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Plattenkiste März 2021

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Ich glaube, im März habe ich es echt übertrieben. Da gab es die Releases von Meta Records und dann noch so viele Releases für April, dass es dafür einen extra Beitrag gibt. Das heißt, die Plattenkiste März 2021 besinnt sich auf ihren eigentlichen Inhalt.

Die Plattenkiste gibt es auch als Podcast bei Mixcloud. Dort gibt es ausführlichere Informationen zum Release, Ausschnitte aus den Tracks. Außerdem gibt es beim Podcast auch den Klassiker des Monats und – insofern geschehen – Beispiele aus alten, nachgekauften Platten.

Steven Rutter – Riddle me sane

Beginnen möchte ich mit einem Release, auf den ich schon sehr lange warten musste. Ich denke, dass es Oktober 2020 war, wo das initiale Release-Datum hätte sein sollen. Die Rede ist von Steven Rutters Album Riddle me sane. Ich war von dem ersten Titel, den man hören konnte, begeistert und auch das Cover gefiel mir ausgesprochen gut.

Ich wartete und wartete, aber immer hieß es, dass das Label Firescope auf genügend Vorbestellungen wartet, damit man den Release planen kann. Nur doof, dass ich nur das Vinyl vorbestellen konnte. Da ich grundsätzlich auf den digitalen Release warte, saß ich Haare raufend da und bettelte meinen Bildschirm an, dass sie endlich verstehen, dass es noch mehr wie mich da draußen gibt.

Unterm Strich ein großartiges Album, dass sich zwischen IDM und Techno bewegt. Steven Rutter ist ja auf dem Gebiet ein alter Hase, da er ja Teil des legendären Duos B12 ist, dass mit seinen Beiträgen zur Artificial Intelligence auf Warp in den frühen 90ern maßgebend den Stil geprägt hat.

Sy – Spacetype

Es war mal wieder das Cover in Kombination mit dem Titel, die mich dazu gebracht haben, in diesen Release von Meta Records reinzuhören. Spacetype von Sy ist eine großartige Techno-House-Nummer mit einem Hauch von intergalaktischem Reisen.

So etwas habe ich das letzte Mal auf Phono Elements nach der Jahrtausendwende gehört. Da ich mich letztens wieder mal mit einer der Platten beschäftigt hatte, war ich sofort Feuer und Flamme. Also machte ich den tödlichen Fehler und hörte in die anderen Releases rein, die ein ähnliches Schema verfolgten.

Das Ergebnis war ein Kauf von 12 der derzeit 17 Releases, die ich ziemlich zeitnah in einem Mix umsetzte.

Nu:Tone – Little spaces

Auch im Bereich Drum & Bass startet das Jahr gut durch. Nu:Tone bringt sein neues Album Little Spaces bei Hospital Records heraus. Herausgekommen ist nicht die große Überraschung, aber eine bunte Mischung. Und das zum 25. Jubiläum des Labels. Da ist jetzt gerade die passende Compilation erschienen, der ich natürlich die Chance geben möchte, einen Platz in der nächsten Plattenkiste zu bekommen

Optic Nerve – Far away

Ob man es glauben mag oder nicht. Unglaubliche 600 Releases hat Soma Recordings schon herausgebracht. Die runde Nummer geht an Optic Nerve mit feinstem Detroit-Techno, der mich extrem an die frühen Werke eines Juan Atkins erinnert.

Asquith – Time Warp

Der Name Asquith ist mir sehr geläufig. Schließlich moderiert er die Show für Lobster Theremin auf rinse.fm. Aber darum soll es jetzt nicht gehen. Vielmehr ist seine neue EP auf seinem gleichnamigen Label Asquith erschienen. Momentan scheint auf der Insel ein Breakbeat-Revival umzugehen.

Calibre & DRS vs Mark Ernestus – Bad

Natürlich kann man Überraschungen mit Überraschungen überdecken. Es beginnt damit, dass Calibre, der eine Drum & Bass Legende ist, plötzlich im Bereich House und Techno auftaucht. Das muss mir nicht gefallen. Aber spätestens, wenn sich jetzt ein Mark Ernestus mit einklinkt und daraus eine Dub-Techno-Nummer macht, die so entspannt ist, dass es eine wahr Freude ist.

Dossa + Locuzzed – Right way/Tommy

Um Drum & Bass dürfen sich jetzt dafür neue Gesichter kümmern. Wie z.B. Dossa & Locuzzed mit ihrem Release auf Viper. Right Way beginnt wie eine Nummer aus den 80er Jahren an und peitscht dann den Beat hinterher. Das Erste, was mir dabei durch den Kopf ging, war ein Sprint – schließlich ist man nie zu alt, seine alten Bestmarken beim Joggen zu knacken.

DRS – Light language

DRS ist wieder da. Nachdem er letztes Jahr zusammen mit Dynamite auf Hospital Records in Albumlänge veröffentlicht hat, kommt nun das nächste Album auf seinem eigenen Label Spacecadet. Es heißt Light Language.

Ich interpretiere damit zum einen, dass Musik einen sozialen, politischen Charakter haben kann, der schnell polarisiert. Deswegen kann Light Language für eine Sprache stehen, die dem Geist Freiraum lässt, sich von dem aktuellen Geschehen in der Welt da draußen zu lösen.

Andererseits gibt es auch die Strong Language, zu deutsch Schimpfwörter. Und als Kontrastprogramm gibt es dazu die Sprache, die keinen diskriminiert oder ausgrenzt. Sondern zusammenführt und heilt. Und genau das macht DRS großartig.

Julian Nates – Suppose

Diesen Release hatte ich eine Weile geparkt, denn irgendwann fehlt mir zwischendrin auch einfach die Zeit, auch mal die Musik zu hören. Musikalisch passt die EP von Julian Nates gut zu Meta Records, vielleicht mit einem Hang zum Progressive House.

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