weihnachtsbaumDie Geschenke sind verpackt, Weihnachtsmails sind verschickt und auf mich wartet morgen früh nur noch das Bügeln von ein paar Hemden und dann geht es Richtung Heimat. Dort wartet ein straffes Programm auf mich. Fängt mit dem alljährlichen Treffen am 23.12. an, geht über das 4. Außerordentliche Konzert im Kulturpalast und endet mit dem Ausräumen des Arbeitszimmers bei meinen Eltern und das sind nur die nichtweihnachtlichen Ereignisse.

Ich hatte gestern Abend mal den Versuch gewagt einen Rückblick auf das Jahr zu werfen, habe mich dann aber entschlossen, den Jahresrückblick für dieses Jahr anders ausfallen zu lassen. Dafür stehen schon ein paar Ziele für das nächste Jahr fest – die Umgestaltung von Wohn- und Schlafzimmer und (man höre und staune) mich wieder in die Reihen der Nichtraucher einzugliedern.

Diese Woche erfuhr ich dann auch noch, dass der mittelalterliche Weihnachtsmarkt in Dresden abgebrannt ist. Da es immense Schäden an der Bausubstanz gab, wird von Seiten der Stadt spekuliert, den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt nicht mehr stattfinden zu lassen. Viele der betroffenen Händler waren wohl nicht gegen Brand versichert und müssen neben dem ohnehin entstandenen Verlust auch noch diese Schlappe einstecken. Dabei gehörte der mittelalterliche Weihnachtsmarkt doch einfach mit dazu. Aber die Stadt hat offensichtlich nach wie vor ein sicheres Händchen dafür touristische Attraktionen brachliegen zu lassen (Stichwort: Fernsehturm).

Ich will aber meinen Kopf nicht noch mehr mit komischen Gedanken vollstopfen, da wüten jetzt schon wieder genügend Sachen in mir drin, gerade als ich den Blick auf den Anfang des Jahres warf. Statt dessen will ich doch mal weniger über mich berichten, sondern auch mal was zur Allgemeinbildung beitragen. Heute mal etwas mexikanisches…

Die Geschichte von Mexiko-Stadt geht in das Jahr 1325 zurück, wo der Legende nach Azteken von ihrem Oberchefgott Huitzilopochtli die Anweisung erhielten, sich dort niederzulassen, wo sie einen Adler finden, der auf einem Kaktus eine Schlange frisst. Um 1519 fielen dann die Spanier in die Stadt ein, die damals noch Tenochtitlán hieß und damit begann das Ende der Aztekenzeit. Wer jetzt die Geschichte mit dem Adler und Schlange schon merkwürdig fand, sollte mal einen genaueren Blick in die aztekische Mythologie werfen. Denn der Vater von Huitzilopochtli (auch Uitzilopochtli oder Vitzliputzli genannt) war ein Ball Federn (Mixcoatl). Seine Mutter war von diesem Ball Federn unehrenhaft schwanger geworden, weshalb seine ältere Schwester (Coyolxauhqui) die Mutter noch vor seiner Geburt tötete. Huitzilopochtli nahm ihr das übel, sprang aus dem Leib der Mutter und tötete seine Brüder (400 Stück) und seine Schwester. Wer einen solchen Gott anbetet, opfert auch gern mal den einen oder anderen Kriegsgefangenen. Also wurde der Gefangene in der Opferfarbe Grau gestrichen, vier Priester hielten ihn fest, während der fünfte ihm mit einem Obsidianmesser das Herz herausschnitt. Schreien war bei dieser Prozedur jedoch nicht erwünscht und es wagte auch keiner seiner Opferung zu widersprechen.

Dies also ein kurzer Umriss aus der Mythologie der Azteken und das einen Tag bevor wir den Geburtstag von Jesus feiern. Bloß gut, dass damals kein Ball Federn unterwegs war, wer weiß wie Weihnachten dann hier aussehen würde. Und bevor es noch mehr ausartet – an alle meine Leser:

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Weihnachtsfest im Kreis eurer Familien, Eltern und/oder Kinder. Lasst euch reich beschenken oder genießt einfach die gemeinsame Zeit. Ein paar erholsame Tage wünscht Euch,

Jan

Und wieder hat es Sachsen erwischt. Als ich heute morgen auf Arbeit fuhr, sah ich an der Bushaltestelle ein Schild mit der Aufschrift „Vogelgrippe – Sperrbezirk“. Irgendwie hielt ich es für einen schlechten Scherz, bis ich heute morgen las, dass ein toter Schwan mit H5N1 im Dresdner Zoo gefunden wurde. Katzen und Hunde dürfen in gekennzeichneten Bereichen nicht mehr frei herumlaufen, im Dresdner Zoo ist Stallpflicht und das Freifluggehege ist vorerst geschlossen.

Vogelgrippe

Auf den Webseiten der SZ findet man bereits ein Bild mit den Zonen. Wie man sieht, ist durch die zentrale Lage des Dresdner Zoos fast das gesamte Stadtgebiet vom Verbot von freilaufenden Hunden und Katzen eingeschlossen (10km Radius). Wer also gewöhnt ist, einen Spaziergang mit seinem Hund durch die Dresdner Heide (der grüne Fleck im Nordosten) zu machen und dort seinen Vierbeiner mal so richtig austoben zu lassen, muss sich von dem Gedanken trennen.

Angesichts des schönen Wetters und der angenehmen Temperaturen entschloss ich mich, mein Fahrrad zu schnappen und eine kleine Radtour zu unternehmen. Zuerst fuhr ich bis zur Fähre nach Pillnitz, um dann auf dem Elbradweg bis ins Stadtzentrum zu fahren. Unübersehbar ragt über dem Dresdner Elbtal der Fernsehturm, zu dessen Form die Architekten von einem Sektglas inspiriert wurden. Laut Wikipedia gehört er architektonisch zu den schönsten Fernsehtürmen. Naja…

elbtal1elbtal2

»Ich blickte von dem hohen Ufer herab über das herrliche Elbtal, es lag da wie ein Gemälde von Claude Lorrain unter meinen Füßen – es schien mir wie eine Landschaft auf einem Teppich gestickt, grüne Fluren, Dörfer, ein breiter Strom, der sich schnell wendet, Dresden zu küssen, und hat er es geküßt, schnell wieder flieht – und der prächtige Kranz von Bergen, der den Teppich wie eine Arabeskenborde umschließt – und der reine blaue italische Himmel, der über die ganze Gegend schwebte…«

elbtal3elbtal4

Zum Abschluss ging es dann durch den Großen Garten wieder heimwärts.

Da ich gestern in der Nähe war, bin ich nach Kleinzschachwitz gefahren, um mir ein Bild vom Stand des Elbpegels zu machen. Kleinzschachwitz ist die gegenüberliegende Seite von Pillnitz, bekannt durch das Schloss Pillnitz.

Blick zu den Personenfähren

pillnitz1

Die Pillnitzer Autofähre, man beachte das Haltestellenschild mit der roten Spitze.

pillnitz2

Und auch die weiten Elbwiesen sind noch überflutet. Der weiße Kasten ganz rechts ist normalerweise die Dampferanlegestelle und der Baum links gehört auch nicht ins Wasser, denn an ihm führt der Elberadweg entlang.

pillnitz3

Am Samstag, 11.02. um 20 Uhr und am Sonntag, 12.02. um 16 Uhr finden die Eröffnungsfeiern zum Veranstaltungszyklus „Stadt der Wissenschaften 2006“ statt. Dresden ist neben seinem 800-jährigen Jubiläum auch dieses Jahr – Stadt der Wissenschaften. Einen Überblick über die Veranstaltungen gibt es auf einer eigenen Webseite (Bild anklicken!).

stadt der wissenschaften

glockeAls gestern abend meine Eltern zu mir beim Essen waren, mußte ich meinen Vater mal kurz in seiner Rede unterbrechen. Da war so ein Geräusch im Hintergrund, was mir zwar vertraut aber in meiner Wohnung fremd war. Kirchenglocken. Also hab ich schnell das Fenster angekippt (Mehr sollte man auch bei der Kälte nicht). Tatsächlich – der Glockenturm bei der Kirche vor meinem Haus läutete. Als hab ich mal schnell danach gesucht. So sieht sie aus…

Die Bronzeglocke aus dem Jahre 1672 wiegt 540kg und ist eine der ältesten Glocken Dresdens. Früher läutete in einer anderen Kirche und läutete später in der Kapelle des Schlosses. Apropos Schloss – wer mag sich denn vorstellen, dass es 1913 unmittelbar vor meiner Haustür noch so ausgesehen hat.

schloss

Vor einiger Zeit erschien die Neuvertonung des Revolutionsklassikers „Panzerkreuzer Potemkin“ von den Herren Chris Lowe und Neil Tennant. Als Unterstützung haben sie sich dazu die Dresdner Sinfoniker geholt.

Nun ja und dieses Jahr feiert Dresden seine erste urkundliche Erwähnung und das zum 800. mal. Das war jetzt ein ganzer Haufen Fakten. Wie bringen wir also die 800-Jahr-Feier, Pet Shop Boys, Revolution und die Dresdner Sinfoniker unter einen Hut? Wir platzieren die Pet Shop Boys auf ein Dach eines Plattenbaus in der Nähe des Dresdner Hauptbahnhofs, hüllen das Haus in Leinwand, stellen die Sinfoniker auf die Balkons und lassen sie dort spielen. Natürlich zur 800-Jahr-Feier.

Und wo ist da die Revolution? Der Dresdner Hauptbahnhof war Ort der friedlichen Revolution 1989 wo die Leute gegen das System protestiert haben. Aber warum gerade da? Merkwürdigerweise mußte der Zug, der die Flüchtlinge aus der Botschaft der BRD in Ungarn in ihre Freiheit brachte, einen Umweg über Dresden nehmen.

Heute vormittag um 10 Uhr startete der 7. Dresnder Marathon. Dabei gab es nicht nur die volle Distanz, sondern auch 5 und 10 Kilometer, sowie die halbe Marathonstrecke. In regelmäßigen Abständen standen an der Strecke Sambagruppen, welche die Läufer mit heißen Rhythmen anfeuerten.

marathon1

Neben zahlreichen Spitzensportlern fand sich auch das Dresnder Stadtmaskottchen zum Laufen ein. Muss ganz schön warm darunter geworden sein…

marathon2

Beim neuen Kongresszentrum war dann der Zieleinlauf, wo sich etliche Leute eingefunden hatten, um zuzuschauen oder Freunde / Bekannte / Verwandte anzufeuern.

marathon3

Und während immer noch die Läufer des Marathons unterwegs waren und noch Läufer der Halbmarathondistanz unterwegs waren, wurden schon den Gewinnern des Halbmarathons gratuliert.

marathon5
marathon4

Zu Beginn war das Wetter noch sonnig, aber gegen Mittag zogen ziemlich dunkle Wolken auf und ein frischer Wind und Regen sorgte für Abkühlung…

schlechtes_wetter

Lange Pause… und da sind sie wieder. Depeche Mode. Neue Tourdaten. Neues Album für Mitte Oktober diesen Jahres. Produktionstechnisch soll diesmal der Schwerpunkt auf analoge Synthesizer und Gitarren *würg* gefallen sein. Nicht dass ich was gegen Gitarren hätte, aber DM und Gitarren gehören für mich einfach nicht zusammen. Punkt. Der Albumtitel ist noch offen und die Tourdaten sind auf der deutschen Webseite zu sehen. Auftakt der Welttournee ist in Dresden – find ich gut 🙂

Aber bevor ich da hingehe, werde ich wohl doch erstmal lieber in das Album reinhören. Bei einem Kartenpreis von 45 – 47 Euro überleg ich mir das lieber zweimal.

Jeder der sich in Sachen Wissen im Internet bewegt, sollte schon man über die Wikipedia gestolpert sein. Die Wikipedia ist seit Januar 2001 online und morgen findet das erste Treffen der Wikipedianer in Dresden statt. Teilnehmen kann der jeder, der sich für freie Inhalte und die Konzepte und Ideen der Wikipedia interessiert.

Geplant sind Vorträge, Gedankenaustausch und auch das praktische Üben (z.B. Formeln erstellen). Genauere Informationen findet man auf den Seiten der Wikipedia.