Lange habe ich hin und her überlegt und letztes Wochenende fiel die Entscheidung: Ich bereite mich auf den Dresden Marathon vor. War insofern eine knappe Entscheidung, da der Trainingsplan so lag, dass ich genau am Montag meine erste Trainingseinheit gehabt hätte, wenn das Marathondatum Ende Oktober ist. Da ich Montag immer beim Basketballtraining bin, verlegte ich den ersten Lauf auf Dienstag. Werfen wir doch mal einen Blick auf die Läufe dieser Woche

SollIst
1. LaufMontagDienstag
Zeit00:50:00 h00:54:39 h (=7,76km)
Pacezwischen 7:10 min/km und 6:30 min/km7:02 min/km
LauftempoBetont langsamUngewohnt langsam
GefühlNie außer Atem gekommen, Durchschnittspuls bei 132
2. LaufDonnerstagDonnerstag
Zeit01:00:00 h00:59:04 h (=8,38km)
Pacezwischen 7:10 min/km und 6:30 min/km7:03 min/km
LauftempoBetont langsamlangsam
GefühlZiemlich warm draußen, Durchschnittspuls bei 132
3. LaufSonntagSonntag
Zeit01:30:00 h01:31:24 h (=13,25km)
Pacezwischen 7:10 min/km und 6:30 min/km6:53 min/km
LauftempoBetont langsamgemütlich
GefühlVormittag um 9 gestartet, sonnig, warm, aber nicht zu heiß, Durchschnittspuls bei 135

Brooks Glycerin 11

Das neue Jahr ist gerade mal 19 Tage jung und schon habe ich 45km zusammen. Im Gegensatz zu den Vorjahren gibt es bei mir keine Winterpause, sondern ich habe mich ins warme Fitnessstudio verzogen und lege dort meine Strecke auf dem Laufband zurück. Manchen mag das öde vorkommen, aber es ist alles eine Frage, wie man seine Zeit auf dem Laufband gestaltet. Ich nehme mir jedes Mal etwas anderes vor – entweder ich laufe 10km mit Tempowechsel, schaue, wie weit ich in 60 Minuten komme oder laufe mit einer Pace von 5:40 min/km und probiere, wie weit ich komme. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Da Kriszta seit ihrem letzten Halbmarathon bei längeren Strecken Probleme mit ihrem Knie bekommt, haben wir mal eine Laufbandanalyse gemacht. Wie ich bereits wusste, habe ich eine gerade Anzahl von anatomischen Fehlern, die sich auch noch ausgleichen. Deswegen kommt für mich deshalb nur ein neutraler Laufschuh in Frage. Bisher war für mich der adidas Supernova Cushion 7 die Waffe meiner Wahl. So langsam nähert der sich auch der 1.000km-Grenze wo man sagt, dass der Schuh abgelaufen ist. Ich bin da ziemlich skeptisch, weil sich dann Leute, die 1.000km und mehr im Jahre laufen, jedes Jahr einen neuen Satz Schuhe holen müssten. In einer Beziehung gebe ich allerdings der Beratung am Laufband Recht. Jeder Schuh hat ein anderes Laufverhalten und ein Wechsel zwischen mehreren Schuhpaaren kann einer unterschiedlichen Belastung der Muskulatur nicht schaden. Deswegen heißt es ja Training. Außerdem benutze ich unterschiedliche Schuhe für Laufband und draußen.

Ich bin lange am Überlegen gewesen, ob ich die Brooks Ghost oder die Brooks Glycerin nehme. Meine Wahl fiel auf letztere. Da die Schuhe noch taufrisch (und nicht verdreckt) sind, habe ich sie gleich am selben Tag noch mit ins Fitnessstudio genommen und dem ersten Härtetest unterzogen. Vom Laufgefühl habe ich keinen Unterschied gemerkt – Tempowechsel waren spielend möglich und ich hatte das Gefühl, dass die Anstrengung im Vergleich weniger hoch war und deshalb der Puls sich auch in einem angemessenerem Rahmen bewegte. Eigentlich hätte ich schon gerne wieder auf einen adidas zurückgegriffen, aber das Argument mit der unterschiedlichen Wirkung beim Training hat mich dann doch überzeugt.

IMG_0531Nach dem Debakel im Herbst, wo meine Pulsuhr – die Suunto T1c – den gesamte Halbmarathon über den Dienst versagte, entschloss ich mich jetzt den Wechsel auf eine bessere Pulsuhr zu wagen. Todschick wäre ja eine Garmin gewesen, die auch noch die Strecke aufzeichnet. Aber die Geräte, die für mich in einem bezahlbaren Bereich lagen, hatten eher schlechte Bewertungen und außerdem mit einer Laufzeit von 4 Stunden, bis die Batterie alle ist, muss man sich beim Marathon ja schon richtig beeilen. Ich fasse mal zusammen, was ich denn von einer Pulsuhr erwarte:

  • genaue Pulsmessung
  • Anzeige des Pulses beim Laufen
  • Anzeige der aktuellen Laufzeit
  • Ich kann den Batteriewechsel an Brustgurt und Uhr selbst vornehmen
  • Personalisierung, d.h. man kann die Uhr auf seine Bedürfnisse angemessen einstellen

Nachdem ich mehrmals von Freunden das Theater mit den Brustgurten bei Polar mitbekommen hab (entweder lässt sich die Batterie garnicht wechseln oder es kostet viel Geld), fiel mein Blick auf Sigma. Nach einigem Hin und Her fiel meine Auswahl auf die PC 2510. In Bewertungen hatte ich gelesen, dass einige den festen Brustgurt bemängeln. Aber ich gab dem Ganzen eine Chance. Erster Test: Angelegt und geschlossen. Natürlich fühlt sich der Gurt etwas fester an, wie ein Textilgurt. Ich ging in das Menü der Pulsuhr, Gurt und Uhr synchronisierten sich und schon stand mein Puls da! Nicht eine Schätzung wie bei der Suunto (35?!), sondern was realistisches.

Angesichts des schönen Wetters dieses Wochenende kam ein erster Praxistest in Betracht. Schon nach wenigen Meter war klar – ich kann der Anzeige vertrauen. Bei der Suunto blieb die Anzeige des Pulses erstmal für 10 Minuten auf dem alten Wert stehen und schnellte dann auf den aktuellen Wert hoch. Mit der Sigma PC 2510 konnte ich betrachten, wie der Puls langsam nach oben kletterte. Und was den Bereich Personalisierung betrifft: Bei der Sigma kann man einen persönlichen Pulsbereich einstellen, in dem man trainieren möchte, der dann ganz oben im Display in Form eines dreiteiligen Balkens dargestellt wird – unterhalb, innerhalb und oberhalb der gewünschten Zone. Auch schön finde ich, dass man nach Ende des Trainings gleich alle gewünschten Daten ablesen kann (Maxpuls, Durchschnittspuls, Kalorienverbrauch und natürlich Laufzeit).