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Sammelsurium

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PostcrossingDie letzten Tage hat sich eine ganze Menge angesammelt und jetzt wird es mal Zeit alles abzuarbeiten. Ich stieß vor ein paar Tagen auf einen Artikel bei Golem, aus dessen Inhalt hervorging, dass sich der Förderverein für eine freie informationelle Infrastruktur (FFII) gegen die ISO-Standardisierung von Microsofts Officeformat ausspricht. Schließlich wäre doch schon das Open Document Format (ODF) ISO-Standard, man sähe also keine Notwendigkeit für einen weiteren Standard. Wovor haben die denn Angst? Dass das Hauptargument „Proprietärer Standard“ flöten geht und statt dessen eine Festlegung erfolgt, die für beide Seiten von Nutzen sein kein? Microsoft wäre in dem Fall gezwungen, sich an den eigenen Standard zu halten und für alle andere wäre es die Möglichkeit, ihn in ihren Programmen zu unterstützen.

Faszinierend fand ich auch den Beitrag, auf dem Mond ein Teleskop zu errichten, dessen Spiegel aus einer reflektierenden Flüssigkeit besteht und durch Rotation in Form gehalten wird. Man verspricht sich davon die Beobachtung von 100 bis 1000 mal lichtschwächeren Objekten, wie sie mit der nächsten Generation von Weltraumteleskopen möglich wäre. Klingt traumhaft, gäbe es da nicht zwei gravierende Probleme: zum einen muss die Flüssigkeit auch bei -98°C flüssig bleiben und ausreichend Licht reflektieren. Aber prinzipiell erstmal eine gute Idee. Und weil wir gerade bei guten Ideen sind: der Large Hadron Collider (LHC) ist eine solche. Als Teil des CERN in Genf soll er Anfang 2008 seine Arbeit aufnehmen und dabei tiefer in den Aufbau der Materie blicken, als jeder andere Teilchenbeschleuniger zuvor. Die Wissenschaftler schwärmen von einem Blick auf die Zustände kurz nach dem Urknall. Andere erhoffen sich den Nachweis des Higgs-Bosons. Ich wünsche es nicht, aber ich hoffe, sie irren sich. Weniger um sie scheitern zu sehen, aber eher das Eingestehen, dass das derzeitige Standardmodell der Elementarteilchenphysik doch falsch ist oder zumindest das Higgs-Boson nicht die Lösung der Gleichung ist.

Und nach so viel Theorie noch etwas leichte Kost – mich erreichte heute eine Karte aus Otepää. Soweit nichts ungewöhnliches, außer das ich schon mal in Otepää war, was bei einem estnischen 2.000-Seelen-Dorf doch etwas ungewöhnlich ist. Ich erinnere mich auch an die Wanderung entlang der Straße, wo Alex und ich „Ich packe meinen Koffer“ spielten. Wir nahmen Ortseingangs- und Ortsausgangsschilder mit, aber ich kann mich auch nicht mehr daran entsinnen, weshalb wir abbrachen, aber wir waren dann bei ca. 40 Begriffen angelangt. Auf jeden Fall ein schönes Fleckchen Erde, besonders die nahegelegende Universitätsstadt Tartu.

Zum Abschluss nun noch das Stöckchen, dass ich bei Fr. Blondi aufgesammelt habe.

Aufgabe ist es, acht Dinge über sich zu erzählen und diese Aufgabe dann an acht weitere Leute zu übertragen.

Den letzten Teil lasse ich mal weg, aber wer möchte, darf sich gern daran versuchen.

  1. Mein Morgen beginnt mit einer zufällig ausgewählten CD im Radiowecker. Am Anfang der Woche komme ich noch relativ schnell in die Gänge, gegen Ende drücke ich doch gerne mal die Schlummertaste.
  2. Zu meinem Starterfrühstück gehören jeden Morgen eine aufgebackene Semmel, Kaffee, noch mehr Musik und was zu lesen – vorzugsweise eine Musikzeitschrift.
  3. Ich mag keinen Smalltalk (außer beim Frisör, da plaudere ich nicht gern aus dem Nähkästchen), ich schätze Gespräche, die aus einer erzählten Geschichte entstehen, wo von beiden Seiten immer neue Impulse kommen, das Gespräch fortzuführen und sich eine gewisse Intimität (aber nicht im sexuellen Sinn) aufbaut, die Tiefe verleiht und Vertrauen schafft.
  4. Es gibt zwei Dinge, die ich beim Telefonieren mache: entweder ich sitze in der Wanne oder ich laufe wie ein Panther im Käfig in der Wohnung auf und ab.
  5. Und wenn ich nicht in der Wanne sitze und telefoniere, dann lese ich oder brüte Gedanken aus. Schon in meiner Kindheit hat sich meine Mutter aufgeregt, wie man nur so lange in der Wanne sitzen kann und dann halb verschrumpelt wieder herauskrabbelt.
  6. Auf der Beliebtheitsskala der Hausarbeiten steht Abwaschen so ziemlich an letzter Stelle. Solange also noch Geschirr da ist und keine Kulturen entstehen (bei Brotkrümeln doch eher unwahrscheinlich), bleibt er stehen.
  7. Ich kann Stille nicht ausstehen, denn mit Stille verbinde ich immer die Stimmung, wenn eine Feier gerade zuende ist und man steht in mitten des Chaos und ist eigentlich noch mitten beim Feiern und dann holt einen blitzschnell die Realität ein.
  8. Von Zeit zu Zeit setze ich mich mit einem riesigen Stapel CDs oder Platten vor meine Anlage und hör sie alle an. Aber nur den Anfang der Lieder (zumindest bei den meisten), denn den Rest habe ich im Kopf und ich denke, es geht mir nur darum, die Erinnerung an die Melodie und den Text aufzufrischen. Und deswegen verstehe ich Leute nicht, die ewig lange mit einer CD am CD-Player im Laden stehen.

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