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Tag 2: 42, Wiedererwachen

Jan 3

Gestern ins Bett gegangen, noch lange gelesen und schließlich eingeschlafen. An diesem Morgen schon wieder sehr zeitig munter geworden, ein gutes Zeichen. Noch ein bißchen vor mich hingedöst und anschließend aufgestanden und gefrühstückt. Ich konnte und wollte nicht länger in den vier Wänden bleiben und zog mich an, um einen kleinen Spaziergang zu machen. Da ich gestern noch fünf neue Adressen vom Postcrossing-Projekt abgerufen hatte, führte mich mein Weg zur Post (wo ich nicht fündig wurde) und anschließend zurück nach Hause.

Es war schon gegen Mittag, die Sonne schien fast senkrecht auf mich herab und es war angenehm warm, fast ein wenig zu warm. Ich lief zwischen den Häusern lang, kein Lüftchen rührte sich und es war still. Richtig still, als hätte man Kopfhörer auf und den Soundtrack der Stille so laut gedreht, dass kein Geräusch mehr an die Ohren dringt. Für einen Moment kam ich mir wie dem in den letzten Tagen oft erwähnten Roman „42“ von Thomas Lehr vor. Ohne zu viel von der Handlung aufzudecken, erinnert es mich an drei Geschichten: „Das letzte Gefecht“ von Stephen King, „Malevil“ von Robert Merle und „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Eine Handvoll Menschen „überleben“ am Teilchenbeschleuniger des CERN das Einfrieren der Zeit, während alles andere still steht. In dieser Welt sind sie gleichzeitig Götter, denn sie können sich nahezu jeden Wunsch erfüllen (z.B. im Museum ein Schmuckstück mitgehen lassen), aber auch Opfer, denn jede Verletzung könnte wegen fehlender medizinischer Möglichkeiten tödlich enden. Noch 100 Seiten, die Spannung wird langsam unerträglich…

Der Riesenabwasch, der sich die letzten Tage angesammelt hatte, konnte mit der langsam wiederkehrenden Kraft beseitigt werden und nebenbei sprang noch ein Tomatensalat und als Kompott ein paar klein geschnittene Erdbeeren heraus. Letztendlich übte ich noch ein wenig, schließlich wollen alle 164 Stücke meines Übungsbuches mal gespielt werden. Die Schwierigkeit steigt langsam, ich bin bei Nr. 30. Laut meiner Klavierlehrerin brauchen ihre anderen Schüler für die Hälfte des Buches ungefähr ein Jahr, mal sehen, wo ich lande.

  1. Schon mal vorab die Kurzantwort: Freilich, war richtig erschrocken, weil ich garnichts bestellt hatte. Aber als ich deinen Namen fett auf der Box prangen sah, war mir alles klar. DAAANKE!

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