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2011 – Tycho

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Das Jahr ist 2011 ist mein musikalischer Joker. Wir waren den größten Teil des Jahres auf Weltreise und somit lag der Schwerpunkt auf Erlebnissen statt auf neuer Musik. Um dennoch einen Bezug zum Jahr 2011 herzustellen, wähle ich Tycho. Deren zweites Album Dive ist in diesem Jahr erschienen.

Jeden Beitrag gibt es auch als Podcast, der etwas umfangreicher als der Eintrag auf dem Blog ist. Untermalt wird das natürlich von der Musik, über die ich hier erzähle.

Aber beginnen wir mal etwas früher. Im Jahr 2004 erscheint eine CD eines Grafikers namens Scott Hansen, die auf den mysteriösen Titel Sunrise Projector hört. Schnuppert man mal an dem Titel herum, riecht es verdächtig nach Boards Of Canada. Jedoch muss die breite Masse noch bis 2007 warten, bis das Album noch mal als Past Is Prologue erscheint.

Ich bestelle die CD direkt über die Webseite von Scott Hansen und muss mich eine Weile gedulden. Im Juli 2007 halte ich sie dann in meinen Händen und bin begeistert. Boards Of Canada in Reinkultur. Aber auch auf dem Album finden sich mit A Circular Reeducation erste Hinweise, in welche Richtung es gehen wird.

Wie bereits erwähnt, erscheint das Album Dive im Jahr 2011. Ich bin jedoch irgendwo auf der Welt unterwegs und bekomme davon nichts mit. Tycho läuft mir erst wieder über den Weg, als 2014 das Album Awake erscheint.

Ich bin vollkommen überrascht, wo kommen denn Schlagzeug und Gitarre her? Also muss ich doch mal zwangsläufig in den Vorgänger Dive reinhören! Hier findet sich das Bindeglied. Das Album beginnt da, wo das erste Album aufgehört hat. Gleichzeitig lässt es aber keinen Zweifel daran, dass Tycho eine Band geworden ist. Mit richtigen Instrumenten, man könnte auch sagen, sie jammen gemeinsam.

Und damit kann ich schon wieder zur Awake zurückkehren. Wie ich schon damals in meinem Review schreibe, ist der Stil irgendwo zwischen Ulrich Schnauss und Boards Of Canada. Das bedeutet, leicht verspult und auf jeden Fall elektronisch, aber auch herkömmliche Instrumente wie Schlagzeug, Bass und Gitarre.

Mit ihrem vierten Album Epoch rücken sie die Band noch mehr in den Vordergrund. An der Stelle sollte man über die Wandlung der Cover sprechen. Das erste Album klammere ich dabei mal aus. Bei Dive sieht es aus wie eine Glaskugel vor einem Sonnenuntergang am Meer. Bei Awake ist nur noch die Kugel da, aber es sind die Farben in einem gestreiften Farbverlauf zu erkennen. Und die Epoch reduziert es auf drei Farben, eine weiße Kugel, ein schwarzes Trapez, was die Räumlichkeit andeuten soll und dem Hintergrund.

Das ist aus dem Grund interessant, weil plötzlich auf dem nächsten Album Weather eine junge Frau vom Hals abwärts auf einem Sofa zu sehen ist. Nach unglaublicher Abstraktion auf einmal ein Foto. Das passt in sofern zusammen, weil es Stücke auf der Epoch gab, die leer wirkten. Diese Leere wird jetzt mit der Stimme von Saint Sinner gefüllt. Aber gleichzeitig gibt es auch Instrumentaltracks, die eher an die Awake erinnern.

Nachdem die Weather Ende 2019 erschienen ist, folgt relativ kurz darauf im Jahr 2020 die Simulcast. Hier haben wir es wieder mit einem Akustikalbum zu tun. Auch hier wieder ein Foto als Cover. Die Instrumentalstücke von Weather sind hier auch enthalten. Aber auch deutlich erkennbar veränderte Versionen. Es gibt das Stück Pink & Blue mit Saint Sinner, dem eine akustische Version mit PCH gegenüber steht. Trotzdem ist es genau das Album was ich von Tycho erwartet habe.

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