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Ist es denn so schwer?

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  1. Ich gehe heute einkaufen und freue mich über die Menschenmassen, die ihre Körbe vollladen, als wenn es kein Morgen gibt. Erinnert mich unwahrscheinlich an den allerersten Beitrag, den ich geschrieben hab. Und während ich im Slalom vor mich hin pfeifend um die Leute schlängle, lade ich mich einen Elsässer Flammkuchen ein und was noch? Genau – Federweißer. Ich stelle meinen Wagen ab und gehe noch fix Milch holen, als neben meinem Wagen ein Ehepaar hält (ca. Mitte 40) und sie zu ihm sagt: Oh, Federweißer, da nehmen wir welchen mit! Ich geh noch schnell …(nicht verstanden)… holen. Sie eilt davon und er holt eine Flasche heraus, man beachte folgende Hinweise…Nicht legen!Nicht legen!Was macht der Mann? Er hält die Flasche im Winkel von 90° und studiert aufmerksam das Etikett, als er nach einiger Zeit bemerkt, dass seine Finger am Verschluss doch nass werden. Ruckartig richtet er sie wieder auf, schaut verstohlen um sich, riecht an seinen Fingern und stellt die Flasche wieder ins Kühlfach. Seinem Gesichtsausdruck konnte ich anmerken, dass er offensichtlich nicht mit Federweißer-Flaschen vertraut ist. Deswegen nahm er, nachdem er sich wieder umgesehen hatte, die zweite Flasche in die Hand, kippte sie wieder um 90° und studierte wieder das Etikett, als seine Hände wieder feucht wurden und er das gleiche Spiel wiederholte – umschauen, Flasche abstellen, an den Händen riechen und dann mit einem Taschentuch saubermachen. Verwundert rollte er seinen Wagen weg und blieb ein paar Meter weiter stehen. Offensichtlich war ihm das nicht geheuer. Wenn ich noch etwas Zeit gehabt hätte, wäre noch die Rückkehr seiner Frau interessant geworden. Aber so konnte ich schon schlussfolgern: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!
  2. Zuhause entschloss ich mich ein wenig an meinem Podcast zu arbeiten. Ich importierte die Dateien ins Audacity, spielte ein wenig mit den Funktionen herum, schob mir schon mal die Tracks zurecht und wollte schon ein paar Mikrofonspuren aufnehmen, als ich das Mikro anschloss und selbst bei aktiviertem Mic-Boost und vollen Reglern ich allemal gegenüber den Musikstücken ein leises Flüstern hervorbrachte. Ich hatte natürlich keine Lust, meine Moderationen in das Mikro zu brüllen, da ich ohnehin meine Stimme als furchtbar empfand. Ich möchte mal wissen, wo die Sachsen waren, als Hochdeutsch als Sprache verteilt wurde! Wahrscheinlich mit den Bayern saufen :)) Nach einer kurzen Recherche fand ich heraus, dass man seine Stimme am Anfang immer als unangenehm wahrnimmt, weil beim Hören der eigenen Stimme der Körperschall entfällt und damit die Stimme höher als gewohnt ausfällt. Muss stellenweise bei Sängern und Moderatoren zu Beginn sehr schwierig sein, zu seiner Stimme zu stehen. Aber zurück zum Problem: Ich hörte mich ja kaum. Also verstärkte ich das Signal. Mit dem Verstärken zog ich auch das Rauschen mit hoch und wollte das herausfiltern. Heraus kam zwar meine Stimme, aber es klang wie bitweise gehäckselt und dann den Lautsprecher in einem Blecheimer aufgestellt. Also werde ich doch auf die klassische Variante zurückgreifen – auf MD aufnehmen und dann auf den Rechner ziehen. Kein Rauschen, kein Lüfterbrummen, nur pures Sächsisch 😉

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