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Auf in die Dolomiten

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Freitag Mittag ging es los – Zelt, Schlafsäcke, Wanderschuhe – alles eingepackt und ab auf die Autobahn Richtung Süden. Unser Ziel: die Dolomiten. Die Autobahn war gut gefüllt, aber wir sind super durchgekommen, sodass wir gegen 18 Uhr an der italienischen Grenze waren. Wenn man gleich zu Beginn von einem Anblick wie diesem gefangen wird, fällt es schwer, sich auf die Strecke zu konzentrieren.

Unser Nachtlager schlugen wir auf einem kleinen Zeltplatz in Misurina auf. Es war der erste Aufbau unseres neuen Zeltes. Der Aufbau ist zwar an einigen Stellen etwas kniffelig, aber innerhalb von einer halben Stunde hatten wir das Zelt aufgebaut und alles eingeräumt und damit war unsere Schlafstelle bereit. Anschließend aßen wir noch am See von Misurina, fuhren wieder zurück zum Zeltplatz und legten uns hin.

Mitten in der Nacht wurde ich munter, es trommelte etwas auf das Zelt – mh, Regen. Das Zelt hielt prima und die Schlafsäcke wärmten auch gut, besonders mich – ich habe ihn hauptsächlich nur als Decke genutzt. Wir wachten etwas früher auf wie geplant, machten ein schnelles Frühstück am Kofferraum und starteten anschließend unsere Wanderung um die drei Zinnen. Es begann mit dem Aufstieg zum Rundwanderweg, der uns in 1 Stunde 20 Minuten 500 Höhenmeter nach oben führte. Wenn sich die Wolken verzogen, hatte man einen atemberaubenden Blick auf die Berge.

Der Rundwanderweg begann mit Sonnenschein, die Strecke war eben und alles deutete auf eine ruhige Wanderung hin. Doch die Sonne verschwand sehr schnell hinter den Wolken, welche die Drei Zinnen permanent umgaben. Der Wind wehte stärker, ich zog meine Jacke an, der Wind ließ nach, ich schwitzte und zog die Jacke wieder aus. Es ging bergan und bergab. Nach 3,5 Stunden hatten wir die Drei-Zinnen-Hütte erreicht, die Wolken rissen etwas auf und gaben für einen kurzen Moment den Blick auf die Drei Zinnen frei. Wir machten eine gemütliche Pause und anschließend folgte die zweite Hälfte der Wanderung.

Dolomiten

Es begann schmerzhaft für uns zu werden. Beginnend an den Zehen, über die Knie bis hin zu den Oberschenkeln. Angespornt (oder besser angetrieben) wurden wir von einem Englisch sprechenden Ehepaar, dass uns ständig auf den Fersen war – geschätztes Alter: 60+! Als wir 15.30 Uhr wieder am Lager waren, konnten wir gerade noch das Zelt abbauen und im Kofferraum verstauen, denn es begann wieder zu regnen. Es ging weiter zum Zeltplatz Sass Dlacia, wo wir diese Nacht blieben. Als wir ankamen, goss es in Strömen. Also starrten wir eine Viertelstunde verzweifelt gen Himmel, der eigentlich hell aussah, dass es doch etwas nachließe. Petrus war gnädig und gewährte uns eine Pause, um das Zelt in Windeseile aufzubauen.

Nach dem Aufbau ging die Fahrt nach La Villa, um uns nach der ausgiebigen Wanderung mit einer Pizza zu stärken. Wir schrieben Postkarten nach Hause und ruhten uns etwas aus. Inzwischen hatte es schon wieder mit regnen begonnen. Sehr müde und erschöpft fielen wir sehr zeitig in unsere Schlafsäcke und schliefen. Ich bekam noch mit, dass es in der Nacht weiterhin geregnet hat und auch mal wieder pausierte. Aber als wir den nächsten Morgen munter wurden, fing es gerade wieder an.

Eine halbe Stunde später hatten wir Zeit aus dem Zelt zu krabbeln, zu frühstücken und zu überlegen, was wir jetzt machen. Wir entschlossen uns zu einer Wanderung, da der Himmel ein riesiges blaues Loch zeigte. Also fuhren wir zum Pass von Falzarego, wo wir eine kleine Wanderung machten und die Schützengräben aus dem ersten Weltkrieg ansahen. Auf einer kleinen Anhöhe saß ein Murmeltier und sah den vorbeilaufenden Wanderern zu, wie ein Rentner der den ganzen Tag nichts zu tun hat. Ich konnte mich auf ca. 5 Meter heranpirschen und ein Foto machen, selbst das hat es nicht gestört. Selbst später, als wir wieder auf dem Rückweg waren, schaute es immer noch.

Holux Ez Tour, Map
Unsere Tour statistisch ausgewertet

Wir schafften es gerade noch so, zum Auto zu kommen, als schon wieder der Regen einsetzte. Und von da an begann unsere Heimreise. Meine Wohnung sah danach noch etwas wie ein Zeltplatz aus, aber schon am Montag Abend konnte ich alles wieder verstauen. Danach begann die Auswertung von Bild- und GPS-Material. Ja, die Versuchung war zu groß und es ist ein Holux M-241 geworden. Beunruhigend ist es schon, aber offensichtlich schafft es kein Hersteller so recht, den Geräten eine superlange Lebensdauer zu verpassen. Ich hatte eine volle und 4 schon gebrauchte AA-Batterien mit, die es alle vernascht hat. Aber dafür ist das Teil echt komfortabel. Während des Laufens sieht man seine Koordinaten, die exakte Uhrzeit, die Geschwindigkeit, die Richtung und die Höhe. Zusätzlich kann man noch Einstellen, ob die Strecke nach Entfernung oder nach Zeit protokolliert werden soll. Der Empfang war durch die Bank weg hervorragend und die Genauigkeit ließ auch nicht zu wünschen übrig. Richtig Spaß macht der Import zu Google-Maps, wo man dann noch das Gelände bzw. die Karte dazu sieht. Beeindruckend auch die Statistik für unsere Wanderung am Samstag:

  • Dauer: 7h 47min
  • Entfernung: 25,0km
  • Totale Höhenmeter Aufstieg: 1724m
  • Totale Höhenmeter Abstieg: 1747m

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