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Plattenkiste Oktober 2021

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In der Plattenkiste Oktober 2021 wird es viel um das Thema Nostalgie gehen. Besonders im Podcast werden einige Stück zu hören sein, die das gesamte Spektrum von den frühen 90ern bis heute abdecken. Neue Musik wird es natürlich auch geben. Aber auch da schwingt jede Menge Erinnerung mit.

Die Plattenkiste gibt es auch als Podcast bei Mixcloud. Dort gibt es ausführlichere Informationen zum Release, Ausschnitte aus den Tracks. Außerdem gibt es beim Podcast auch den Klassiker des Monats und – insofern geschehen – Beispiele aus alten, nachgekauften Platten.

Aber wenn ich schon mal dabei bin… Ich habe es schon wieder getan. Stück für Stück füllte sich meine Wunschliste bei rebuy und plötzlich kam ein Angebot mit 10% Rabatt. Dazu kam dann noch ein Verkäufer bei eBay-Kleinanzeigen, der noch mehr davon hatte. Und schon steht wieder ein Stapel von 10 Maxis, Alben und Compilations neben mir.

PFM – Back By Popular Demand Part 1 & 2

Wie versprochen geht es gleich richtig nostalgisch los. Durch Zufall entdeckte ich bei discogs.com, dass PFM ein Werk veröffentlicht hat. Back By Public Demand Part 1 war der Titel. Natürlich kann sich dahinter alles verbergen. Nachdem ich die Titelliste durchsah und dort The 11th Hour entdeckte, wusste ich, welche Schatzkammer sich hier geöffnet hat. Dieser Track ist einer der Gründe, warum ich in den späten 90ern angefangen habe, Drum & Bass zu hören.

PFM hat Tracks zu einer EP zusammengeführt, die bisher nur Teil einer Compilation waren und nie unter seinem Namen veröffentlicht wurde. Vermutlich sind auch Tracks dabei, die bisher noch nie in dieser Form veröffentlicht wurden.

Kurze Zeit darauf kam die Ankündigung, dass es Back By Public Demand Part 2 geben sollte. Beide wurden auf seinem Bandcamp-Account herausgebracht ohne Preisangabe. Auch hier musste ich wieder zuschlagen. Das Schöne daran ist, dass beide EPs nur wenige Tage online waren und dann wieder entfernt wurden.

Makoto – What You Need

In einer ähnlichen Zeit wie PFM fing auch Makoto an aktiv zu werden. Nur hat Makoto jetzt auf Hospital Records keine alten Tracks herausgebracht, sondern mit What You Need frisches Material. Wie ich es von Makoto gewohnt bin, gibt es diesen soulful funky Drum & Bass, die komplett untypisch für einen Japaner ist. Aber trotzdem würde ich mich wundern, wenn er jetzt noch seinen Sound radikal ändert.

Bop – Plexus EP

Wenn ich schon mal auf der Homepage von Hospital Records stöbere, schaue ich mich weiter um. Dabei hilft mir der letzte Podcast, der monatlich bei rinse.fm erscheint. Da schwebte ein Teil herein, dass zwar wirklich weit von Drum & Bass entfernt ist. Der Künstler dahinter ist Bop und das zugehörige Werk heißt Plexus EP. Ich frage mich natürlich jetzt, ob Hospital Records heimlich ihren bekannten Namen nutzen will, um sich auch in anderen Genres zu platzieren.

Overmono – BMW Track / So U Kno

Der Name Overmono ist mir jetzt auffällig häufig dieses Jahr über den Weg gelaufen. Dazu kam jetzt noch der Katalane Oscar Broc mit seinem Podcast Beats per minut, der quasi das gleiche macht wie ich, nur professioneller, im Radio, mit Redaktion usw. Aus diesen Gründen steckt er da auch tiefer in der Materie drin. Zurück zu Overmono.

Wie gesagt, lief mir Overmono schon häufiger dieses Jahr über den Weg. Immer wieder habe ich in die Scheiben reingehört, aber es gab nur einen guten Track und der Rest war fernab meines Geschmacks. Jetzt hat es aber mal geklappt. Mit BMW Track / So U kno – erschienen auf Polykicks – ist jetzt endlich eine Scheibe in meiner Sammlung.

Relaxer – Concealer

Ich versuche ja den Podcast immer so zu gestalten, dass es letztlich eine kleine Geschichte ergibt. Deswegen bleibe ich kurz bei Künstlern, deren Name mir geläufig ist, aber ich immer an den Releases gezweifelt habe. Dazu gehört auch Relaxer. Seinen Namen verbinde ich mit ziemlich toughen Techno.

Um so erstaunter war ich, als ich den Namen jetzt auf einem Release auf Mike Paradinas‘ Label Planet Mu las. Wie das wohl klingen mag? Die Concealer ist ein Album, das mit subtilem Techno, experimentellen Elementen und vielen Möglichkeiten arbeitet. Schon aus dem Grund fast ein Pflichtkauf.

Connective Zone – Qwerty EP

Ähnlich wie bei PFM bin ich am Überlegen, ob dieser Release eigentlich in den Blogeintrag reingehört. Denn hier sollen doch nur Platten erwähnt werden, die neu erschienen sind. Die Qwerty EP von Connective Zone ist ja jetzt auch neu erschienen. Aber das Original kam schon 2002 auf Emoticon Records heraus.

Wieder ein geschickter Zug von Delsin, denn das Original wird für utopische Summen auf discogs gehandelt. Dazu kommt jetzt natürlich noch die auf 100 Stück limitierte Ausgabe auf lila-marmorierten, transparenten Vinyl. Und die musste ich natürlich haben!

Claudio PRC – Rites Of Passage

Claudio PRC ist ein noch relativ junger Künstler. Trotzdem hat er mit seiner Musik schon dafür gesorgt, dass Delsin auf ihn aufmerksam wird. Damit ist er natürlich auch in mein Sichtfeld gerückt. Die Rites Of Passage könnte auch gut ein Mantis Release werden können.

Damit komplettiert sich jetzt meine Bestellung von vier EPs. Schön finde ich die rote EP, die in einer schwarzen Papierhülle steckt zu der ein naturfarbenes neutrales Cover kommt. Passt gut zur Musik und macht optisch was her. Auch wenn es minimalistisch ist.

Tresor 30

Meine erste Erinnerung an Tresor Records ist die Waveform Transmission Vol. 1 von Jeff Mills. Wie ich schon im Podcast erwähnte, ist Tresor Records für mich immer die Schnittstelle nach Detroit. Immer sehr dem Techno verbunden, aber trotzdem auch so divers, dass auch andere Klänge Platz haben.

Dieses Label feiert jetzt mit der Tresor 30 ihren Geburtstag. Tresor lässt sich nicht lumpen und bringt 52 Tracks heraus. Als ich die digitale Veröffentlichung auf Bandcamp für 50 Euro sah, musste ich kurz schlucken. Bei so viel Geld macht es dann auch keinen Unterschied, ob ich mir gleich für 180 Euro das Vinyl inklusive Downloadcode kaufe. Moment mal, es gibt neben der limitierten Ausgabe auf schwarzen Vinyl auch ein Box mit transparentem Vinyl. Ausverkauft? Challenge accepted!

Viele Leute lassen sich davon abschrecken, wenn ein Release auf Bandcamp aus ausverkauft markiert ist. Was aber die wenigsten probieren, ist die Homepage des Label. Gerade große Label wie auch Tresor haben einen integrierten Shop. Und dort konnte ich problemlos die Ausgabe ergattern.

Die 52 Tracks sind schon eine unglaubliche Masse, aber 30 Jahre wollen abgedeckt sein. Das Spektrum ist weit und für meinen Geschmack etwas zu weit, weil unterm Strich mir nur ungefähr 2/3 der Titel wirklich gefallen. Aber genau wie damals bei der Warp 20 ist die Tresor 30 meine Huldigung an das Label.

Der Dritte Raum – Kommit

Der Dritte Raum ist auch so ein Nostalgieding. Die sind so Mitte / Ende der 90er aufgetaucht und haben mit Hale Bopp ein Meisterwerk des Trance abgeliefert. Damit sind sie auf Superstition und Harthouse genau in der Phase aufgetaucht, wo sich beide Labels begannen Richtung Techno auszurichten. Der Dritte Raum zogen mit und hatten mit der Trommelmaschine den nächsten Klassiker.

Und jetzt das Album Kommit erschienen auf Harthouse. Kein Witz! Techno-House per excellence. Etwas gesetzter als damals und immer noch genial.

Fluxion – Parallel Moves

Den Abschluss macht noch so einer, der aus meiner Musiksammlung nicht wegzudenken ist – Fluxion. Nachdem ich die letzten Alben doch sehr kritisch betrachtet hab, ist das neue Werk Parallel Moves mit Abstand das beste Album seit langer Zeit. Geschickt kombiniert er die Dubeinflüsse mit einer jazzigen Atmosphäre, die mich ein bisschen an Jan Jelineks Loop Finding Jazz Records denken lassen.

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