KalligrafieJetzt bin ich an der Stelle angelangt, wo ich gestern Abend sein wollte – meinen Bericht zum Wochenende zu schreiben und darüber hinaus. Irgendwie war gestern wieder alles nach dem Motto „Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.“ Aber beginnen möchte ich doch lieber am Freitag, wo ich meiner Kollegin zum Antesten die Acoustica von Alarm Will Sound mitbrachte – die klassische Vertonung einiger Songs von Aphex Twin. Sie war nicht abgeneigt und wird deswegen in 14 Tagen mit den richtigen Klängen konfrontiert. Mal sehen, ob sie dann immer noch so denkt.

Abends fand ich dann doch wieder etwas Zeit, um Kalligrafie zu üben. Ich setzte mich mit einem Glas Rotwein an den Schreibtisch und fing an zu pinseln. Als musikalische Begleitung ließ ich Aphex Twin herumblubbern. So vergingen im Handumdrehen zwei Stunden. Sandra kam dann noch mit einem Stapel DVDs vorbei, begutachtete das Durcheinander auf meinem Tisch und spitzte die Ohren…

S: Was hörst du denn da?
J: Aphex Twin…
S: Kenn ich!
J: 😯

ElisabethkircheDen nächsten Morgen mußte ich mich sputen. Eigentlich hatte ich die Abfahrt so gegen 9 Uhr anvisiert, aber als ich Rüedi anließ war es bereits Viertel 11 Uhr (für die Nordlichter: Viertel nach 10 *g*). Die Autobahn war frei, meine Musikauswahl betont aggressiv (Hardcore + Rammstein) und so schaffte ich es pünktlich halb eins in Marburg zu sein. Am Gießener Nordkreuz tauchte dann auch noch ein silberner Seat hinter mir auf und blinkte mich an – Thomas. Wie luden fix aus, quatschten noch schnell ein wenig und dann servierte uns Alex ein Mittagessen, das mich als Sonntagskoch erblassen ließ.

MarburgKurz darauf mußten wieder schon wieder los, Alex hatte eine Stadtführung geplant, was ich für eine Klasse Idee hielt. Während Alex zahlte, kasperten Thomas und ich herum und fingen an, uns über die englische Broschüre über die Elisabethkirche in Englisch zu unterhalten. Jedem Engländer hätte es wahrscheinlich bei der Grammatik die Zehennägel aufgerollt. Trotzdem äußerte sich ein Stadtführer vor Beginn der Führung, dass er vorhin englisch gehört hat und dass die Führungen auch fremdsprachig gehalten werden können. Neee danke, lieber nicht. Die Führung begann in der Elisabethkirche, die ich doch sehr ausführlich fand, aber da dieses Jahr Marburg das Jahr der Heiligen Elisabeth feiert, sei es genehmigt. So erfuhr man, dass Elisabeth auch Verwandte in Bamberg und Mainz hatte – so ein Zufall aber auch. Später ging die Führung durch die Stadt, hinauf zum Schloss und wieder zurück zur Oberstadt. Thomas und ich hatten dank der vorgerückten Stunde schon wieder Hunger bzw. Lust auf einen Kaffee. Thomas schwärmte von einem Coffee to go. Dazu hätte man einen Möhrenkuchen nehmen können. Möhrenkuchen? Was kommt denn als Nächstes? Sülze to go? Wir liefen weiter durch die Stadt und die Führung näherte sich dem Ende, es schlug fünf! Zeit für einen Tee, einen Overstadttea. Den gab es aber auch nirgendwo. Also liefen wir enttäuscht zum Auto zurück und genehmigten uns bei Alex ein leckeres Stück Käsekuchen und erörterten an diesem noch einmal die Bedeutung der Aussprache der Uhrzeit. Wenn ein Viertel vom Kuchen fehlt, sagt man ja auch nicht: „Es gibt noch Viertel vor voll“, sondern „Es ist noch ein Dreiviertel Kuchen da.“ Wie gesagt, wir waren das gesamte Wochenende wieder hochgradig ernst zu nehmen.

SpaziergangNach einem Gesellschaftsspiel gingen wir noch ein paar Cocktails schlürfen und mußten feststellen, dass die viele frische Luft uns garnicht gut bekommen war. So verzogen wir uns doch schon sehr schnell heim und fielen gegen 2 Uhr ins Bett. Am nächsten Morgen erklärte mich Thomas schnell anhand der Demo die Funktionsweise von Command & Conquer 3. Die nächste LAN-Party kann kommen. Nach dem Frühstück hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen und heimwärts zu düsen.

Wieder zuhause angekommen, machte ich noch einen schönen langen Spaziergang durch den Michaelsberger Wald, hörte MP3s und machte mich bei untergehender Sonne wieder nach Hause. Dort begann ich simultan den Podcast hochzuladen, Wäsche zu waschen und die Hausordnung zu machen. Nachdem der Podcast hochgeladen war, baute ich schon wieder nebenher am neuen Podcast. Der Abwasch war auch erledigt und ich konnte mich in Ruhe in die Wanne legen. So war ich entspannt genug, gerade noch den Beitrag für den Podcast zu verfassen.

Und nach diesem Beitrag wird es Zeit, dass ich mich entscheide, wo ich als nächstes weiter mache. Höre ich die Platten, die seit gestern meine Plattenspieler belagern? (Aber mein Bedarf nach ’93er Löbautrance ist nahezu Null) Kalligrafie? (Setzt 2 Stunden konzentriertes Arbeiten voraus, die ich jetzt bestimmt nicht mehr zusammenbringe) Bügeln? (Dazu müßte ich mich wirklich durchringen) Der Wäschefalter mit seichter Musikuntermalung? (Höchstwahrscheinlich – endet dann aber sicherlich mit Bügeln. Dann hab ich es aber hinter mir.)

Der übliche Tag voller Debuggerei und Prüfen, Knobeln und Probieren. Unglaublich peinlich of the day war natürlich die SMS an die Mietzelzüchterin Kati, die gestern Geburtstag hatte und der ich aufs Geradewohl eine SMS mit Wünschen usw. schickte. Heute Morgen wartete dann die vorsichtige SMS auf mich, dass es schön ist, dass ich dran gedacht hab, aber da ich keinen Namen unter die SMS gesetzt hab, wüßte sie garnicht, von wem sie wohl kommt. Mh, dumme Angewohnheit von mir – solange ich nicht die Handynummer wechsle, bleiben alle Nummern gespeichert und die neue Nummer wird dann allseits per Mail und SMS bekanntgegeben. Wer sie dann nicht einordnet – na schon fast dumm gelaufen.

In der Firma war heute ab Mittag Betriebsruhe angesagt. Deswegen war es herrlich ruhig, als wir vom Mittagessen wiederkamen und weiter arbeiteten. Als bekennender Faschingsablehner kam mir das gerade recht. Außerdem gab es heute Morgen jede Menge Parkplätze – von daher könnte öfter Fasching sein.

Daheim wieder angekommen fand ich einen blauen Zettel im Postkasten – meine Platten sind schon da? Genial, also mußte ich gleich mal eine Runde drehen, sehr schickes Material. Entgegengenommen hatte es eine Frau aus dem Haus, die mich fragte, ob das in Ordnung ist, wenn sie das macht, weil ich dann nicht auf die Post müßte. Ich bedankte mich artig und meinte nur, dass die Öffnungszeiten der Post doch stellenweise außerhalb meiner Möglichkeiten liegen. Sie seufzte nur und stellte fest, dass ich immer ziemlich zeitig gehe und erst sehr spät wiederkomme.

Aber nach den Platten kam erstmal eine Weile nichts – irgendwie verlief der Abend ziemlich eben, aber in seiner Dreidimensionalität doch ziemlich schräg. Es passte heute Abend irgendwie nichts zueinander, deswegen beschränkte sich meine Kalligrafieübung heute einzig und allein aus einer vorbereitenden Maßnahme für morgen – ach nein – übermorgen. Gestern hatte ich begonnen, die ersten Schriftzüge der Humanistischen Kursive zu üben. Eine Schriftart, die schon wesentlich mehr Spielraum läßt wie die vorhergehende Grotesk. Um sich ein wenig zu orientieren, wie weit Ober- und Unterlinien laufen können, habe ich heute ein Linienpapier angefertigt, anhand dessen ich mich orientieren kann. Ich bin immer noch etwas skeptisch, ob ich das jemals so gut schaffen werde. Aber der Mann hat bestimmt sein ganzes Leben verbracht und deswegen erschreckt mich die Perfektion doch ein wenig.

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Darf ich mir was wünschen? Können wir den 14. Februar nicht einfach aus dem Kalender entfernen? Gestern war ich mit dem festen Gedanken gewappnet, diesen Tag erfolgreich zu ignorieren und möglichst schnell und spurlos vorüberziehen zu lassen. Bis ich heute Vormittag wieder daran erinnert wurde – ach ja, da war noch was. Ich schubste heute Nachmittag dann noch ein bißchen mit den Terminen herum, damit ich morgen doch noch ins Kino komme.

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Und dann hat mein Glückkeks auch noch diese prophetische Anwandlung. Gibt es nächsten Monat wieder einen Orkan und mein Dach wird abgedeckt? Mal sehen, was da noch kommt. Gerade fällt mir ein: Das wäre doch ein Killerfeature für Blogs! Wiedervorlage von Blogeinträgen – man wird zu einem bestimmen Termin wieder an einen Blogeintrag erinnert. Um mich aber etwas zu entspannen zog ich noch fünf Gummibärchen aus dem Gummibärchen-Orakel.

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UNAUFRICHTIGKEIT, AUFBRUCH, SELBSTVERTRAUEN

Zwei orangene Bärchen? Halten Sie sich fern von Beduinen! Ach, Sie wollen jetzt gar nicht in die Sahara reisen? Gut für Sie. Aber dann sollen Sie trotzdem erfahren, was es bedeutet, wenn ein Beduine einem Kollegen zwei orangene Kreise aufs Zelt malt. Das bedeutet: Hier wohnt ein Schwindler. Einer, der es mit der Wahrheit ziemlich ungenau nimmt. Der einem weismachen will, dass es zwei Sonnen gibt, wenn jeder nur eine sieht (daher die zwei orangenen Kreise). Und Sie mit Ihren zwei orangenen Bärchen, Sie haben auch eine leichte – natürlich nur eine flaumfederleichte – Neigung zum Schummeln. Zum Flunkern. Zum Verdrehen der Wahrheit. Sie meinen, das bringe Ihnen Vorteile. Sie ständen dann besser da. Ist aber nicht so. Denn Sie beschwindeln vor allem sich selbst. Sie stellen sich als jemand anderen dar, als Sie sind. Und das führt dazu, dass Sie sich nie so richtig wohlfühlen in Ihrer Haut. Dass Sie eine gewisse innere Unruhe nie loswerden. Sie befürchten immer, wenn andere wüssten, wie Sie wirklich sind, dann würden die Sie im Regen stehen lassen. Ist aber nicht so. Nein, so, wie Sie wirklich sind, sind Sie viel interessanter. Widersprüchlicher, gewiss, aber auch vielfältiger. Weniger glatt, klar, aber viel lebendiger. Nicht ganz so anständig, zugegeben, dafür von ungewöhnlicher Ausstrahlung. Und das rote Bärchen der Energie und des Aufbruchs deutet an, dass Sie bereits auf dem Weg dahin sind. Auf dem Weg zu sich. Das grüne Bärchen des Selbstvertrauens zeigt, dass Sie sich selbst zu trauen beginnen, Ihren widerstreitenden Gefühlen, Ihren Eingebungen, Ihrem inneren Reichtum. Und das gelbe Bärchen der gelingenden Arbeit beweist, dass Sie damit Erfolg haben. Erfolg mit sich. Womit sich Ihre innere Unrast langsam legt. Und wir freuen uns schon auf die Kehrseite Ihrer Schwindel-Neigung: nämlich auf Ihren Erfindungsreichtum, Ihre Kreativität. Sie haben ein farbiges Leben vor sich!

Orakel vom Mittwoch, 14. Februar 2007, 19:45 Uhr

Ja, was denn noch alles? Ich wäre interessanter, wie ich wirklich bin? Nicht so ganz anständig? Aber beruhigend, dass ich das Gummibärchen durchschaut habe. Natürlich hat es recht – wäre ich unehrlich mir selbst gegenüber, hätte ich nochmal gezogen und auf ein anderes Ergebnis gehofft. Aber so – ich bin ja auf dem Weg zur Besserung…

Gestern abend wurde es trotz Müdigkeit doch wieder erst Mitternacht, als ich den Weg in mein Bett fand. Ich wollte das Stöckchen unbedingt noch bearbeitet wissen. Heute Morgen dann trotzdem wieder putzmunter gewesen, obwohl ich die Nacht mehrmals munter geworden bin, bei der Regen wie wild auf mein Dachfenster klopfte. Das hat mich aber nicht schwer beeindruckt, sondern eher dazu veranlasst, mich gemütlich umzudrehen und weiter zu schlafen.

Auf Arbeit bastelte ich dann heute meine neu entwickelte Komponente ein und testete schon mal ein wenig. Nach dem Mittag kam dann die Bitte, erstmal an einer anderen Baustelle zu arbeiten. Dumm nur, dass ich vergaß, den Quellcode der Integration einzuchecken und fröhlich weiterbastelte. Also werde ich wohl morgen früh einen Zwischenstand erzeugen dürfen, den ich teste und einchecke. Und dann entstand kurz vor Schluss das finsterste Coding bis jetzt. Aber wer eine Bytekette von Frau „Mir ist wurscht, was es ist, Hauptsache das Ding hat einen Namen“-FoxPro über eine ActiveX-Komponente zu Herrn „Erlaube mir, wenn es mit einer 00h beginnt, es alles auf 00h zu setzen“-MFC zu tunneln, wird sein blaues Wunder erleben, wenn die Bytekette mir einem Kennzeichen beginnt, was berühmt berüchtigt als „terminierende Null“ bekannt ist. Dann wird freundlicherweise der Rest -auch wenn er überhaupt nicht leer ist- platt gemacht. Und was ist da kruder als ein x-beliebiges Zeichen, was vor dem Abschicken vor die Kette gebastelt wird und beim Eintreffen durch ein memcpy(target, source + 1, sourcesize) wieder entschärft wird? Und noch viel schöner ist der Gesichtsausdruck eines Gewohnheits-Java-Programmierers verbunden mit der Frage: „Und dass mit der +1 funktioniert?„.

Sonstiges Tagesgeschehen – Donnerstag zum späten Nachmittag zum Friseur, mal sehen, vielleicht abends noch ins Kino. Wir wollen uns „Nach der Hochzeit“ ansehen. Der letzte Film, den ich mit Mads Mikkelsen sah, war „Dänische Delikatessen“ und da war er in seiner Rolle brilliant. Ich bin gespannt.

Obwohl ich doch ziemlich spät von Arbeit gekommen bin, habe ich den Abwasch erledigt, bin in die Wanne gesprungen und habe ich mich noch ein Stündchen zum Üben hingesetzt und traute mich nach einigen Übungen auf das freie Papier. So und nun bin ich erledigt und möchte eigentlich nur noch ins Bett…

Au weia, dass sieht aus, als wenn man einem 5-Jährigen das Schreiben beibringt. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass das Papier sehr holzig ist und somit die Feder oftmals springt. In diesem Fall eine sehr schmale Feder.

Großes Gelächter als ich heute heimkam und meine Mails ansah. Rechnungen von der GEZ, einmal über 340,76€ und einmal 472,64€. Mir tut nur Sandy Steinicke leid (falls sie wirklich bei der GEZ arbeiten sollte), die ihren Namen für diese Fake-Rechnungen hergeben mußte. Eins muss man diesen Leuten lassen, sie werden besser! Aber solange man noch keine Trojaner in PDF-Dateien verstecken kann, werden immer noch EXE, PIF und Konsorten umhergeistern. Und nach wie vor Kennzeichen Nr. 1: German umlauts! Denn „Mit freundlichen Grussen“ möchte ich nicht verabschiedet werden. Davon abgesehen, dass Grüße immer noch mit „ß“ ausgerichtet werden. Merke ich da einen Hauch von Bastian Sicks Geist in meinen Fingern? Wohl möglich, denn erst gestern Abend lachte ich noch über ein paar Lektionen in deutscher Sprache.

Nach dem Kampf mit der Wäsche konnte ich mich dem Schreiben von fünf neuen Postcrossing-Postkarten widmen. Gestern Abend hatte ich die Adressen gezogen und diesmal gehen zwei nach Finnland, zwei in die USA und eine nach Japan. Letzteres finde ich mit Abstand am besten. Damit dürfte auch endlich mal ein langer Finger in östliche Richtung wachsen.

Loni hatte mich letzte Woche auf eine gute Idee gebracht! Da ich schon seit längerem wieder etwas Kalligrafie üben wollte, schnappte ich mir jeden Abend für 1-2 Stunden meine Stifte bzw. die Federn und begann wieder zu üben. Nachdem ich heute die ersten Buchstabenübungen mit der Grotesk hinter mich brachte, versuchte ich mich gleich an einem Glückskeks. Heute erstmal nur in Versalschrift, die Minuskeln werde ich dann morgen in mein Programm aufnehmen. Irgendwie hab ich das Gefühl, der Keks ahnte, was ich vorhabe 😉 Momentan habe ich noch massive Schwierigkeiten mit dem „S“, dass immer leicht nach vorn zu fallen scheint. Verbesserungswürdig sind auch noch das Gefühl, wann die Feder nachgefüllt werden muss und Linienführung. Aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Nachdem ich den Grundkurs im Erzeugen von Zeichen gemacht hab, habe ich heute erste Versuche zur Schrift unternommen. Beim Schreiben fiel mir auf, dass die Übungen ähnlich der in der Vorschule sind. Nur mit höherem Anspruch. Hier ging es darum, die Grundzüge der Grotesk zu lernen. Die Grotesk sieht aus wie 1a-Druckschrift und hervorragend geeignet, um die Proportionen der Buchstaben zu lernen. Um die Großbuchstaben zu schreiben kommt man also mit folgenden Kurven aus.

Die nächste Aufgabe sieht also so aus, dass man ein Blatt mit diesen Kurven zeichnet und dabei auf eine gleichmäßige Verteilung und nicht auftretende Wiederholungen achtet. Die Übung erfolgte mit einer Redisfeder und Tinte.

Wie man sieht, hier habe ich noch Nachholbedarf, gerade was die Zeilenführung betrifft. Also heißt es auch morgen wieder: Üben, üben, üben…

Begeistert von den ersten Ergebnissen holte ich mir mehr Werkzeug, dazu gehörten ein breiterer edding und verschiedene Federn samt Halter und Tinte. Und wieder machte ich mich ans Werk…

Bitte nicht über den Hintergrund auf dem Bild wundern, ich übe auf Schmierpapier. Aber trotzdem hab ich zum Vergleich sämtliche Arbeiten aufgehoben, da man sich so am nächsten Tag die Übungen des letzten Tages wieder in Erinnerung rufen kann und so eventuelle Fehler ausmerzen kann. Danach folgten noch ein paar erste Versuche mit Tinte, die ich doch lieber weg lasse 😉 Am besten gleich zum nächsten Tag übergehen, wo ich mich der nächsten Aufgabe stellte. Herausforderung: Arbeiten mit Tinte, schnelle Federführung, keine identischen Zeichen schreiben, keine Buchstaben. Und so ein ganzes Blatt voll…

Sinn der Übung: Training von Bewegungsabläufen, Vermeidung von Wiederholungen

Zum Geburtstag hab ich ein wunderschönes Buch zum Thema Kalligrafie bekommen. Dort wird Schritt für Schritt erläutert, wie man schöne geschwungene Buchstaben aufs Papier zaubert.

Schon am ersten Abend hab ich mich hingesetzt und erste Versuche gestartet. Die erste Übung bestand darin, geschwungene Figuren zu Papier zu bringen und damit das Handgelenk zu lockern. Am ersten Abend sahen die Figuren noch sehr zaghaft und verkrampft aus.

Geschrieben hab ich das mit einem edding Kalligrafiestift. So schrieb ich sechs oder sieben Seiten voll. Und den nächsten Tag das gleiche noch einmal und siehe da, es zeigten sich erste Erfolge…

Zufrieden mit diesem Ergebnis stürzte ich mich in die nächste Aufgabe: Einen Brief schreiben. Klingt leicht, aber das Handicap war, dass es nur um den Schreibstil geht, d.h. es muss aussehen wie Schrift, darf aber keine Zeichen enthalten. Es geht dabei darum, Ober- und Unterlängen der Schrift herauszuarbeiten und harmonisch darzustellen. Das Ziel ist erreicht, wenn es wie ein Brief in Geheimsprache aussieht. Ich denke, dass hab ich ganz gut hinbekommen. Hat mich immerhin drei Versuche gekostet.

Interessante Krakel oder? 😉