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Welche Kamera soll ich denn kaufen?

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Früher hab ich mich gesträubt eine Antwort auf diese Frage zu geben, jetzt habe ich mal drüber nachgedacht und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass Kamerakauf von drei Faktoren abhängt: Erfahrung, Gewicht und Preis. Über die Details entscheidet dann ohnehin die Handhabung. Aber ich gehe mal schrittweise vor:

  • Erfahrung

    Ich fotografiere jetzt schon seit über 20 Jahren und bin erst jetzt in die Kameraklasse für ambitionierte Hobbyfotografen / semiprofessionellen Einsatz aufgestiegen. Es ist also keine Schande erstmal zu einem kleineren Modell zu greifen und dann nach ein paar Jahren auf ein besseres und professionelleres Modell zu wechseln. Ich würde es sogar zwingend empfehlen, erstmal mit einer kleinen Kamera zu beginnen und dann ein etwas fortgeschritteneres Modell zu wählen. Besser so, als wenn man im Nachhinein feststellt, dass man die Kamera nicht bedienen kann, weil man nicht versteht, wozu die Funktion überhaupt da ist oder die gewünschte Funktion nicht findet. Je professioneller eine Kamera ist, um so mehr Möglichkeiten finden sich, manuelle Einstellungen vorzunehmen und dafür braucht man einfach Erfahrung. Genauso wenig nützt eine teure Kamera, die im Schrank verstaubt, weil sie nur alle halbe Jahre verwendet wird.

  • Gewicht / Platz

    Das Gewicht und Platz entscheiden mit, in welche Klasse man einsteigen möchte. Wer ein halbes Kilo und mehr problemlos mitnehmen kann und möchte, der sollte sein Glück mit einer Spiegelreflexkamera versuchen. Dabei immer im Hinterkopf behalten, dass es meistens nicht bei einem Objektiv bleibt, sondern im Laufe der Zeit eine kleine Sammlung entsteht, die natürlich auch transportiert werden muss. Hier entsteht auch eine kleine Kette, die man berücksichtigen sollte – Spiegelreflexkamera heißt immer extra Tasche oder einen Fotorucksack, der ausreichend Platz für die Kamera und Zubehör bietet, während die Kompaktkamera spielend in die Jackentasche oder in die Handtasche passt.

  • Preis

    Hier spielt natürlich ein Faktor eine große Rolle: der Hersteller. Natürlich kann ich eine Kamera von Billigtech für 50 Euro kaufen, die mir alles verspricht, was eine Spiegelreflex könnte, aber die Qualität sollte und muss dann immer in Frage stellen. Mein Freund Alex hat mal gesagt, dass man Herstellern Vertrauen schenken sollte, die schon seit langer Zeit im Fotogeschäft sind, denn Erfahrung mit Handhabung und Qualität entsteht nicht über Nacht. Der Preis ist immer ein Gegenpol zur Erfahrung – wer viel Geld ausgeben möchte, aber keine Erfahrung hat, wird mit einer Profikamera genauso wenig glücklich sein, wie jemand der viel Erfahrung hat und wenig Geld ausgeben möchte.

Wer sich hier im Klaren ist, hat schon die Hälfte des Weges hinter sich…

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