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Jahresrückblick 2019

Jan 0
geschätzte Lesedauer: 6 Minuten

Das alte Jahr ist vorüber, Zeit für den Jahresrückblick 2019. Wie seit langem üblich, teile ich den Jahresrückblick in die drei Teile Travel, Music & Life ein.

Doch bevor ich beginne, muss ich wohl ein Thema anschneiden, was dieses Jahr sehr präsent war. Sie ist jetzt endlich da, die Klimakatastrophe. Es ist nicht so, dass ich bis ich 30 Jahre alt war, nur mit dem ÖPNV gefahren bin. Ich hatte mich auch immer geweigert, Ski zu kaufen, weil es sich nicht mehr lohnen wird. Es schneit ja kaum noch. Aber seit Greta Thunberg haben wir entdeckt – es scheint sie Gerüchten zu Folge wirklich zu geben. Manche sind sich noch nicht ganz sicher und verleugnen es, aber spätestens wenn wir die kurzen Hosen im Oktober nicht mehr wegpacken müssen, sind auch sie überzeugt. Was gerade in Australien passiert, ist ja ganz weit weg.

Da der Aufschrei momentan nur leise ist und gerade noch ignoriert werden kann, kommen die Regierungen mit Zielen wie „klimaneutral bis 2050“ daher. Leute, wir haben schon die letzten 30 Jahre verpennt, also sollten wir nicht noch 30 Jahre Däumchen drehen! Aber wahrscheinlich ist es so, dass die menschliche Natur genauso träge ist, wie der Klimawandel. Quellen zufolge würden die Auswirkungen des Klimawandels bis zum Jahr 3000 anhalten, selbst wenn wir jetzt sofort auf Null CO2 gehen. Na dann! Da kommt es auf die 100 Jahre mehr oder weniger auch nicht mehr an, Hauptsache nicht meine Generation. Sorry für den Zynismus, aber so sieht die traurige Wahrheit aus.

Travel

Der Übergang von Klimawandel zu Reisen wird schwierig. Aber ich habe in den letzten Wochen viele Diskussionen hinter mir. Ich habe dazu auch schon einen Beitrag geschrieben. Um es auf den Punkt zu bringen: Selbst wenn jetzt Deutschland klimaneutral wird, stellen wir ca. 1% der Weltbevölkerung. Wenn der Rest nicht mitmacht, ändert sich gar nichts. Globale Lösungen müssen das Ziel sein. Da bringen Aktionismus (Stichwort „Flugscham“) und Ignoranz (Stichwort „Fuck you Greta“) überhaupt nichts. Ich bin mir des Klimawandels bewusst und stehe den (hoffentlich) kommenden Änderungen offen gegenüber. Und nun zum Reisen.

So richtig Reisen war dieses Jahr nicht. Das mag daran liegen, dass wir durch unseren Urlaub auf Bali noch einen Überhang in dieses Jahr hatten. Und dann ging es für mich Ende Februar zum ersten Mal nach Mallorca. Natürlich hat man dort jede Menge Hotelketten, aber mit dem Auto durchs Land zu fahren hat mir sehr gut gefallen. Die Saison begann gerade erst und wir haben die Ruhe genossen, die noch überall herrschte.

Artà, Mallorca
Blick auf die Kirche und das Kloster von Artà

Da wir Probleme hatten, unseren alternden Hund unterzubringen, machten wir noch zwei Mal Kurzurlaub in der Türkei. Wir blieben jeweils eine Woche. Beide Male flogen wir nach Antalya, um dann die Küste in der Region zu erkunden. Zumindest haben wir bewiesen, dass Autofahren in der Türkei problemlos möglich ist.

Abschließend folgte dann wieder unser „Pauschalurlaub“. Wie jedes Jahr flogen wir für zwei Wochen in die Karibik. Es war wieder schön, aber so langsam haben wir alles gesehen. Deswegen wird es auch das letzte Mal gewesen sein. Wir wollen mal wieder richtig weg, ein neues Land entdecken und wieder etwas fremde Kultur tanken. Mal wieder den Luxuslevel, den man auf Kreuzfahrten gewöhnt ist, wieder senken.

Music

Also musikalisch war es ein Wahnsinnsjahr. Auch dieses Jahr gibt es wieder die electro-space Awards in den Kategorien: Best Record, Best Album, Best Artist und Best Label. Bei Best Record tue ich mich gewöhnlich schwer, weil ich doch lieber Alben kaufe. Und hier war die Auswahl mega. Ich denke nur die Alben von Barker, Conforce, Maceo Plex usw.

Ansonsten habe ich begonnen meine MP3-Sammlung mal auszumisten. Das heißt, dass die ganzen Netlabel-Releases, die ich vor Jahren heruntergeladen habe, seit dem (teilweise ungehört) bei mir auf der Platte liegen. Jetzt werden sie angehört und in die reguläre Musiksammlung überführt. Nicht zuletzt, weil mein iPod jetzt so viel Speicherplatz hat, dass ich mir da garantiert keine Gedanken machen muss.

Record of the year, 2019, Marie Davidson, Chasing the light

Fangen wir mal mit den Awards an. Für mich ist es immer sehr schwierig einen Kandidaten für die Record of the year zu finden. Wie ich schon schrieb, bin ich eher der Typ für Alben. Aber der Release von Marie Davidson hat mir am besten gefallen. Hier gefallen mir alle Titel, es ist abwechslungsreich und deshalb suche ich da gar nicht weiter.

Album of the year, 2019, J Majik, Full circle

Bei den Alben ist es mir sehr schwer gefallen. Barkers „Utility“ ist ein sensationelles Album, was jetzt noch in meiner Playlist läuft. Auch Conforce, Function, John Beltran, Makoto, RX-101, Tycho und Silk Road Assassins haben richtig gute Alben abgeliefert. Maceo Plex war dicht dran, aber „Mutant Series“ ist doch mehr eine Compilation. Wenn es nicht diesen einen Grund gäbe, hätte Placid Angles (also auch wieder John Beltran) das Rennen gemacht. Aber „Full Circle“ von J Majik hat etwas losgetreten, was ich so nicht erwartet habe.

Kurze Zeit nach dem Kauf des Albums kam ich wieder in Stimmung, die alten Progression Sessions und die Earth Compilations zu hören. Dass ich eine ganze Kollektion von 26 CDs bei ebay finde, hätte ich im Traum nicht gedacht. Und auch nachdem ich jetzt alle CDs durchgehört habe, kann ich nicht sagen, dass ich jetzt die Nase davon voll hätte.

Label of the year, 2019, De:Tuned

Ähnlich war beim Label of the year. De:Tuned hatte ich schon immer mal gelesen, aber nie in irgendeinen Release reingehört. Und jetzt veröffentlichen sie anlässlich ihres 10-jährigen Jubiläums eine Serie von EPs mit IDM, Techno, Ambient, Dub-Techno, Drum’n’Bass – also alles was geht. Ich stöbere im Backstock rum und stocke dabei meine Sammlung rückwirkend noch etwas auf. Und außerdem ist Peshays „Live at 8.28“ von der De:10.04 mein persönlicher Gute-Laune-Track.

Artist of the year, 2019, Aurora Halal

Artist of the year war dann doch sehr einfach. Ich könnte es auch der Einfachheit halber „Künstler, die komplett unter dem Radar fliegen“ nennen. Dieses Jahr hat Aurora Halal ihren 6. Release herausgebracht. Wenn man nur die Veröffentlichungen betrachtet, die von ihr allein sind, wäre das der dritte Release. Und das in einem Zeitraum von 5 Jahren. Und das weiß ich zu schätzen, denn manchmal braucht die Essenz eines Tracks viel Zeit um zu erscheinen und herausgearbeitet zu werden.

Life

Wenn ich mir die Historie der Zugriffe auf meinem Blog ansehe, wird mir warm ums Herz. Als ich damals angefangen Zugriffstatistiken zu erfassen, waren es um die 300 Besucher pro Monat. Bis April 2017 fiel diese Zahl auf 50 Besucher pro Monat. Danach fing ich an mich mit Suchmaschinenoptimierung auseinander zu setzen. Und das scheint zu greifen, denn im Dezember hatte ich erstmal über 1.000 Besucher im Monat.

Hauptzugpferde sind dabei nicht die Reiseberichte und Musikbeiträge, sondern die Bastelanleitungen. Allein 70% des Traffics gehen auf meine Anleitung zum iPod-Umbau und den Lampenwechsel beim Skoda. Aber das war schon immer so. Egal, was ich schreibe, es sind immer die Beiträge, von denen ich es am Wenigsten erwarte.

Pläne für 2020? Ja, ich habe schon mit der Blog-Challenge begonnen und damit wird es auch das ganze Jahr weiter gehen. Außerdem gibt es wieder was zu reparieren. Gerade jetzt nervt es mir, dass die Beleuchtung im Skoda nicht geht. Angeblich wäre es kniffelig die Innenraumbeleuchtung zu reparieren. Ich werde mich mal überraschen lassen.

DJI Mavic Air, Sonnenaufgang
Sonnenaufgang auf 70m über dem Boden

Seit November letzten Jahres bin ich nach langer Suche Besitzer einer DJI Mavic Air. Die ersten Flugkilometer hat sie hinter sich und deshalb denke ich, dass es im nächsten Jahr vermehrt Bilder von oben geben wird. Ich hatte über die Weihnachtsfeiertage schon mal die Gelegenheit genutzt, früh rauszugehen und die Drohne in luftige Höhen zu schicken. Und so konnte ich den Sonnenaufgang aus großer Höhe einfangen.

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