bier.

Als wir am nächsten Morgen munter werden, hören wir, wie es regnet. Wir lassen uns Zeit mit dem Aufstehen und gehen erst gegen 8 Uhr frühstücken, wo es nochmal regnet. Da das Boot erst am Nachmittag in Bastia ankommt, chillen wir noch ein bisschen auf den Hotelzimmer, mittags gehen wir Muscheln essen. Zwischendurch hören wir von unserem Kollegen, dass sie momentan bei Elba hängen geblieben sind, weil sich dort Gewitter zusammen brauen. Also lassen wir uns viel Zeit. Auf einmal heißt es: Wir sind in einer Stunde da. Wir nehmen schnell den kurzen Weg durch die Berge. Es ist eine fantastische Aussicht, leider haben wir keine Zeit sie zu genießen.

Im Hafen angekommen, sehen wir auch schon das Boot und zeigen dem Skipper Klaus, wo ein freier Platz ist. Nachdem angelegt ist, laden wir unser Zeug ein und fahren das Auto ins Parkhaus. Heute haben wir weniger Glück, ein neuer Parkhauswächter, der überhaupt kein Englisch spricht. Aber wir werden uns schon einig. Mit dem Rest der Crew treffen wir uns am Platz über dem Parkhaus. Danach erkunden wir etwas die Altstadt und gehen Essen. Ich habe nicht so den Hunger und teile mir ein Menü mit meiner Frau. Wir laufen anschließend zum Boot zurück, denn wir haben eine lange Strecke vor uns. Da das Wetter auf der Westküste ungünstig ist, nehmen wir einen Kurs Richtung Süden.

[caption id="attachment_7396" align="alignnone" width="500"]Ein einsamer Strand - nur für uns Ein einsamer Strand - nur für uns[/caption]

Es folgt die Nacht der glücklichen Fische. Wir sitzen noch eine ganze Weile draußen und plaudern. Kriszta ist es ein wenig schummerig zumute, also beschließen wir, ins Bett zu gehen. Folgenschwerer Fehler: Als meine Frau merkt, dass ihr übel wird, schafft sie es nicht mehr aus der Kajüte. Ich packe es immerhin noch bis zum Waschbecken. Wir werden in Decken gepackt und an Deck gebracht. Abwechselnd rennen wir zum Heck des Schiffs und lassen den Fischen auch was vom 3-Gänge-Menü zukommen. Das geht die ganze Nacht so. Später gesellt sich noch die Frau des Skippers dazu, offensichtlich sind wir eine gute Inspiration. Zu unserem Nachteil können wir mit dem Schiff auch nicht Richtung Land fahren, denn wir befinden uns mitten in einem militärischen Korridor. Also bleibt uns nichts übrig, als auszuharren. Es ist ein schönes Gefühl, als die Sonne aufgeht. Ich bin absolut fertig, denn sobald mir die Augen zufallen, wird mir wieder übel. Kurz nach Sonnenaufgang suchen wir uns eine schöne Bucht und gehen vor Anker. Wir legen uns alle erstmal kurz hin, bevor wir mit dem Dingi ans Ufer fahren und eine Runde spazieren gehen. Es ist herrlich - soweit man links und rechts schauen kann, ist Strand und kein Mensch zu sehen.

Nach unserem Strandausflug frühstücken wir und fahren nach Solenzara weiter. Der Ort unspektakulär, dafür haben wir schöne Wolkenformationen. Es handelt sich um Lenticularis-Wolken, die Anzeichen des Mistral sind, ein Fallwind, der aus dem Rhonetal kommt und bis nach Korsika reicht. Diese werden im Laufe der nächsten Tage immer häufiger, größer und mächtiger. Ein Anzeichen, dass das Wetter umschlägt...

Korsika (Intro)

Jan 0

Unsere Fahrt nach Korsika fing schon abenteuerlich an. Wir fuhren auf die Autobahn Richtung Dresden - keine 10km und es war Stau. Wir entschlossen uns eine Umfahrung zu nehmen. Im Nachhinein eine schlechte Idee, denn wir verloren dadurch ca. 1 Stunde. Dadurch verpasse ich die erste Halbzeit des Halbfinales zwischen den Brose Baskets und Bayern München. Wir übernachten in Dresden, lassen unseren Hund da und fahren am nächsten Morgen zurück nach Bamberg. Dort essen wir Mittag, laden unsere Sachen ein und fahren weiter Richtung Schwarzwald. Es ist sonnig - das Auto zeigt 25°C an. Unser Zwischenstopp heißt Königsfeld. Dort haben wir ein Zimmer im Parkhotel gebucht. Unser Zimmer stellt sich als Ferienwohnung heraus. Wir haben fast die ganze Etage eines kleinen Hauses - Essküche, Wohnzimmer, Schlafzimmer, 2 Waschbecken im Bad. Trotz der Wärme außen ist es drinnen kühl, sodass wir die Heizung anmachen müssen. Es beginnt langsam zu regnen und wir springen schnell wieder ins Auto und suchen was zu Essen. Während wir Abendessen gießt es wie aus Kannen. Wieder draußen ist die Temperatur auf 15°C gefallen. Aber die Sonne kommt schon bald wieder heraus, überall glitzert und dampft es, während wir spazieren gehen. Zum Abschluss gönnen wir uns noch einen Gang in die Sauna und fallen dann ins Bett.

[caption id="attachment_7388" align="alignnone" width="500"]"Unser" kleines Haus im Schwarzwald "Unser" kleines Haus im Schwarzwald[/caption]

Das Frühstück im Parkhotel ist prima. Gegen 8.30 Uhr fahren wir weiter Richtung Schweiz. Da meine Frau eine Lieferung in die Schweiz dabei hat, wollen wir die Zollerklärung an der Grenze machen. Während wir die Autobahnplakette kaufen, fragen wir nach dem Ablauf. Wir werden zum deutschen Zollbeamten geschickt. Nachdem ich immer wieder zwischen ihm und meiner Frau dolmetschen muss (Beamtendeutsch vs. Deutsch), stempelt er die Rechnung als ausgeführt ab, mit dem Zusatzvermerk, dass wir die das Einführen in die Schweiz übernehmen. Ein tödlicher Fehler, wie sich gleich herausstellt. Denn wir werden jetzt zum Schweizer Zoll geschickt und die nette Dame erklärt uns, dass wir dazu mit der Ware zu einer Drittfirma müssen, welche die Ware prüft, elektronisch erfasst und erst dann können wir sie einführen. Wir danken und beschließen die Rechnung doch mit deutscher Umsatzsteuer zu erstellen. Als wir unser Paket in der Schweiz ausliefern, werden wir von einer kleinen Asiatin begrüßt, die gebrochenes Schweizerdeutsch mit uns redet. Ihr Mann und sie sind sehr lieb und verständnisvoll, was das Paket angeht und wollen uns noch auf ein Getränk einladen. Wir lehnen dankend ab, schließlich wollen wir noch nach Italien.

IMG_7296Nach dem Regen am Vortag ist es wieder sonnig und warm. Wir machen eine kleine Pause am Vierwaldstätter See. Mittagspause ist in Cernobbio. Wenn man schon mal in Italien ist, sollte man doch eine italienische Pizza essen, die auch sehr lecker war. Gegen 18 Uhr sind wir schließlich in Savona und gehen noch schnell Vorräte einkaufen. Boarding auf die Fähre geht schneller als gedacht. Wir bekommen einen Zettel, wo unsere Kabinennummer drauf steht und fertig. Danach wird man in die Fähre gelotst und in die passende Position dirigiert.

Als erstes suchen wir unsere Kabine. Nach einer Weile finden wir sie und stehen vor dem Problem, wie wir sie betreten. Nach einigem Suchen findet sich ein Steward, der sie uns öffnet und Siehe da! die Karte zum Öffnen liegt drin. Im Vergleich zu einem großen Kreuzfahrtschiff ist die Kabine klein und spartanisch eingerichtet. Auch die Reinlichkeit liegt im Grenzbereich. Wir beginnen das Schiff zu erkunden und stoßen auf Horden von Motorradfahrern, die sich gleich erstmal eine große Flasche des Kastanienbieres "Pietra" gönnen. Die Gänge werden von LKW-Fahrern belagert, die sich dort mit Iso-Matten und Schlafsäcken breit machen. Um 21 Uhr legt die Fähre pünktlich ab und wir genießen noch ein bisschen den Ausblick, bis wir uns auf unsere Kabine begeben und dort bis 6 Uhr schlafen.

Pünktlich 6 Uhr ertönt eine Ansage, dass wir uns Bastia nähern und dass es Frühstück gibt. Wir haben Frühstück dabei, machen uns fertig und gehen gegen halb 7 Uhr zu unserem Auto. Dort wartet eine kleine Überraschung auf uns. Wir haben schon öfters den "Corsica Ferries"-Aufkleber auf Autos und Wohnwagen gesehen und uns immer gefragt, warum sich Leute das antun. Jetzt wissen wir es, der wird über Nacht auf alle Vehikel aufgeklebt. Offensichtlich scheint die Morgenansage an einigen Fahrern vorbei gegangen zu sein, denn hier und da sieht man Autos ohne Besitzer, die den restlichen Fahrern die Ausfahrt aus der Fähre verhindert. Wir haben Glück und sind schnell raus.

Vertrautes

Jan 0

Als wir in Phuket ankommen, brauchen wir über eine Stunde für die 20 Kilometer vom Hafen. Wir hatten in unserem Hotel schon ausgemacht, dass wir das gleiche Zimmer wieder haben möchten. Das kam etwas falsch an, denn wir bekamen das gleiche Zimmer, aber nicht das selbe. Wir essen zu Abend, gehen noch etwas am Strand spazieren und legen uns hin.

Am nächsten Morgen gehen wir an den Strand. Meine Frau joggt, während ich vorsichtig bin und nur spaziere. Kriszta gönnt sich zum Frühstück eine Ananas, ich muss etwas warten und bekomme später im Southern Fried Rice ein leckeres Omelett. Es ist wolkig und ziemlich windig am Morgen. Die Wetterlage hat sich noch nicht grundlegend gebessert. Wir probieren danach mal eine Gesichtsbehandlung aus und sind danach porentief rein. Danach gehen wir an den Strand und sonnen uns. Das Mittagessen findet wieder im Southern Fried Rice statt. Ich genieße das erste mal wieder ein normales Essen und mein Körper akzeptiert es. Wir brauchen ziemlich lange, weil der Netbook spinnt und Kriszta unbedingt eine Geschäftsmail wegschicken muss. Wir schlendern über den Markt, essen eine Kleinigkeit, kaufen Seifen für unsere Eltern, lassen uns massieren und gehen wieder heim.

Letzter Tag in Phuket. Wir gehen früh wieder an den Strand (laufen und joggen), probieren das Büffet, welches vom Hotel angeboten wird, sind aber nicht begeistert. Danach sonnen am Strand, mittags wieder Southern Fried Rice, wo wir noch etwas länger bleiben. Zum späten Nachmittag geht es dann zur Massage. Kriszta probiert eine Slap-Fat-Massage aus und ich höre bei meiner Massage eine Stunde lang Hände klatschen. Anschließend wird sie in Frischhaltefolie eingewickelt. Meine Rückenmassage ist extrem gut und lockert so einiges. Wir gehen zum Sonnenuntergang an den Strand und essen danach gegrillten Fisch. Wir sind danach richtig pappsatt.

Den nächsten Morgen haben wir alles gepackt, Taxi ist bestellt und es kann losgehen. Nur eins ist nicht da - das Taxi. Wir haben zum Glück viel Zeit eingeplant, weil der Flug erst Mittag geht. Nervös laufen wir hin und her, selbst an der Rezeption spürt man unsere Aufregung. Die telefonieren immer wieder, bis sich herausstellt, dass der Transfer nicht kommt und wir für das gleiche Geld ein persönliches Taxi bekommen. Der Fahrer fängt kurz nachdem wir losgefahren sind mit der Tour an "Wenn ihr mir etwas mehr Geld gebt, dann fahr ich euch schneller zum Flughafen." Wir weisen ihn nett darauf hin, dass wir schon spät dran sind und er ohnehin das letzte Geld von uns bekommt, da wir nichts mehr haben. Er schmollt etwas, fährt aber trotzdem ordentlich drauf los.

Endlich wieder Festland

Jan 0

Unsere Überfahrt nach Ao Nang ist mit einem Schnellboot. Da es aber gerade Ebbe ist, können wir nicht anlegen und müssen mit den klassischen Long Boats zum Ufer gebracht werden. Wir haben zwei Nächte in Ao Nang, die erste ist etwas außerhalb der Stadt in einer kleinen Holzhütte mit Ventilator. Wir sind in der Nähe einer Moschee, die wir auch leicht hören. Wir schlafen in Ruhe und schaffen danach unser Gepäck in die nächste Unterkunft. Die liegt weit außerhalb der Stadt. Deshalb gibt es regelmäßig Shuttles, die einen in die Stadt und zurück bringen.

Wir fahren rein, buchen ein Long Boat und setzen zum Railay Beach über. Es ist herrlich. Wir finden noch einen schönen Platz im Schatten. Es sind zwar einige Menschen da, aber es ist nicht überlaufen. Wir bleiben bis zum Mittag, suchen uns was zu Essen - ich genieße mal wieder ein leckeres Pad Thai. Danach laufen wir noch etwas herum, besichtigen eine Höhle mit vielen Fledermäusen (wir sind ganz allein dort) und fahren am Nachmittag zurück, als dunkle Wolken aufziehen. Wir haben eine schöne Hütte im Cliffview Resort. Am Rand gelegen, können wir auf eine Wiese mit Kühen schauen. Wir duschen schnell und fahren wieder rein. Vor dem Abendessen gönnen wir uns noch eine Massage. Mir wird auch am Bauch herum gedrückt, weswegen wir danach etwas flau zumute ist. Als wir Abendessen wollen, geht es mir richtig komisch. Ich bekomm keinen Bissen runter, selbst das Bier will nicht rein.

Zurück im Resort hab ich Durchfall. Wenig später stellt sich auch noch der Rückwärtsgang ein. Was hatte ich nochmal zum Mittag? Pad Thai! Daran werde ich bis Mitternacht erinnert, bis alles wieder rausgekommen ist. Ich bin leicht fiebrig und schlafe sehr schlecht. Wir wollten eigentlich am nächsten Tag wieder eine kleine Inseltour machen, die wir schon am Abend stornieren. Anstandslos wird uns das Geld zurück gegeben. Ich träume die ganze Nacht von Cola oder Tee. Am Morgen gibt es leichte Kost. Tee, Toast mit Banane. Kriszta geht für mich das altbewährte Backpacker-Heilmittel holen: Chips und Cola. Wir gammeln den ganzen Tag am Pool rum und fahren gegen Nachmittag rein. Ich bin vorsichtig und nehme nur eine Fußmassage. Mein Magen ist noch empfindlich und immer wieder habe ich noch etwas Durchfall.

Der nächste Morgen beginnt genau so - Tee, Toast mit Banane. Gegen 11 Uhr fahren wir zum Strand, lassen uns wieder massieren. Diesmal haben wir eine Massage in der Nähe des Strands ausgemacht, die unschlagbar günstig ist. Das merkt man auch, denn mitten drin verschwinden unsere Masseusen und andere machen weiter. Wir essen Mittag im Cliffview Resort und 14 Uhr holt uns unser Transfer ab, der uns zurück nach Phuket bringt.

Party Island

Jan 0

Wir genießen unsere letzte Nacht auf Koh Lanta und schlafen nochmal richtig aus (7.15 Uhr). Wir frühstücken in der Community, lesen und chillen noch etwas, bevor wir unsere Sachen zusammen packen und uns Richtung Hafen aufmachen. Dort essen wir noch eine Kleinigkeit. Gegen 15 Uhr sind wir dann auf Koh Phi Phi. Die Insel ist voll. Wir drängen uns durch Menschenmassen zu unserem Hotel, dass auch noch ein Stück den Berg hoch liegt. Die Begrüßung verheißt nichts Gutes. Offensichtlich ist das Hotel voll und wir bekommen ein anderes Zimmer. Bessere Kategorie, d.h. noch weiter oben. Danach wagen wir uns in den Ort runter. Tattoo-Studios, Kneipen, Shops, Hostels und zweifelhafte Thai-Massage-Geschäfte bilden das Bild des kleinen Ortes. Es wimmelt von jungen Menschen, von denen viele schon (oder immer noch?) betrunken sind und dort von einer Kneipe zur nächsten ziehen oder sich dann auch noch tätowieren lassen. Wir suchen uns eine kleine Gaststätte, die etwas abseits liegt und essen etwas. Danach versuchen wir einen schönen Platz für eine Massage zu finden, landen aber in einem Laden, wo es von Mücken wimmelt. Auf dem Heimweg wollen wir uns noch ein paar Shakes gönnen, die aber mehr aus Eis, als aus Frucht bestehen.

Die Nacht war der Horror. Irgendwo in der Nähe ist ein Hotel mit Chinesen, die Karaoke gesungen haben und vom Ort tönte laut die Party. Ich bin ständig munter geworden und hörte immer noch Musik. Gegen 4 Uhr früh war dann endlich Ruhe und dann fingen die Hähne an zu krähen. Am Vortag hatten wir wir wieder ein Tour gebucht und haben uns versichern lassen, dass es keine Party-Tour wird. Wir schlendern nach dem Frühstück zum Schiff. Das Programm ist ähnlich wie bei der 4-Islands-Tour, nur dass wir - egal, wo wir ankommen - garantiert das 20. Schiff sind, was dort liegt. Am schlimmsten ist es am Maya Beach. Maya Beach war der Drehort für den Film "The Beach" mit Leonardo DiCaprio, wo es um den Ausstieg von der zivilisierten Welt ging und den Rückzug an einsame Plätze. Der Maya Beach ist voll wie der Time Square zu Silvester. Wir gehen nicht sehr viel ins Wasser, weil das Wetter immer noch sehr durchwachsen ist. Gegen Abend (hat mir der Wetterbericht verraten) gibt es eine Wetterwarnung für Sturm. Schon am Vorabend beobachten wir, wie immer mehr Fischerboote sich in der Bucht sammeln und von einem Militärboot am Herausfahren gehindert werden. Wir hatten schon Angst, unsere Tour startet nicht. Eigentlich hätte der Sonnenuntergang mit zur Tour gehört, aber da man keine Sonne sieht und der Wind sehr stark weht, kehren wir zurück.

Die Nacht ähnelt der Nacht vorher. Schon am frühen Morgen werden wir jedoch von Böllern geweckt. Wir schauen nach - das chinesische Silvester hat begonnen. Es beginnt das Jahr des Affen - angeblich ein schlechtes Jahr. Wir beschließen, dass wir auf den Aussichtspunkt steigen. Anfänglich wollen wir den Eintritt nicht zahlen, aber dann gehen wir doch hoch. Wir finden eine interessante Ansichtstafel, die Bilder zeigt, wie es vor 30 Jahren aussah (alles grün), wie es vor 20 Jahren aussah (einige Hütten), vor 10 Jahren (voller Hotels) und nach dem Tsunami. Mittlerweile sieht es schon wieder schlimmer aus, wie vor dem Tsunami, denn es wird begonnen, auch noch die Berge mit Hotels voll zu pflastern. Nach dem Viewpoint schaffen wir die Rucksäcke zur Rezeption und legen uns noch bis Mittag an den Strand in den Schatten und werden trotzdem rot.

Ein kleines bisschen Paradies

Jan 0

Unser erstes Ziel nach Phuket soll Koh Lanta sein. Unser gebuchtes Taxi ist pünktlich und die Fahrt geht los. Doch während der Fahrt beschleicht Kriszta ein komisches Gefühl - sind wir nicht falsch unterwegs? Und richtig, wir sind schon die Hälfte des Weges zum Flughafen gefahren, als meine Frau interveniert und wir den richtigen Kurs aufnehmen. Es beginnt eine Zitterpartie mit vielen Telefonaten, den eigentlich soll die Fähre 8.30 Uhr losfahren. Die nächste Fähre geht erst um die Mittagszeit. Das Glück ist uns hold, wir kommen 8.50 Uhr an und die Fähre wartet noch auf uns. Tatsächlich gibt es auch noch andere Passagiere, die zu spät kommen. Wir steigen auf Koh Phi Phi um und sind gegen 12 Uhr auf Koh Lanta. Wir erwischen für 100 Baht ein günstiges Tuk Tuk, was uns zum Hotel "Dreamy Casa" bringt. Hier hat ein kleiner Spanier die Leitung.

Das Publikum auf Koh Lanta ist ein ganz Anderes. Hier sind wesentlich mehr Backpacker (sehr viele junge Schweden), die Strände sind weitläufiger und wirken fast leer. Wir gehen zum Strand und setzen uns in den Schatten, essen und lesen und gehen dann noch etwas spazieren. Am späten Nachmittag übernehmen wir einen Motorroller, denn wir wollen den nächsten Tag die Insel etwas erkunden. Unsere erste Probefahrt bringt uns zur Thai-Massage und später zum Abendessen. Für mich war das Roller-Fahren eine neue Erfahrung, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran.

Den nächsten Tag ging es mit dem Motorroller südwärts. Unterwegs gefrühstückt, landeten wir bald am Bamboo Beach. Hier blieben wir ein bisschen in der Sonne liegen. Es wehte ein ziemlich böiger Wind, der es uns erschwerte, ins Wasser zu gehen, denn es war ziemlich steinig und es war ordentlicher Wellengang. Wir gönnten uns noch einen Kokosmilch-Shake, der viel zu süß schmeckte, obwohl wir extra ohne Zucker bestellt hatten. Es entstand eine immer lauter werdende Diskussion, trotzdem bestand man darauf, dass da kein Zucker drin wäre - Kokosnuss ist nun mal so süß. Auf dem Heimweg wollten wir uns was zu Essen suchen, mussten aber feststellen, dass uns nichts so richtig gefiel und wir wieder dort aßen, wo wir schon am Vortag waren.

[caption id="attachment_7363" align="alignnone" width="500"]Viele kleine Inseln überall, die interessante Formen haben. Viele kleine Inseln überall, die interessante Formen haben.[/caption]

Nachdem wir etwas auf dem Zimmer gechillt hatten, fuhren wir nochmal los und gingen an den Strand. Leider war hier kein Schatten und wir blieben nicht lange. Schon am Vorabend, wo wir am Strand entlang gingen hatten wir ein kleines Restaurant ausgemacht, was in einem Gebiet lag, das ich scherzhaft "die Community" nannte. Hier waren zwischen Straße und Strand auf holprigen Wegen ein paar Hostels, Restaurants, Discos und Geschäfte, die als Zielgruppe junge Backpacker hatten, die einfach mal eine Auszeit von der Zivilisation haben wollten. Eben in jenem Restaurant bestellten wir das erste Mal Pad Thai und waren begeistert. Die Limette und die gehackten Erdnüsse gaben dem Gericht das gewisse Etwas.

Für den nächsten Tag hatten wir uns die 4-Islands-Tour vorgenommen. Wir wurden 8.30 Uhr am Hotel abgeholt und mussten noch eine Weile warten, denn die Fahrer waren furchtbar beschäftigt, genau die richtigen Personen auf das jeweilige Fahrzeug zu bekommen, obwohl wir alle zum Hafen gefahren wurden. Erste Station nach einer Stunde Fahrt war Koh Ngai, wo wir anlegten. Wir gingen zum Strand, schnorchelten etwas und dann ging es schon gleich wieder weiter. Als wir ablegen, beginnt es langsam trübe zu werden und es kommen immer mehr Wolken. Wir ankerten danach bei Koh Chueak, wo wir ins Wasser springen und herumschnorcheln. Ein Guide weist uns auf einen Feuerfisch hin. Durch die Wolken ist es ziemlich dunkel unter Wasser und wir können nur die Schönheit des Feuerfischs erahnen.

Gegen Mittag ankern wir vor Koh Kradan. Die meisten setzen mit den Paddelbooten über, wir schwimmen und müssen ganz schön navigieren, denn das Wasser ist unheimlich flach und es wimmelt von Seeigeln. Wir bleiben nicht lange, denn es beginnt schon zu regnen. Letzte Station der Tour ist Koh Mook. Das Schiff liegt vor einem Felsen, wo man eine Höhle sieht. Die Guides schwimmen vor und leuchten uns den Weg durch die Höhle. Als wir nach ca. 200m schwimmen ankommen, öffnet sich vor uns ein kleiner Strand. Rings um uns gegen die Berge ca. 50m senkrecht nach oben. Dieses kleine Fleckchen Strand ist vielleicht 20-30m breit und wäre ein richtig romantischer Platz, wenn da nicht noch zwei andere Schiffe angelegt hätten und es doch ziemlich voll ist. Aber trotzdem ist es wie ein kleines Paradies. Selbst als es wieder beginnt zu regnen, ist es wunderschön hier.

Die Rückfahrt dauert sehr lang. Vom vielen Schwimmen und Schnorcheln sind wir müde und schlafen kurz ein. Als wir 17.30 Uhr wieder in Koh Lanta ankommen, gehen wir uns erstmal duschen und genießen eine Kokosöl-Massage. Zum Abendessen gibt es wieder das leckere Pad Thai in "der Community". Abends recherchiere ich, wie die Wettervorhersage ist. Offensichtlich hat sich ein richtig fieses Tiefdruckgebiet in China festgesetzt, was für ausreichend Schnee sorgt und wir bekommen Ausläufer davon auch bei uns zu spüren.

Touristenurlaub

Jan 0

Schon längst überfällig, aber nun muss er mal kommen - der Bericht zu unserem Urlaub in Thailand. Das kalte hässliche Wetter zog uns mal wieder in wärmere Gefilde und diesmal fand meine Frau günstige Flüge nach Phuket. Da wir nicht die Typen sind, die 14 Tage an einer Stelle hocken können, beschlossen wir die umliegenden Inseln zu bereisen.

Am 30. Januar hieß es mal wieder zeitig aufstehen - kurz nach 5 Uhr schnappten wir uns unseren Rucksack - da es ins Warme ging, reichte mein großer Rucksack für uns beide - und fuhren nach München. Halb 11 Uhr startete unsere Maschine Richtung Doha. Wir hatten schon mal Qatar auf unserer Weltreise und waren damit sehr zufrieden. Auch diesmal sollten wir nicht enttäuscht werden. In Doha hatten wir kaum Zeit, denn 19.30 Uhr ging schon die nächste Maschine nach Phuket, wo wir 6 Uhr ankamen. Da Phuket einer der großen Touristenorte in Thailand ist, war riesiger Andrang bei der Einwanderungsbehörde. Jeweils eine Maschine mit Russen und Chinesen war vor uns angekommen und dementsprechend war das Gedränge. Wir warteten 1,5 Stunden bis wir passieren durften.

[caption id="attachment_7358" align="alignnone" width="500"]Kata Beach bei Sonnenaufgang Kata Beach bei Sonnenaufgang[/caption]

Wir nahmen zusammen mit anderen Backpackern einen Van für 200 Baht, der die Leute auf die Hotels verteilte. Als die ersten am Patong Beach rausgelassen wurden, wollte ich sofort wieder heim. War das unser Ernst? Massentourismus! Bierbäuchige Europäer, die mit Strandmatten und Handtücher bewaffnet morgens die besten Plätze am Strand ergattern wollten. Doch unsere Fahrt ging weiter zum Kata Beach. Auch noch sehr touristisch, aber wesentlich ruhiger. Wir legten ein verspätetes Frühstück mit Thai-Essen und einer frischen Kokosnuss ein, gingen dann zum Strand und legten uns eine halbe Stunde hin. Da uns noch die Nacht in den Knochen steckte, gingen wir ins Hotel und schliefen bis halb 3 Uhr. Dann ging es wieder an den Strand (in den Schatten) und abends suchten wir uns eine schöne Gaststätte und genossen danach eine 1-stündige Fußmassage, bei der wir ganz entspannt einschliefen.

Die erfreuliche Nachricht war, dass wir die erste Nacht durchgeschlafen haben. Normalerweise sind unsere Körper der Meinung, uns zur gewohnten Zeit zu wecken. Wir laufen zum Nachbarstrand (Karon Beach) und bleiben dort bis 11 Uhr. Dann gönnen wir uns für 300 Baht eine Thai-Massage, essen danach Mittag und chillen etwas auf dem Zimmer, da die Mittagssonne einfach zu sehr brennt. Zum Nachmittag trauen wir uns dann wieder raus, gehen wieder an den Strand und verbringen den Abend im Southern Fried Rice. Hier hat sich ein norwegischer Lehrer mit seiner thailändischen Frau niedergelassen und serviert ein sehr leckeres Essen.

Am Kap

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[caption id="attachment_7201" align="alignleft" width="500"]Bunte Hütten bei Muizenberg Bunte Hütten bei Muizenberg[/caption]Abends schauen wir auf die Webseite vom Tafelberg - geschlossen wegen Wind. Wir rätseln: Sollen wir Tickets für die Bahn kaufen? Wäre der nächste Tag besser? Wir kaufen die Tickets und gehen ins Bett. Der nächste Morgen ist noch genau so windig, wie am Vorabend. Zum Glück hat Kriszta schon alles für das Frühstück vorbereitet, wir essen schnell und fahren los. Obwohl wir um 7 Uhr losgefahren sind, brauchen wir 1,5 Stunden bis zum Tafelberg. Dort lauert schon eine lange Schlange, dass die Bahn öffnet. Die Seilbahn bringt uns in ein paar Minuten auf den Gipfel, wo wir etwas herumwandern. Wir machten schöne Bilder von der Umgebung, etwas anderes kann man dort auch kaum machen.

Nach dem Tafelberg geht es auf den gegenüber gelegenen Signal Hill. Hier starten gerade ein paar Paraglider, die aber lustlos einfach auf einer Grünfläche in der Nähe des Meeres landen, ohne eventuell die Thermik zu nutzen. Die Sonne brennt schon wieder ganz ordentlich. Deswegen flüchten wir auch schnell und fahren zum Table View und machen ein paar Bilder von Kapstadt mit dem Tafelberg im Hintergrund. Wie der Zufall es will, gibt es dort auch einen Ocean Basket, wo wir zum Mittag einkehren. Den Nachmittag verbringen wir in Constantia, dem ältesten Weingut in Südafrika. Ist jetzt nicht so schön und spektakulär wie die anderen, aber lädt zum Verweilen ein.

Wir sind zufrieden - wir waren auf dem Tafelberg und das Wetter hat gepasst. Also können wir den nächsten Tag ganz entspannt nach Camps Bay fahren. Der Morgen beginnt mit einem leckeren Frühstück bestehend aus Schinken, Bohnen und Ei - und dazu Toast für mich. Wie der Südafrikaner sagen würde: lekker! Wir nehmen uns für den Tag den Cape Point vor und sind schon sehr zeitig da. Es ist menschenleer. Als wir uns gegen den stürmischen Wind zum Leuchtturm vor kämpfen, kommen gerade die Angestellten an. Es ist so windig, dass es mir nicht gelingt, ein Bild vom Leuchtturm zu machen, weil ich mich ständig festhalten muss. Wir fahren / laufen noch etwas im Naturschutzgebiet umher und fahren dann weiter.

[caption id="attachment_7203" align="alignright" width="500"]Table View Table View[/caption]Auf dem Weg nach Camps Bay werden wir plötzlich von der Polizei angehalten. Wohin wir denn wollten - nach Camps Bay natürlich. Wir werden angewiesen, die andere Straße zu nehmen, da Proteste auf der Straße sind und bereits Reifen angezündet wurden. Wir folgen dem Rat, sind aber missgestimmt, da das bedeutet, bis nach Simons Town zurück zu fahren. Wir nutzen die Gelegenheit und gehen nochmal zum Salty Sea Dog. Das Mittagessen ist enttäuschend. Krisztas Calimari sind innen noch gefroren. Sie werden zwar anstandslos ausgetauscht, aber sind im zweiten Versuch auch nicht gerade legendär.

Da die Entfernungen nicht so groß sind, erreichen wir Camps Bay doch zügig und checken im African Dreams ein. Laut meiner Frau die teuerste Unterkunft in unserem Urlaub und auch die Schlechteste. Ich fühle mich nicht wohl in dem Zimmer - von Anfang an. Wir gehen noch an den Strand, aber der Wind bläst so stark, dass es mir wie Sandstrahlen vorkommt. Wir genießen den Sonnenuntergang vom Zimmer aus - ein schöner Anblick. Am nächsten Morgen bin ich richtig schlecht gelaunt. Die Nacht war eine Katastrophe. Da man nach Einbruch der Dunkelheit (ca. 19 Uhr) nicht mehr ausgehen soll, bleibt nur Fernsehen. Uns steht ein alter Analogfernseher mit 4 Programmen zur Verfügung. Wir müssen ständig unsere Sachen hin- und herräumen, denn für die Taschen reicht der Platz kaum. Auch erholsamer Schlaf ist uns nicht vergönnt, die Kopfkissen sind sehr hoch und bei Tagestemperaturen von über 30°C kann man auch mal die Winterdecken austauschen.

[caption id="attachment_7204" align="alignleft" width="500"]Camps Bay Camps Bay[/caption]Eigentlich stimmt mich ein gutes Frühstück milde, aber auch das geht in die Hose. Kriszta bestellt Rührei, möchte aber gern ein extra Ei da, sie ja keinen Toast isst. Die bekommt drei Spiegeleier. Wir werden nach Toast gefragt, ich: ja, Kriszta: nein... also kommt keins. Leicht gefrustet gehen wir zum Strand, es ist noch früh am Morgen, aber die Wärme reicht. Wir bleiben bis 11 Uhr liegen und fahren dann zur Waterfront. Alles ziemlich teuer dort, es ist aber jede Menge los. Wir probieren Mittag bei Mugg & Beans und sind angenehm überrascht. Die letzte Nacht verbringen wir in Kapstadt, die angenehm liegt und richtig schön ist. Ich fühle mich sofort wohl. Abends gehen wir zu Ocean Basket und schauen dort einen Teil des Halbfinales der Rugby WM (Südafrika gegen Neuseeland) an. Wir müssen schnell zurück in die Unterkunft laufen, da sehr nach Regen aussieht. Die zweite Halbzeit schauen wir in der Unterkunft, leider verliert Südafrika.

Den letzten Tag verbringen wir in bis zum frühen Nachmittag im Botanischen Garten von Kirstenbosch. 15 Uhr fahren wir zum Flughafen - wir fliegen über Nacht heim. Die Klima ist eiskalt eingestellt, es gibt kaum interessante Filme zu sehen - ich schlafe kaum und zähle die Stunden. Air France konnte das schon mal besser...