Nun ist er schon seit fast zwei Monaten verstorben – Benoít Mandelbrot, der wegen seiner gleichnamigen Mandelbrotmenge bekannt ist. Natürlich hat er auch als Wissenschaftler im Bereich Physik, Mathematik und selbstverständlich der Chaosforschung seinen Beitrag geleistet.

Nun hatte ich mir vorgenommen, mal wieder was zu rendern, aber das war alles zu fade. Bis ich heute über einige Grafiken stolperte, die einfach der Hammer waren. Und als ich nachsah, stellte sich heraus – das sind Fraktale, hergestellt mit einem kleinen aber unglaublich mächtigen Tool: Mandelbulb3D. Anfänglich zweifelte ich, dass da was Gescheites rausbekommen sollte, bis ich mit den Parametern herumspielte und folgendes Ergebnis bekam…

Sieht aus wie ein intergalaktischer Flughafen oder eine mikroskopische Aufnahme von irgendwas elektronischem, aber doch nicht wie eine Fraktalgrafik.

space invaders1Ich habe mir heute mal ein paar Tutorials für Apophysis angesehen, kaum zu glauben auf was für Ideen die Jungs da kommen.

Die Idee, Pixelgrafiken zu erstellen fand ich schon stark, aber statt dort einfache Buchstaben zu erzeugen, bastelte ich mir kurzerhand einen Space Invader. Schade eigentlich, dass das Feld bei Apophysis auf 10 x 10 Felder beschränkt ist, sonst könnte man richtig komplexe Pixelgrafiken nachbauen. Aber für den Anfang sollte das ausreichen.

Aber das war erst der Anfang – mal sehen was passiert, wenn ich jetzt noch ein paar Modifikationen einbaue, ganz zu schweigen von der dritten Dimension, die ich den Kerlchen verleihen könnte.

joghurt schnitzelGestern nutzte ich den Tag, um ein bißchen zu entspannen, viel Musik zu hören, die ich für den Podcast heruntergeladen hatte, aber nicht dazu gekommen bin, sie zu hören. Außerdem hatte ich die „20 years of electronic avantgarde“ von Deine Lakeien von einem Kollegen bekommen. Interessante Interpretationen die sie da herausgearbeitet haben, da die CD in Zusammenarbeit mit den Frankfurter Philharmonikern entstanden ist. War aber trotzdem nicht ganz mein Geschmack.

Am Abend durfte ich mein Küche wieder in ein Schlachtfeld verwandeln, diesmal stand ein Joghurtschnitzel auf dem Programm. Da uns diese Nacht wieder eine Stunde geschenkt wurde, ging ich erst relativ spät ins Bett und las noch etwas. Mit jeder Seite, die ich mich durch „Extrem laut und unglaublich nah“ schmökere, gefällt mir das Buch besser. Außerdem leidet momentan mein Bücherstapel von Büchern, die ich noch zu lesen habe, unter unglaublichem Schwund, also wurde diese Woche wieder kräftig aufgestockt. Mal sehen, was mich da so in nächster Zeit erwartet.

Nachdem sich heute Morgen der Nebel zu lichten begann, beschloss ich einen kleinen Ausflug zu machen und da in Bad Staffelstein verkaufsoffener Sonntag war, konnte ich den Buchladen, der mich mit neuem Material eingedeckt hat, persönlich in Augenschein zu nehmen. Wir quatschten noch ein wenig und dann machte ich mich auf den Weg nach Vierzehnheiligen, einer Wallfahrtskirche. Und genauso ging es dort auch zu – die Touristen gingen den Berg hoch und wurden gleich neben der Kirche mit einer Reihe von Ständen konfrontiert – „Linke Reihe, jeder nur ein Kreuz!“. Trifft es nicht ganz, aber angesichts der Kreuze, Kerzen und Heiligenfiguren fiel mir dieses Zitat wieder ein. Entsprechend voll auch die Kirche, von Ruhe war dort nichts zu merken, das einzig angenehme war der Weihrauchduft, der noch in der Luft hing. Irgendwie mußte ich an Räucherkerzen und Weihnachten denken.

Anschließend ging es noch ins Kloster Banz, nicht ganz so spektakulär, dafür auch nicht ganz so überlaufen. Wenn schöne Sicht gewesen wäre, hätte man sicherlich ganz weit ins Land blicken können. Sollte ich mir nochmal vormerken, wenn dem so ist. Relativ nah zum Kloster ist ein Kletterwald, wo man ein bißchen Tarzanfeeling haben kann, wenn man über ein Stahlseil, was zwischen zwei Bäumen gespannt ist, von einem Baum zum anderen rollen kann. Super Sache, dachte ich mir, das mußt du unbedingt mal mit deinen Freunden machen. Also inspizierte ich die Tafel, die sich dort befand und nachdem ich sah: 2,5 Stunden Aufenthalt = 19,50 Euro, wußte ich – neee, doch lieber nicht.

Heute Morgen entdeckte ich, dass für Apophysis ein 3D-Hack veröffentlicht wurde. Die Dokumentatiom ist wie immer sehr mager, aber nachdem ich gesehen hatte, dass es neue Variationen gibt, hatte ich schnell aus einer flachen Grafik diese possierliche Form gezaubert.

 

test apo1test apo2

„Du sitzt heute neben mir!“ – bestimmter hätte man es garantiert nicht ausdrücken können. Mit diesen Worten wurde ich heute von Nicole begrüßt, als ich den Schulungsraum betrat. Aber die Aufklärung folgte auf dem Fuße – die Schulung sollte heute ziemlich voll werden und da ich nicht direkter Anwender des Programms werden soll, sondern mir nur einen Überblick verschaffe, bekam ich nur einen Zweitplatz am Rechner. Aber in den ersten Stunden wurde bald klar, es waren doch wieder mehr Plätze übrig, als erwartet und ich hatte wieder meinen eigenen Rechner. Erst zum Nachmittag trafen noch ein paar Nachzügler ein und es wurde wieder eng. Nach der Schulung ging ich noch mal an meinen Platz und wollte hören, was sich in Sachen Umzug getan hatte und wechselte ein paar Worte mit meinem Chef. Also wird morgen umgezogen und abends trifft sich die Schulungsgruppe dann noch auf ein Bierchen.

Kein Tag ohne sich ein wenig aufzuregen – nachdem ich gestern und heute meine Eltern erreichen wollte, probierte ich es halt auf der Geschäftsleitung von meinem Vater. Das funktionierte dann glücklicherweise, denn wozu braucht man denn Mobiltelefone? Die müssen doch nur aufgeladen werden, also läßt man sie lieber gleich ausgeschaltet. Ich habe das schon oft genug erwähnt, aber auf mich hört ja keiner *g* Auf jeden Fall konnte ich klären, dass ich am Wochenende wieder Richtung Heimat fahre.

Und ich schiebe momentan zwei Sachen ein wenig vor mir her – den Podcast und das Upgrade auf WordPress 2.1. Ich lese einfach zu viele „Mein Upgrade funzt nich“-Beiträge im WordPress-Forum. Leider steht nicht da, wie intelligent sich die Anwender dabei angestellt haben. Außerdem müßte ich erst mal einen Codeabgleich machen, wieviel Änderungen es gegeben hat, die sich auf mein Design auswirken. Und dass der nächste Podcast eine Woche, nachdem die Januarausgabe erhältlich ist, immer noch nicht fertig ist, macht mir auch ein wenig Sorgen, denn für gewöhnlich steht schon 1-2 Tage die Titelliste für den nächsten Podcast fest und das Mischen nimmt auch noch einen Abend in Anspruch. Dafür habe ich heute die Genehmigung erhalten, den von mir geschätzten Titel von Thorsten in meinen Podcast einzubinden. Aber bis zum 10. Februar, wo für mich offiziell die Möglichkeit des Uploads beginnt, ist noch ein wenig Zeit. Und bis dahin kann ich noch den einen oder anderen Song hin- und herschieben.

Chaoscope - TestEins fällt mir da gerade noch ein: Als ich Feierabend machte und gerade heimwärts ging, blieb ein Kollege neben mir stehen, schaute auf meine Tasche und meinte „Cool, das ist ja ein Fraktal! Irgendwo hab ich sowas schon mal gesehen – du hast doch sowas als Bildschirmschoner, oder?“ Knapp daneben, mein Kalender hängt in meinem Büro. Trotz alledem habe ich am Samstag ein neues Spielzeug entdeckt und damit gleich mal den gesamten Nachmittag verbraten. Chaoscope heißt das gute Stück und läßt sich noch eine ganze Nummer schwerer unter Kontrolle halten, wie Apophysis. Bitte um genaue Beachtung der Wortwahl – die Bedienung ist wirklich spielend leicht, aber für das Erreichen eines brauchbaren Ergebnisses braucht man eine Unmenge Geduld.

Ich bin heute Morgen erstmal etwas zeitiger munter geworden, was ja erstmal gesundheitlich ein gutes Zeichen ist. Wenn ich krank bin, schreit mein Körper förmlich nach Schlaf. Ich bin jetzt auch nicht müde, werde mich aber gleich einkuscheln und noch ein wenig lesen, bevor ich dann einschlafe.

Ansonsten war es heute ein Tag der Updates – Apophysis hat eine neue Version mit einer neuer Modifikation herausgebracht, die auf den ersten Blick schon mal viel verspricht. Mal sehen, ob ich in den nächsten Tagen mehr zum Testen komme. Der Podcast wird jetzt wohl voraussichtlich noch ein paar Tage liegen bleiben. Meine Stimme ist dank einer verstopften Nase und einem trockenen Husten ziemlich nasal und kratzig. Ich hoffe mich heute Abend deshalb nach einem schönen heißen Bad auf die Couch gelegt, zwischendurch noch etwas inhaliert und Tee getrunken.

Trotzdem mußte ich heute nochmal schnell an den Rechner, seit gestern liegt schon das Update für die deutsche Version von WordPress bei mir und brauchte nur noch eingespielt zu werden. Also erstmal alle Daten gesichert, Plugins deaktiviert, Update hochgeladen und gestartet, Plugins wieder aktiviert und schon konnte es weitergehen. Bei der Sicherung beobachtete ich auch die Verzeichnisse, die gesichert wurden und bemerkte meine Sammlung Smilies, die mit WordPress ausgeliefert wurden. Ist fast der gleiche Umfang wie bei meinem alten Blog, nur dass hier die Implementierung sauber ist und ich nicht beim Schreiben des Wortes „de:bug“ mit einem Grinsemann rechnen muss. Und ich kann das System jederzeit erweitern…

Außerdem rief eine Dame, die für den Götterboten arbeitet, an und teilte mir mit, dass am Freitag mein Tisch geliefert wird und ich noch am selben Tag vom Fahrer angerufen werden, damit ich genau erfahre, wann er kommt.

Gestern Abend wieder lange telefoniert und danach war ich einfach zu müde, noch einen Eintrag zu schreiben. Die Rechnung habe ich jetzt – Es ist ein Feiertag und ich bin schon seit kurz vor 6 Uhr munter. Dabei gibt es so vieles zu berichten, angefangen mit dem Welt-Hallo-Tag, der gestern war. Mein Blog mußte ziemlich viele Anfragen zum Welt-Hallo-Tag hinnehmen, hatte ich doch schon letztes Jahr darüber geschrieben. Gefreut habe ich mich auch gestern über die Diskussion mit Uwe zum Thema Zahnersatz und Einsparungsmöglichkeiten durch internationale Herstellung. Lieber eine sachliche Diskussion als ein „Geht mich doch nichts an!“.

AbschiedsgeschenkAuf Arbeit war gestern auch große Verabschiedungszeremonie, unser Chef verabschiedete uns offiziell, da mein Kollege bereits gestern seinen letzten Arbeitstag hatte. Für jeden gab es einen Koffer mit sächsischen Wurstprodukten und einer Flasche italienischen (warum nicht Meißner?) Wein. Vorher hatte ich noch eine Frühstücksrunde vorbereitet, weil wir so das letzte Mal in der Konstellation zusammen waren. Später am Nachmittag hatte ich noch einen Termin, schaute nochmal bei ihm ins Zimmer und wir quatschten noch einen Moment. Der Termin am Nachmittag lief auch vielversprechend ab, glücklicherweise wurde ich noch einen Fraktalkalender los. Und wenn ich schon mal beim Geschäftlichen bin – mein Gewerbe habe ich an der Stelle auch gleich in Dresden abgemeldet.

Mein Briefkasten war gestern wieder voll, aber ausnahmsweise keine Werbung, sondern nur zugestellte Post. Jetzt endlich in meinen Händen – der Mietvertrag und außerdem noch meine neue Telefonnummer und die Bestätigung, dass sie am 1.12. aktiviert wird. Gleichzeitig wird mein Anschluss in Dresden am 1.12. offline gehen, aber da ich zu dem Zeitpunkt ohnehin mit Kisten füllen und schieben beschäftigt bin, werde ich relativ wenig Zeit zum bloggen haben. Ich rief noch die Umzugsfirma an, damit sie mir die Kartons nächsten Dienstag liefern. Geschätzt wurde der Umfang auf ca. 50 Kisten, sollten die Kisten wirklich so groß sein, werde ich wohl bei weitem weniger benötigen.

Mal was neues aus dem Bereich Wissenschaft: Gestern mußte ich lesen, dass von öffentlicher Stelle die Gelder für den Betrieb von Arecibo, dem weltweit größten Radioteleskop auslaufen sollen. Einerseits verständlich, da die Anlage nun mittlerweile seit 1963 in Betrieb ist und mittlerweile durch sogenannte Arrays aus kleineren Antennen die gleiche, wenn nicht sogar bessere Leistung möglich ist. Andererseits ist Arecibo als Quelle für die auch bei mir ständig im Hintergrund laufende SETI-Berechnung und natürlich als Radar für kosmische Objekte nicht gerade entbehrlich. Warum also ein funktionierendes Instrument abschalten?

Wo aber alte Sachen verfallen, entstehen neue. So wurde gestern der Vertrag zum Bau des International Thermonuclear Experimental Reactor (Iter) von der EU, den USA, Russland, China, Japan, Indien und Südkorea in Paris unterzeichnet. In den nächsten 20 Jahren soll demzufolge ein 20.000-Tonnen-Koloss entstehen, mit dem hoffentlich ein funktionsfähiger Fusionsreaktor entsteht, der 500MW an Energie erzeugen soll. Im Gegensatz zur Kernenergie doch viel sauberer, da nicht wie bei der Kernspaltung radioaktive Elemente mit einer hohen Halbwertszeit (Größenordnung 100.000 Jahre und mehr) entstehen, sondern mit einer weitaus geringeren Halbwertszeit von einigen Hundert Jahren. Natürlich ist radioaktiver Abfall umwelttechnisch bedenklich, doch bei dem derzeitigen Bevölkerungswachstum wird die Menschheit schnell auf das Problem stoßen, eine Energiequelle zu finden, ohne sämtliche Freiflächen mit Windrädern und Solarpanels zu verbauen.

Im Laufe des gestrigen Abends erreichte mich dann noch eine Mail von Thinner-Labelchef Sebastian, der sich auch lobend über meinen Text äußerte und mit einer Veröffentlichung gegen Ende der Woche spekuliert. Auf der MySpace-Seite von Thinner finden sich derzeit mit „Lifted“ und „A day in town“ zwei Titel von dem erscheinenden Release „Monsters“ von Philipp Weigl. Also wird wohl der Track „Underwater dancer“ wohl seinen festen Platz im Januar-Podcast haben.

Ach so, zwei Abtrünnige habe ich wiedergefunden – ich kann mich nur nicht entscheiden, welches ich einstellen soll. Werden wohl beide ihren Platz in der Gallerie finden.

FraktalFraktal