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Zwischenstopp in Tainan

Jan 0
geschätzte Lesedauer: 3 Minuten

Wir sind ungefähr 14 Tage in Taiwan unterwegs. Nach der Hauptstadt Taipeh und dem Sonne Mond See reisen wir jetzt weiter in den Süden. Nächste Station ist Tainan.

Anreise

Wir sind vom Sonne Mond See mit dem Bus zurück nach Taichung gefahren. Dort konnten wir leider nicht den gewünschten Zug erwischen. Aber nicht weil wir zu spät waren – nein, weil keine Plätze mehr frei waren. Das verschaffte uns genügend Luft, um einen Kaffee trinken zu gehen. Der war so gut zubereitet, dass wir wirklich positiv überrascht waren.

Der Zug war wie immer pünktlich, nur hatte so ein bisschen mehr von einem Regionalexpress. Und genau so war es auch. Wir zuckelten schnell, aber gemütlich bis nach Tainan.

Tainan

Tainan stand schon von vorn herein unter keinem glücklichen Stern. Das Hotel war 1,7km vom Bahnhof entfernt. Über 30°C mit mehr als 20kg Gepäck (großer und kleiner Rucksack), da vergeht einem schon jegliche Lust. Zum Glück schien keine Sonne. Als wir im FX Hotel ankamen, passierte das, was passieren muss – die Klimaanlage war auf Schockfrosten eingestellt. Da wir natürlich vor 15 Uhr angekommen sind, war das Zimmer noch nicht frei und wir mussten die Rücksäcke abgeben und machten uns auf den Weg.

Blick in einer kleine Fabrikhalle, wo überall die Wurzeln des Baumes sind
Nicht spektakulär, aber trotzdem sehr interessant zu erkunden

Wir folgten dem üblichen Schema. Youbikes finden, ausleihen und losradeln. Ziel war der Stadtteil Anping. Als erstes fuhren wir zum Anping Tree House. Ähnlich wie in Angkor Wat hat hier ein Baum das Mauerwerk durchsetzt und damit einen Touristenmagneten geschaffen. Ich machte jede Menge Bilder und versuchte möglich viele Perspektiven einzufangen. Aber letztlich ist es nur ein Gebäude, wo ein Großteil schon fehlt und quasi der Baum die restlichen Ziegeln noch zusammenhält.

Weiter ging es über die große Straße Richtung Fort Zeelandia. Auf dem Weg dahin kamen wir an Anping BB-Ball vorbei. Stellt euch ein Mischung aus Bohnen, Taro-Wurzeln und anderem Gemüse vor, dass als gelierte Bälle serviert wird, mit Crushed Ice. Da es noch „Winter“ war, gab es das auch in warm und wir haben es dann als eine Art Eintopf gegessen.

Nachdem wir am Fort und am Tempel vorbei sind und ein bisschen durch die Straßen geschlendert sind, zeichnet es sich immer mehr ab, dass es bald regnen wird. Wir sind zwar mit Schirm und Jacke darauf vorbereitet, aber als es tatsächlich losgeht, brechen wir die Runde ab und gehen zur nächsten Busstation und fahren ins Hotel zurück.

Der Aussichtsturm von Fort Zeelandia in Tainan
Fort Zeelandia von außen – macht schon keine Lust reinzugehen

Wir beziehen das Zimmer und nachdem der Regen langsam nachgelassen hat, machen wir uns wieder auf den Weg. Diesmal geht es in die andere Richtung. Wir laufen vom FX Hotel zum Fort Provintia. Hier schaut sich Kriszta drin um und ich warte während dessen draußen. Danach laufen wir noch an ein paar Tempeln vorbei, wo heute viel los ist.

In Taiwan wird der Ahnenkult auch sehr stark zelebriert. Dabei fühlen sich die Familien mit ihren Ahnen sehr verbunden. Deswegen Spenden in die Tempel gebracht (meistens in Form von Essen). Außerdem sollen gute Wünsche die Ahnen milde stimmen. Deswegen gibt es ganze Stapel von Zetteln, wo Wünsche aufgedruckt sind. Diese werden verbrannt, damit die Wünsche die Ahnen erreichen. Passt man auf seine Ahnen nicht auf, verhungern sie und beginnen sich zu rächen.

Bei uns passiert nicht mehr viel, wir sind dann 18.30 Uhr schon wieder im Hotel und lassen den Abend ruhig ausklingen. Zumal wir Kräfte sammeln müssen, um am nächsten Morgen die 1,7km zurück zum Bahnhof zu laufen.

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