Letztens stellte ein Kumpel die Frage in die Runde, ob wir nicht mal ein neues Spiel für die LAN-Party kaufen wollen. Es ging ein kleiner Dialog los, ob man nicht lieber ein Spiel zum Downloaden nehmen sollte, weil es kaum noch Spiele auf DVD zu kaufen gibt. Der Urheber der Frage mag keine Downloads und lehnte das ab. Ich wollte auch meinen Beitrag leisten und fing an zu schreiben und zu schreiben und irgendwann merkte ich: Jetzt wird es zu viel. Also entstand dieser Blogeintrag…

Heute mal ein kurzer Abriss über den Fortschritt der Spiele in den letzten Jahren. Fangen wir vor 15-20 Jahren an, wo man noch mit einem Modem online gegangen ist. Da war es für Spiele wichtig zu unterscheiden, ob man online ist oder nicht.

Damit nicht jeder mit gecrackten Spielen rumflitzte, erfand man den Kopierschutz. Der war damals noch auf der CD/DVD drauf (Hintergrund: Meistens bestand der Kopierschutz aus Fehlern auf der CD/DVD, die erwartet wurden oder Missachten des Standards). Als Laufwerke auf einmal mit mehreren Standards (CD, DVD, DVD+R, DVD-R usw.) umgehen mussten, wurden sie strikter bei der Einhaltung der Standards, d.h. die Spiele liefen mit bestimmten Laufwerken nicht, weil das Laufwerk der Meinung war, kein Medium zu erkennen. Das führte zu frustrierten Kunden und Herstellern, die den Kram zurücknehmen mussten. Was für ein Glück, dass sich zu der Zeit ein anderer Standard breit machte, der sich DSL nannte. Dieses komische Internet und auch noch zuhause und auch noch viel schneller wie Modem. Toll!

Und irgendwie stellte sich jede Spielfirma einen Server hin, der für Registrierungen verantwortlich war. Das Spiel telefonierte nach Hause und man bekam das Okay, dass man spielen durfte. Die Hersteller entdeckten irgendwann, dass es natürlich auch so seine Vorteile hat, wenn der Kunde online ist. Denn hatte man einen groben Schnitzer im Programm, konnte man Dateien zum Kunden schicken und schon lief das Spiel wieder. Also fingen die Programme an, bei jedem Start nach Haus zu telefonieren und nach Updates zu fragen. Außerdem hatte es natürlich auch Vorteile für die Kunden: Menschen ohne Freunde konnten über dieses Internet Fremde einfach herausfordern und man musste kein schlechtes Gewissen haben, wenn die anderen verlieren. Die können schmollen, ohne dass es einen juckt.

Bis irgendwann den Herstellern die Ideen für Spiele ausgingen. Geballer, Strategie, Logik… alles schien ausgereizt. Also kam ein Spielehersteller auf die clevere Idee und dachte sich: Warum stelle ich nicht den gesamten Prozess (Auslieferung, Registrierung, Updates) nicht jungen Firmen zur Verfügung, damit die neue Ideen bringen und ich trotzdem Geld verdiene. Und so entstanden Portale wie Steam, Origin usw. Und damit sind wir quasi auf dem Stand vor 9 Jahren.

Ich lasse das komplette Konzept von Spielen, die eigene Welten generieren mal außen vor. Ach naja, vielleicht einen Satz: Mittlerweile gibt es Spiele, wo es keine feste Handlung mehr gibt. Der Inhalt wird dynamisch generiert und man kann ein komplett neues Universum entdecken. Hier geht es um entdecken, überleben und Bilden von Allianzen, Handel etc. Je nachdem, worauf man Lust hat.
Wer neugierig ist: No man’s sky

Aber worauf will der alte Mann mit seinem Geschwafel hin? Stellt euch vor, ihr geht in den Mediamarkt und fragt nach „La-la-Land“ auf VHS.

Vor zwei Wochen, einen Tag bevor die deutsche Version erschien, brachte eine Kollegin uns die Welt von Pokémon Go nahe. Als sie uns kurz den Inhalt erzählte, kamen wir uns vor, als würde jemand in einer anderen Sprache mit uns reden. „Also um ein Pokémon zu fangen, brauchst du Pokébälle. Diese bekommst du in Pokéstops. Wenn du ein Pokémon gefangen hast, findest du es in deinem Pokédex…“

Ein paar Tage später installierte ich mir das Programm mal, schließlich musste ja was dran sein, wenn es nicht nur von der Presse gehyped wird, sondern auch noch in kurzer Zeit einen millionenfachen Download erreicht und man absurde Storys liest, dass Leute statt Pokémons Leichen gefunden haben oder liebende Pärchen aufgeschreckt haben.

Die App installiert und los ging es. Der Professor erklärt einem erstmal, wie man ein Pokémon fängt und dann darf man es selbst üben. Was danach folgt, ist ziemlich einfach, man muss es nur wissen. Ich hockte mich abends auf die Couch und hatte das Glück, dass vorm Haus jede Menge Taubsis erschienen. Nichts mit raus gehen und bewegen. Die Sammlung voller kleiner Viecher lernte ich am nächsten Tag, dass man die gefangenen Pokémons zurück zum Professor schicken kann und dafür artspezifische „Bonbons“ erhält, mit denen man sein Pokémon weiter entwickeln und stärken kann. All diese Aktionen – einfangen, trainieren, entwickeln – bringen einem selbst Erfahrungspunkte. Um von Level 1 auf Level 2 zu kommen braucht man 1.000 Erfahrungspunkte, von 2 auf 3 2.000 Punkte usw. Das Fangen eines unbekannten Pokémon bringt 500 Punkte + 100 Punkte, die man ohnehin fürs Fangen bekommt. Also geht es ziemlich schnell nach oben.

Je höher ich vom Level kam, um so schwieriger wurde es, die Pokémon einzufangen – die dann wiederum auch weiter entwickelt waren. So verbrauchte ich ziemlich schnell meine Pokébälle. Das Doofe ist nur, dass es hier draußen auf dem Dorf keinen Pokéstop gibt. Dafür erscheinen hier auch mal seltene Pokémon, wie der allseits beliebte Pikachu. Letzten Freitag kam ich heim und er wartete direkt an der Straße. Gestern Abend kommen wir vom Canalissimo heim (wo ich meinen Vorrat an Pokébällen wieder ordentlich aufgestockt habe) und wer sitzt da?

Nach dem wir gestern in der Innenstadt von Bamberg waren, wo es von Pokéstops nur so wimmelt und auch jede Menge Pokémons gefangen werden wollen, kann ich verstehen, warum die Arenen mit Viechern gespickt sind, die 1.000 und mehr Wettkampfpunkte haben (mein Bester ist ein Tauboss mit 170 WP).

Eigentlich würde ich mich darüber freuen, wenn es entweder bald die Möglichkeit gibt, selbst Orte einzureichen, wo ein Pokéstop erscheinen soll oder die Möglichkeit geschaffen wird, dass man Pokémons gegen andere Gegenstände tauschen kann. So wie ich es mitbekommen habe, sind derzeit Pokéstops an den Stellen, wo der „Vorgänger“ Ingress seine Stops hatte. Die Firma Niantic, die das Spiel entwickelt hat, hatte vorher ein Spiel namens Ingress, das genau nach dem selben Prinzip wie Pokémon Go funktionierte. Dort konnten die Spieler aber selbst Orte für die Stops und Arenen einreichen bzw. wurden Orte genommen, die von Google Maps als Sehenswürdigkeiten gekennzeichnet sind.

Fazit: Wer jetzt immer erzählt, dass jetzt die Leute rudelweise durch die Stadt ziehen und auf ihr Smartphone starren, der ist selbst vorher nie mit offenen Augen herumgelaufen – es war schon immer so. Nur mit dem Unterschied, dass jetzt auch die draußen rumlaufen, die sonst ihre Freizeit zockend vor dem Rechner verbracht haben. Ich finde die Spielidee gut, da man wirklich gezwungen ist, sich draußen zu bewegen. Das fängt beim Suchen von Pokémons an, geht über die Pokéstops und Arenen, die man nur erreichen kann, wenn man wirklich dort ist, bis hin zu den Eiern, die man einsammeln kann und für die man, je nach Ei, zwei, fünf oder zehn Kilometer laufen muss, um sie auszubrüten.

Heimlich, still und leise hat Act of Aggression ein Update bekommen. Ich bekam es nur mit, als ich das Spiel starten wollte und mir eine neue Option angeboten. Heute kam dann eine Mail, dass der Beta-Test für die neue Spielvariante eröffnet ist. Werfen wir mal einen Blick auf die Änderungen…

Sofort springt ins Auge: die Ressourcen haben sich geändert. Es gibt nur noch Ölquellen und Banken – beide sind immer noch limitiert. Aluminium und seltene Erden fallen komplett weg. In dem Zusammenhang fällt auch auf, dass das Bauen nur noch geht, wenn genügend Rohstoffe vorhanden sind. Also bis zum Erbrechen bauen und dann warten bis die Ressourcen eintrudeln gibt es nicht mehr. Eigentlich schade, da man so immer aktiv auf die Ressourcen blicken musste. Und wenn wir schon beim Bauen sind, sollte der nächste Blick auf die Einheiten gehen.

Bisher war es ja so, dass ein Gebäude fertig gestellt wurde und dann tauchte ein Baufahrzeug auf, stellte das Gebäude auf und verschwand darin. Hat man es verkauft, fuhr es zurück zur Basis. Jetzt gibt es permanent vorhandene Baufahrzeuge, denen man den Befehl zum Bauen geben muss. Bis jetzt war ich es gewohnt, einige Gebäude im HQ in Auftrag zu geben und abzuwarten bis sie fertig sind. Jetzt gibt man den Befehl ans Baufahrzeug und muss warten bis es fertig ist und kann dann das nächste Bauwerk in Angriff nehmen. Es sei denn, ich erstelle mehrere Baufahrzeuge. Kurzum, es ist 1:1 wie C&C Generals. Auch die Fahrzeuge zur Ressourcensuche sind weg, denn vorhandene Ressourcen werden sofort auf der Karte eingeblendet. Und was spieltechnisch eine Katastrophe ist: Sind die Ressourcen verbraucht, bleiben die Icons zum Bauen der Einheiten / Gebäude aktiv und ich werde mit einem nervigen Tröten und einer Nachricht hingewiesen, dass die Kohle aus ist. Kommt gut, wenn man fünf Einheiten bauen will und das Geld nur für zwei reicht. Wenigstens so viel Fortschritt wäre doch drin gewesen, dass man die Knöpfe deaktiviert.

Ansonsten wurden manche Einheiten optisch aufpoliert, aber neue Einheiten gibt es nicht bzw. auch keine neuen Aufrüststufen. Die Grundaussage ist ganz klar, dass das Spiel eine starke Anlehnung an Command & Conquer Generals hat und somit eigentlich der Spielreiz verloren ist. Warum sollte ich ein altes Spiel mit neuer Optik wollen?

Als wir Silvester mit unseren Nachbar feierten, unterhielt ich mich einen Tag darauf mit meinem Nachbarn und wir kamen auf Computerspiele zu sprechen. Als ich erwähnte, dass ich S.T.A.L.K.E.R. mochte, wurde ich doppelt überrascht. Zum einen gibt es noch zwei Fortsetzungen zu S.T.A.L.K.E.R. und er schlug mir vor mir mal Metro 2033 Redux anzusehen. Da es bei Steam gerade im Bundle mit dem Nachfolger für 7,49 Euro zu kaufen gab, schlug ich zu…

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Der Plot ist schnell erzählt: Metro 2033 ist das Computerspiel nach dem gleichnamigen Buch von Dmitry Glukhovsky. In naher Zukunft wird ein Atomkrieg die Oberfläche der Erde in einen unwirtlichen Ort verwandeln und die Überlebenden ziehen sich in die Röhren der Metro zurück. Dort beginnt ein Kampf um Ressourcen und gegen Mutanten. Der Protagonist Artjom muss sich nicht nur gegen Mutanten behaupten, sondern auch gegen die Kommunisten, Banditen und Faschisten. Natürlich darf eine gewisse mysteriöse Art nicht verloren gehen, denn die Rolle der „Schwarzen“ ist ungewiss.

Prima gefällt mir an dem Spiel ist die Adaption an die Situation, gerade was die Waffen anbetrifft. Hier muss der Spieler mit Waffen schießen, die schnell heiß laufen, weil sie auf primitivste Weise gebaut wurden. Am besten gefällt mir die Trommelschrotflinte, die aus Fahrradrohren gebaut wurde und wo tatsächlich das Schulterstück ein Fahrradsattel ist. Extrem nervig, aber fantastisch für Dramatik der Situation ist die ausreichende Anzahl von Luftfiltern für die Gasmaske. Wenn man zu lange an der Oberfläche herumforscht und nicht genügend Luftfilter mitnimmt, ist man tot.

Wo ich echt lange zu kämpfen hatte, war der Unterschied zwischen Mun(ition) und Patronen. Die Mun, die man immer wieder findet, ist die Universalwährung, wenn man in den Stationen Waffen, Sprengsätze, Filter und Patronen kauft. Aber als Munition kann man die nicht einsetzen. Auch finde ich das Schussverhalten stellenweise unrealistisch. Einen Nosalis auf 200m mit einem Luftgewehr durch Kopfschuss zu erlegen, klappt prima. Steht der vor einem und prügelt auf einen ein, braucht man drei Schüsse mit der Schrotflinte, um ihn zu erlegen. Tja und was ich noch störend finde, ist der Spielverlauf. Da sich das Spiel stark am Buch orientiert, wird viel Handlung vorgegeben. Man kann noch so gut schießen, irgendwann kommt der Nosalis und haut einen vom Wagen. Das kann man aber auch zu seinem Vorteil nutzen, denn meistens hat man einen Begleiter und wenn man sich günstig positioniert, macht der alle Mutanten allein platt. Aber am Anfang ist es schon störend, weil man von einem Handlungsstrang zum nächsten geführt wird.

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Durch die Handlungsführung kommt man schnell zu einem Ende, aber man hat das Gefühl – das war es nicht, hier kommt noch mehr. Und richtig, ähnlich wie bei S.T.A.L.K.E.R. scheint es mehrere Enden zu geben, von denen ich noch nicht weiß, wie sie aussehen und wo sie abzweigen. Deswegen geht es jetzt ein zweites Mal durch das dunkle Labyrinth der Metro.

Taktische Waffe ist feuerbereit!

Ich habe in letzter Zeit versucht tiefer in die Materie von Act of Aggression einzudringen. In einer meiner früheren Beiträge hierzu hatte ich mich ja schon gewundert, weil ich eine Gruppe von Einheiten auf den Gegner losließ. Der schoss mir mit 2-3 Einheiten alles zusammen. Nach einigen Experimenten lernt man die einzelnen Einheiten besser kennen und mir wurde klar, warum das so ist.

Die Geschichte geht zurück bis auf Battle Isle. Könnt ihr euch noch an die Artillerie-Einheiten erinnern, die über bis zu 6 Felder schießen konnten? Man musste etliche Einheiten auf die Kanone losschicken, damit überhaupt eine durchkommt, um ihr den Garaus zu machen. Den Spaß gab es ja bei den Generals nun mal nicht – der Gegner kam in Reichweite und die Einheiten ballerten los. Gut, es gab die Raketenwerfer, die ein Stück weiter kamen, aber auch nicht so weit.

Bei Act of Aggression fängt die Unterscheidung der Einheiten wieder an. Immer die Nahkampfeinheiten für Infanterie und Panzer voran, dahinter die Luftabwehr und mit etwas Abstand die Artillerie dahinter. Wenn man jetzt noch ein paar getarnte Aufklärungshubschrauber vorweg schickt, kann die Artillerie schon mal alles wegputzen, was sich nähert, sodass nur noch Kleinigkeiten für die Panzer übrig sind.

Taktische Waffe ist feuerbereit!

Taktische Waffe ist feuerbereit!

Mittlerweile hab ich Level 6 erreicht – es gibt eine Einstufung, was man bisher alles besiegt hat. Anfangs hatte ich das Gefühl, dass sich das Level auf die Schwierigkeit beim Spielen gegen die KI auswirkt, aber schnell kam ich dahinter, dass das nur oberflächlich so war, sondern mehr daran lag, wie die Ressourcen im Zugriff sind. Wenn man USA oder Chimera ist und um sich herum nur eine Ölquelle bzw. eine Aluminiumquelle findet, dann steht der Gegner schneller als gedacht da und überrennt die Basis. Da nützen einem die schönsten seltenen Elemente nichts, wenn man noch nicht genug geforscht hat, um sie zu nutzen.

Eine Strategie der KI habe ich bereits entdeckt und muss es unbedingt mal ausprobieren. Gleich nach Start des Spiels mit dem Ressourcen-Suchfahrzeug Richtung Basis des Gegners fahren / fliegen und dort die Lage ausspionieren. So schnell kann man gar nicht die Verteidigung aufbauen, wie der Gegner bei einem herumschnüffelt. Es sei denn man ist Chimera, wo die Ressourcen-Drone schon bewaffnet ist und um sich schießt.

Und eine wichtige Erkenntnis noch zum Schluss – verbaut nie euer HQ komplett! Ich habe letztens jede Menge Gebäude um das HQ gebaut und irgendwann sah ich noch das Baufahrzeug rauskommen und gleich wieder verschwinden, bis mir klar wurde – es hat keinen Weg nach draußen. Da nützt es auch nicht, den Sammelpunkt neu zu setzen. Wenn es nicht aus der Ausfahrt rauskommt, geht es mit der Basis nicht weiter.

Die Basis des Kartells wirkt sehr futuristisch.

Eine Woche später und das Kartell kann seine Bewertung bekommen. Wir ihr sicherlich merkt hat das Spiel ein gewisses Suchtpotenzial, sonst würde ich nicht so hinterher sein, mal mit jeder Fraktion zu spielen. Wie schon die anderen Fraktionen zuvor, hat auch das Kartell einen gewissen Hunger an einer bestimmten Ressource – hier sind es die seltenen Elemente. Um das auszugleichen hat auch jede Fraktion ein Gebäude, was die am dringendsten benötigte Quelle erzeugt. Beim Kartell wäre es der Schwarzmarkt, der jede Sekunde 4 Einheiten seltene Elemente erzeugt. Nicht viel, wenn man vergleicht, dass es einen Panzer gibt, der 400 Einheiten seltene Elemente kostet. Aber wenn man 2-3 Schwarzmärkte baut, kann das eine Knappheit an Ressource ausgleichen.

Das Kartell hat sechs verschiedene Sorten von Kampfeinheiten

Das Kartell hat sechs verschiedene Sorten von Kampfeinheiten

Das Kartell zu spielen macht – eigentlich wie alle Fraktionen – richtig Spaß. Ein Vorteil, der mir sofort auffällt: Die Ressource werden per Transporthubschrauber bewegt. Bei allen anderen Fraktionen fährt ein Fahrzeug zwischen Lager/Basis und Rohstoffquelle hin und her. Da Fahrzeuge nur auf Straßen wirklich schnell fahren, empfiehlt es sich da immer einen Blick drauf zu werfen, wo man das Lager baut. Beim Kartell völlig egal, der Hubschrauber fliegt querfeldein. Wichtig für alle anderen Fraktionen ist, dass das Kartell per Upgrade so ziemlich alles tarnen kann.

Jedoch ist mir das Kampfverhalten der Kartelleinheiten noch absolut unklar. Ich schicke 3×3 verschiedene Einheiten los, mir kommen 2-3 gegnerische Einheiten ins Sichtfeld, es gibt einen tierischen Funkenflug und schon ist die Hälfte meiner Einheiten flöten gegangen und der Rest hält auch nicht lange stand. Dabei fällt mir was ein…

Das Kartell hat eine im Orbit stationierte Superwaffe, die auf Knopfdruck Unheil bringt.

Das Kartell hat eine im Orbit stationierte Superwaffe, die auf Knopfdruck Unheil bringt.

Bei Generals kam es auch ab und zu vor, dass nachdem eine Einheit zerstört wurde, der Pilot übrig blieb und man diesen zu einem anderen Fahrzeug brachte, damit die Erfahrung erhalten blieb. Ganz großer Minuspunkt: Act of Aggression kennt keine Erfahrungspunkte für Einheiten. Ein Panzer bleibt immer gleich gut, egal wie lange er gekämpft hat. Auch vermisse ich die Upgrades, die man bei Generals im Laufe der Zeit dazu gewann, wie z.B. das Tunnelnetzwerk bei der GLA. Dafür ist das Konzept mit den Piloten viel kniffliger – man kann gegnerische Piloten gefangen nehmen und bekommt Geld dafür. Deswegen sollte man immer dafür sorgen, dass herumgeisternde Pilot schnell per Mausklick in die Basis zurückgeschickt werden. Das Kartell treibt es noch auf die Spitze und bietet ein Upgrade „Lebensversicherung“ an. Hat man dieses erworben, bekommt man die Hälfte des Geldes, was eine Truppeneinheit kostet, bei deren Verlust zurück.

Optisch ist das Kartell schon sehr viel anders, als die von USA und Chimera. Sehr dunkle, technologisch wirkende Basis. Auch hat das Kartell kein Drei-Stufen-System für die Gebäude. Hier gebt es nur Basis und erweiterte Gebäude. Dafür ist der Upgrade-Preis für die erweiterten Gebäude deftig.

Die schweren Panzer des Kartells

Die schweren Panzer des Kartells

Bis jetzt kann ich nicht behaupten eine Fraktion hätte eine gewisse Oberhand. Wenn ich mich da an Zero Hour erinnere, da nahm man den China Tank General und baute einen Haufen Overlords und das Ende des Gegners war nur eine Frage der Zeit. Auch musste ich feststellen, dass mal eben ein „schnelles Spiel“ nicht drin ist. Selbst beim einfachsten Gegner sitze ich über eine Stunde da, bis ich mit ihm durch bin. Dabei ist der Gegner nicht wirklich angriffslustig und wehrt sich, sobald er angegriffen wird.

Gerade habe ich das Bild der Basis eingefügt und dabei fiel mir noch, was auf den ersten Blick verwirren könnte, wenn man Generals gespielt hat – hier stehen alle Gebäude dicht beisammen. Warum? Auch eine Spezialität von Act of Aggression. Abgesehen von den Rohstoffquellen darf man die Gebäude nur in einer gewissen Reichweite um die Basis herum bauen. Als quasi ausgleichende Gerechtigkeit sind die Superwaffen ja nur von geringerer Streuweite.

Blick in die Chimera-Basis mit der mobilen Raketenabwehr

Nachdem ich beim letzten Mal die Fraktion der USA in einem Einzelspiel und in einer Skirmish-Mission gespielt habe, war diesmal die Chimera dran. Da ich die Chimera noch nie gespielt hatte, war ich überrascht, wie aluminiumhungrig diese Fraktion ist. Dafür gibt es aber auch positive Aspekte. Zum Beispiel dass Lagerhaltung und Energieerzeugung in einem Gebäude vereint sind. Dazu kommt noch, dass man später dieses Lagerhaltungs-/Energiegebäude mit Heilfunktion oder Geldgenerierungsaufgabe versehen kann. Aufgefallen ist mir sofort: Es gibt viel weniger Gebäude als bei der USA. Auch der Wahnsinn mit der Upgrade-Fähigkeit hält sich hier sehr in Grenzen. Aus diesem Grund halte ich die Chimera schon mal für viel besser zum Einstieg geeignet.

Die "leichten" Panzer der Chimera

Die „leichten“ Panzer der Chimera

Trotzdem bleibt das Gebäudesystem gleich – Kaserne, Fabrik für leichte Fahrzeuge, Panzerfabrik, Forschungslabore und Superwaffe. Und weil wir gerade dabei sind – als Superwaffe hat die Chimera den Omega-Blitzer. Optisch anders wie die Atombombe, aber von der gleichen Wirkung. Auch die Chimera hat eine Abwehr gegen Superwaffen. Nur im Gegensatz zur USA ist diese Abwehr kein Gebäude, sondern ein Fahrzeug und damit mobil auf der Karte einsetzbar.

Bei der Chimera gibt es auch die drei Stufen, in denen die nächsthöheren Gebäude freigeschaltet werden können: Spear, Shield und Sword. Wieder einfach fand ich bei der Chimera, dass man mit der normalen Raffinerie die „seltenen Elemente“ abbauen kann, sobald man in der Swordstufe ein entsprechendes Upgrade gemacht hat. BTW: Ich finde „Rare Earths“ mit „seltene Erden“ zu übersetzen einfach nur schlecht.

Hier schlagen grad zwei Omega-Blitzer-Geschosse ein

Hier schlagen grad zwei Omega-Blitzer-Geschosse ein

Die Chimera zu spielen war aber wesentlich anstrengender. Es hat mich drei Versuche gekostet, den sehr leichten Computergegner zu bezwingen. Beim ersten Mal bin ich einfach am Aluminiumverbrauch gescheitert. Das zweite Mal musste ich feststellen, dass es wichtig ist, bei seinen Einheiten darauf zu achten, dass auch Panzerabwehr dabei ist. Die Chimera hat sehr viele Einheiten die gut gegen Luft- und Infanterieangriffe sind. So einfach wie bei Generals ist es dann doch nicht, einen bunten Strauß an Einheiten zu bauen und dem Gegner auf den Hals zu schicken.

Selber Effekt hier auch, wenn man mit den Soldaten die Banken besetzt. Bei den USA reichte der einfache Soldat aus, bei der Chimera musste es schon eine Mischung aus Soldaten und Scharfschützen sein, da sonst ein einfaches Fahrzeug reicht, um die Bank leer zu schießen.

Woran ich nach wie vor scheitere, ist der sogenannte Fog of War – die Stellen auf der Karte, die schwarz sind. Bei den Generals gab es Dronen oder Satellitenhacks mit denen man die Karte aufdecken konnte. Hier bleibt alles dunkel, es sei denn man schickt einen Aufklärungshubschrauber hin. Der wird dann aber schon frühzeitig abgeschossen, denn bis man den gebaut hat, steht die Verteidigung des Gegners. Ist zwar schade, aber wesentlich realistischer und verhindert so auch einen Angriff mit der Superwaffe, da der Gegner schlechter die Lage einzelner Gebäude ausspionieren kann.

Die schweren Jungs der Chimera (wichtig: der Terminator (vorn), lustig: der Burratino (hinten))

Die schweren Jungs der Chimera (wichtig: der Terminator (vorn), lustig: der Burratino (hinten))

Etwas ernüchternd finde ich die Statistik, die mich bei Steam immer erwartet: Du hast bereits 9 Stunden Act Of Aggression gespielt. Ja okay, ich habe auch schon mehrfach eine halbe Stunde gespielt und dann das Spiel abgebrochen. Als nächstes werde ich mich jetzt dem Cartel widmen, mal sehen was mich dort so erwartet. Und dann erwartet mich noch der Kampf zwischen den Fraktionen – bis jetzt waren meine Computergegner bei USA – USA und bei der Chimera war auch mein Computergegner Chimera.

Normale Ansicht

Das ist mal was ganz Neues hier: Jan schreibt über Computerspiele. Grund dafür ist, dass ein neues Spiel erschienen ist, was ja jetzt nichts besonderes ist, aber das Spiel an sich ist etwas besonderes.

Mittlerweile seit 10 Jahren finden so 2-4 mal jährlich unsere LAN-Partys statt. Und seit Anbeginn der Zeiten spielen wir Command & Conquer Generals (dt. Generäle) oder bzw. die Erweiterung Zero Hour (dt. Stunde Null). Nun rumorte es ein paar Monate, dass es einen Nachfolger geben soll, der endlich die logische Fortsetzung der Generals-Serie versprach. Der Name: Act of Aggression.

Seit einigen Wochen ist das Spiel schon käuflich gewesen und man hatte damit Zugang zur Multiplayer-Beta. Erste Spielvideos erschienen und machten Lust auf mehr. Gestern war es soweit – ich nutzte die Möglichkeit das Spiel mit 15% Vorbucher-Rabatt zu kaufen, obwohl es schon veröffentlicht war. Gehört hatte ich ja schon viel von Steam als Portal für Spiele, sodass es mich nicht verwundert hat, dass Act Of Aggression einen Steam-Account verlangt. Nur nervig war, dass ich jetzt 3 Accounts anlegen musste:

  1. Einen für den Shop von Focus Entertainment
  2. Einen für Steam (der ist aber keine Verschwendung, da sich ja dort haufenweise Spiele befinden)
  3. Einen für Eugen System, d.h. für Act Of Aggression selbst

Nach ein paar Stunden Download in Slow-DSL-Geschwindigkeit (ich glaube, es sind so ca. 10GB), war das Spiel da. Keine große Installation, einfach starten. Was mir sofort gefallen hat, dass das Spiel beim ersten Start seine grafischen Möglichkeiten selbst ermittelt. Eine falsche ruckelige Konfiguration wird quasi von Haus aus schon vermieden.

Satelliten-Ansicht

Satelliten-Ansicht

Bedienung ist ja relativ selbsterklärend – Einzelspiel oder Multiplayer. Mission oder Skirmish (frei wählbare Karte gegen mehrere (max. 8) Computergegner). Nach dem was ich jetzt gesehen habe, fände ich ein Tutorial echt Klasse. Auf die Idee, dass man in ein mit Gegnern besetztes Haus eindringen kann und der Kampf im Haus stattfindet, wäre ich nicht gekommen, wenn ich nicht zufällig Leute zur Attacke auf ein Haus geschickt hätte und mich wunderte, dass sie reingehen und man dann wüstes Geballer hört. Aber vielleicht alles eine Frage des Probierens.

Die Missionen sind ähnlich wie bei Generals. Es gibt Nachrichtensendungen die eine Rahmenhandlung begleiten. Nach zwei / drei Missionen wechselte ich mal in den Skirmish-Bereich, weil ich mal das Spiel in seiner freien Entfaltung erleben wollte. Wie schon bei den Generals gibt es auch hier drei Parteien. USA, Chimera (sprich: Kaimera) – eine Art UN-Schutztruppe und zuletzt das hochtechnologisierte Kartell. Ich entschloss mich für die USA und wählte einen sehr leichten Computergegner (schön: 5 Schwierigkeitsstufen).

Schon die Bedienung ist fantastisch. Zoomt man raus, bekommt man eine Art Satellitenansicht, die das Feld grob aufgelöst anzeigt. Ansonsten geht der Zoom stufenlos vom Überblick bis hin zu den Schnürsenkeln des Soldaten.

Einheit zur Inspektion angetreten

Einheit zur Inspektion angetreten

Von den Videos kannte ich schon das Prinzip: Rohstoffe sammeln, d.h. Banken besetzen (gibt Geld), Öl fördern (gibt auch Geld), Aluminium fördern (wird als Rohstoff gebraucht) und für die Entstufen braucht man „seltene Elemente“. Alles (auch Banken) sind endliche Ressourcen und wenn sie verbraucht sind, ist Schluss. Den ersten Teil schafft man bei den USA nur mit Geld, d.h. Kasernen und Raffinerien bauen. Schön finde ich auch, dass man hier wie bei Dune II aufpassen muss, dass man genügend Lager für seine Rohstoffe hat. Auch die Spielführung ist hier sehr einfach, wenn man schon mal Generals gespielt hat. Bei den USA läuft das Bauen von Gebäuden in 3 verschiedenen Stufen ab:

  1. Defcon 3: Die Basisgebäude – Energie, Raffinerien, Kasernen, leichte Fabrik, Lager, Forschungs- und Technologiezentrum. Alle können gegen entsprechenden Materialeinsatz aufgerüstet werden. Gleiches gilt für die Einheiten.
  2. Defcon 2: Ist ein Upgrade, dass man sich durch Einsatz von Material kaufen muss. Danach hat man Zugriff auf weitere / komplexere Gebäude, wie z.B. Hubschrauberlandeplatz, Patriot-Abwehrraketen, Gebäude für schwere Panzer/Artillerie. Selbstverständlich gibt es auch hier für alles Upgrades.
  3. Defcon 1: Ab jetzt geht alles nur noch mit den „seltenen Elementen“. Auch die Atomraketen, die auf den lustigen Namen „Peacekeeper“ hören. Im Gegensatz zu den Superwaffen bei den Generals, machen die Superwaffen bei Act Of Aggression nicht so viel Schaden, können aber (genügend Rohstoffe vorausgesetzt) unbegrenzt gebaut werden und – hab ich zumindest gehört – es gibt Abwehrmechanismen gegen Superwaffen.
Dem Gegner mal schnell Bescheid sagen, dass man was gegen seine Anwesenheit hat.

Dem Gegner mal schnell Bescheid sagen, dass man was gegen seine Anwesenheit hat.

Natürlich ist ein Angriff mit einer Superwaffe ein Highlight des Spiels. Also schraubte ich möglichst schnell alles in die Richtung. Ich forschte, baute eine Hand voll Einheiten, ein bisschen Bodenabwehr. Hier fiel mir positiv auf, dass man unten in der Leiste sieht, hinter welchem Shortcut sich welche Gruppe (die übrigens auch mit Strg+1 [usw.] gruppiert wird) verbirgt. Natürlich rechnete ich nicht damit, dass ich beim Suchen nach Rohstoffen zu nah an die Basis des Gegners kam und mein Suchfahrzeug zusammengeschossen wurde. Also schickte ich meine Einheiten los, die aber auch ziemlich schnell kaputt gingen. Zum Glück war mein Peacekeeper bereit, die Ordnung wieder herzustellen. Boooooom! Gebäude platt, ein riesiger Krater. Dass mein Angriff vom Computergegner als Signal zum Gegenangriff interpretiert wurde, war mir jetzt eigentlich egal – ich hatte erstmal genug gesehen.

Leider ist der Schaden nur sehr begrenzt

Leider ist der Schaden nur sehr begrenzt

Nach zwei Stunden Spielen kann man noch kein richtiges Fazit wagen. Weitere Artikel werden folgen. Aber eins steht fest: Das Spiel hat die Fähigkeit ein zweites Generals zu werden. Wenn man sich die ganzen Upgrades wegdenkt, ist die Spielführung denkbar einfach. Rohstoffe, Verteidigung, Angriff. Was den langfristigen Spaß ausmacht – vermute ich – sind die Forschungsupgrades, Lagerverwaltung und Ressourcenhaushalt (da begrenzt).

Ich bin mit Netscape aufgewachsen – die erste Version, die ich kannte, war die 3.04 Gold. Danach ging es Schritt für Schritt weiter – die Inhaber gaben sich die Klinke in die Hand und man berichtete von einem Projekt, dass aus dem Netscape-Quellcode ein neues Projekt startete und taufte es auf den Namen Mozilla. Irgendwann war die Codebasis so breit, dass ein E-Mail-Programm dazukam. Zu der Zeit überlegte man noch, ob der Browser nicht Firebird und das Mailprogramm Thunderbird heißen sollte, aber da gab es rechtliche Streitigkeiten und es wurde der Firefox daraus. Netscape lebte noch eine Weile bei AOL als Anpassung des Mozilla-Projekts weiter. All das habe ich mitgemacht und auch den Netscape / Mozilla / Firefox hart gegen die IE-Jünger verteidigt.

Ab und zu habe ich es auch mit Opera versucht, der sich rühmte, der schnellste Browser der Welt zu sein, aber das Internet wurde dadurch auch nicht schneller. Also blieb ich bei Firefox, bis wir auf Weltreise waren. Unser kleiner Rechner (Intel Atom, 1 GB RAM) musste als Universalstation für die Kommunikation herhalten. Und in dieser Zeit habe ich Firefox hassen gelernt. Man versuche mal 10 Tabs parallel im Firefox offen zu haben und mit diesen den Firefox neu zu starten. In der Zeit konnte man gemütlich duschen gehen. Und von Version zu Version wurde es schlimmer.

Zu Beginn war ich noch sehr skeptisch, was Chrome anbetraf, aber nach dem Installieren wurde mir sehr schnell klar – das ist der Browser der Zukunft. Natürlich mag er in Summe etwas hungriger sein, was den Speicher angeht. Aber alle Tabs sind separate Prozesse, d.h. Tab zu = Prozess weg = Speicher frei. Und das Verhalten ist auch wesentlich anders. Hier wird Wert darauf gelegt, dass Nutzer auch schon mit den Tabs arbeiten kann, auch wenn die Seiten gerade noch geladen werden. Nach sich heute der Firefox auf unserem Netbook so präsentierte:

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Für Laien: Firefox hat sich mehr als ein Viertel des gesamten Speicher gekrallt und als ich versuchte, auf der Webseite zu scrollen, wurde der Hintergrund weißt, die Prozessorlast stieg auf 50% und er beruhigte sich die nächsten Minuten nicht mehr. Dieser Browser hat gerade das System verlassen. Aber auch die Deinstallation war dazu passend – 10 Minuten stand er bei 12 Prozent, die Platte im Vollanschlag und meldete dann: Fertig!

Hallo liebe Softwarenutzer!

Die Wikipedia definiert Software als einen Sammelbegriff für die Gesamtheit ausführbarer Datenverarbeitungsprogramme und die zugehörigen Daten [Stand 2.4.2010]. Also wenn ihr jetzt auf einen Monitor schaut, seht ihr Software. Der Browser ist Software und seine zugehörigen Daten die er anzeigt auch. Ganz gleich, ob ihr in Deutschland, Amerika oder Neuseeland sitzt.

Stellt euch vor, ihr fahrt nach Indien und kauft ein Brot. Ihr wisst, das Getreide muss wachsen, geerntet werden, die Maschinen müssen gebaut und gewartet werden und irgendwann kommt der Bäcker und macht ein Brot daraus. Also im Endeffekt steht menschliche Arbeit dahinter, die ihren Preis wert ist. Und aus diesem Grund ist Brot je nach Land unterschiedlich teuer und dabei sind noch nicht mal die Subventionen in Betracht gezogen. Nur wenn das Brot immer aus dem gleichen Land kommt, sollte der einzige Unterschied im Preis die Transportkosten sein.

Bringen wir das Beispiel mal wieder in die Realität zurück und sagen: Was kostet Adobe Lightroom V2? Geht man in den amerikanischen Shop: $299, im englischen £299 und im deutschen Laden 299 Euro. Und als Versand: Download. Da ich der englischen Sprache mächtig bin, würde ich mich bei einem Umtauschkurs von 1:1,3571 [Stand 2.4.2010] für die amerikanische Version entscheiden, die mich dann nur rund 220 Euro kosten würde. Aber verstehen muss ich das nicht…

Es grüßt euch,

Jan