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Irgendwie anders

Jan 2

KalligrafieJetzt bin ich an der Stelle angelangt, wo ich gestern Abend sein wollte – meinen Bericht zum Wochenende zu schreiben und darüber hinaus. Irgendwie war gestern wieder alles nach dem Motto „Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.“ Aber beginnen möchte ich doch lieber am Freitag, wo ich meiner Kollegin zum Antesten die Acoustica von Alarm Will Sound mitbrachte – die klassische Vertonung einiger Songs von Aphex Twin. Sie war nicht abgeneigt und wird deswegen in 14 Tagen mit den richtigen Klängen konfrontiert. Mal sehen, ob sie dann immer noch so denkt.

Abends fand ich dann doch wieder etwas Zeit, um Kalligrafie zu üben. Ich setzte mich mit einem Glas Rotwein an den Schreibtisch und fing an zu pinseln. Als musikalische Begleitung ließ ich Aphex Twin herumblubbern. So vergingen im Handumdrehen zwei Stunden. Sandra kam dann noch mit einem Stapel DVDs vorbei, begutachtete das Durcheinander auf meinem Tisch und spitzte die Ohren…

S: Was hörst du denn da?
J: Aphex Twin…
S: Kenn ich!
J: 😯

ElisabethkircheDen nächsten Morgen mußte ich mich sputen. Eigentlich hatte ich die Abfahrt so gegen 9 Uhr anvisiert, aber als ich Rüedi anließ war es bereits Viertel 11 Uhr (für die Nordlichter: Viertel nach 10 *g*). Die Autobahn war frei, meine Musikauswahl betont aggressiv (Hardcore + Rammstein) und so schaffte ich es pünktlich halb eins in Marburg zu sein. Am Gießener Nordkreuz tauchte dann auch noch ein silberner Seat hinter mir auf und blinkte mich an – Thomas. Wie luden fix aus, quatschten noch schnell ein wenig und dann servierte uns Alex ein Mittagessen, das mich als Sonntagskoch erblassen ließ.

MarburgKurz darauf mußten wieder schon wieder los, Alex hatte eine Stadtführung geplant, was ich für eine Klasse Idee hielt. Während Alex zahlte, kasperten Thomas und ich herum und fingen an, uns über die englische Broschüre über die Elisabethkirche in Englisch zu unterhalten. Jedem Engländer hätte es wahrscheinlich bei der Grammatik die Zehennägel aufgerollt. Trotzdem äußerte sich ein Stadtführer vor Beginn der Führung, dass er vorhin englisch gehört hat und dass die Führungen auch fremdsprachig gehalten werden können. Neee danke, lieber nicht. Die Führung begann in der Elisabethkirche, die ich doch sehr ausführlich fand, aber da dieses Jahr Marburg das Jahr der Heiligen Elisabeth feiert, sei es genehmigt. So erfuhr man, dass Elisabeth auch Verwandte in Bamberg und Mainz hatte – so ein Zufall aber auch. Später ging die Führung durch die Stadt, hinauf zum Schloss und wieder zurück zur Oberstadt. Thomas und ich hatten dank der vorgerückten Stunde schon wieder Hunger bzw. Lust auf einen Kaffee. Thomas schwärmte von einem Coffee to go. Dazu hätte man einen Möhrenkuchen nehmen können. Möhrenkuchen? Was kommt denn als Nächstes? Sülze to go? Wir liefen weiter durch die Stadt und die Führung näherte sich dem Ende, es schlug fünf! Zeit für einen Tee, einen Overstadttea. Den gab es aber auch nirgendwo. Also liefen wir enttäuscht zum Auto zurück und genehmigten uns bei Alex ein leckeres Stück Käsekuchen und erörterten an diesem noch einmal die Bedeutung der Aussprache der Uhrzeit. Wenn ein Viertel vom Kuchen fehlt, sagt man ja auch nicht: „Es gibt noch Viertel vor voll“, sondern „Es ist noch ein Dreiviertel Kuchen da.“ Wie gesagt, wir waren das gesamte Wochenende wieder hochgradig ernst zu nehmen.

SpaziergangNach einem Gesellschaftsspiel gingen wir noch ein paar Cocktails schlürfen und mußten feststellen, dass die viele frische Luft uns garnicht gut bekommen war. So verzogen wir uns doch schon sehr schnell heim und fielen gegen 2 Uhr ins Bett. Am nächsten Morgen erklärte mich Thomas schnell anhand der Demo die Funktionsweise von Command & Conquer 3. Die nächste LAN-Party kann kommen. Nach dem Frühstück hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen und heimwärts zu düsen.

Wieder zuhause angekommen, machte ich noch einen schönen langen Spaziergang durch den Michaelsberger Wald, hörte MP3s und machte mich bei untergehender Sonne wieder nach Hause. Dort begann ich simultan den Podcast hochzuladen, Wäsche zu waschen und die Hausordnung zu machen. Nachdem der Podcast hochgeladen war, baute ich schon wieder nebenher am neuen Podcast. Der Abwasch war auch erledigt und ich konnte mich in Ruhe in die Wanne legen. So war ich entspannt genug, gerade noch den Beitrag für den Podcast zu verfassen.

Und nach diesem Beitrag wird es Zeit, dass ich mich entscheide, wo ich als nächstes weiter mache. Höre ich die Platten, die seit gestern meine Plattenspieler belagern? (Aber mein Bedarf nach ’93er Löbautrance ist nahezu Null) Kalligrafie? (Setzt 2 Stunden konzentriertes Arbeiten voraus, die ich jetzt bestimmt nicht mehr zusammenbringe) Bügeln? (Dazu müßte ich mich wirklich durchringen) Der Wäschefalter mit seichter Musikuntermalung? (Höchstwahrscheinlich – endet dann aber sicherlich mit Bügeln. Dann hab ich es aber hinter mir.)

  1. also rüeblikuchen ist ja was oberfeines 🙂 … und gehört zu den schweizer nationalspezialitäten 😉

    bügeln ….. 🙄 … was ihr alle immer am bügeln seid …… *staun*
    so viel wie ihr pro woche bügel ich im jahr nöet … :))

  2. Mag ja sein, ich kenn ja eine Variation mit Nüssen, die schmeckt dann so richtig saftig und nussig. Ist schon lecker!

    Kleine Gegenfrage: Wie oft hast du denn eine Bluse an? 😉

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