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Im Orbit Mai 2021

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Im Orbit Mai 2021 setzt die Serie mit neuer Musik für den Monat Mai fort. Anders gesagt – ich habe in neue Platten für euch reingehört und möchte euch eine kleine Auswahl vorstellen.

Im Orbit gibt es auch zum Hören! Im Orbit gibt es – genau wie die anderen Podcasts auch – bei Mixcloud zum Anhören. Dort gibt es dann ausreichend Hörbeispiele von den neuen Releases.

James Solace & Jansons – Portal EP

Den Auftakt machen diesmal James Solace & Jansons mit ihrer neuen EP auf Hot Creations. Mit der Portal EP schließen sich beide das erste Mal zusammen. Schließlich sind beide Freunde von allen Spielarten von House und lassen das auf der EP hören, die am 14. Mai erscheinen wird.

Natürlich wird der Lockdown als Möglichkeit für diese Kollaboration herangezogen, da beide schon lange planten, ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen. Die drei Tracks sind abwechslungsreich, besonders der Track „54“ macht ordentlich Lust auf Feiern.

Under The Bridge (Infolines)

Mit dem dritten Release auf Infolines kommt mit Under The Bridge eine kleine Compilation aus Detroit auf uns zu. Daran beteiligen sich ADMN, Mister Joshooa, Remote Viewing Party und Delano Smith. Etwas ungewöhnlich ist dabei, dass dabei der Titel LFOs are Tight in zwei Versionen auftaucht. Einmal im Original und einmal als Remix von Delano Smith, einem Urgestein des Detroiter Sounds, von dem Derrick May sagt „Without Delano there would be no Derrick.“

Zu den Gründern des Labels gehören zum einen ADMN, der auch schon bei Eminems Recovery Hand anlegen durfte, als auch RVP. Musikalisch finden sich vier Tracks auf dieser EP mit einer Mischung aus gut kickenden Bassdrums und Broken Beats.

Iz & Diz – Strong

Das Original von Strong von Iz & Diz erschien im Jahre 2003 auf Seasons Recordings. Das frisch gegründete Label What Goes Around hat sich auf die Fahne geschrieben, klassischen House zusammen mit aktuellen Trends zu kombinieren. Was bietet sich da besser an, als sich dieses Original zu nehmen und ihm einen neuen Anstrich zu verpassen.

Strong ist ein Track, der schon als Original ordentlich Spaß macht. James Burnham aka Instinct bleibt in seinem Remix relativ nah am Klassiker, spielt aber etwas von den Vocal-Schnipseln herum. Aus diesem Grund ein guter Einstieg für ein neues Label.

Skream – Chesters Groove EP

Wenn ich schon mal beim Thema „Neue Labels“ bin, sollte ich auch vom ersten Release auf IFEEL berichten. Dort veröffentlicht Oliver Jones aka Skream auf seinem neu gegründeten Label die Chesters Groove EP. Diese Label hat er gegründet, um vorrangig seine eigenen Produktionen zu veröffentlichen und sich gleichzeitig nicht festlegen zu wollen. Was auch immer Skream gefällt, wird dort veröffentlicht.

Auf der EP finden sich drei Stücke, einmal das Original von Skream und zwei Remixe des Berliners Norman Nodge. Dieser ist im Berghain Resident DJ seit 2005 und hat schon auf Marcel Dettmanns MDR bzw. auch auf Ostgut Ton veröffentlicht. Spätestens jetzt sollte klar sein, dass euch mit diesem Release solider Techno im Stile Berlins erwartet.

Charlie Soul Clap – Virgo’s Victory / Soul Fed

Auch noch ziemlich neu auf dem Markt ist das Label Underground Therapy Muzik. Die neue EP von Charlie Soul Clap schließt sich musikalisch ziemlich gut an den vorherigen Release an. Hier finden sich vier Tracks, wobei der Schwerpunkt doch eher auf der A-Seite liegt.

Hier finden sich die Originale zu Virgo’s Victory und Soul Fed. Die B-Seite widmet sich dem ersten Titel und hebt dabei unterschiedliche Aspekte des Tracks hervor. Nichts desto trotz machen die beiden Titel doch mehr Lust auf Party.

Girls Of The Internet – Above

Die Agentur Palm Artists, die Künstler wie z.B. Gorgon City beherbergt, hat sich jetzt entschlossen auch selbst Musik zu veröffentlichen. Offensichtlich ist der Monat Mai eine gute Zeit für neue Labels. So kommt der erste Release von Palm Recs von Girls Of The Internet.

Leider ist der Titel Above so ziemlich allein. Aber zu der Single soll es im Laufe des Jahres noch weitere Remixe geben. Einzelne Titel neigen ja doch schnell dazu, dass man sie durchwinkt, aber der hat mich doch inspiriert, darüber zu schreiben. Musik und Gesang gehen einen vorsichtigen Tanz miteinander ein, bei dem gegenseitige Rücksichtnahme oberstes Gebot zu sein scheint.

Junior Sanchez – Divergent EP

Nach so vielen neuen Labels zurück zu einem Label, das keine weitere Erklärung benötigt – Crosstown Rebels. Dort erscheint am 14. Mai eine neue EP von Junior Sanchez. Nicht nur, dass der Name schon allgemein geläufig sein sollte, gesellt sich auch noch Todd Terry dazu und liefert zu Live Forever die Vocals ab.

Das neue Werk wird auf den Namen Divergent EP hören und umfasst neben bereits erwähnten Track noch drei weitere. Wen der Track mit Todd Terry noch nicht überzeugt, sollte sich deshalb auch noch After Love anhören. Spätestens jetzt schicken die Synapsen Impulse an den Körper, dass er sich gefälligst zu bewegen hat!

Amberoom feat. Blakkat & BabyGirl – Forces Of Nature

Und wenn wir schon mal bei Crosstown Rebels sind, bleiben wir gleich dabei. Forces Of Nature heißt die neue EP von Amberoom. Das Trio hat sich mit Blakkat und BabyGirl noch zwei Stimmen dazu geholt. Das diese Kombination Erfolg versprechend ist, zeigt dass sie schon seit über einem Jahrzehnt funktioniert.

Fertig ist ein Release, der so mild ist, wie ein Regenschauer im Regenwald. Forces Of Nature handelt davon sich selbst im Verliebtsein zu verlieren. Anfänglich hatte ich meine Probleme mit den Tracks, denn sie kommen ziemlich seicht daher, aber schon beim zweiten Hören entdeckt man feine Nuancen, die den Tracks einen unwiderstehlichen Charme verleihen. Hinzu kommen noch zwei Remixe von Radio Slave, die mit Breakbeats dem Track einen Hauch von 90er Jahren verpassen.

Norman Doray & Piem – Do Me Right

Vocal House gefällig, so richtig mit klassischer Piano-Hookline? Dann sollte man beim neuen Release von Studio 54 Music hellhörig werden. Das Original zu Do Me Right erschien in den 90er Jahren auf dem Label Bottom Line aus Brooklyn. Norman Doray & Piem haben sich das Original geschnappt und in die Jetztzeit transponiert.

Das Label Studio 54 Music steht natürlich im direkten Zusammenhang mit dem Club Studio 54 aus New York City. Es wurde letztes Jahr im Mai gegründet und markiert mit dieser Scheibe ihren siebenten Release.

Demuir – Feel So Good

Solange die Pandemie nicht vorüber ist, wird sich es wohl nicht vermeiden lassen, dass es Künstler gibt, die den Lockdown als Hintergrund für ihr Schaffen angeben. Dabei entstehen zwei Lager. Eine Gruppe verarbeitet musikalisch ihren eigenen Umgang mit der Pandemie und die plötzliche Isolation und natürlich auch das entstehende Vakuum.

Die zweite Gruppe, zu denen auch der Kanadier Demuir gehört, versuchen jetzt schon ihre Stimmung zu fassen, wie die Massen feiern, wenn Festivals oder Clubbesuche wieder erlaubt sind. Dieser Phantasie entspringen auch die beiden Tracks, die er jetzt auf Sola veröffentlichen wird. Sowohl der Titeltrack Feels so good als auch die B-Seite lassen keinen Zweifel daran, dass die ersten Party ziemlich heftig lang werden könnten.

Tim Taylor – Do You Like…EP

Tim Taylor, das ist doch der Heimwerkerkönig? Naja, nicht ganz. Tim Taylor hat jetzt auf Hot Creations veröffentlicht. Vier Tracks, die auf der Do You Like…EP zu finden sind. Letztlich klingen die vier Stücke wie Geschwister. Man spürt eine gemeinsame Basis, die einer gewissen Veränderung unterläuft.

Tim Taylor ist ein ziemlich junges Talent aus UK. Als er 2018 mit gerade mal 21 Jahren einen Top 10 Hit bei Beatport landete, war ihm quasi der Erfolg schon in die Wiege gelegt.

Marc Romboy – Empathy / Blüthner

Das Beste habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Die Rede ist von Marc Romboy und seinem Label Systematic. Mittlerweile ist über ein Jahr seit Marc Romboys letzter Veröffentlichung auf Speicher und These Eyes vergangen.

Geplantes Erscheinungsdatum für Empathy / Blüthner ist der 7. Mai. Wie der Titel verspricht, wird es auch einen Hauch Klavier geben, denn Blüthner steht für den bekannten Klavierhersteller. Zu hören ist das gute Stück schon im Track Empathy. Blüthner ist dann doch etwas experimenteller, bringt aber den gewohnten Sound von Marc Romboy mehr zur Geltung.

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