Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Der Anfang vom Ende (meines Urlaubs)

Jan 2

postcrossing40Die Postcrossingmaschine arbeitet langsam, aber sie arbeitet. Nachdem ich letztens die Info bekam, dass eine meiner Karten angekommen wäre, trudelte letzte Woche eine Karte aus Japan bei mir ein, von einer Australierin, die jetzt in Japan unterrichtet. Eines meiner Lieblingsmotive – „Buddha bestellt 5 Pils“. Oder wie mein Lieblingsprovider für Nerdware so schön auf einem T-Shirt schreibt „Jesus saves. Buddha does incremental backups.“ Trotzdem stehen immer noch zwei Karten aus, bereits seit 50 Tagen unterwegs sind. Aber ich glaube nicht, dass eine Karte nach Finnland so lange benötigt.

Freitag Abend ging es dann mit Kollegen auf die Kartbahn in Weihenzell. Ich glaube es gibt günstigere Wege dorthin, als zwischen 17 und 18 Uhr durch Nürnberg zu fahren und dann durch die Pampa zu zuckeln, aber das Navi war der Meinung, der Weg wäre der Beste. Und so waren wir auch mal locker zwei Stunden unterwegs. Zu Beginn gab es eine kleine Einweisung für Erstfahrer und Erkenntnisresistente, was das Kart und das Verhalten auf der Bahn betrifft. Dann nochmal für alle die Flaggen, Signalzeichen und der Ablauf des Rennens.

kartfahren

Schon im Vorfeld wurden Teams zu jeweils drei Fahrern ausgelost. Dann begann das Qualifying. Jedes Teammitglied durfte 8 Minuten fahren und die schnellste Zeit des Teams wurde für die Startaufstellung gewertet. Die erste Runde fuhr ich noch sehr vorsichtig, da mir der Hallenboden sehr suspekt war. Aber schon nach 2., 3. Runde hatte ich den Dreh raus, wieviel Gas ich geben konnte, ohne Bekanntschaft mit dem Reifenstapel zu machen. Unser Team landete ziemlich weit hinten in der Startaufstellung, aber wir hatten das Glück, dass unser schnellster Fahrer das letzte Qualifying gefahren ist und damit gleichzeitig erster Fahrer im Rennen war. Relativ schnell arbeitete er sich auf den zweiten Platz vor und dann passierte das Unfassbare: Der Führende (mein ehemaliger Entwicklungschef) kassierte die blaue Flagge, dass er den zweiten überholen lassen soll. Beim Fahrerwechsel stieg er dann wüst schimpfend aus.

vollmondfunkelnAls ich einstieg, lag unser Team mit zwei Runden Vorsprung in Führung. Die haben wir auch bitter nötig gehabt, denn ich fuhr zwar schon schnell, aber noch lange nicht am Limit. Zumindest rettete ich den ersten Platz bis fast zum nächsten Fahrerwechsel und wurde dann einkassiert. Für das erste Mal im Kart sitzen und dann gleich zum Spitzenfahrer mutieren – keine Chance. Also übergab ich unser Kart mit einem guten zweiten Platz an unseren letzten Fahrer, der auch das erste Mal fuhr. Zum Ende des Rennens waren wir dann Vorletzte. Aber auf die Platzierung kam es mir ja auch nicht an, der Spaß am Rumheizen zählte. Nach der Siegerehrung und der Aufzählung, welches Team wieviele Strafen kassierte, ging es dann zu einem leckeren Chili über und machten uns dann später auf den Heimweg. Auf der Heimfahrt wurden dann die Handys herumgereicht und bei irgendwelchen Leuten angerufen, um sie so lange wie möglich mit der Nummer „Ich hab hier ein Handy gefunden, wem gehört das denn?“ in der Leitung zu halten. Einer telefonierte und die anderen haben sich kaputt gelacht. Als ich dann wieder zuhause funkelte es verdächtig in meiner Wohnung. Es war Vollmond und die feinen Eiskristalle auf dem Dachfenster sorgten für ein glitzerndes Licht.

putencurry mit erdnussreis

Am Samstag ging es dann abends wieder mit Kollegen weg – Cocktails trinken. Ich wurde auf den neuesten Stand auf Arbeit gebracht und wir landeten bei den üblichen Themen: Softwareentwicklung, Lebensdauer von Software usw. Zum Absacker gab es dann noch bei Livemusik ein Guinness und bevor ich nach Hause fuhr, durfte ich zum zweiten Mal an diesem Abend mein Auto freikratzen. Da ich am Samstag eine ganze Menge Zugluft abbekam, hatte ich (wie nicht anders zu erwarten) am Sonntag Kopfschmerzen. Ließ aber im Laufe des Abends nach, ich quatschte noch ein bißchen mit Jenny, die sich „einfach so“ meldete. Aber „einfach so“ ist bei mir nicht, sie muss gewußt haben, dass ich was ausbrüte. Ich hatte ja noch vor, mir am Sonntag ein Putencurry mit Erdnussreis zu machen, verschob es aber wegen der Kopfschmerzen auf Montag. Montag fuhr ich auch noch ein bißchen herum und hab jetzt fast alle Weihnachtsgeschenke zusammen. Weihnachten kann kommen! Heute beging ich wieder den tödlichen Fehler, den Buchladen zu betreten und dass nachdem ich noch am Morgen Bücherrezensionen gelesen hatte. Das Ergebnis: „No future“ von James P. Othmer. Ein teils autobiographisches Buch über einen Futurologen, der allen verspricht, was sie hören wollen, bis er sich eines Tages entschließt, die Wahrheit zu sagen.

  1. Dirk Dirk

    Cocktails trinken? In Bamberg? Oben sitzend? 😎

  2. Wäre doch mal wieder Zeit, oder? :mrgreen: Wir waren dort, aber der Laden war um die Zeit schon brechend voll, kein Tisch mehr, selbst unten nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.