Jahresrückblick 2017 – privat, musikalisch und fotografisch

Wie gewohnt kommt zum Jahreswechsel der Jahresrückblick 2017. Natürlich stelle ich auch wieder kurz Dinge vor, die mich privat, musikalisch und fotografisch bewegten.

Privat

Dieses Jahr stand im Zeichen des Marathons. Deswegen blieb der Sommer auch urlaubsfrei und wir verzogen uns nur im März bzw. im November in die Karibik. Aber hier soll es weniger darum gehen, was schon geschrieben wurde, sondern was nicht auf dem Papier steht. So zum Beispiel unser Urlaub kurz vor Weihnachten. Der fiel ins Wasser, weil wir ausgerechnet unsere Reise bei Niki gebucht hatten. Samstag wären wir geflogen, Mittwoch gab die Fluglinie bekannt, dass sie insolvent ist.

Nachdem ich zur Weltreise alle meine CDs und Platten digitalisiert hatte, begann ich 2016(???) erneut damit, nur mit besserer Qualität. Vor der Weltreise hatten mir 128kBit/s ausgereicht, jetzt sollten es 320kBit/s sein. Und auch das änderte ich vor ein paar Monaten noch einmal, nachdem Fraunhofer bekannt gab, dass MP3 veraltet ist. Man sollte doch mittlerweile MP4 benutzen. Hier reichen 256kBit/s aus, um auf ein ähnliches Ergebnis wie mit 320kBit/s zu kommen. Und just im Dezember landete die letzte CD im Laufwerk und wurde umgewandelt. Für 2018 stehen quasi noch alle Platten auf dem Programm, was ziemlich anstrengend werden dürfte, da diese nur in „Echtzeit“ eingelesen werden können.

Fotografisch

Das Foto des Jahres wird einfach sein – dieses Jahr habe ich gerade mal 630 Bilder mit der Spiegelreflex gemacht. Das ist wirklich sehr wenig. Mit fällt es schwer, viele Bilder von Stränden und Palmen zu machen. Auch wenn es dort noch so schön ist. Deswegen habe ich bei unserem verlängerten Wochenende auf Malta fast genau so viele Bilder gemacht, wie beim zweiten Karibikurlaub. Ich wähle für mein Bild des Jahres ein Bild von Antigua. Die Strände dort sind wirklich wahnsinnig schön, gerade am Vormittag ist das Türkis so intensiv und heftig, dass jeder Werbekatalog neidisch wird.

Ffryers Beach

Offen für das Jahr 2018 ist immer noch eine kleine Kamera-Umstellung. Ich habe dieses Jahr zwar bereits eine neue Kamera ausprobiert, die aber nicht die gewünschten Ergebnisse brachte. Einige Recherchen später, weiß ich zumindest jetzt schon mal, welche Kamera es werden wird. Nur warte ich noch auf einen günstigen Preis.

Musikalisch

Dieses Jahr wird es etwas extravagant. Nicht nur, dass ich meine Kategorien wieder aus der Versenkung hervor hole. Nein, jede Kategorie wird noch visuell unterstützt. Da ich electro-space auch auf Facebook bzw. Twitter platziert habe, werden die auch dort ihre Wiederverwendung finden.

Jahresrückblick 2017 - Record of the year

Kurz und einfach gesagt, wenn Raver nostalgisch werden, kommt nichts Neues dabei heraus oder etwas ganz Wunderbares. Bicep haben mit ihrem gleichnamigen Debütalbum ein Werk geschaffen, dass erstmal keinen Zeitbezug liefert. Lediglich die im Vorjahr erschienene EP mit dem „In yer face“-Remix ließ etwas in diese Richtung erahnen. Erst mit dem Video zu dem Track „Glue“ traf einen die Nostalgie so richtig heftig, dass es einem kalt den Rücken herunter lief. Ich erinnerte mich an Partys, die Mitternacht begannen und erst bei Sonnenaufgang endeten. Oder an Nächte im Winter, wo man bei -10°C im T-Shirt in einen ungeheizten Keller verschwand und viele Stunden später wieder verschwitzt herauskam. Und wenn man sich das Album anhört, zieht sich diese Stimmung komplett durch.

Jahresrückblick 2017 - Compilation of the year

Auch 2017 war wieder ein Jahr der Compilations. Dabei finde ich speziell die Label-Compilations interessant. Für mich die Möglichkeit einem Label die Wertschätzung zu geben, auch wenn mich einzelne EPs oder Alben nicht reizen. Aus diesem Grund geht „Compilation of the year“ nicht an die „We are 21“ von Hospital, sondern an die Spearhead-Compilation, denn außer ihrer Compilation zum 10-jährigen Labeljubiläum habe ich gerade mal eine EP daheim.

Jahresrückblick 2017 - Artist of the year

Steffi hat mich dieses Jahr durch zwei Dinge beeindruckt, nein eigentlich waren es drei. Zum ersten hat sie mit der fabric:94 einen Mix abgeliefert, der schon mal den Bereich absteckte, in dem sich ihr kurz darauf folgendes Album bewegen wird. Natürlich darf das Album „World of the waking state“ nicht unerwähnt bleiben. Wie auch schon ihre Vorgängeralben bewegt sich dieses Album qualitativ auf der höchsten Stufe, ist keine Sekunde langweilig und trotzdem sehr homogen. Dazu kommt dann noch ihr Auftritt bei „Against the clock“ für das FACTMag, wo sie in 10 Minuten zeigt, wie man den typischen Steffi-Sound zusammenstellt. (Bild von Stephan Redel)

Jahresrückblick 2017 - Label of the year

100% Silk wäre auch ein Kandidat für die Compilation of the year“. Aber hier kommt noch ein kleiner Extrapunkt zum Tragen. 100% Silk fiel mir das erste Mal mit ihren unglaublich schrulligen Covern auf. Die sahen zumindest bis zur Silk 100 so aus, als hätte man eine 70er Jahre Kassette der Eltern irgendwo in einer Kiste gefunden. Und das in einer Zeit wo Vinyl wieder boomt. Und genau aus dem Grund ist 100% Silk „Label of the year“ geworden. Es ist absolut okay, Vinyl zu veröffentlichen, aber man sollte Leute, die sich entschlossen haben, im neuen Jahrtausend zu leben, nicht mit ihren Hipster-Attitüden quälen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.