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Klaustrophobie

Jan 0
geschätzte Lesedauer: 2 Minuten

oder: Leben auf 16m²

WohnungIch sehe jeden Tag wie es langsam vorwärts geht. Alle aufgehackten Löcher sind jetzt mit Gipskarton geschlossen und es muss „nur noch“ etwas Rauhfaser + Farbe angebracht werden, dann kann ich wieder in meiner Wohnung leben. Ach so, die Randbedingungen, die dazu erfüllt sein müßten. Da wären da noch die Fliesen im Bad, die wieder angebracht werden sollten. Außerdem muss der Hängeschrank in der Küche wieder aufgehängt werden, die Spüle angeschlossen und die lästigen Plastikfolien entfernt werden.

WohnungGestern traf ich meinen Nachbarn, der mich mitleidig fragte, wie es denn ist, in der Baustelle zu wohnen. Ich schilderte ihm kurz den Zustand und seine Freundin(???) meinte, dass sie erstmal 2 Tage mit Putzen beschäftigt war, um den Betonstaub aus allen Ritzen zu entfernen. Man stelle sich vor – egal wo man hinfasst, die Hand wird sofort trocken und staubig. Barfuß durch die Wohnung ist auch tabu, da auch der Fußboden komplett mit Folie ausgelegt ist und auch diesen staubigen Flair eines Trampelpfades an einem Hochsommertag hat.

Kleine Erklärung zu den Bildern: Was dort Beulen unter meiner Couch bildet, ist mein Geschirr, was ich wohlweislich aus den Schränken entfernt hatte, damit ich mir auch so noch was zu essen machen kann. Was ich natürlich nicht ahnte war, dass in meiner Wohnung eine Christoisierung (*) stattfindet.

(*) Christoisierung: Das Einpacken von großen Gegenständen in Folie für ungefähr drei Wochen.

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