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FiiO X3 III – ein Review

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Ich hatte jetzt bereits mehrere Versuche unternommen, um meinen alten iPod durch einen aktuelleren Player abzulösen. Erstmal habe ich Vorüberlegungen angestellt und mich dann für den AGPTek Rocker entschieden. Nachdem der sich als Pleite herausstellte, überbrückte ich die Zeit mit meinem Smartphone. Doch seit einer Woche habe ich den FiiO X3 (*) Mark 3 im Einsatz.

Vom Hersteller ist der X3 eigentlich als High-End-Player gedacht. Jetzt frage ich mich aber, wie das Umfeld aussieht, in dem ein Audiophiler mobil Musik hört. Den überall sind Umgebungsgeräusche, die man entweder übertönt (=Hörschaden) oder mit einem Noise Cancelling System ausblendet (=Frequenzverfälschung). Für mich stellt der FiiO X3 (*) einen qualitativ hochwertigen Player dar, der es ermöglicht, Musikbestände jenseits der 128GB zu verwalten. Außerdem entsprechen Optik und Displaygröße ungefähr dem, was ich von meinem iPod classic gewöhnt bin.

Nach dem Auspacken habe ich erstmal eine micro-SD-Karte gesucht, mit der ich den Player ausprobieren konnte. Nicht dass es mich stören würde, aber ein kleiner interner Speicher (so ca. 1GB) wäre schon toll. Nachdem ich ausreichend Musik auf der Karte hatte, steckte ich sie ein. Die Bedienung ist spielend einfach. Natürlich könnte man erwarten, dass der Player fragt, wenn eine Karte gesteckt wird, ob er die Karte durchsuchen soll. Aber der Punkt zu manuellen Suche ist so schnell erreicht, dass sich das erübrigt.

Im nächsten Schritt aktivierte ich Bluetooth. Das dauerte schon ziemlich lang. Mein externer Lautsprecher war dann aber schnell verbunden. Nachdem ich eine Weile gehört hatte, schaltete ich den Player aus. Als ich später im Auto saß und den X3 wieder anschaltete, musste ich wieder eine Weile warten (Bluetooth) und war überrascht, dass der Player seine Abspielposition vergessen hatte. Es hat einen kleinen Moment gedauert, bis ich begriffen hatte, dass der Player mehrere Zustände kennt:

  1. Heruntergefahren – die eingelesene Playlist bleibt erhalten, die Abspielposition leider nicht. Der Player wird heruntergefahren, wenn man ca. 2 Sekunden auf den Ein-/Ausschalter drückt
  2. StandBy – Äußerlich wie heruntergefahren, nur die Abspielposition bleibt erhalten. In diesen Zustand kommt der FiiO X3 (*), wenn man die Wiedergabe stoppt und ein paar Minuten nichts macht.
  3. Sleep (Bildschirm aus) – Erkennbar am blauen Indikator. Der X3 reagiert jetzt auf Ein/Aus, Lauter/Leiser und Play/Pause an der Seite
  4. An (Bildschirm an) – Jetzt funktionieren alle Knöpfe am Gerät

Beim Musik hören spielte ich mal in den Einstellungen herum. Die meisten Einstellungen kann man auf ihren Standardwerten belassen, wünschenswert wären zwei Dinge:

  1. Da Bluetooth ziemlich stromintensiv ist, wäre es besser, wenn nicht ständig in die Einstellungen müsste, um Bluetooth zu aktivieren, dann das Gerät verbinden. Ein schnellerer Weg wäre mir hier lieber.
  2. Okay, das ist wirklich kleinlich. Die Designs heißen Design1 – Design6. Besser wäre, wenn sie heißen würden, wie sie aussehen: Space, Brushed Metal, Jeans, Holz, Leder

Nachdem ich den FiiO X3 (*) im Großen und Ganzen getestet hatte, schaute ich mir mal das Zubehör an. Initial kommt der FiiO mit einer klaren Hülle, die vor Stößen schützt. Was ich erst als Transport-Schutzfolie wahrnahm, ist wirklich eine Schutzfolie und sollte auf dem Player verbleiben. Gut finde ich, dass die Hülle die drei Tasten an der Seite haptisch gut abbildet. Beim X1 wurde bemängelt, dass das Touchwheel ungenau und zu schnell reagiert. Beim X3 hat FiiO alles richtig gemacht, ich finde die Steuerung passt genau. Einzig der Klick auf die Tasten macht ein „billiges“ Geräusch. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, aber es klingt nach klappriger Plaste.

Zusätzlich gibt es das obligatorische USB-Kabel zum Kopieren und Aufladen. Des weiteren liegen noch drei weitere Schutzfolien bei und eine Lederhülle, die im Gegensatz zur Plastikhülle auch den Kartenslot abdeckt. Gut, wenn man z.B. den Player mit an den Strand nehmen will.

Nachtrag 11.02.2018: Nach zwei Wochen Einsatz muss ich sagen, dass ich zufrieden bin. Die Akkukapazität ist für meinen Einsatz akzeptabel, schließlich nutze ich viel Bluetooth. Spätestens nach 3 Tagen muss ich aufladen, wobei ich aber nicht gemessen habe, wie lange ich Musik gehört habe. Da FiiO regelmäßig Firmware-Updates veröffentlicht, empfiehlt es sich nachzusehen, ob eine Aktualisierung vorliegt. Im meinem Fall musste ich von 1.1.3 auf 1.2.1. updaten. Etwas unangenehm war, dass sich der Player weigerte meine selbst kodierten MP4 (AAC)-Dateien abzuspielen. Wie sich herausstellte, muss es wohl ein Bug in der FAAC-Bibliothek gewesen sein, denn nach einem Update von fre:ac ließen sich die Dateien problemlos abspielen.

(*) Der angegebene Link ist Teil des Affiliate-Programms bei amazon. Meine Meinung wird davon nicht beeinflusst und ihr zahlt nichts extra.

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