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More hugs

Jan 2

Franken hat mich wieder und ich muss erstmal die letzten Tage setzen lassen, irgendwie kam es die letzten Tage ziemlich geballt oder ich komme nicht so recht dazu, es in kurzen, kontrollierten Feuerstößen auf meinem Blog abzuladen.

Gestern auf Arbeit den großen Aha-Effekt erlebt, dass ich einen Bug verfolgt habe, der lästig seit ein paar Wochen an mir hängt. Es kam eine kleine Wanzenfamilie zum Vorschein, denn der offensichtliche Fehler war eigentlich keiner, sondern nur die Auswirkung, weil ein anderer beseitigt wurde. Einmal erkannt, war das Problem schnell behoben. Nach der Arbeit ging es schnell nach Hause, Sachen zusammengepackt und auf Richtung Heimt. Kurz vor Hof fing es mit Schnee an, der sich in Form von Schneeregen bis Chemnitz fortsetzte. Ab da war die Strecke dann trocken.

Daheim angekommen, schwatzte ich noch ein wenig mit meinen Eltern, sprang in die Wanne und legte mich dann schlafen, denn die Wohnungsübergabe fand den nächsten Morgen um 9:15 Uhr statt. Ich frühstückte noch in aller Ruhe, kam in den Genuss von Fernsehen. Was schaut Herr Speedy so, wenn er sich schon mal den Luxus eines Blicks in die Flimmerkiste gönnt: Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik – mit Blaise Pascal und André-Marie Ampére.

Dann ging es zur Wohnungsübergabe, bei der erstmal gemeckert wurde, dass es nicht wirklich schön gestrichen war. Laut Protokoll hätte ich nur in Küche, Flur und Wohnzimmer in den Stellen streichen müssen, die notwendig gewesen wären und ich in meinem Übermut streiche die ganze Wohnung neu. Hat man nun davon. Aber der Abnehmer ließ es „gerade nochmal“ durchgehen. Danach konnte ich zum gemütlichen Teil des Tages übergehen.

Montag Abend, kurz vorm Einschlafen, kam mir die Idee doch einfach mal Mittwoch unangemeldet bei meiner ehemaligen Arbeitsstelle aufzutauchen und ein wenig die Kollegen und Kolleginnen zu überraschen. Glücklicherweise saß eine liebe Kollegin schon unten an der Rezeption und ließ mich ohne Anmeldung passieren. Die erste Überraschte war meine langjährige Bekannte Manja aus meiner Lehre. Wir kennen uns jetzt schon seit 16 Jahren, haben nie regelmäßig getroffen, aber nie wirklich aus den Augen verloren. Wie der Zufall so wollte, waren wir aber die letzten 3 Jahre wieder Kollegen. Mein unglaublicher Überraschungsfaktor: sie hatte auch noch heute Geburtstag und sie hatte sich ein paar Tage zuvor per Mail bei mir entschuldigt, dass sie meinen vergessen hatte (die Gründe dafür waren aber auch wirklich zwingend). Unbezahlbar ihr Gesicht als ich sie in der Kaffeeküche erwischte und mit einem „Überraschung – Alles Gute zum Geburtstag“ eiskalt erwischte. Nach einem ziemlich ausführlichen Schwatz ging ich weiter in die nächste Abteilung, stieß wieder auf freudig überraschte Gesichter und kämpfte mich so langsam vorwärts.

Danach landete ich im Vorzimmer von meinem Chef, wo Karola sitzt. Karola ist ein bißchen der „gute Geist“ in meiner Zeit dort gewesen. Sie hatte immer ein offenes Ohr für einen kleinen Schwatz und wenn mich ein Problem bedrückte. Sie telefonierte gerade und bekam ganz große Augen, als ich in der Tür stand. Nachdem sie fertig war, flogen mir die Worte „Komm her mei Kleener“ entgegen und wir fielen uns in die Arme. Sie gab mir einen Kaffee aus und wir quatschten ein bißchen. Unser Gespräch wurde immer wieder durch Telefonate und vorbeikommende Kollegen unterbrochen, also machte ich noch einen kurzen Abstecher in die Nachbarabteilung, schwatzte dort noch ein wenig und kehrte dann zu ihr zurück. Danach gabs ein fixes gegenseitiges Update und ich schlenderte zur Öffentlichkeitsarbeit. Leider nur in halber Besetzung, aber deswegen nicht weniger herzlich wurde ich auch dort begrüßt. Katrin zeigte mir die Bilder von ihrem neuen Zuhause und auch hier wurden fix Infos ausgetauscht. Zweieinhalb Stunden nach meinem Eintreffen hatte ich es dann geschafft und konnte nun endlich zu den Herren der Programmierung wechseln, die mich anstarrten, als würden sie einen Geist sehen. Wir gingen dann erstmal zum Mittag in die Kantine, wo ich auch wiedererkannt wurde und unterhielten uns dort weiter. Ich gab noch schnell einen Tipp, was bei einem frisch eingepflegten Feature schief lief, erhielt im Gegenzug noch die Blogadresse von Gordon Fox – dem Aussie auf Zeit – (mein anderer ehemaliger Kollege) und machte dann schnell die Abschiedsrunde – 4,5 Stunden hatte mein Aufenthalt gedauert und ich hatte einen trockenen, schmerzenden Hals.

Heimwärts gab es dann einen Mischmasch aus Sonne und Regen, der mich aber nicht sonderlich aufhielt und gegen halb 6 Uhr war ich wieder hier, konnte noch eine Ladung Wäsche machen, Pappe für die morgige Abholung zusammenpacken und mich über neue Postcrossing-Postkarten aus Kanada und Holland freuen.

  1. Wie du doch die Produktivität einer ganzen Firma beeinflussen kannst, faszinierend! B)

  2. Du mußt natürlich hier gleich wieder meine hintergründigen Motive offenlegen 😉

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