Ich blicke auf ein leeres Gerüst, was meinen Rückblick für 2016 darstellt und werde ihn jetzt mit Leben füllen. Ein schweres Jahr, ohne Frage…

Musik

Fangen wir mal mit dem Offensichtlichen an… viele große Namen haben uns verlassen – Prince, George Michael usw. Und irgendwie habe ich mich gefragt, warum das so ist. Dazu gehören natürlich – neben dem Star, der verstorben ist – zwei Seiten. Die Seite, welche die Nachrichten produziert bzw. für die Publikation verantwortlich ist. Und demzufolge auch der Empfänger der Nachricht. Und wenn beide zu einer Generation gehören oder in einer Zeit lebten, wo die Musiker einen hohen Bekanntheitsgrad hatten, dann führt das zwangsläufig zu Nachrichten, die Betroffenheit erzeugen. Kleines Beispiel gefällig? Angenommen Michelle Phillips würde sterben. Wer ist das überhaupt? Antwort: Das letzte lebende Mitglied von The Mamas And The Papas! Vielleicht können ein paar über ihre Eltern noch mit dem Namen etwas anfangen, aber prinzipiell sollte der Name nicht mehr geläufig sein, weil die Band in den 1960er Jahren bekannt war. Und wer damals Nachrichten geschrieben hat, ist heute mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Business raus. So zumindest meine Theorie, wie diese Wahrnehmung zustande kommt.

Ansonsten hatte das Jahr 2016 musikalisch für mich zwei Aspekte. Zum einen war für mich 2016 ein Jahr, wo ich mich reichlich mit Compilations eingedeckt habe. Mehr als 10% meiner neu erworbenen Sammlungsstücke waren Compilations. Für mich war es interessant, denn gerade Label wie AUS Music, die einen hohen Output haben und wo mir nicht immer alles gefallen hat, aber trotzdem gut sind, in meiner Sammlung zu haben. Und wer hat 2016 richtig gerockt? Bjarki! Nina Kraviz hat ordentlich Druck von seiner Sammlung abgelassen und drei Alben ins Land geschickt. Bleibt für 2017 spannend, denn gerade diese Woche las ich, dass Bjarki im Februar den ersten Release auf seinem eigenen Label veröffentlicht.

Ich lasse dieses Jahr auch mal meine Auswahl nach Bester Titel etc. weg, weil ich einfach nicht die Muse habe, mich durch den Berg der diesjährigen Releases zu wühlen. Dafür gab und gibt es ja die Playlist bei spotify. Ich habe die Playlist oft genutzt, um sie im Auto zu hören, bis ich dann die Podcasts von rinse.fm und dem Resident Advisor mir zueigen gemacht habe.

Programme

Meine Plattenverwaltung ist mittlerweile sehr stabil und die Statistik läuft und spuckt interessante Werte aus. Ich kann jetzt meine Musikbesessenheit in Zahlen ausdrücken: 50 Tage im Jahr (was ca. 12.500 Titel sind)! Music non stop! Ansonsten habe ich angefangen meine eigene Backup-Software zu schreiben, bin da aber grad etwas hängen geblieben. Vielleicht kommt im Frühjahr wieder ein Schub, der mir neue Kraft verleiht…

Mit der Entdeckung von Steam kam auch das Nutzen von günstigen Angeboten, der aller Nase lang dort feil geboten werden. So stockte ich die S.T.A.L.K.E.R.-Reihe auf (bin aber im 2. Teil stehen geblieben, weil ich überhaupt nicht damit klar kam, dass man es nicht schaffen konnte, alle Missionen zu erfüllen. Sie kamen und gingen…). Dann habe ich die beiden letzten Teile von Wolfenstein (Deutsche Ausgabe) ergattert. Auch wenn viele rumnörgeln, ich finde das Entfernen der Symbole versaut den Spielfluss nicht unbedingt. Und dann kam plötzlich Civilisation V – ich habe es schon seit meiner frühesten Jugend gespielt, also Version 1 und fand es immer erheiternd, Nationen, die rumstänkern wollten mit einem Bombenteppich zur Räson zu bringen, obwohl sie stolz waren mit Rittern bei dir anzuklopfen. Daran hat sich nicht geändert, nur die Optik ist wesentlich ausgefeilter.

Foto

Drei schöne Urlaube haben wir im letzten Jahr gemacht und irgendwie fehlte etwas. Thailand war schön, weil wir mal wieder als Backpacker unterwegs waren. Aber Thailand, gerade um Phuket herum, ist sooo touristisch, dass es eher ein Gedränge als Erholung ist. Da war der Korsikaurlaub schon wesentlich aufregender. Segeln inklusive Fische füttern! Und dann noch eine Woche die Insel selbst erkunden. Und dann noch zum Abschluss die zwei Wochen Indischer Ozean, die aber so halb durchwachsen waren, weil das Wetter nur fast schön war.

Auf jeden Fall kommt mein Lieblingsbild von unseren Korsikaurlaub, wo wir in der prallen Sonne 1 Stunde bergab liefen, um dann auf einen Berg hochzusteigen und dort von einem der vielen Wachtürme hinab ins Wasser zu blicken.

Privat

#scheißjahr – was sonst?!

Mir geht schon das ganze Jahr durch den Kopf, dass ich keinen Jahresrückblick für 2014 geschrieben habe. Es jetzt nachzuholen, wäre witzig, aber ich mache es trotzdem nicht. Statt dessen besinne ich mich auf die Werte, für die electro-space.de steht.

Musik

Wie sollte man einen Jahresrückblick machen, ohne Richard James zu erwähnen und seinen enormen Output, den er dieses Jahr geliefert hat. Er greift die volle Reichweite an Sympathiepunkten ab, denn er macht alles richtig. Zum einen macht er seinen Fans den Begriff der Vergänglichkeit schmerzhaft fühlbar. Heute noch 200 Songs zum Download, morgen alle weg. Dann erscheinen 20 Neue, die aber nur zum Streamen da sind. Plötzlich sind die weg. Dann tauchen sie wieder auf, aber zum Herunterladen. Oder er ändert alle 2 Tage die Cover und die Beschreibung. Im Gegensatz zu Future Sound of London, die ihre alten Werke seit ein paar Jahren häppchenweise auswerfen oder Mike Paradinas, der alles hochgradig geordnet hochlädt, aber zur zum Streamen bereit stellt, ist Aphex Twin der Schelm, der beiden eine lange Nase dreht und zurecht dafür vergöttert wird.

Irgendwann hatte ich die Erkenntnis gewonnen, dass mit meinem Leben etwas nicht stimmt. Immer wenn ich in einer Beziehung war, sank mein Plattenkonsum in den Keller. Dementsprechend auch mein Wissen, was neu ist und viele gute Platten rauschten an mir vorbei. Seit unserer Weltreise versuche ich den Spagat zwischen gemeinsamer Zeit und der Suche nach neuer Musik aufrecht zu erhalten. Auch dieses Jahr habe ich meine Sammlung wieder mit über 40 Maxis, EPs und Alben aufgestockt. Nicht daran zu denken, wenn ich das Zeug physisch kaufen würde…

Dem entsprechend habe ich Lust einen monatlichen Podcast zu machen – über Zeug, was ich neu habe, was mir sonst so zu Ohren gekommen ist und altes Zeug aus meiner Sammlung. Aber wie da es sowieso keinen interessiert, wird das so ein Projekt sein, was in der Schublade liegen bleibt.

Ganz im Gegensatz zur Wahl meiner Lieblinge für 2015. Die müssen einfach sein. Dieses Jahr habe ich noch den Lieblingstrack mit dazu genommen. Das war was, was ich mir auch schon für 2014 vorgenommen habe, aber wie gesagt – die Schublade mit den Dingen, die noch gemacht werden sollten.

  • Bester Song: Purity Ring – Begin again. Ich denke, da habe ich nicht viel darüber nachdenken müssen. Es fällt mir immer noch schwer, das dazu gehörige Album „Another Eternity“ in Worte zu fassen. Die Musik kokettiert mit EDM und ist dabei so gut, dass ein David Guetta daneben blass aussehen würde. „You be the moon, I’ll be the earth, and when we burst, start over o darling, begin again, begin again“. Überhaupt macht auch der Text was her, nicht nur das dumpfe „I love you, I need you“. Und genau aus den Gründen hat es der Titel geschafft. Er tanzt komplett aus der Reihe, zu dem was ich sonst so höre und hat damit einen Überraschungseffekt.
  • Beste Maxi/EP: Robot Koch – Tsuki (Monkeytown). Macht irgendwie genau da weiter, wo Moderat mit ihrem Album „II“ aufhörten. Muss aber ehrlich zugeben, dass ich Monkeytown nicht so auf dem Schirm habe und ich mir nur von Zeit zu Zeit in einen Release reinhöre.
  • Bestes Album: Conforce – Presentism (Delsin). Läuft just in diesem Augenblick. Einfach eine schöne Mischung zwischen Ambient und Techno und allem dazwischen. Titel wie „Ocean Lab“ machen ganz klar, wie es dort klingt und es bleiben einfach keine Fragen übrig. Das ist das Album, was man hören möchte, wenn man in einer Sommernacht unter dem freien Himmel liegt und in die Sterne schaut.
  • Bestes Label: Delsin. Der Grund, warum ich Robot Koch als beste Maxi genommen habe, war eigentlich dieser. Sonst würde da Sven Weisemann stehen oder Micronism. Ich hätte auch gerne Ostgut Ton genommen, aber nach der Veröffentlichung von „Zehn“ (ein Rückblick auf die letzten 10 Jahre), die zu einem… ich sage es einfach mal… unverschämten Preis verkauft wurde, hat Delsin eindeutig die Nase vorn.

Was bleibt sonst noch zum Thema „Musik 2015“ zu sagen? Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, wenigstens wieder kurze Rezensionen zu schreiben, aber es blieb bei „hätte, hätte, Fahrradkette“. Also wechsel ich mal zum nächsten Thema…

Programme

Im Juni 2014 wurde der erste Spatenstich für meine neue Plattenverwaltung gemacht und bis November 2014 Stück für Stück umgesetzt. Die Basisfunktionalität war da – in 2015 wurden die Extras dazu gebaut. Einlesen der alten Charts, Speichern der Cover in der Datenbank, Statistik und viele kleine Bugfixes. Voraussichtlich wird es auch 2016 damit weiter gehen. Momentan hätte ich gerne noch den Musikstil angegeben, aber das ist noch in der Planungsphase…

Auch real wurde dieses Jahr die Veröffentlichung von „Act of Aggression“. Einem – wie ich finde – sehr gelungenen Nachfolger von C&C Generals. Ich warte zwar immer noch auf den Moment, wo ich nicht nur den sehr leichten Gegner bezwinge, aber alles eine Frage der Übung und der Zeit. Eigentlich habe ich Act of Aggression als potenziellen Nachfolger von C&C Generals auf unseren LAN-Partys gesehen, aber momentan ist die Skepsis, dass es auf den alten Rechnern läuft größer.

Was mich zwangsläufig zum nächsten Punkt bringt: LAN-Party. Auch dieses Jahr gab es wieder reichlich Gelegenheit zum Zocken. Traurig, dass wir Alex verabschieden mussten, der jetzt für 2 Jahre sich nach Japan abgesetzt hat. Aber ich wollte eigentlich auf etwas anderes hinaus. Ich habe mal das neue Windows 10 auf Herz und Nieren geprüft. Und die Entscheidung steht aus: Entweder wir wechseln nicht und können die alten Spiele weiter zocken, oder wir müssen uns von Generals und Co. verabschieden und sind auf einem aktuellen Stand.

Medien

Jetzt erzähle ich viel von der Schublade, wo alles landet, weil ich keine Zeit habe. Aber das ist es nicht – auf manche Sachen muss ich wirklich Lust haben. Und momentan ist es einfach so, dass ich in der Woche heimkomme und dann relativ wenig mit Rechnern zu tun haben möchte. Also sitz‘ ich vor dem Fernseher und dann kommt Binge-Watching: The Walking Dead, New Girl, Big Bang Theory, Good Wife und auch seit kurzem: die alten Folgen von Akte X. Amazon Prime sei Dank!

Dieses Jahr habe ich mir mal wieder angewöhnt, vor dem Schlafen ein bisschen zu lesen. Als Lektüre habe mir die Wüstenplanet-Serie vorgenommen. Bis zu Band 5 bin ich mittlerweile gekommen, als wir in den Südafrika-Urlaub fuhren und ich nicht einen dicken Wälzer mitschleppen wollte, sondern was Digitales. Also kaufte ich eine Kindle-Ausgabe vom Herrn der Ringe, die ich derzeit als Drittbuch lese, denn zu Weihnachten habe ich ein neue Buch bekommen, mit dem ich jetzt schon fast fertig bin.

Foto

Und das Stichwort Urlaub fiel, also kommen wir quasi automatisch zum Thema Fotografieren. Keine neue Ausrüstung, aber viele neue Erlebnisse. Eine Woche am Anfang des Jahres auf den Kanaren, dann folgte eine Woche auf den griechischen Inseln um Kos und schließlich 14 Tage in Südafrika. Insgesamt etwas weniger Fotos geschossen als im Vorjahr, aber eins ist von besonderer Bedeutung.

Klippschliefer

Klippschliefer

Wem auch immer ich dieses Bild gezeigt habe, der fand den kleinen Kerl putzig. Dazu kam noch, dass meine Kollegin den Kameraden immer aus dem Augenwinkel auf dem Monitor gesehen hat und sich beim Naschen beobachtet vorkam. Deswegen verpasste ich ihm eine Sprechblase mit der Frage: „Isst du Möhrchen?“ Jetzt wurde er noch witziger… und so entstand innerhalb von kürzester Zeit eine ganze Reihe von Memes, die sich dieses Klippschliefers bedienten.

Okay, es gibt doch ein neues Stück Ausrüstung, was aber weniger mit Fotografieren, als mit Beobachten zu tun hat. Die Rede ist von meinem neuen Teleskop. Im April / Mai hatte ich hervorragende Bedingungen und freute mich Jupiter und Saturn zu sehen und ausgiebige Mondspaziergänge zu unternehmen. Im Sommer warf ich dann auch mal einen Blick auf die Sonne, aber die Sonnenfleckenaktivität war immer sehr niedrig. Jetzt wo es in den Winternächten wieder kälter sein sollte, ergab sich leider bis jetzt noch keine Gelegenheit, um mal wieder in den Himmel zu schauen.

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Privat

Ansonsten musste unser Urlaub etwas gegenüber den Vorjahren zurückstecken, nicht zuletzt weil meine Frau hart an ihrem Paleo-Shop arbeitet. Das zieht mich immer ein bisschen in Mitleidenschaft, denn bis zu einem gewissen Punkt kann und will ich ja mithelfen. Gerade wenn es darum geht, Flyer, Gutscheine zu entwerfen oder die Produkte für ihren Shop zu fotografieren und frei zu stellen, dann ist meine Person gefragt.

Letzten Dezember stellte ich nach 1-2 Monaten Abstinenz von Milchprodukten eine nachlassende Allergie fest. Nach einem Jahr muss ich feststellen, dass ich damit sehr gut leben kann. Ich habe mich mittlerweile durch sämtliche Früchte durchprobiert und nichts passiert! Seit dem gehören Äpfel im Herbst und Winter wieder zum Speiseplan und dadurch werde ich weniger krank.

Werfen wir mal einen Blick auf das alte Jahr zurück. Der Silvesterabend war ruhig und ein sonniger 1. Januar macht neugierig auf das neue Jahr. Durch den ständigen Wechsel von Arbeits- und Feiertagen habe ich langsam den Überblick verloren, welcher Wochentag eigentlich ist.

Musikalisch

Ich bin meiner Devise treu geblieben, dass ich weiter auf digitale Medien setze – da freut sich nicht nur das Portmonee, sondern auch die Umwelt. Gegen Ende des Jahres musste ich zu meiner Überraschung aber feststellen, dass es von Zeit zu Zeit immer noch passiert, dass die CD-Ausgabe preiswerter ist, wie die digitale Edition. Noch schlimmer daran ist, dass es sich um Doppel-CDs handelt.

  • Bestes Album: Benjamin Damage – Heliosphere (50 Weapons)
    Dieses Jahr eine sehr schwere Entscheidung. Moderat, Letherette, Atom TM und Function waren auch noch Kandidaten auf diesen Titel. Moderat hätte es fast geschafft, aber wenn meine Best-Of für 2013 alle nach Burial riechen, dann klingt das nicht wirklich objektiv. Letherette waren vom Stil her wirklich sehr gut. Atom TM hat einen Haufen guter Ideen zu einem Album zusammengefasst, aber der Fluss fehlte mir. Functions Album war fantastisch, klingt nach vergangenen Zeiten und für das Album des Jahres sollte schon was Neues her.
  • Beste Maxi/EP: Nocow – Yule EP (Styrax Records)
    Da ist er – der versprochene Burial. Auch hier gab es Konkurrenz – Petrichor war verflixt nah dran, sich den Titel zu schnappen, aber auch hier gibt es eine Ausnahme: Soma wurde bestes Label.
  • Bestes Label: Soma
    Seit über 20 Jahren dabei und klingt noch kein bisschen alt. Für mich die Entscheidung, weil mit Roberto Clementi und Petrichor zwei wirklich geniale Scheiben in die Plattensammlung gekommen sind.

Optisch

2013 habe ich optisch kaum noch neue Experimente gewagt. Vielmehr habe ich versucht, meinen Prozess – gerade die Entwicklung der Bilder – zu optimieren. Nicht zuletzt, weil Lightroom 5 mit neuen Reglern daher kam und das Programm insgesamt langsamer wurde. So ist es vielleicht kein Wunder, dass es keine neuen Zeitrafferaufnahmen gibt. Ich wollte nicht die 20. Auflage eines Sonnenuntergangs von meinem Balkon aufnehmen. Dafür habe ich mich mal in Lichtmalerei versucht. Ein Experiment, was ich als geglückt bezeichnen würde und wenn es nicht mehr winterlich kalt draußen ist, wird es auf jeden Fall eine Fortsetzung geben.

Das vergangene Jahr war wieder reich an neuen Entdeckungen und jeder Menge Möglichkeiten, Landschaften und Natur aufzunehmen. Ein kleines Highlight für mich war der diesjährige Wettbewerb, Urlaubsfotos einzureichen (pro Person 2 Stück, d.h. für Kriszta und mich = 4 Stück) und von den 200 Fotos, die eingereicht wurden, haben es immerhin 3 geschafft, zu den besten 12 zu zählen. Ich mag es garnicht, ein Lieblingsbild für dieses Jahr festzulegen – davon gibt es zu viele.

Persönlich

Fünf Jahre bin ich jetzt mit meiner Freundin zusammen, Grund genug endlich zu heiraten. Die Grundlage dazu hatte ich letztes Jahr gelegt und dieses Jahr war es dann im Mai soweit. Als wir kurz vor Weihnachten aufs Einwohnermeldeamt gingen, um die Hochzeit nachzutragen (zumindest steuerlich), wurde uns gesagt, dass es schon im August eingetragen wurde, wo wir gefragt haben, ob es überhaupt möglich ist. Ein Blick auf unsere Lohnabrechnungen gab uns Recht – ja, wir haben seit August Lohnsteuerklasse IV. Es erinnerte mich an die Hangover-Filme, wo man in Vegas aufwacht und feststellt, dass man verheiratet ist. Zum Glück ging der Papierkram ohne nennenswerte Störungen über die Bühne.

Im Herbst war es zum zweiten Mal soweit, dass ich einen Halbmarathon gelaufen bin. Schon im Sommer bin ich zwei Mal bei 30°C über 20km gelaufen, was mich dann jeweils den Rest des Tages ausgeknockt hat. Da war mir der sonnige Herbst in Dresden gerade recht. Diesmal hielt die Pulsuhr meinen Anforderungen stand. Meine Zeit habe ich weiter verbessert, mal sehen, ob ich nicht doch unter 2 Stunden komme.

Kaum war aber der Halbmarathon vorüber plagte mich das Verletzungspech. Es fing damit an, dass ich das Spielzeug von unserem Hund ganz gekonnt in die Wohnung kicken wollte und dabei unsanft mit der Türschwelle kollidierte. Drei Tage ging nur humpeln, danach sah es wie normales Laufen aus. Nach zwei Wochen ging es schon wieder normal, aber Sport habe ich für sechs Wochen abgesetzt. Und kaum wollte ich wieder anfangen zum Basketballtraining zu gehen, platzte ein Glas beim Abwaschen und ich schnitt mir ein Stück aus dem Zeigefinger heraus. Also wieder Pause… und kaum war der Finger wieder einsatzbereit und ich war schon wieder beim ersten Training, machte mein Kiefer Probleme und siehe da – ein Weisheitszahn musste raus.

Die Weihnachtszeit ist vorbei, ich war schon wieder arbeiten und nun bereite ich mich gemütlich auf das Jahresende vor. Ein Tag, der grau beginnt und somit einlädt, mit einem Rückblick auf das Jahr 2012 zu beginnen.

Musikalisch

Mein am Jahresanfang gehegter Wunsch, mehr auf digitale Medien zu wechseln (und damit vielleicht auch etwas die Umwelt zu schonen), ging sehr gut voran. Ich habe mittlerweile boomkat.com als Hauptlieferanten meiner neuen Musik gewählt. Ich habe auch mal amazon.de ausprobiert, aber dort hat mir nicht gefallen, dass man einmal downloaden kann und dann muss man sich um seine Sicherung selbst kümmern. Das fällt nicht gerade in die Kategorie „Service am Kunden“ und verleitet geradezu, frisch erstandene Ware unters Volk zu verteilen. Bei boomkat.com kaufe ich und kann es jederzeit in meinem persönlichen Bereich wieder herunter laden. Naja, man muss zwar in Britischen Pfund zahlen, aber selbst mit Kreditkartengebühren liege ich noch unter dem Preis, den ich hier in Deutschland zahlen würde.

Die Neuveröffentlichungen haben für mich dieses Jahr keinen besonderen Durchbruch gebracht. Trotzdem gab es das eine oder andere Highlight, deswegen hier meine Best of 2012:

  • Bestes Album: S.P.Y – What the future holds [Hospital Records] (War eigentlich garnicht so einfach, denn John Tejada mit seiner „Predicting machine“, S.P.Y’s Labelkollege Netsky mit „2“ oder auch Phon.o’s „Black boulder“ waren Anwärter auf diesen Titel)
  • Beste Maxi/EP: Volor Flex – The Conspiracy [Apollo Records] (Neben Evol Intent mit „Middle of the night“ eigentlich klarer Favorit. Hier musste ich garnicht lange nachdenken)
  • Bestes Label: Apollo Records (Nicht alles hat mir gefallen, aber das spacige A, dass mich seit den frühen 90ern begleitet, hat seinen Platz gefunden und ist wie damals ein stabiler Garant für Qualität)

Optisch

Eigentlich habe ich meine Canon EOS 7D ja schon letztes Jahr bestellt, aber dieses Jahr durfte sie zu ihrem vollen Einsatz kommen. Gepaart mit dem Tamron 18-55mm f/2.8 musste ich kaum mein Objektiv wechseln, die meisten Motive bei allen Lichtverhältnissen konnte ich damit einfangen. Da mein alter Rucksack in den 8 Monaten von 2011 so langsam seinen Geist aufgegeben hatte, musste ein neues Modell her. Ich entschied mich für den Vanguard Skybourne 48. Ein etwas klobiger Rucksack, wie ich es jetzt so sehe, aber trotzdem habe ich meinen Beitrag bei taschenfreak.de geleistet.

Unter die optische Kategorie fällt natürlich auch die Bildsammlung, die durch unsere Reisen zusammengekommen ist. Zur Auffrischung hier nochmal eine kleine Liste mit den Zielen, die wir dieses Jahr angesteuert haben:

  • März: Viechtach im Bayrischen Wald
  • April: Athen (Griechenland)
  • April: Gardasee (Italien)
  • Mai: Sri Lanka
  • Juni: Rupperswil (Schweiz)
  • Juli: Kreuzfahrt (Italien, Frankreich, Spanien)
  • Oktober: Stockholm, Mullsjö (Schweden)
  • Oktober: Kreuzfahrt (Italien, Griechenland, Türkei)
  • Dezember: Kreuzfahrt (Ägypten, Jordanien, Israel)

Mein persönliches Lieblingsbild ist in Oia auf Santorini in Griechenland entstanden. Es war nicht einfach, das Bild auszuwählen, aber wenn ich mich daran zurück erinnere, war es ein ergreifendes Erlebnis. Ich bin ständig vor den anderen hergelaufen und habe pausenlos Fotos geschossen. Ein sicheres Indiz dafür, dass es mir sehr gut gefallen hat. Ich mochte das leuchtende Weiß vor dem blauen Himmel, gepaart mit den blauen Kuppeln der Dächer.

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Persönlich

Mein Blog ist ja schon persönlich und alles oben geschriebene auch Teil von mir. Aber hier soll der Rest zusammengefasst werden. Und da „Sonstiges“ so unpersönlich klingt, habe ich der Überschrift mehr Nähe verliehen.

Anfang des Jahres beschlossen wir, dass es für den alten Rüedi Zeit wird, in den Ruhestand zu treten. Deswegen bin ich (sind wir) seit Anfang des Jahres stolze(r) Besitzer eines Skoda Octavia. Ein Großteil meiner Freunde fährt auch einen und es ist immer wieder witzig, wenn wir uns alle treffen, dass es eine kleine Octavia-Parade wird. Da wir schon im Bereich Freunde sind, kann ich auch freudig feststellen, dass wir es dieses Jahr tatsächlich geschafft haben, uns vier mal zu einer LAN-Party zu treffen.

Ein weiteres Highlight dieses Jahres war der Halbmarathon in Dresden. Ich habe das schöne Wetter des Sommers genutzt, um viel zu laufen. Es hat sich gelohnt und ich war mit meinem Ergebnis halbwegs zufrieden. Legendär war das Wetter, einziger Wermutstropfen war mein Pulsmesser, der die gesamte Laufzeit nicht einmal in der Lage war, meinen Puls anzuzeigen. So musste ich nach Gefühl laufen und bin wahrscheinlich viel langsamer gelaufen, als es notwendig gewesen wäre. Aber besser so, wie einige Wochen zuvor, wo ich einen Testlauf absolviert habe, den ich mit zu viel Tempo gelaufen bin, wo mein Kreislauf nach der Heimkehr erstmal zwei Stunden ruhiges Sitzen verordnet hat.

Nicht zuletzt sollte natürlich meine Verlobung mit Kriszta erwähnt werden. Eigentlich stand schon vor der Verlobung fest, wie wir heiraten wollen. Wir haben lange hin und her überlegt, sind aber zum Entschluss gekommen, dass es für keine Partei leicht wird, egal wo wir feiern. Und deshalb haben wir uns ein Ziel festgelegt, von dem wir begeistert sind: Vegas! Wer da an ein Drive-In mit Elvis denkt, sollte mal Google befragen, es gibt sehr viele schöne Kirchen mit einem Rund-Um-Service (Strechtlimo, Blumen, Fotos, Internet-Live-Stream). Es steht jetzt fest, dass es im Mai statt findet und auch die Tickets sind schon gebucht.

Freak City! Und seit dem Herbst bin ich ein Teil davon. Ich teile mir eine Dauerkarte mit einem Kollegen. Nicht schon, dass Basketball vor dem Fernseher packend ist – live ist es der Wahnsinn. Nach dem Spiel, wo es um den Einzug um die Top 16 Europas ging, war ich den nächsten Tag erstmal heiser. Die Basketball-Arena in Bamberg trägt nicht umsonst den Namen „Frankenhölle“. Ich freue mich schon auf das neue Jahr, wo wir Real Madrid bei uns begrüßen dürfen.

Guten Rutsch!

jams shirtDiese Woche lag es da… ein Päckchen aus Worchester. Mehrere fette Aufkleber machten schon das Ansehen zu einem Genuss. „Ich bin ein Kunstterrorist“, „Happy birthday from the JAMS“ oder „Ewige Drehbewegung… be the driver“ standen drauf. Und in dem Päckchen – ein flauschig weiches Kapuzenshirt. Und wenn man es einmal angezogen hat, kommt man auf die merkwürdigsten Gedanken… z.B. sich in ein Kornfeld zu stellen, böse zu gucken und die Freundin nötigen, davon auch noch Fotos zu machen.

Wer sich an meinen Beitrag über die monumentalen Denkmäler erinnert (ist schon 5 Jahre her), wird vielleicht interessiert sein, dass die Jungs von Positive Void Communications original Helme und Bauarbeiterjacken von K2 verkaufen.

Und spätestens dann ist es Zeit, eine CD von KLF oder Jams einzulegen und mal drüber nachzudenken, dass das ganze Zeug 20 Jahre her ist und wie sehr man doch wie seine Eltern geworden ist, die von den Beatles, Stones oder *Platzhalter für andere 60er Bands* schwärmen.

… oder um es im Sinne der „Sendung mit der Maus“ zu sagen: Das war Ungarisch und heißt „Gesundes neues Jahr!“. Nach nun etlichen Tagen melde ich mich mal wieder… Die letzten Tage vor Weihnachten waren nochmal hektisch, auch gerade was die Organisation der Weihnachtsgeschenke betraf. Ich habe pünktlich alle Geschenke verpacken können, als es dann am 23.12. nachmittags losgehen sollte.

Eigentlich war es nur eine Kleinigkeit – die Werkstatt sollte sich die Gelenkmanschette des Autos von Kriszta nochmal ansehen. Mist – eingerissen, für eine Fahrt nach Ungarn untauglich. Wegen Ladevolumen kam Rüedi garnicht in Frage. Also schnell reparieren… aber nicht dass das problemlos gehen würde – Neee! Die Manschetten waren nicht da, mussten also beim Großhändler bestellt werden. Der hatte die glücklicherweise auf Lager, wir sind mit Rüedi hingefahren, während die Werkstatt schonmal Krisztas Auto zerlegte. Wir kamen wieder, gingen in die Wohnung bzw. fuhren noch kurz was holen – inzwischen 3 Anrufe: die falschen Manschetten! Der Großhändler hatte aber von den Richtigen natürlich nicht mehr genug da, also rief die Werkstatt bei einer Vertragswerkstatt an und holte die Manschette ab. Inzwischen hatten wir genügend Zeit, die restlichen Sachen zusammenzupacken und schon mal alles verladebereit zu machen. Wir starteten ungefähr zu der Zeit, wo wir eintreffen wollten. Kein Wunder – 2,5 Stunden hatte uns der Spaß gekostet.

semperoperZuhause wurden wir von Mutti erstmal fix mit einem leckeren Fischsüppchen verarztet und dann ging es weiter zum regulären Vorweihnachts-Freunde-Treffen. Die nächsten Tage vergingen wie im Flug, deswegen picke ich nur mal die Highlights heraus. Schon im Vorfeld hatten wir den Hinweis bekommen: Bringt mal schicke Klamotten mit. Wir hatten eine Vermutung, aber keine Ahnung. Bei der Bescherung kam dann die Lösung – 2 Karten für das „Nussknacker„-Ballett in der Semperoper. Auch wenn die Geschichte umgeschrieben wurde – ein Traum. Die Kulisse, die Kostüme, die Musik, die Atmosphäre… einfach toll. Und ein weiteres Highlight: Weihnachten nicht allein feiern! Ansonsten waren die Tage gekennzeichnet von Ausruhen, Basteln, Essen und Schlafen.

Nach den Feiertagen ging es dann zu Krisztas Eltern. Noch mehr Weihnachten, Essen und endlich auch Entspannen (z.B. bei einem Besuch des Thermalbades in Martfű). Ich bekam eine 4-Euro-Frisur und hatte in meiner Freizeit nichts besseres im Kopf wie… Programmieren. Kurz vor Weihnachten versuchte ein Kollege einem Azubi mit Hilfe von AntMe! die Grundlagen des Programmieren beizubringen. Wirkte natürlich auch bei mir, denn ein eigenes Ameisenvolk zu programmieren, klingt nicht nur witzig, sondern macht auch Spaß. Also stopfte ich da ein bißchen Energie rein und heraus kam ein Volk mit globalem Gedächtnis und flexibler Aufgabenzuteilung. Natürlich würde noch mehr gehen, aber so sieht das schon mal ganz hübsch aus. Nicht dass es falsch rüberkommt, aber allein die kulinarischen Genüsse wären einen extra Beitrag wert. Und seit dem letzten Besuch schreibe ich Wörter, die ich mitbekommen habe, auf und bekomme so Stück für Stück etwas mehr mit, was gesprochen wird. Sprechen ist so ein Ding…

Ungarisch als finno-ugrische Sprache ist so unglaublich anders, wie sonst in Europa gesprochene Sprachen. Was natürlich seinen Charme – natürlich im theoretischen Sinne – hat, ist der agglutinierende Sprachbau, d.h. man bastelt sich durch Suffixe und Präfixe zu einem Wort den Kontext dazu. Dann kommt noch etwas Vokalharmonie dazu. Vielleicht mache ich es einfach so, dass ich ein bißchen was von dem, was ich dazulerne, hier veröffentliche.

Aber der rote Faden macht sich schon wieder selbstständig… zurück zum Thema. Auch in Ungarn verging die Zeit rasend schnell, Silvester war etwas missglückt, weil es Strömen regnete. Und schon ging es am zweiten Januar zurück, vorbei an Parndorf – dem Outletstore – schon die Parkplatzsuche von einer halben Stunde war prickelnd. Bin jetzt stolzer Besitzer eines Paars Trekkingschuhe, die aber eher für den Wochenendausflug gedacht sind, wenn wir uns mal wieder aus dem Staub machen, wie z.B. zu meinem Geburtstag.

Und was nutze ich, um diesen Beitrag abzuschließen? Ich bin für ein paar angenehme Gedanken – wie z.B. dass ich nächste Woche wieder zur Massage gehe (mein Weihnachtsgeschenk von Kriszta) und mich vorher eine halbe Stunde auf eine schöne warme Fangopackung werfen darf… Und nicht zu vergessen – morgen beginnt die Sportsaison wieder. Ich packe meinen mittlerweile verstaubten Squashschläger aus und gehe wieder grüne Bällchen vermöbeln.

Mein Blog hat das Update auf die Version 2.8.6. hinter sich, zum Glück habe ich mich auf ein vorgefertigtes Theme verlassen. Jedes Mal diese Puzzelei ist zeitraubend und von selbiger ist momentan viel zu wenig da.

Wie schon im letzten Blogbeitrag geschrieben, hat sich mein gesamter Wohnungsinhalt aufgelöst und an anderer Stelle wieder materialisiert. Oder ohne um den heißen Brei herumzureden, Kriszta und ich wohnen jetzt zusammen. Nur leider ging wieder mal einiges schief. Geplant war es ja, Anfang November mein Zeug in die neue Wohnung zu schaffen und eine Woche später den Internetzugang zu verlegen.

Deswegen war ich schon Ewigkeiten zuvor im Laden und hab den Umzug beantragt – damals wollte ich den Anschluss noch Ende November umschalten lassen. Der Verkäufer wunderte sich noch „Da kommen Sie jetzt schon? Da ist doch noch ewig Zeit!“. Als ich 14 Tage später anrief und fragte, wo die Bestätigung bleibt und ob man das Ganze nicht schon Mitte November machen kann, kam ungefähr die gleiche Antwort – es wäre doch alles kein Problem.

Anfang November dann der Umzug – wir hatten schon viel Kleinkram in Kisten in die neue Wohnung geschafft, jetzt folgte der Rest. Krisztas Familie packte mit an und wir hatten das Zeug ziemlich schnell im Transporter. Das Teil hatten wir gemietet, etwas gewöhnungbedürftig, aber mit der Zeit macht es Spaß, so ein Riesenschiff zu fahren. In die neue Wohnung, alles ausgeladen und auf die Zimmer verteilt. Es war für mich zwar tierisch stressig, ich mag das hin und her zwischen den Wohnungen einfach nicht, aber trotzdem haben wir alles reibungsfrei über die Bühne gebracht.

ausblick wohnzimmerAm Wochenende alles soweit aufgebaut, was von mir überlebt hat (eigentlich haben es nur der Schreibtisch, das Pult, CD-Schrank und Esstisch in die neue Wohnung geschafft) und mit Leben gefüllt. Das Wochenende darauf kamen dann die restlichen Schränke, die ich dann in mühsamer abendlicher Kleinarbeit aufgestellt und gefüllt habe. Die Kisten im Keller lichteten sich nun bleiben nur noch Reste (von der Küche mal abgesehen)… Lampen und Bilder. Deswegen gibts auch noch keine Bilder, es sieht halt noch nicht richtig nett aus.

Oben übrigens ein Ausblick auf den Sonnenaufgang vom Wohnzimmer aus…

Eine Woche später, das Telefon sollte jetzt theoretisch bereit sein. Telefon und Splitter angeschlossen, Modem angestöpselt – Freizeichen kam, aber die Fritzbox blinkte nervös… kein DSL. Ich rief die Hotline an, wo man mir sagte, es habe technische Probleme gegeben und das DSL kann erst morgen aufgeschaltet werden. Kein Problem, ich war die nächsten beiden Tage nicht da, also kehrte ich Mittwoch Abend heim, steckte das Modem wieder ein – immer noch tote Leitung. Wieder angerufen – endlich eine kompetente Hotlinekraft, die mir das Ganze mit etwas Humor verkaufte: „Ja, da können Sie lange warten, Ihr Tarif wurde umgestellt – Sie haben nur Telefon auf diesen Anschluss angemeldet“. Ich wurde sofort mit dem Vertrieb verbunden, der mir den passenden Anschluss bestellte und von Bereitstellung Samstag oder folgenden Montag erzählte. Ich war sauer – ein bißchen schiefgehen ist ja okay, aber dermaßen daneben… Montag: ich fühlte mich saumäßig [eine gewissen Ironie hängt schon an diesem Wort], ging zum Arzt, der verzichtete auf einen Test und schrieb mich für 3 Tage krank. Also rief ich Montag wieder an, wo mein DSL bleibt. „Mh, die Kollegin hat das an die Auftragsabwicklung geschickt, aber so eine Abteilung gibts garnicht – ich mach das mal fertig, die Kollegen von der Technik melden sich dann gleich bei Ihnen.“ Keine 10 Minuten später klingelt es: Kein Problem, Anschluss kann kommen – Danke für die Info, die Vormieter hatten auch schon DSL. Wenig später wieder ein Anruf: Automatische Bandansage, der Anschluss wird am Mittwoch bereitgestellt, von 8 – 18 Uhr – sehr präzise Zeitangabe. Und Mittwoch dann endlich – ich hatte früh schon das Modem angeschalten, hörte das Blinken auf und kurz darauf folgte wieder ein automatischer Anruf: Ihr Anschluss steht bereit. 9 Tage Verspätung… Memo an mich: das nächste Mal noch früher Bescheid sagen!

Blieb nur noch übrig, die alte Wohnung loszuwerden. Ich hatte mich natürlich schon lange vor dem Umzug mit der Vermieterin in Verbindung gesetzt, um einen Abgabetermin zu vereinbaren. Antwort auf meinen Vorschlag war in Kurzfassung: Geht nicht, habe Geburtstag. Aber auch kein Gegenvorschlag. Lassen wir die letzten 3 Jahre mal Revue passieren: ich ziehe ein, zum Glück verspätet, denn die Küche kam viel später wie versprochen. Im Sommer 2007 beginnen die Renovierungsarbeiten, die für das Frühjahr angekündigt waren. Herbst 2008: nach etlichen staubigen Monaten, einem Brand im Haus, vielen Dreckecken und mit viel „hinterher den Dreck wegmachen“ sind die Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Angesichts dessen, dass die Tapete einige Flecken und Kratzer abbekommen hat, schlage ich vor, die Wohnung besenrein zu übergeben und dem neuen Mieter die Wahl der Farbe und Gestaltung zu überlassen. Keine Reaktion.

Inzwischen meldeten sich zwei Immobilienfirmen (auch die, die mir damals die Wohnung vermietet hat) und ich dachte: Na jetzt muss doch mal ein Wort zur Übergabe fallen, wenn sie die Wohnung sehen. Nichts. Blöderweise legte mich die Grippe lang. Und genau in diesem Moment meldet sich eine Maklerin und fragt nach der Übergabe, sie hätte einen Nachmieter, der am Wochenende einziehen möchte. Eine tagelange Diskussion entsteht, die darin gipfelt, dass ich am letzten Novemberwochenende bei einem Telefonat den Koller bekomme, die (arme) Frau 5 Minuten am Telefon anbrülle, weil sich mein ganzer Frust entlädt und ich nicht einsehe, warum ich jetzt auch noch dem Maler, der die Wohnung gemacht hat, auch noch hinterherputzen soll (siehe oben: Warum soll ich immer den Handwerkern den Dreck nachräumen). Wir einigen uns: ich zahle den Maler und die Wohnung wird ungesehen abgenommen.

Eins habe ich mir vorgenommen – wöchentlich Updates im Blog. Es kann nicht sein, dass hier nur sporadisch was kommt. Ein bißchen Regelmäßigkeit muss schon sein. Wie ich das natürlich mit den Reiseberichten mache… Ich denke mal, ich werde das auf einen Beitrag zusammenschrumpfen und nur über die Highlights berichten. Alles weitere wird seit den Dolomiten analog dokumentiert.

Heute Morgen bin ich beim Kraftfuttermischwerk über das Video von Jeff Desom zu Hauschkas „Morgenrot“ gestolpert. Ich hatte schon mal was über Hauschka gelesen bzw. in das Album reingehört, aber es wollte mich nicht so richtig bewegen. Aber das Video dazu… seht selbst.

Diese Woche war unser zweiter Salsakurs. Wir haben einen dreiwöchigen Einsteigerkurs gebucht, der hier regelmäßig in Bamberg abgehalten wird. Nachdem wir auf Kuba die Grundlagen lernten, haben wir jetzt die Möglichkeit die offizielle Version kennenzulernen. Das Lerntempo ist stellenweise gefühlt etwas langsam, aber wenn es dann mal losgeht, sind wir Feuer und Flamme. Und das wir ein Gefühl für Salsa haben, scheint durch die Fragen, ob wir schon länger tanzen oder ob wir schon öfter einen Salsakurs besucht haben, bestätigt zu werden. Aber selbst wenn es 20 Uhr ist – bei 30°C geht es beim Tanzen schon sehr hitzig zu, da helfen auch geöffnete Fenster kaum.

Mein letzter Artikel zum Thema Auktionen rächte sich gleich am nächsten Tag. Nichts ist anstrengender wie Kunden, die nach Ende der Auktion verhandeln – angefangen bei den Versandkosten, bis hin zum Artikel, auch wenn alles in der Auktion drin stand. Ich meine, diese Nachricht ist schon zum Brüllen komisch, aber mal im ernst: Wie reagiert man auf solche Nachrichten?

Hallo,der Schlafsack ist gestern angekommen,es ist ja uch alles wunderbar,nur hast du eine ganz schöne Duftnote hinterlassen (Parfüm)?
Also ich brauche den Schlafsack für Tierbeobachtungen in der Natur also im Wald,und ich weiß nicht op du schonmal im wald gewesen bist,aber dort ist die Luft unglaublich rein,
und der Gruch des Sclafsacks würde weite Wege ziehen und Tiere vernhalten.Ich bin halt auch so ein öko hippi typ und benutze nur bbio shampoo und absolut nichts chemisches wie parfum) usw.,ich habe den Sack 1 Tag an die frische Luft gehängt,aber jetzt ist mein Zimmer wieder mit dem Pafrfüm Geruch durchflutet,Es ist ja ein schöner Geruch aber ich werde ihn reinigen lassen müssen um damit in die Natur zu gehen ,ich habe mich erkundigt,es wird ziemlich teuer,kostetet 20-40 und Porto noch dazu,selber machen ist zu riskant,
also kannst du etwas dzusteuern? Wir könnten uns einigen die Transaktion nicht abgeschlossen zu haben,somit spart du die ca.5 Euro [xxx] Gebühren.
10€ ? Bitte

Also bin ich ganz brav gewesen und habe höflich, aber bestimmt erklärt, dass eine Reinigung meinerseits nicht finanziert wird, worauf ich die Antwort erhielt, dass der Käufer ohnehin nicht das Geld für die Reinigung hätte. Ist das die Internetvariante von „Haste ma nen Euro übrig?“

Von Zeit zu Zeit logge ich mich ja mal via Webinterface bei meinem EMail-Provider ein, der jetzt eine einheitliche Zierleiste an das obere Ende genagelt hat. Ich wäre nicht im Traum darauf gekommen, da genauer hinzusehen, aber da war ein rotes Pünktchen auf das ich neugierig geklickt hab – ahhh, hier kann man auch chatten und ich wurde in die Kontaktliste aufgenommen. Am anderen Ende – ein bekanntes Ehepaar, dass ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen, gehört oder gelesen hab. Nachdem wir erstmal kurz Nachrichten ausgetauscht haben, habe ich mich heute Morgen hingesetzt und mal die Ereignisse der letzten Jahre zusammengetippt, seit 2005 ist schon ein bißchen was passiert. Und vorhin erhielt ich dann Antwort. Ich überlege, wenn wir das nächste Mal in Dresden sind, vorbeizuschauen…

arbeitsplatzLange her, dass ich einen Beitrag geschrieben hab, vom Podcast einmal abgesehen. Inzwischen ging es bei mir inzwischen weiter. Das Drama Rechner ging in eine zweite und nun mittlerweile dritte Runde. Die ausgewechselte Platte ist inzwischen wieder da und tut friedlich ihren Dienst. Dafür hatte sich jetzt der etwas kleinere Monitor entschieden, bockig zu werden. Seit ein paar Wochen poppt eigentlich permanent das OSD-Menü hoch. Ich glaube, er hat mir übel genommen, dass ich die Anschlüsse verwechselt hab, als ich die Platte ausgebaut habe. So wurde er kurzzeitig mit 1600 x 1050 betrieben, was seinem Innenleben wohl nicht ganz bekommen ist.

Ich hatte also die Qual der Wahl – entweder ich stampfe den Monitor ein oder ich versuche preiswerten Ersatz zu finden. Schließlich hatte ich es mir in den Kopf gesetzt, sämtliche Applikationen auf dem großen Rechner zu betreiben. Ich entschloss mich für den Ersatz. Ich hätte ja nicht im Traum gedacht, dass es so schwierig wird, einen adäquaten Ersatz zu finden. Heute Abend hat es dann geklappt und ich hab meinen Nachfolger ersteigert. Damit sollte Rechnerdisaster Nummer 2 der Vergangenheit angehören. Ich hatte meine Rechnung ohne Microsoft gemacht. Ich habe eine einzige Schwäche für Microsoft und zwar für ihre ergonomischen Tastaturen. Die Dinger lassen sich echt gut bedienen und wenn man sich an die Lage der Tasten gewöhnt hat, wird man auf einer normalen Tastatur eher langsamer.

nadelbaumAlso hab ich mir ein Set (ergonomische Tastatur + Maus) zum Geburtstag gewünscht. Sieht todschick aus und läßt sich prima bedienen. Mußte es zu meinem Geburtstag gleich mit dem Laptop probieren. Ich schrieb zwei, drei Sätze, schubste die Maus ein bißchen herum, alles bestens. Dann leuchtete kurz an der Tastatur die Batterieleuchte auf und es war Ruhe. Ich schob es auf den leeren Akku und beschloss daheim aufzuladen. Die Verpackung ließ ich natürlich bei meinen Eltern. Ihr ahnt, was jetzt kommt, stimmts? Daheim angekommen, stellte ich erstmal fest, dass es sich um ganz normale Batterien handelte, keine Akkus – ein „Hoch!“ auf Microsoft und ihre Einstellung zur Umwelt. Da machte mich schon stutzig, aber ich wechselte trotzdem die mal die Akkus – nichts. Sender und Empfänger konfiguriert – keine Reaktion. Geschimpft und geflucht – hat auch nicht geholfen. Mein Vater hat mir also die gesamten Rücksendeunterlagen zugesandt und ich hoffe mal, der Versand ist so gnädig, die Tastatur auch ohne Originalverpackung zurückzunehmen.

Was ist sonst so passiert? Ich habe meinen Arbeitsplatz umdekoriert, zum Ärger meiner Kollegen, die auch mal auf Lofoten wollen (siehe Bild oben). Ist auch gleich viel angenehmer, als ständig auf eine Wand zu starren. Kurz vor Weihnachten haben wir dann von Arbeit einen Weihnachtsbaum spendiert bekommen. Meine Freundin und ich haben ihn schön dekoriert und er machte auch wirklich was her – nur man sollte ihn nicht berühren. Er entschloss sich schon nach kurzer Zeit zu nadeln. So kam es, dass Anfang des Jahres, als ich ihn runterschaffen wollte, dass ich so sehr schüttelte, dass er sich sämtlicher Nadeln entledigte. War die moderne Variante von Mülltrennung – 5 Schaufeln voller Nadeln und ein leerer Baum, den ich problemlos runterschaffen konnte.

Ich habe auch mal die Verwaltung meiner Platten befragt, was ich dieses Jahr so gehört hab. Irgendwie wundert mich bei der Liste eigentlich garnichts – ich bin garnicht groß dazu gekommen, neue Musik zu hören bzw. zu kaufen. Außerdem ist es so schon wieder schwierig, einmal im Jahr sich durch die Sammlung durchzuhören.

  1. Burial – Untrue
    Wir sind Helden – Soundso
  2. Boards Of Canada – The campfire headphase
    Claudia Koreck – Fliang
    Ulrich Schnauss – Far away trains passing by
  3. Abfahrt Hinwil Links – Berge rechts Seen
    Blumfeld Ein Lied mehr
    Boards Of Canada – Geogaddi
    Fluxion – Vibrant forms
    Fluxion – Vibrant forms II

pomelo-feigen-marmelade

Ich habe heute gelesen, dass Bill Gates sich zum Thema Wirtschaftskrise geäußert hat. Dabei soll er gesagt haben, dass „der Kapitalismus habe zu unglaublichen Innovationen und Entwicklungen geführt, die man nicht schlechtreden dürfe“. So ein Satz aus dem Munde von Bill Gates – ich bin erstaunt. Wenn sowas von Leuten aus Deutschland kommt, wie z.B. Dietmar Dath, habe ich dafür Verständnis – schließlich war der Sozialismus gleich um die Ecke.

Und damit ich die dürren Zeiten gut überstehe, habe ich gestern erstmal wieder einen neuen Vorrat an Marmelade geschaffen. Keine Angst, es wird nicht weniger, die Gläser werden nur größer. Wie man dem Ettikett entnehmen kann, habe ich diesmal Pomelo-Feigen-Marmelade gemacht. Eine sehr interessante Mischung, ich bin bei der ersten Verkostung heute morgen noch nicht ganz im Klaren, wie ich sie geschmacklich einordnen soll. Ich hab dazu 1,1kg Honigpomelo, 400g Feigen, 500g 1:3 Gelierzucker und 2 Päckchen (á 5g) Zitronensäure genommen. Konsistenz ist super, nur muss ich den Geschmack noch irgendwie einstufen…

Fast als Ergänzung könnte man mein Erlebnis letzten Samstag zu diesem Beitrag auf dem Kraftfuttermischwerk-Blog sehen. Ich ging einkaufen und als ich bei den Tiefkühlregalen war stieg mir der Geruch von Fertigfutter in die Nase. Wenig später entdeckte ich einen dieser kleinen Stände, wo eine Frau in kleinen Pfännchen Essen anwärmte. Davor stand ein älteres Ehepaar (60+). Beide probierten wohl gerade und stimmten sich ab. Ich fuhr mit meinem Einkaufswagen vorbei, als betont an dem Ehepaar vorbei eine Stimme zu mir drang: „Wir haben jetzt auch geschmackvolle Gerichte von Fr*sta“.

Erinnert ihr euch an Terminator 1, wo man dann die Welt mit den Augen des Terminators sah und bei Fragen oder Problemen mehrere Antworten im Display erschienen? Einen ähnlichen Effekt hatte ich auch, denn folgenden Antworten schossen mir durch den Kopf:

  1. Geschmackvolle Gerichte von Fr*sta? Ein Oxymoron?
  2. Seh ich so aus, als ob ich nicht kochen könnte?
  3. Nein danke, mein Wochenbedarf an Geschmacksverstärkern und Farbstoffen ist bereits gedeckt.
  4. Ah! Junggesellenfutter!

Ich hab ja wirklich nichts gegen Fertigessen. Wenn mal nichts im Haus und schnell was her muss, dann ist das schon praktisch. Aber doch nicht am Wochenende, wo ich die Zeit hab, mal was richtiges zu kochen. Und schon garnicht mit dem Prädikat „geschmackvoll“! Wer einmal gesehen hat, wie das Zeug hergestellt wird, dem vergeht es sowieso. Alle Zutaten werden so behandelt, dass sie auf den Punkt zeitgleich fertig sind. Dann noch ein paar Farb- und Geschmacksstoffe ran, damit die Erbsen auch nach dem Kochen und Schockfrosten auch noch grün sind und nach Erbse schmecken. Fehlte nur noch, dass sie die Gerichte als „gesund“ bezeichnet hätte…