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Wochenende im Schnelldurchlauf

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Letztes Wochenende stand alles im Zeichen der LA(H)N-Party. Bei den Temperaturen mag man sich garnicht vorstellen, wie man nur in der Wohnung hocken kann und stundenlang gegeneinander kämpfen kann – wir haben das geschafft.

Abfahrt war Freitag nachmittag. Geplant hatte ich 15 Uhr, aber das Verladen der gesamten Technik hat dann doch etwas länger gedauert, mal ganz davon abgesehen, dass es unglaublich heiß war. Schnell noch eine Flasche Wasser verladen und schon konnte es losgehen. Kurz nach der Auffahrt auf der Autobahn stellte ich fest, dass ich das Wichtigste zum Fahren vergessen hatte – den Soundtrack. Nun ja, also mußte das Radio herhalten. Ich hörte mir also ein Telefonat mit einem Professor für Verkehrsforschung an, der sich zum Ferienbeginn in Sachsen äußerte. Ferienbeginn?!? Ich stellte mich schon mal auf eine kleine Verzögerung ein. Aber was war? Außer den üblichen LKW’s und Niederländern, Franzosen und Dänen, die offensichtlich auch Ferien hatten – nichts.

So kam ich doch sehr gut voran und als ich mich meinem Ziel näherte, stellte ich fest, dass mein Routenplaner mir nicht die Route angeboten hatte, die ich sonst kannte. Aber ich lag gut in der Zeit und probierte die Alternativroute. Natürlich kam ich an einer ganz anderen Stelle in Marburg raus. Also suchte ich einen Platz zum halten, atmete erstmal tief durch und wollte zum Handy greifen, um meinen Kumpel zu fragen. In dem Moment drang ein Stimme durch meine Scheibe „Suchen Sie etwas? Kann ich Ihnen helfen?“ Mir war geläufig, dass Uni-Städte doch kontaktfreudiger gegenüber Fremden sind, aber dass das solche Ausmaße annimmt…? Sie konnte mir auch nicht weiterhelfen, gab mir aber eine Richtung vor und nachdem ich ein Stück fuhr, kam mir alles sehr bekannt vor und 2-3 Minuten später hatte ich mein Ziel erreicht.

Ich hatte schon die üble Befürchtung, dass mein Rechner Probleme nach seiner kompletten Neuinstallation macht, aber es traf eher auf einen anderen Kumpel zu, der ein ähnliches Prozedere vollzogen hat und zwar im Netzwerk sichtbar war, aber von den Spielen nicht erkannt wurde. Für ihn hieß es bis Mitternacht – Neuinstallation. Aber dann konnte es losgehen und wir spielten bis es wieder hell wurde. Um 5 Uhr ließen wir die Rechner ruhen und verkrochen uns ins Bett. Leicht entnervt wurden wir wenig später geweckt, als jemand der Meinung war, samstag früh um 8 Uhr den Rasen zu mähen. Prima! Aber es dauerte nicht lang an, oder ich schließ schnell wieder ein. Auf jeden Fall standen wir halb 12 wieder auf, frühstückten und während ich gegen Abwasch kämpfte (bzw. mich an der X-Box warmzockte), gingen meine Freunde schon mal Grillzeug für den Abend holen.

Als sie wieder eintrafen, ging das Spielen weiter. Das Problem bei abgedunkelten Räumen ist natürlich, dass man nicht sieht, was draußen vor sich geht, aber wohl davon etwas hört und als ich meinte: „Gewittert es draußen?“ kam die Antwort „Ich dachte schon, ich bilde mir das ein.“ Ein Blick in der Spielpause zeigte – es regnete in Strömen, die Wassertonne lief schon über und es sah nicht aus, als wenn es schnell aufhören würde. Grillen war auf halb 7 angesetzt und nachdem es 18 Uhr immer noch regnete stimmte sich mein Kumpel mit den Bekannten aus dem Haus ab, dass wir noch eine halbe Stunde warten und dann beginnen. Aber der Regen war der Meinung nicht abzubrechen und wir verlegten, das Grillen in die Pfanne und mußte notgedrungen die Technik auf dem Esstisch abbauen. Aber es folgte ein lustiger Abend, wo wir dann auch noch nebenbei unsere Berufe mit „Mach‘ mal eine typische Handbewegung!“ erklärten. Dabei wurde bei mir Dauerfrust diagnostiziert – Computer, Anwender… alle sind gegen mich!

Nachdem wir unsere Technik wieder aufgebaut hatten und eine kurze Vorstellung gegeben hatten, was LAN-Party ist und was wir denn spielen, konnten wir schnell wieder zum ernsthaften Spiel übergehen und wieder begann es hell zu werden, als wir uns zum Schlafen legten. Lange ging der Schlaf jedoch nicht, denn die Wärme des nächsten Morgens kroch schnell in die Zimmer und bei Wärme schläft es sich unglaublich schlecht. Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem (oder waren es zwei) Abschiedsspielen warf ich die Idee der Kombination von verlängertem Wochenende und LAN-Party in den Raum. Und dann hieß es auch schon Abschied nehmen. Ich ließ mir kurz den kurzen Weg zur Autobahn erklären und schon war ich auf dem Heimweg. Anfänglich mußte ich noch mit Klimaanlage fahren, aber als ich die Grenze zu Thüringen passierte, ließ es sich auch bequem ohne Klimaanlage aushalten, was natürlich dazu führte, dass ich auch ein bißchen schneller voran kam. Der Gebrauch der Klimaanlage macht sich bei meinem Auto doch ziemlich stark bemerkbar. Und so trudelte ich gegen 18 Uhr wieder zuhause ein, wuchtete die Technik wieder hoch, schloss sie an, packte aus, warf eine Ladung Wäsche in die Waschmaschine und konnte mich erstmal ausruhen.

Eine neue Woche hat jetzt begonnen und es gibt viel zu erledigen. Ich werde mal meinem Rechner, nicht nur der Hitze wegen, eine Ruhepause gönnen. Es stehen diverse Aufgaben an, die ich nur zu lange schon vor mir hergeschoben habe. So zum Beispiel die Aufarbeitung meiner Zeitschriften, die sich immer noch auf dem Fußboden stapeln. Heute entdeckte ich auch noch ein paar Minidiscs mit Radiomitschnitten, die ich mal durchhören wollte. Ich vermute mal, die liegen schon seit gut zwei Jahren da. Aber keine Angst, der Blog wird nach wie vor gefüllt und auch den Fraktalblog werde ich weiterpflegen.

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