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Freitag Abend und keine Lust

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Ja, Guten Morgen Herr Speedy – wird es heute noch was werden? Ich befürchte wohl eher nicht. Gestern Morgen hatte ich noch einen „Subversion zur Primetime“-Beitrag der NEON gelesen und dachte mir schon, dass es gutes Material für einen Blogbeitrag hergeben würde, aber das tat es wohl offensichtlich nicht. Aber trotzdem muss ich doch aus meinem gewissen Bauchgefühl heraus meinen Senf dazugeben.

Es ging um den Sender HBO, einen amerikanischen Pay-TV-Sender und seine Art und Weise „ungewöhnliches“ Fernsehen zu machen. Soweit die Kurzfassung – liest man sich den Artikel durch, stolpert man darüber, dass neben einer Sendung, die live zur Hauptsendezeit einen Bericht aus der Notaufnahme in Bagdad berichtet, wo ein amerikanischer Hauptmann ums Überleben kämpft, auch noch „Sex and the city“ um die Ecke gebogen kommt. Was die Anspielung auf Niel Postmans „Wir amüsieren uns zu Tode“ in dem Artikel verloren hat, weiß der Autor wohl selbst nicht so genau, vermutlich wollte er denjenigen, die das Buch kennen, zu verstehen geben, dass er es auch kennt. Aber wahrscheinlich nicht gelesen, geschweige denn, verstanden hat. Denn anspruchsvolles Fernsehen erzeugt man nicht mit Pathos oder sexueller Freizügigkeit. Das beste Programm ist doch nach wie vor ein ausgeschalteter Fernseher. Artikel wie diese sind es, die meine Meinung zur NEON aufrechterhalten und in meinen Augen zu einen witzigen, unterhaltsamen, aber sonst geistig armen Blättchen machen. Dass gelegentlich doch mal ein Schimmer von Sympathie für dieses Blatt durchscheint, dürfte wohl seit diesen Beitrag einleuchtend sein.

Gestern Abend – Squashabend. Es mußte wieder der gleiche Court wie letzte Woche herhalten, auf die Kürze habe ich keinen in Stegaurach mehr bekommen, also ging es wieder nach Hirschaid. Wir lümmelten uns danach noch ein bißchen auf meine Couch, quatschen, planten und ich fühlte mich für einen kurzen Moment zu einer Diskussion hingerissen, die wohl eine ganze Weile gedauert hätte. Ursache war die von mir eingelegte Boards Of Canada – Geogaddi, die mit „Das klingt als wenn man einer Katze auf den Schwanz tritt“ quittiert wurde. Und das bei der Geogaddi – Blasphemie. Mal sehen, wo ich so eine Katze herbekomme. Ich wurde gefragt, was denn überhaupt Musik ist. Für einen kurzen Augenblick blitzen Begriffe wie ADSR, FM-Synthese und LFO in meinem Kopf auf, aber ich ließ es bei einem einfach „Schall“ bewenden.

Mein Briefkasten wartete heute mit zwei neuen Postkarten auf, einer aus Japan und einer aus Teneriffa. Der Sommer ist nah! Aber momentan ist es doch ein wenig schattig und deswegen werde ich noch einen Sprung in die Wanne wagen und ein Blick in die Küche hat mir verraten, dass es von Vorteil wäre mal wieder abzuwaschen. Lang wird der Abend nicht, ich habe mich zu der Aussage hinreißen lassen, morgen doch schon gegen 8 Uhr munter zu sein, um nach Nürnberg zu düsen. Ich brauch immer noch Schuhe und auch mein Kleiderschrank könnte ein Update vertragen.

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