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Auf Tour in Montego Bay mit WillyDoo

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Ein zweites Mal Jamaika, diesmal Montego Bay. Unser Plan sieht vor, an den Negril Beach zu fahren und dann noch zu Rick’s Café, wo sich die Klippenspringer gegen ein kleines Entgeld in die Tiefe stürzen.

Wir treffen uns mit ein paar Bekannten vor dem Schiff und machen unsere Tour ausfindig. Es stellt sich heraus, dass wir in einen großen Bus voller deutscher Touristen verladen werden. Unser Guide Willy fischt die Leute vom Schiff ab und bringt sie alle in den Bus. Als der Bus voll ist, geht es los.

Willy spricht sehr gut deutsch und fängt erstmal mit Fakten über Jamaika an. Die meisten kennen wir schon von unserem Stop in Ocho Rios. Um das Eis zu brechen, singt er noch zwei, drei Lieder. Zwischendurch halten wir mal an, weil wir noch Rum für den Rumpunsch kaufen müssen. Unser Fahrt dauert gefühlte 1,5 Stunden, dann sind wir am Negril Beach.

Hier organisieren wir uns sofort ein paar Plätze im Schatten. Kriszta läuft ein bisschen den Strand auf und ab, während ich lese und Musik höre. Auffällig ist der sanfte Duft von Marihuana, der mir um die Nase weht. Wie wir schon in Ocho Rios erfahren haben, ist der Anbau von Cannabis-Pflanzen in Jamaika für den Eigenbedarf erlaubt, was ungefähr fünf Pflanzen entspricht. Da die Jamaikaner aber ein freundliches Volk sind, teilen sie ihren Eigenbedarf gegen ein Entgelt mit Touristen in Form von Brownies oder rauchbarer Form.

In der Mittagszeit probiere ich einen Jerk Chicken Burger mit Pommes frites, der angenehm würzig ist. Dann gehen wir eine Runde am Strand entlang. Alle Nase lang werden wir angesprochen, ob wir was zu rauchen kaufen möchten.

Negril Beach

Ich weiß nicht, ob Jamaika so ein gefährlicher Ort ist, aber an jedem Hotel / Strandabschnitt steht ein Uniformierter und passt auf die Gäste auf. Vielleicht hat es damit zu tun, dass vorbeiziehende Verkäufer / Musikbands lästig werden. Übertrieben wird es an einem Hotel, wo hörbar viele Amerikaner sind. Die lassen sich in einem Buch eintragen, wenn sie ins Wasser gehen. Über diesem Strandbereich hängt auch die dickste süßlich duftende Wolke.

Nach Negril Beach fahren wir ein kurzes Stück und werden in einem Shop abgeladen. Hier kann man jede Menge T-Shirts, Mützen, Tassen und ähnliche Souvenirs kaufen, auf denen die Jamaikanische Flagge kombiniert mit einem Spruch wie „Yeah mon!“ prangt. Wahlweise auch Bob Marley. Ich interessiere mich eher für den Kaffee aus den Blue Mountains. Doch das Pfund für US-$22 ist mir etwas zu heftig. Zum Glück ist es hier angenehm klimatisiert, sodass das Warten auf die anderen leicht fällt.

Rick's Café

Rick’s Café ist das nächste und letzte Ziel unserer Tour. Als wir ankommen, geht gerade der Eimer rum. Ich schaue der Klippe an und finde sie etwas dürftig, um einen Dollar zu spendieren. Doch um es spektakulär zu gestalten, haben sie einen extra „Sprungturm“ gebaut. Es steht bereits ein Springer oben und wartet auf das perfekte Licht. Das heißt im Klartext, dass der Eimer noch weiter seine Runden macht. Nach 10 Minuten schraubt er sich mit ein paar Figuren ins kühle Nass und das war es. Wir warten noch eine halbe Stunde, aber nichts passiert weiter. Willy ruft uns zum Bus.

Dort hat er ein großes Plastikfass in das er etliche Flaschen Rum entleert und dann folgen genau so viele Flaschen mit „Fruchtsaft“ (Lies: Wasser mit Zucker und Farbstoff). Es wird mit der Kelle umgerührt und dann wird das Gemisch abgezapft und zuerst an Frauen, danach an die Männer verteilt. Einige wagen eine zweite und eine dritte Runde. Nachdem das Fass leer ist, werden die verbleibenden vollen Flaschen gemischt und im Bus auf der Rückfahrt herum gereicht. Die Stimmung im Bus ist gelöst und Willy stimmt nochmal die Lieder von der Hinfahrt an und der ganze Bus singt (gröhlt) mit.

Mit lautem Gesang fahren wir mit einsetzender Dunkelheit wieder in den Hafen. Was mich etwas gestört hat, war die Tatsache, dass wir ungefähr eine Stunde noch auf dem Parkplatz bei Rick’s Café mit dem Rumpunsch standen, statt dass wir noch etwas den Klippenspringern zugeschaut hätten. Im Nachhinein ist mir auch klar, warum der Betrag von $50 gleich zu Beginn der Fahrt kassiert wurde – auf dem Rückweg sind einige viel zu gut drauf, um sich mit Dingen wie mit Geld zu beschäftigen.

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