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Türkei – Badeurlaub zu Ostern

Jan 0

Der 40. Geburtstag meiner Frau stand an. Zu unserem Unglück fiel ihr Geburtstag auch noch ausgerechnet auf den Ostermontag und damit in die Osterferien. Günstige Reisen waren schwerlich zu bekommen. Deshalb sollte es nach langer Zeit mal wieder in die Türkei gehen. Das letzte Mal waren wir vor 8 Jahren in der Türkei, als wir in Istanbul bzw. im Januar eine Woche pauschal in Tekirova waren. Dieses Mal fanden wir ein gutes Angebot in Side.

Im ersten Moment erschien es uns furchtbar, dass wir Karfreitag 0.10 Uhr fliegen und der Rückflug am Mittwoch um 23.00 Uhr statt findet. Aber unter dem Strich hatten wir sechs volle Tage in der Türkei, die wir nutzen konnten. Unsere Unterkunft war die Villa Side Residence. Zu Beginn waren wir etwas enttäuscht. Nachdem wir 4.30 Uhr gelandet waren, Gepäck aufgenommen, auf Busse verteilt und zum Hotel gebracht wurden, mussten wir 6.30 Uhr feststellen, dass wir kein Zimmer hatten. Frühstück gab es auch erst ab 7.30 Uhr. Also machten wir uns einen Tee/Kaffee und warteten. Nach dem Frühstück gingen wir an den Strand.

Aspendos, Türkei
Weiße Gipfel und antike Ruinen – ein gutes Motiv

Das Hotel liegt in zweiter Reihe, sodass man ca. 300m laufen muss oder man wartet auf das kleine Elektroshuttle, dass einen die Straße runter fährt. Wir sind jedes Mal gelaufen, weil es uns albern erschien, für die Strecke auf ein Shuttle zu warten. Es war noch etwas frisch am Morgen und wir legten uns in die Liegen und schliefen ein bisschen. Gegen 9 Uhr gingen wir zur Rezeption, denn ab jetzt sollte unser Zimmer fertig sein.

Im ersten Moment war unser Zimmer in Ordnung. Aber auf den zweiten Blick fiel uns auf: zwei Einzelbetten neben einander. Und im Hintergrund röhrte es monoton. Nachdem wir die Balkontür öffneten, sahen wir, dass unter unserem Balkon eine stattliche Anzahl von Lüftern röhrte. Kriszta ging zurück an die Rezeption. Wenige Minuten später kam sie mit neuen Zimmerkarten. Es ging vom 4. in den 7. Stock. Und von dort aus noch einmal eine halbe Treppe hoch. Das Zimmer im Prinzip wie das Erste, nur ein kleines Stück größer. Wir hatten Doppelbett und konnten sogar das Meer und die Berge sehen. Perfekt! Für ältere Leute wäre das Zimmer weniger geeignet, weil wir unsere Koffer jetzt die schmale Treppen nach oben wuchten mussten.

Stausee, Manavgat, Türkei
Der Stausee hinter Manavgat

Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten, schnappten wir uns die Strandhandtücher und gingen zum Pool. Dort suchten wir uns zwei Liegen aus und sonnten/schliefen bis Mittag. Essen gibt es ab 12.30 Uhr. Und egal ob früh, mittags oder abends – wir stellten schnell fest, dass das Essen zwar abwechslungsreich war. Trotzdem fehlten uns wichtige Hinweise. Beim Frühstück: 12 Schüsseln mit Joghurt und Quark – Ohne Beschriftung! Was ist was? Und bei den Hauptgerichten gab es auch nur einen Hinweis auf Türkisch, Englisch oder Deutsch, um was es sich handelt, aber keinen Hinweis, ob glutenfrei, vegan etc.

Im Laufe des Morgen hatten wir schon das Hotel erkundet. Im zweiten Untergeschoss befindet sich das Schwimmbecken, die Sauna und der Wellnessbereich mit Hammam und Massageräumen. Wir sahen das Angebot für Hammam mit Schaummassage und anschließender halbstündiger Ölmassage für 35 Euro. Wir ließen uns für den Nachmittag einschreiben. Es war unser erstes Mal Hamman und wir genossen es, auf dem warmen Stein zu liegen, mit heißem Wasser übergossen und anschließend mit Schaum eingeseift zu werden. Die Ölmassage verging wieder viel zu schnell und ich bin auch kurz eingeschlafen. Im Anschluss buchten wir den letzten Tag nochmal so ein Paket, nur mit einstündiger Ölmassage.

Perge, Türkei
Viele Säulen gibt es in Perge

Im ersten Moment erscheint der Preis für eine einstündige Behandlung für 35 Euro günstig. Schaut man sich aber außerhalb der Hotels um, bekommt man diese Behandlungen auch für 15 oder 20 Euro. Nur sollte man sich vorher mal das Hammam bzw. die Massageräume zeigen lassen. Nicht selten lässt die Atmosphäre sehr zu wünschen übrig oder die Behandlungsräume sind kühl, sodass man sich nicht richtig wohl fühlt.

Türkei allgemein

Ich schreibe mal ein paar allgemeine Fakten zum Thema Türkei zusammen, damit ich das mal im Laufe der Zeit vergleichen kann. Der Wechselkurs zwischen türkischer Lira und Euro beträgt ungefähr 1 Euro = 6,50 Türkische Lira. Auf einem T-Shirt sah ich den Spruch, dass die Türkei ein einziges Museum ist. Sehenswürdigkeiten, die nicht gepflegt werden, sind meistens gratis. Kleinere Attraktionen, wie z.B. Wasserfälle haben einen Eintrittspreis von ca. 5 Lira. Geht es dann um historische Sehenswürdigkeiten, die eventuell auch noch Weltkulturerbe sind, ist man mit 20 bis 30 Lira dabei.

Die Küstenregionen der Türkei sind bestens auf deutsche Besucher eingestellt. Unangenehmerweise kommt man so gar nicht dazu ein paar türkische Vokabeln zu lernen, weil die meisten ziemlich gut Deutsch sprechen. Das gilt für die Hotels, als auch für Gaststätten außerhalb. Da wir all inclusive hatten, wären wir gar nicht in die Versuchung gekommen, außerhalb zu Essen. Aber da wir zwei Tagestouren gemacht haben, mussten wir uns selbst verpflegen. Die Preise für eine Hauptspeise fangen so bei 25-30 Lira an, je nachdem, was man essen möchte. Gefährlich sind die Preise für ein Eis. Wir haben ein Magnum an der Tankstelle für 5,50 Lira bekommen, in der Innenstadt von Side kostete es zwischen 2,50 und 3 Euro.

Wie wir festgestellt haben, ist Auto fahren in der Türkei weit aus weniger chaotisch, als man denkt. Das Einzige, was uns neu war, waren die Ampelregelungen. Auf einer vierspurigen Strecke gibt es meistens rechts einen Standstreifen. Es passiert dann ziemlich häufig, dass an einer Ampel ein oder zwei Autos dann rechts auf dem Standstreifen neben einem stehen. Das kann entweder bedeuten, dass sie abbiegen wollen oder sie einen Schnellstart hinlegen wollen, um dann wieder vor einem in die rechte Spur zu ziehen. Generell wird aber auch in der Türkei meistens defensiv gefahren, d.h. einfädeln, auf den Verkehr Rücksicht nehmen und nicht auf sein Recht bestehen, funktioniert hier ganz gut.

Unsere Reise war Ende April. Wir hatten meistens um die 20°C und einen auffrischenden Wind, der vom Meer kam. Nachdem wir uns erkundigt haben, sollte es in der Region der Türkei schon wärmer sein. Von Besuchen im Landesinneren wurde uns abgeraten, da es doch noch ein paar Grad kühler als an der Küste ist.

Die Zeitverschiebung beträgt in der Sommerzeit eine Stunde, in der Winterzeit zwei Stunden. Der Flug von Nürnberg nach Antalya beträgt ungefähr 3 Stunden.

Side

Den zweiten Tag nahmen wir direkt den Dolmus (so heißt in der Türkei das Sammeltaxi, was de facto ein Kleinbus ist) ins Zentrum von Side. Schon am Vorabend hatten wir herausgefunden, dass der Bus für 1 Euro pro Person die Touristen ins Zentrum bringt und wir eine Haltestelle direkt hinter dem Hotel haben. Die meisten Touristen stiegen am Basar aus. Wir ließen uns bis zu den Ruinen bringen. Vom Parkplatz aus verschaffen wir uns einen kurzen Überblick und laufen dann los. In Side sind die Ruinen (bis auf das Theater) gratis. Es gibt keinen empfohlenen Weg. Wir laufen von Ruine zu Ruine, machen Bilder und gehen weiter.

Side, Amphitheater, Türkei
Das Amphitheater in Side

Es ist strahlend blauer Himmel und wir haben eine tolle Sicht auf die Berge, die hinter Antalya liegen. Leider weht am äußersten Zipfel ein ziemlich starker kühler Wind, sodass wir unsere Pullover anziehen müssen. Danach laufen wir am Strand zurück zum Hotel. Den größten Teil gibt es einen gepflasterten Weg, der zwischen Strand und Hotels entlang führt. Erst ca. einen Kilometer vor unserem Hotel hört der Weg auf und wir laufen im Sand weiter. Von Side bis zum Hotel sind es sechs Kilometer.

Side, Tempel, Türkei
Tempel des Apollo

So sind wir gegen 14 Uhr zurück in der Villa Side Residence, essen erstmal Mittag und legen uns an den Pool. Kurz nach 14 Uhr öffnen die Rutschen und wir probieren alle drei aus. Es macht Spaß, auch wenn das Wasser eiskalt ist. Gegen Nachmittag spüren wir den kühlen Wind auch überall am Pool und wir gehen zurück ins Hotel. Dort wärmen wir uns erstmal im Hammam auf. Da es Abendessen erst um 19 Uhr gibt, bleibt uns noch genug Zeit, um nochmal in die Sauna zu gehen.

Alanya

Unser Hotel bietet eine Autovermietung, deren Wagen in der kleinsten Kategorie 35 Euro pro Tag kostet. Da wir diesen Teil der Türkei etwas erkunden wollen, mieten wir ein Auto für zwei Tage. Die Bezahlung erfolgt bei Übergabe bar auf die Hand, ohne dass ein Betrag auf der Kreditkarte gesperrt wird. Als wir uns skeptisch wegen der „Alles drin“-Versicherung zeigen, beruhigt uns der Vermieter. Wenn es Ärger mit der Autovermietung gäbe, würde das Hotel den Vertrag mit ihm auflösen und er hätte keine Kunden mehr. Klingt zumindest in unseren Ohren logisch. Wir bekommen einen Hyundai i20, der außen komplett neu aussieht, aber dennoch schon über 80.000km auf dem Buckel hat.

Alanya, Burg
Blick auf die Burg und die Stadt Alanya

Unser Ziel für den heutigen Tag ist Alanya. Die Strecke bis dahin beträgt ca. 70km. Die theoretische Fahrtzeit beträgt ungefähr eine Stunde, aber da unser Auto nur noch 30km im Tank hat, müssen wir erstmal tanken. Auf der D400 kommt man ganz entspannt nach Alanya. Höchstgeschwindigkeit sind 90km/h, aber die werden in der Türkei auch nicht so genau genommen. Wir stellen unser Auto zwischen den Hotels ab und laufen am Kleopatra-Strand entlang. Für einen winzigen Betrag von 20 Lira (ca. 3 Euro) kann man mit der Seilbahn hoch auf die Burg und zurück fahren. Die Burg oben ist weniger sehenswert, dafür ist die Aussicht auf den Kleopatra-Strand und die Stadt bzw. den Hafen und die Berge sensationell. Und überall leuchtet die rote Nationalflagge der Türkei.

Als wir wieder unten angekommen sind, laufen wir Richtung Hafen und essen unterwegs Mittag. Für 100 Lira (ca. 15 Euro) bekommen wir zwei große Teller mit Kebab, Pommes und Salat und zwei Getränke. Das Personal ist super freundlich und spricht auch noch sehr gut deutsch. Neben vielen russischen Gästen spürt man, dass die Deutschen hier sehr zahlreich vertreten sind. Im Hafen schauen wir uns die großen Schiffe an, welche alle durchweg Piratenschiff-Charakter haben und die Leute anlocken. Danach drehen wir um und gehen zum Auto zurück.

Alanya, Strand
Der Kleopatra-Strand

Schon in Side wurde uns von einem Reisebüro der Stausee und der Green Canyon hinter Manavgat schmackhaft gemacht. Da es nur ein kleiner Abstecher auf dem Rückweg nach Side ist, nehmen wir diese Ecke auch noch mit. Obwohl es Sonntag ist und schon in Alanya viel los war, ist es hier ausgesprochen ruhig. Leider sind schon einige Wolken aufgezogen und immer wieder verdunkeln sie den grün leuchtenden See. Rechtzeitig zum Abendessen sind wir wieder in der Villa Side Residence. Da es ein kinderfreundliches Hotel ist, gibt es 20.45 Uhr Mini-Disco. Da werden jeden Abend drei-vier Titel gespielt und mit Choreografie getanzt. Und so werden wir jeden Abend mit dem Fliegerlied, Aram sam sam und dem kleinen Papagei (Co co co) unterhalten.

Aspendos

Der zweite Tag mit dem Mietwagen an der Küste der Türkei. Nach einer kleinen Geburtstagsüberraschung und dem Frühstück starten wir unsere Fahrt Richtung Antalya. Erster Halt ist Aspendos, was auf dem halben Weg zwischen Side und Antalya liegt. Auf Bildern sieht man immer nur das große Amphitheater. Aber dahinter verbirgt sich noch ein weites Gelände mit jeder Menge anderer Ruinen. Wir sind so ziemlich die ersten Gäste und haben das komplette Theater nur für uns. Zwei Schauspieler in römischer Leder-Rüstung stürzen auf uns zu. Sie posen mit uns, während ein Fotograf uns ablichtet. Später können wir die Bilder draußen kaufen. Obwohl die Bilder gut geworden sind, verzichten wir angesichts des Preises drauf.

Aspendos
Blick über das Amphitheater

Nach dem Theater gehen wir noch ins Hinterland. Dort finden wir einen Hinweis auf den Theaterberg. Ich verspreche mir eine gute Aussicht auf das Amphitheater und die umliegenden Gebäude und werde nicht enttäuscht. Kurz nach uns kam ein Bus, dessen Insassen sich so langsam im Gelände verteilen, aber keiner kommt an unsere Position. Nach einem kurzen Blick auf die Uhr stellen wir fest, dass wir schon viel zu viel Zeit hier verbracht haben. Also gehen wir zum Auto und fahren weiter.

Perge

Perge liegt kurz vor den Toren Antalyas. Initial sind wir etwas irritiert, da das Amphitheater auf der anderen Straßenseite hinter einem hohen Zaun liegt. Doch wir besichtigen erstmal die Anlage. Auf einer Karte machen wir unsere grobe Route aus – Säulenstraße, Berg hoch, Stadion und dann ins Theater. Während Aspendos von der Natur zurück erobert wurde, liegt Perge ziemlich exponiert da. Wir stolpern und holpern über die großen Pflastersteine. Auf der halben Strecke zur Anhöhe ist ein kleiner überdachter Ausblick, wo wir die Anlage in ihrer Gesamtheit betrachten können.

Perge
Von der Anhöhe hat man einen schönen Ausblick auf Perge

Auf dem Rückweg laufen wir durch das Stadion. Um dann zum Theater zu kommen, müssen wir tatsächlich die Straße überqueren. Dort werden wir erneut um unsere Eintrittskarten gebeten und dürfen dann hinein. Das Amphitheater etwas verfallener als Aspendos, gibt aber mit den weißen Bergspitzen im Hintergrund eine schöne Kulisse ab. Am Abend vergleichen wir die beiden Theater und ein Gefühl für die Dimension zu bekommen. Während in Aspendos Platz für 20.000 Menschen war, kommt Perge „nur“ auf 12.000 Plätze. Danach steigen wir wieder ins Auto und fahren weiter zu den Wasserfällen.

Wasserfälle bei Antalya

Erster Wasserfall ist der Kursunlu-Wasserfall. Während sich die Eintrittspreise für die historischen Stätten immer zwischen 20 und 30 Lira bewegen, sind die Wasserfälle mit ca. 5 Lira sehr günstig. Ziemlich schnell gelangt man zum ersten Wasserfall und folgt den Schildern zum Zweiten. Aber empfehlenswert ist das nicht wirklich, denn alle weiteren „Wasserfälle“ sind eher Kaskaden. Wir laufen noch ein ganzes Stück, immer geht es treppauf und treppab. Aber so richtig beeindruckt sind wir überhaupt nicht. Da wir wahrscheinlich zum äußersten Punkt gelaufen sind, müssen wir die ganze Strecke zurücklaufen.

Kursunlu, Antalya, Türkei
Kursunlu – nicht besonders, aber schön gelegen

Als nächstes geht es zum oberen Düden Wasserfall. Dieser ist auf der Karte schwer zu finden, der einzige Hinweis ist der Parkplatz. Und der kostet auch noch Geld. Das ist für uns ein Novum, denn alle anderen Sehenswürdigkeiten hatten kostenlose Parkplätze. Zum Glück biege ich eine Straße zu zeitig ab und wir finden einen kostenlosen Parkplatz in einer Seitenstraße.

Der obere Düden Wasserfall entspricht schon eher unserer Vorstellung eines Wasserfalls. Es ist schon kurz nach Mittag und trotzdem ist hier unglaublich viel los. Wir machen hier auch nur eine kleine Runde und laufen wieder zurück. So haben wir den Wasserfall vom oberen und vom unteren Level gesehen.

Düden, Antalya, Türkei, Wasserfall
Der obere Düden-Wasserfall

Jetzt ist es Zeit etwas zu essen. Wir fahren bis zum unteren Düden Wasserfall. Dort fahren wir am Parkplatz vorbei und folgen der Straße die Küste entlang. Dort findet man jede Menge Restaurants. Wir entscheiden uns für einen Selbstbedienungsimbiss auf einer kleinen Landzunge. Dort sitzen wir zwar im Wind, haben aber einen schönen Ausblick auf die Küste. Anschließend laufen wir noch ein Stück. Danach geht es wieder zurück Richtung Wasserfall. Man ist nicht zwangsläufig auf den Bezahlparkplatz angewiesen, es gibt auch in der näheren Umgebung genügend kostenlose Parkflächen.

Düden, Antalya, Wasserfall, Türkei
Hier stürzt sich der Düden-Wasserfall ins Meer

Ursprünglich bin ich davon ausgegangen, dass wir wieder Eintritt zahlen müssen. Aber hier kann man das Naturspektakel kostenlos genießen. Der Düden Wasserfall ist einer der wenigen Wasserfälle, die ich gesehen habe, die sich direkt ins Meer stürzen. Als wir ankommen, lässt sich gerade ein Hochzeitspaar mit dem Wasserfall ablichten. Ansonsten ist der Andrang mäßig und ich bekomme überall Platz zum Fotografieren.

Auf dem Heimweg nach Side fahren wir erstmal die Küstenstraße entlang, um ein paar Hotels anzusehen, damit Kriszta Tipps geben kann, wenn jemand Interesse an einem Urlaub in der Türkei hat. So kommen wir erst kurz nach 18 Uhr wieder im Hotel an. Mit dem Autovermieter haben wir vereinbart, dass wir das Auto abstellen und er das Auto einfach abholt. Wir sagen an der Rezeption Bescheid und geben den Schlüssel ab. Damit hat es sich für uns erledigt. Da es erst ab 19 Uhr Abendessen gibt, ist der Andrang sehr groß und innerhalb kürzester Zeit sind alle Tische schon belegt. Aber die Kellner geben sich Mühe und finden noch zwei freie Plätze für uns.

Sonne und Strand

Nach so viel Unternehmungen haben wir uns etwas Ruhe verdient. Also gehen wir den nächsten Tag gleich nach dem Frühstück an den Strand. Am Anfang ist es noch angenehm, später kommt wieder der kalte Wind auf. In der Sonne ist er erträglich, aber da ich befürchte, mich zu verbrennen, flüchte ich unter den Sonnenschirm. Im Schatten ist es richtig kalt. Also setze ich mich mit T-Shirt in die Sonne und finde so den entscheidenden Kompromiss. Die Villa Side Residence ist bestens eingerichtet und hat auch eine Küche und einen überdachten Platz zum Essen am Strand. Hier essen wir zum Mittag leckeren Döner Kebap mit Pommes und Salat.

Aspendos, Türkei
20.000 Menschen hatten im Theater von Aspendos Platz

Wir bleiben noch bis zum Nachmittag am Strand, gehen dann aber gegen 15 Uhr zurück zum Pool und rutschen noch etwas. Rutschen macht hungrig und ab 15.30 Uhr gibt es Magnum und frische Waffeln. Wir bleiben noch etwas am Pool, bis es wieder zu kühl wird.

Den letzten Tag gehen wir ganz entspannt an. Nach dem Frühstück packen wir erstmal unsere Koffer. Danach geht es wieder an den Strand. Heute ist es nicht ganz so windig und wir genießen die Sonne. Kurz vor der Auscheckzeit 12 Uhr gehen wir zurück aufs Zimmer, schnappen unsere Koffer und verlassen das Zimmer. Nach dem Mittag sind wir noch etwas am Pool, bis es Zeit für Hammam ist. Wir lassen uns nochmal einseifen und werden anschließend eine Stunde lang massiert. Im Anschluss an unsere Behandlung ziehen wir unsere Sachen für die Rückreise an und setzen uns in die Lobby.

Perge, Türkei
Kolossale Kulisse in Perge

Schon am Vortag hatte ich unsere Abholzeit ermittelt. Alle Reisebüros heften ein Blatt mit Name und Uhrzeit in einen Ordner ein, der für alle einsehbar ist. Wir haben den Vorteil, dass unser Reiseanbieter vTours DSGVO-konform arbeitet. Also muss ich einen QR-Code scannen und muss auf einer Webseite unsere Buchungsnummer und den Namen eingeben, um die Abfahrtszeit zu erfahren. Laut Plan werden wir 18.40 Uhr abgeholt. Als wir 18.30 Uhr mit den Koffern Richtung Ausgang rollen, steht schon ein Bus vor der Tür. Ich spurte fix raus und schaue nach – ja, das ist unserer. Schnell schaffen wir alles raus und werden zum Flughafen gefahren.

Der Fahrer braucht noch eine ganze Weile, bis er alle Passagiere seiner Tour eingesammelt hat. So kommen wir erst kurz nach 20 Uhr am Flughafen an. Trotzdem bleibt uns noch jede Menge Zeit, bis wir 23 Uhr abfliegen. Wir bekommen auf dem Rückflug kein Auge zu, weil die Hälfte der Passagiere Kinder sind, die nicht schlafen wollen. Es ist unvorstellbar laut. Leicht übermüdet landen wir 1.30 Uhr in Nürnberg, holen unser Auto vom Parkplatz und fahren heim. Gegen 3 Uhr fallen wir in unseren wohl verdienten Schlaf.

Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Für euch entstehen keine extra Kosten. Das empfohlene Hotel wurde von von uns besucht, d.h. wir können es bedenkenlos empfehlen.

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